Prima, Prima. Danke für Deinen Bericht.
Genau, ein ständiger Fluss von Erscheinungen. Sobald eine Wahrnehmung erscheint (ein Sinnes- oder Gedankenobjekt), taucht der „Ich“-Gedanke mitsamt dem Gefühl der Lebendigkeit auf. Von diesen zwei aufeinanderfolgenden Gedanken geht ein Gedanke aus, der behauptet, das Objekt sei „meins“ oder „nicht meins“, „Ich“ oder „nicht Ich“. Wenn du z.B. das Telefon auf dem Tisch siehst, taucht vielleicht augenblicklich der Gedanke „mein Telefon“ auf, in Kombination mit dem Gefühl zu „sein“.Geräusche, Wahrnehmung "wechselt" zu Gedanken über Geräusche, Wahrnehmung wechselt zu Fingerspitzen liegen auf Tastatur, Wahrnehmung wechselt zum Schauen auf den Bildschirm.
Nochmal die Frage: GIbt es Eine Distanz zwischen Wahrnehmung und dem, was wahrgenommen wird? Ohne Dich auf Gedanken zu beziehen. Nur das reine sinnliche Wahrnehmen…Wo ist da eine Grenze? Kann es sein, das da keine Grenze ist? Außer als gedankliche Interpretation: "Da bin ich, da ist das Objekt!" Probiere es.
Richtig, ein ständiger Kommentar der Gedanken. Gedanken fließen mit in die Wahrnehmung ein aber sie werden auch nur erlebt.Im direkten Hören kein ICH da. Hinterher oder zwischendurch Kommentare, aber IM Hören kein ICH. Wenn Wahrnehmung wechselt, und damit eine andere Wahrnehmung "bewusst" wird, z.B. spüren - sitzen passiert, wirkt es kurz, wie wenn jemand sich dessen bewusst wird, obwohl es nur eine "Benennung" durch die Gedanken ist.
Eine andere Möglichkeit der Verständigung habe ich nicht, um Deinen Fokus möglichst aufs schauen zu lenken und nicht aufs denken/Gedanken. :)Du schreibst: Schau hin. Das ist ein Paradox. Wer soll denn hinschauen? Wer soll etwas machen? Wer soll beobachten?
Wenn sich in deiner Nähe ein Park befindet, setze Dich dort für eine Weile hin und beobachte, wie alles in Bewegung ist, wie der Wind weht und die Wolken vorbeiziehen. Es geht aber auch ohne Park: ein Blick aus dem Fenster ist genauso gut. Menschen und Tiere bewegen sich. Alles ist eine Bewegung – der Körper, Atem und die Gedanken eingeschlossen. Sieh dir das Ganze an und stelle fest: es gibt keinen „Beobachter“ getrennt von der Beobachtung. Der Prozess des Beobachtens erfordert gar keinen Beobachter. Ist das wahr?Die Gedanken behaupten, dass es da niemand gibt und niemanden geben kann, aber da ist noch so ein Schleier eines Beobachters da. Manchmal weniger manchmal mehr. Schwer zu beschreiben.
Wunderbar, das freut mich.Grundsätzlich ist die Wahrnehmung in den letzten Tagen viel mehr beim Hören, fühlen, sehen und Denken wahrnehmen als Gedanken als sonst. Viel Ruhe da.
Liebe Liselotte, das "Problem" ist vielleicht, das Du etwas sehen, begreifen willst, das Du bis jetzt noch nicht siehst/begreifst. Dieses Du, das begreifen will existiert nicht. Daher drehst Du Dich im Kreis. "Ich" ist ein Gedanke. Er verweist auf nichts und niemanden. Da ist kein beständiges Ding Namens ICH. Es gibt keinen Besitzer "Deines" Lebens. Da ist Leben. Offensichtlich, Frei fließend, ohne Steuermann. Glaube mir nicht. Sieh nach. Ein kleiner Schritt noch…:)
Liebe Grüße
Daniel

