Pointing mit Janchuk

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Janchuk
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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Janchuk » Tue Jun 12, 2012 10:19 pm

Hallo Lars,

selbst die Ich-Idee kommt und geht ganz leicht und ohne große Empfindungen. Sie wird mit der Zeit auch immer seltener. Die Idee verschwindet so bald wieder im diesen Moment gecheckt wird wie die Realität aussieht.

Manchmal geschehen Sachen die im ersten Blick unangenehm scheinen und Gedanken von einem „Ich“ kommen auf die nicht mit den Erwartungen übereinstimmen. Das wiederum löst Gefühle aus. Diesem Gemetzel wird doch ein Schluss gemacht wenn es gesehen wird das es niemandem gibt dem man „schlecht machen“ könnte. Das wäre das einzige was mir einfiel wenn es um Gefühle ging.

Ich kann nichts mehr ausführlicheres anbieten ;)
Du siehst also, dass der Kampf (es sehen zu wollen) ein Krampf ist der sich löst, wenn einfach gesehen wird!
Ja!

Liebe Grüße,
Janchuk

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Wed Jun 13, 2012 2:39 am

Hallo Janchuk,

ich werde Dich von jetzt an mit einigen Fragen/Aussagen konfrontieren. Während Du weiterhin im Alltag erforscht (und geniesst! :D), nimm Dir die Zeit hinzuschauen.

Beschreibe Deine direkte Erfahrung - antworte aus dieser heraus. Kein theoretisches Wissen, keine "richtigen Antworten"!

Beginnen wir mit "Wahrnehmung".

Du siehst - es gibt kein Ich. Doch gibt es einen "Beobachter"? Einen Beobachter der Wahrnehmung?

In Liebe
Lars

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Janchuk » Wed Jun 13, 2012 10:15 pm

Hallo Lars,

Wie ich es sehe ist der Beobachter doch die „Ich-Idee”? Trotzdem habe ich versucht mich in deine Frage zu vertiefen aber… kann was überhaupt außerhalb diesem Moment, diesem hier und jetzt, außerhalb leben was beobachten? Das scheint rein praktisch nicht möglich.

Wahrnehmung könnte man sagen ist alles was als leben empfunden wird. Es gibt nur das. Wahrnehmung ist. Leben hat keinen Beobachter.

Diese Frage ist unmöglich. Case closed ;).

Liebe Grüße,
Janchuk

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Thu Jun 14, 2012 4:18 am

Hallo Janchuk,

so einfach lasse ich Dich nicht vom "Haken". :)
Wie ich es sehe ist der Beobachter doch die „Ich-Idee”? ...
"Sehe" oder denke, glaube, meine..? Hast Du wirklich nach gesehen? Oder - Wissen zur Beantwortung der Frage benutzt?


Schliesse die Augen und nimm wahr, wie alles kommt, alles geht. Ganz natürlich. Ganz entspannt.
Die Bauchdecke hebt und senkt sich, Atmen geschieht. Hören, Fühlen, Riechen... all das geschieht.

Kannst Du in dem Wahrnehmen eine Grenze finden? Wo der Körper beginnt und endet?
Taucht in dem Wahrnehmen ein "ausserhalb" oder "innerhalb" auf?
Oder umschliesst das Wahrnehmen ALLES was ist?

Gibt es evtl. nur Wahrnehmen?

In Liebe
Lars

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Thu Jun 14, 2012 4:32 am

Wahrnehmung könnte man sagen ist alles was als leben empfunden wird. Es gibt nur das. Wahrnehmung ist. Leben hat keinen Beobachter. Diese Frage ist unmöglich. Case closed ;).
"Könnte man sagen" reicht nicht! .


Entweder Du weisst - weil Du siehst, DIREKT und ohne jeden Zweifel - oder denkst zu wissen. Den Unterschied kennst Du mittlerweile!


Die "Wahrnehmung" meint eigentlich - etwas/ich/die Leere usw. - nimmt - etwas anderes wahr.
Das "Wahrnehmen" jedoch geschieht - ohne Ende, Anfang, Grenze (ausser einer erdachten, vorgestellten).

Kannst Du den Unterschied erspüren? Mach bitte die Übung und SCHAU nach!

ps: Ich erwarte einen vollständigen Bericht... :D

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Janchuk » Fri Jun 15, 2012 3:52 am

Hallo Lars,

zu erst die Antworten, dann die Fragen, ganz leicht ganz entspannt. ;)

Wenn du jetzt mir alles das beschreibst sehe ich so fort was du damit meinst. Wahrnehmen ist wirklich ein viel präziseres Wort als Wahrnehmung.

Wenn man die Grenzenlosigkeit des Wahrnehmens sieht (die ganze Zeit) wird man doch recht verwirrt was man beschreiben sollte. Wahrnehmen fängt und hört nicht auf. Der Körper hat keinen Anfang und kein Ende.
Es gibt nur wahrnehmen. Keinen der das alles beobachten kann.

