(merkwürdige (Ich)Ereignis in der 3. Woche) T: was du da erlebt hast.
Am 11.2 hatte ich es gemailt. Aufsteh-Beobachtungsübung, wer entscheidet das Aufstehen. Beim radeln zur Arbeit gab es kurz die Trennung von Körper und Ich. Vorgang des Radeln auf einem Fußweg unter Bäumen fühlte sich anders automatisch an. Dennoch gab es ein Wissen von einem Ich. Das war etwas hinter mir, wie ein Rucksack. Das Ich wurde mitgenommen. Sentimental. Vielleicht dachte ich auch gleich 'jetzt erlebe ich das Wunder'. -Das war's. Wie nach einem Traum hielt sich ein Gefühl noch etwas.
Deine Frage damals „...ein Ich, welches nicht DU bist ..' kann ich noch nicht verstehen.
T: Ja, was heißt das, bist DU dann nicht mehr da? Oder nur noch, wenn Bilder von Dir auftauchen? Bist DU die Bilder in deinen Gedanken ? Und was ist, wenn kein Denken stattfindet - wer bist du dann?
Auch hier die ICH / DU - Sache ??
Vermutlich nehme ich mehr vom Körper wahr als nur die intensiven Druck-/Schmerzflächen. Die leichteren Berührungsstellen zB Finger sind nach einer gewissen Dauer sehr ungenau. Auch sonstiges, Füße, Hände... wie bei Yoga schwer, strömend warm (oder auch kalt). D.h. ein schwammiger Bereich.
Der Oberkörper ist wegen Atmung immer in Bewegung, so dass hier immer etwas Reibungsfläche fühlbar ist. - Damit ist der Körper relativ gut abgebildet/wahrnehmbar. Wo die Aufmerksamkeit auch hin geht, gibt es wohl irgendwas (intensiv oder schwammig). Manchmal summt der ganze Körper.
Die Gedanken konkretisieren das Körperbild. Ich glaube es gibt latente Gedanken ( andeutungsweise, 'unbemerkt', die ich nicht registrieren kann) deshalb vlt ein volles Körpergefühl.
Kein Denken?:
Heute: Haare im Sichtfeld des rechten Auge. Hier hält sich das Ich. Hier gucke ich raus.
Vergegenwärtige mir, dass ich das Ich nicht nicht im Körper fand, dass es keine Entscheidung fällt, sondern nur als Gedanke seinen Senf dazu abgibt.
Meine Übung war deshalb, meine Haare, die manchmal neben Auge hängen, einfach nur als undefinierbaren Schatten anzusehen. Und das Gemüseschneiden dabei, als einen automatischen Prozess.
Auch heute blieb alles im theoretischen Bereich. Für ein Erleben muss wohl verlangsamt werden.