Es gelingt nicht zu sehen, wo die Gedanken herkommen. Und wenn ich versuche,einen Gedanken aufzurufen, der nichts mit meiner Umgebung oder vorherigen Gedanken zu tun hat, bekomme ich echt Kopfschmerzen. Ich wühle sozusagen in meinem Kopf herum und kann keinen Gedanken finden. Ich muss warten , bis der nächste Gedanke von selbst erscheint, wenn ich ihn nicht auf meine Umgebung oder andere Gedanken beziehen will. "Meine " Gedanken sind das bestimmt nicht, weil ich sie weder erzeuge noch verwalte, noch nicht mal weiss wann und woher sie kommen und gehen. Es sieht nur so aus, weil diese Gedanken für diesen Tina-Organismus hier erscheinen und z.B. nicht für Ingen. Deshalb wird es so genannt, "meine" Gedanken.
Und warum schneidest du dir die Haare eigentlich nicht ab? Was hindert dich daran? Wo kommen die Vorstellungen her, wie eine Frisur auszusehen hat? Hast du diese Vorstellungen selbst bestimmt?
Das sind nur gesellschaftliche Konventionen, die sich ja auch ständig ändern. Da ist die Behauptung : "Lange Haare sind schön!" , die kommt aber nicht von mir sondern die scheint sich hier festgesetzt zu haben. Woher sie kommt, kann ich nicht sagen.
Dasselbe gilt für Zusammensein mit anderen Menschen. Welches Verhalten "nervt", welches nicht? Hast du darauf Einfluß?
Mir fällt immer wieder auf, dass mich ganz andere Sachen nerven als meine Tochter oder meinen Mann. Das hat mich schon oft geärgert. Ich habe auch versucht, es zu ändern, aber gelungen ist es mir nicht. Kein Einfluss.
Was IST da?
Hier ist das Ticken der Wanduhr, das Krächzen eine Krähe, das Geräusch der vorbeifahrenden Autos, der Stuhl auf dem ich sitze, der Fußboden, mein Hund, der Schrank, der Computer, die Blumen, Bäume und Häuser vor dem Fenster,das Gefühl von Schmerz in der Schulter, das Gefühl von der Kleidung auf der Haut und vom Sitzen auf dem Stuhl, vom Berühren des Fußbodens mit den Füßen, Atmen, Augenbewegungen, Hände auf der Tastatur, Haare berühren die Haut, ab und zu Gedanken, der Geruch von frisch gewaschener Wäsche, der Körper,Tee trinken, der Geschmack vom Tee. Da ist alles, was wahrgenommen werden kann.