Ganz ehrlich - seit einigen Tagen bin ich sehr "neben der Spur", verwirrt und die Worte fehlen meistens. Begleitet durch ein Gefühl von Aufgelöstheit, Betrachten und Staunen über die Dinge die so passieren. Auch über die "inneren" Prozesse. Kam mir in der Uni vor wie ein Depp :D Dinge scheinen unfassbar momentan und nicht wirklich interessant. Tatsächlich steht die Erfahrung des Jetzt im Vordergrund. Und das Nichts und die Stille ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Meditation nicht so häufig wie sonst, aber dafür DAS.
Nun - der Versuch sich auszudrücken:
Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie?
Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
So etwas wie "Entscheidung" gibt es eigentlich nicht. Es wird getan, was getan wird - es geschieht, was eben geschieht und es hätte/könnte nicht anders sein. Die Ich-Illusion erzeugt das Gefühl etwas entschieden zu haben indem die eine Situation mit Gedanken versieht.
Absicht ist die mit Ich-Gefühl versehene Intention etwas zu tun.
Freier Wille scheint nur aus der Perspektive der Ich-Illusion zu existieren. In Wahrheit gibt es nur einen Willen und er geschieht einfach.
Wahl scheint ebenfalls nur aus der Perspektive der Ich-Illusion zu existieren. Wenn es wegfällt ist es klar, dass es niemals eine Wahl gegeben hat. Es trifft einfach immer die einzige und richtige Wahl. Es passiert einfach.
Kontrolle ist eine Illusion. Sie entsteht durch die Einbildung, dass es ein Ich gibt und ist der Versuch die Ich-Illusion aufrechtzuerhalten. So etwas gibt es einfach nicht.
Alle diese Dinge entstehen durch die Ich-Illusion.
Es passiert einfach. Zum Beispiel "wählt" niemand gerade, dies hier zu schreiben, sondern es passiert einfach. Es braucht keine Wahl. Da ist einfach ein Impuls aus dem das Bedürfnis kommt zu schreiben. Wenn Gedanken von einem Ich jetzt auftauchen würden, würden sie vielleicht so tun als ob sie das beeinflussen könnten, aber sie können es nicht und konnten es nie. Betrachten geschieht einfach. Es agiert einfach.
Momentan fühlt es sich so an:
Sitzen geschieht. Betrachten geschieht. Belustigung ist da. Es gibt gar kein Tor. Da ist niemand der durch das Tor gehen könnte. Es ist trotzdem anders hier. Sehr intim aber unpersönlich. Vielleicht dreht sie langsam durch. Gleichmut - Gefühl von Friede ist da und Heiterkeit.
Auch dies geschieht einfach. Ohne Kontrolle. Gedanken kommen manchmal. Manchmal ist es sehr still.
Es gibt keine Verantwortung dafür. Es ist vollkommen unpersönlich. So ist es und war es immer.
Ein weiteres Beispiel:
Der Verstand kann manchmal nicht nachvollziehen warum es so agiert wie es agiert. Der Verstand wirft Fragen ein oder Meinungen, aber letztendlich ändert es nichts an dem WAS IST.