Re: Auf dem Weg mit Vergnügen ein Niemand zu sein
Posted: Thu Apr 20, 2017 8:39 pm
Lieber Phänotyp,
Konzentrier dich nun auf die Farben, die Schattierungen, die du siehst. kannst du wirklich mehr als verschiedene Farben sehen? Ist es wirklich plastisch, was du siehst, ist die Farbe des Tisches tatsächlich UNTERHALB der Farbe der Platte oder trägt der Verstand beim 3D-Sehen wieder seinen Teil bei?
Zwischen Hand und Tischplatte wirst du einen Farbwechsel warnehmen. Das ist wahrscheinlich die Linie, die du als Trennung wahrnimmst. Aber deutet der Wechsel der Farbe wirklich auf eine Trennung hin? Auch innerhalb der Wahrnehmung von Hand gibt es doch auch Farbwechsel, wenn auch subtiler.
Nimmst du eine Hand als selbständiges Objekt wahr, jenseits der Farben? Eine physische Hand in oder hinter den Farben?
Kannst du eine objektiv vorhandene Hand wahrnehmen? Kannst du sogar wirklich wissen, dass da eine tatsächliche Hand ist, außerhalb der visuellen Erfahrung? Also, .... wenn du die Augen schließt, kannst du aus der direkten Erfahrung heraus wissen, dass Hand da ist? Oder ist das nur ein Gedanke? Eine Vermutung? Eine erlernte Überzeugung?
Liebe Grüße!
Leg deine Hand auf den Tisch und nimm das Bild, was du nun siehst, so war, als wenn du ein Maler währst, der das Stilleben auf seiner Leinwand festhalten möchte. Schaue solange drauf, bis es so erscheint, als wenn die Hand ein Teil des Hintergrundes wäre.Deine Frage impliziert, dass ich das nur glaube - das ist wahrscheinlich so, allerdings sieht es für mich auch noch so aus, als gäbe es die Trennlinie... ;-) Hast du dazu noch eine Seh-Übung für mich?
Konzentrier dich nun auf die Farben, die Schattierungen, die du siehst. kannst du wirklich mehr als verschiedene Farben sehen? Ist es wirklich plastisch, was du siehst, ist die Farbe des Tisches tatsächlich UNTERHALB der Farbe der Platte oder trägt der Verstand beim 3D-Sehen wieder seinen Teil bei?
Zwischen Hand und Tischplatte wirst du einen Farbwechsel warnehmen. Das ist wahrscheinlich die Linie, die du als Trennung wahrnimmst. Aber deutet der Wechsel der Farbe wirklich auf eine Trennung hin? Auch innerhalb der Wahrnehmung von Hand gibt es doch auch Farbwechsel, wenn auch subtiler.
Nimmst du eine Hand als selbständiges Objekt wahr, jenseits der Farben? Eine physische Hand in oder hinter den Farben?
Kannst du eine objektiv vorhandene Hand wahrnehmen? Kannst du sogar wirklich wissen, dass da eine tatsächliche Hand ist, außerhalb der visuellen Erfahrung? Also, .... wenn du die Augen schließt, kannst du aus der direkten Erfahrung heraus wissen, dass Hand da ist? Oder ist das nur ein Gedanke? Eine Vermutung? Eine erlernte Überzeugung?
Das Schauspiel Leben ist halt sehr überzeugend, wie ein guter Film, der einen immer wieder in seinen Bann zieht. Allerdings kannst du dir in deinem Kinosessel immer mal wieder darüber bewusst werden, dass da eigentlich nur bunte Lichter auf der Leinwand sind.An Ostern mit der family konnte ich wunderbar beobachten, wie wir alle in unseren Mustern festhängen, und wie ich selbst, obwohl ich echt aufgepasst habe, völlig impulsgesteuert reagiere. Es fällt mir allerdings immer noch schwer zu sagen "da ist niemand"-- für mich sind da schon individuelle Persönlichkeiten, die eben aufgrund ihrer Konditionierungen reagieren.
Gefühle, die wir heute wahrnehmen, stammen häufig aus unserer Vergangenheit und kommen hoch, weil sie damals verdrängt wurden. Toll, dass du die Traurigkeit einfach da sein lassen konntest ...Was mir in den letzten Tagen aufgefallen ist, ist das plötzliche Auftauchen von Gefühlen, ich dachte immer, die Gefühle sind stark an die Gedanken gekoppelt, bzw. die Folge von Gedanken, in den letzten Tagen war es aber umgekehrt, ich spürte ganz häufig z.B. eine Traurigkeit, ohne dass es einen äußeren Anlass oder negative Gedanken zuvor gegeben hätte. Ich konnte diese Traurigkeit einfach bemerken und da sein lassen - das fand ich interessant.
Liebe Grüße!