Mir fehlen einfach die Wörter um mein sehen in einer glaubwürdigen weiße zu bestätigen, wiedergeben.
Hoffe hast noch mehr Fragen ;)

Liebe Grüße,
Janchuk

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Fri Jun 15, 2012 4:34 am

Hallo Janchuk,

Du bist echt ein Spaßvogel... :D
Noch mehr Fragen? Ok - wie wäre es mit diesen:

Fehlt hier etwas?

Lese Dir Deine ersten 2-3 Beiträge durch - was hat sich verändert?


Beschreibe doch bitte mal, wie es sich anfühlt, einfach "zu sein"? Wie ist das, wenn im Alltag Streß aufkommt, wenn Du kommunizierst, wenn etwas nicht so läuft wie gewünscht? Ist es "nun" anders? Wie?

Keine Theorie - schau nach!

In Liebe
Lars

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Fri Jun 15, 2012 5:36 am

Mir fehlen einfach die Wörter um mein sehen in einer glaubwürdigen weiße zu bestätigen, wiedergeben.
Kein Problem - das ist unser Job... :D

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Janchuk » Sat Jun 16, 2012 1:08 am

Hallo Lars,

Hier fehlt nichts.

Der Drang nach Antworten ist völlig verschwunden.

Das Leben hat jetzt eine unglaubliche Leichtigkeit. Die Ernsthaftigkeit von allen Dingen ist weggenommen. Das Leben macht viel mehr Spaß.

Und das wunderbare, grenzenlose Wahrnehmen…Nichts muss anders sein.

Ich habe mein Handy verloren. Ok, das ist sogar ein schlechtes Beispiel weil ich Garnichts gefühlt habe. Aber…wenn doch noch was passiert was so genannte „unangenehme“ Gefühle aufkommen werden sie erkannt und dann sind sie fast schon weg. Situationen werden ganz anders betrachtet.

Stress ist auch nicht mehr das was es mal war. Ich nenne es jetzt kitzeln ;).

Ohne die Idee von einem „Ich“ werden Entscheidungen getroffen basierend auf der Realität der Dinge. Nicht auf ein „Ich“ der größer oder kleiner werden kann. Natürlich ist da noch immer sehr viel Programmierung da die gewisse Verhaltens weißen unterstützen. Aber auch das wird gesehen…und vielleicht verschwindet das auch?

Einfach „zu sein“ ist wie in einer ununterbrochenen Strömung zu schwimmen und dabei allem entspannt mit zu verfolgen, die Strömung wahrzunehmen wie sie ist.

Liebe Grüße,
Janchuk

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Sat Jun 16, 2012 1:21 pm

Ja! Nur dieses ... "Ja"!

Alles ist, alles darf sein, alles ist immer zu genau so wie es ist. Nichts kann diesem Moment etwas hinzufügen. Nichts kann diesem Moment etwas "weg nehmen".

Und wir dürfen sehen - es ist gut. So wie es ist. Ganz einfach so...

Ist das nicht wundervoll, Janchuk? Einfach sein...
Einfach „zu sein“ ist wie in einer ununterbrochenen Strömung zu schwimmen und dabei allem entspannt mit zu verfolgen, die Strömung wahrzunehmen wie sie ist.
Besser kann es kaum beschrieben werden!

Fliessen. Nicht Wer, nicht Wann, nicht Wie oder Warum. Und auch nicht WOHIN...

Diese ununterbrochene Strömung trägt für sich selbst Sorge. Das zu erkennen, entspannt. Das entspannt mit der Zeit immer mehr. Alle Anspannung - seien es unangenehme Gefühle oder Gedankenkreisläufe wie auch alte schützende Verhaltensmuster - löst sich tiefer und tiefer. Nichts muss - alles kann!

Ja!

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Sat Jun 16, 2012 1:23 pm

Was Du schreibst, Janchuk, "schmeckt" sehr sehr gut. So, als würdest Du (es) sehen.

Da Deine bisherigen Beiträge alle recht kurz waren, will ich dennoch noch etwas "bohren". Schreibe mehr, schreibe ausführlicher! Komm schon - streng Dich noch mal an... :)

Ohne die Idee von einem „Ich“ werden Entscheidungen getroffen basierend auf der Realität der Dinge. Nicht auf ein „Ich“ der größer oder kleiner werden kann.

(1) Erkläre, wie das "ich" funktioniert, und wie es kam, dass du es durchschaut hast. Was hat dich überzeugt?



Nimm Dir ruhig länger Zeit - so nötig. Die Forumspause ist vielleicht von Nutzen. Bin schon auf die Antwort gespannt!

