Da ist Nachdenken über deine Frage. Kein ICH und ein ICH scheinen abzuwechseln.In den oben beschriebenen Momenten, gibt es da ein ICH?
Besonders wenn Zweifel oder Erwartungen auftauchen, findest du dann ein ICH?
Hängt sich da vielleicht nur der Verstand mit seiner Konditionierung rein?
Schaue genau hin und beschreibe bitte detailliert was da abläuft.
Für kurze Zeit ist da kein ICH, dann taucht kurz ein ICH auf usw. Wie du schreibst,
hängt sich der Verstand dann rein, weil Zweifel und Erwartungen auftreten.
Oder das ICH erscheint und verschwindet wieder. Es ist nicht gänzlich verschwunden,
auch wenn es nicht da ist. Es ist in jenen Momenten weg, in denen keine Gedanken da sind
bzw. in denen nur Jetzt da ist.
Als heute Erwartungen oder Zweifel auftauchten, übte ich mit den Erwartungen und Zweifeln.
Da ist Zweifel, aber niemand, der zweifelt. Dabei tritt das ICH in den Hintergrund.
Entspannung tritt ein, körperliche Erweiterung.
Wenn ich mit unangenehmen Gefühlen wie Angst übe, verschwindet die Angst fast unmittelbar.
Kurze Zeit ist noch Anspannung in einem Körperteil, meist Magen, Bauch, da.
Auch die verschwindet dann. Was bleibt, ist Leichtigkeit.
Bis sich dann der Verstand wieder reinhängt. Ich merke aber, dass das allmählich nachlässt.
Dann kommt ein Zweifel: "Bilde ich mir das ein?" (dass das nachlässt).
Ich übe mit dem Zweifel, er verschwindet wie auch der Verstand.
Der Gedanke "Bilde ich mir das ein?" wird damit praktisch abgeschnitten.
Nun taucht die Frage auf: "Ist das gut, einen Gedanken nicht zum Ende zu verfolgen?"
Antwort: "Es ist egal." Entspannung.
Liebe Grüße
Martin