In Liebe,
Lars

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Janchuk » Tue Jun 26, 2012 1:10 am

Hallo Lars,

fangen wir doch an mit dem was wir über PM besprochen haben.
Wie ich bemerkt habe passiert das einfache wahrnehmen eine Zeitlang, aber eventuell tauchen die Gedanken in dem Vordergrund auf und verdrehen die Realität…Gleich darauf verschwindet die Leichtigkeit und Unruhe kommt hoch. Und es passiert einfach. Das einfache sehen von diesem Geschehnis bringt keine Harmonie, keine leichtigkeit mit dem was ist, als ob ein Monstrum aufgewacht wäre, oder war es die ganze Zeit da?
Das Monster ist der Glaube, dass DU der bist, der denkt. Aber DU weisst - das kann nicht sein.

Die Gedanken werten und werden durch weitere Gedanken bewertet. "Ich sollte mich anders fühlen...". "Da sollten keine Gedanken sein...". "Es sollte anders sein...".

Das ist eine Einladung! Eine Einladung genauer hinzuschauen... Ist da ein Ich, dass denkt, oder ein "Ich-Gedanke"?

Hier-Sein kann alles sein! Auch - "in Gedanken sein". Aber - hier sind einfach Gedanken. Hier geschieht Identifizieren. Hier fühlt es sich verspannt oder verkrampft an... Kein Problem! So lange klar ist, dass da kein "ich" ist..
Meine Frage an Dich wäre also - was hält dich (scheinbar) davon ab, einfach hier zu sein? Was soll jetzt gerade anders sein?
Ahaaa.

Der Gedanke „das Ich nicht denken sollte“ war noch irgendwie mit der Idee von einem „Ich“ verbunden. Und in dem Moment als es gesehen wurde, ist was weggefallen, die letzte Widerstand. Und was geblieben ist…ist nichts. Alles ist wie zuvor nur die Gedanken spielen keine Rolle mehr, sie sind wie sie sind und das nicht sein und die Strömung sind noch tiefer/klarer geworden.

Wenn ich jetzt zurück sehe scheint es wirklich das die Gedanken was persönliches waren. Die Ich-Idee war noch dran und wollte nicht loslassen.

Dein Zug Lars ;)

Liebe Grüße,
Janchuk

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Tue Jun 26, 2012 5:37 am

Hallo Janchuk,

willkommen zurück... im doppelten Sinne! :)
Der Gedanke „das Ich nicht denken sollte“ war noch irgendwie mit der Idee von einem „Ich“ verbunden. Und in dem Moment als es gesehen wurde, ist was weggefallen, die letzte Widerstand.
Wunderbar! Das ist einer der Stolpersteine, über die viele (auch ich!) stolpern - der Glaube NACH dem Erkennen würden alle Gedanken verschwinden. Aber dem ist nicht so. Gedanken können einfach da sein - im So-Sein!


Möchtest Du hier noch irgendetwas anschauen, genauer untersuchen? Hast Du noch Fragen?

Ansonsten wäre es jetzt Zeit für die erste Abschlußfrage und der Bitte um ausführliche Antwort:

(1) Erkläre, wie das "ich" funktioniert, und wie es kam, dass du es durchschaut hast. Was hat dich überzeugt?

In Liebe
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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Janchuk » Wed Jun 27, 2012 1:33 am

Hallo Lars,

(1) Erkläre, wie das "ich" funktioniert, und wie es kam, dass du es durchschaut hast. Was hat dich überzeugt?

Wenn der Mensch auf dieser Welt geboren wird bringt die Umgebung/andere Menschen ihm bei dass hinter dem Körper, den Gedanken und Gefühlen eine kontrollierende Person ist, die dafür verantwortlich ist was hier und jetzt passiert, die die Gefühle spürt, die den Körper kontrolliert und die Gedanken macht.

Aber das ist nur eine Idee, die man nicht bezweifelt weil sie so bekannt scheint, man hat sich daran gewöhnt.

Wenn einmal die Ich-Idee da ist wird alles was wahrgenommen werden kann einem „Ich“ zugeschrieben, einem Punkt wo alles anfängt, einer Ursache warum Leben selbst existiert.

Wie es kam…eigentlich kam es von selbst. Musste nichts machen, denken oder glauben. Nur die Realität wahrnehmen/sehen. Überzeugen hat mich auch nichts. Eines Morgens bin ich aufgestanden und habe nachgeschaut: „Was und wo ist das was als ich bezeichnet wird?“ Es kam keine Antwort/nichts wurde gesehen und es schien als ob eine Last wegfallen würde. Kein großes Geschehnis. Nichts Kompliziertes wo man ausführlich erzählen müsste… ;)

Liebe Grüße,
Janchuk

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Re: Pointing mit Janchuk

Postby Lars » Wed Jun 27, 2012 2:48 am

2. Gibt es ein Ich in irgendeiner Form oder Zustand?

3. Wie fühlt es sich an, erwacht, d.h. von dieser Vorstellung befreit zu sein?


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