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Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Tue Mar 05, 2019 11:58 am
by barb
Da wo ich die Kleidung spüre gibt es eine Grenze
Weiß das reine Spüren etwas von Grenze? Oder ist da einfach nur Spüren und ein Gedanke sagt, das ist eine Grenze? Schau da genau nach..

Beantwortest du die anderen Fragen noch?

:)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Tue Mar 05, 2019 9:46 pm
by krischtian31
Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Das Spüren weiß nichts von Zehen es spürt nur, es gibt nur eine Empfindung
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Ich spüre kein Innen, ich spüre vielleicht hier und da ein Schmerzchen aber das ist auch nur ein spüren
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Es gibt bei genauen betrachten auch kein Außen, es gibt nur spüren
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Gute Frage, ich spüre nur ein etwas das .....keine Ahnung
Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Nein , ich fühle mich vollkommen
Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?
Es ist nur ein sehr vielfältiges spüren von diesem oder jenem, der Körper wird nicht wahrgenommen

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Wed Mar 06, 2019 1:03 pm
by barb
Wunderbar gesehen bei der Körperübung! Und wenn du das regelmäßig machst, so wie du gesagt hast, dann wird das allmählich immer klarer und selbstverständlich..

Eine Frage wäre noch ausständig:
Da wo ich die Kleidung spüre gibt es eine Grenze
Weiß das reine Spüren etwas von Grenze? Oder ist da einfach nur Spüren und ein Gedanke sagt, das ist eine Grenze? Schau da genau nach..

Probiere es mal mit Klängen aus. Halte ein paar Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind. Schliesse die Augen und entspanne.

Ohne auf Gelerntes zuzugreifen, wo passiert Hören?
Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt.
Ist es möglich, sie zu definieren?
Machst du das Hören, oder passiert es einfach?
Gibt es einen Hörenden, ein getrenntes Wesen, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?


:)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Wed Mar 06, 2019 11:24 pm
by krischtian31
Weiß das reine Spüren etwas von Grenze? Oder ist da einfach nur Spüren und ein Gedanke sagt, das ist eine Grenze? Schau da genau nach..
Es gibt nur spüren, das spüren unterscheidet nicht. es sind die Gedanken die unterscheiden und es ist sehr grob wenn die Gedanken ins Spiel kommen
wo passiert Hören?
Hören passiert einfach, es gibt nur hören
Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Der Hörende ist eins mit dem Geräusch
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt.
Ist es möglich, sie zu definieren?
Es gibt kein Grenze zwischen hier und dort, es gibt in dem Moment nur hören
Machst du das Hören, oder passiert es einfach?
Es passiert einfach, ich mach das nicht
Das Hören passiert einfach, erst das Gehirn oder die Gedanken versuchen das Gehörte zu entschlüsseln und es zu etikettieren
Gibt es einen Hörenden, ein getrenntes Wesen, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Es gibt nur hören und es gibt kein getrenntes Wesen

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Sat Mar 09, 2019 11:59 am
by barb
Gerne würde ich jetzt auch mit der Auflösung oder des Erkennenes der Ichlosigkeit weitermachen

Glaubst du, dass das Erkennen der Ichlosigkeit eine eigene Erfahrung ist? Das „Ich“ ist jetzt schon nicht da, wie du schon mehrmals gesehen hast.

Kleines Experiment dazu:

Nimm dir einen Stift und lege ihn vor dich auf den Tisch. Schau ihn an. Dann lege ihn irgendwohin wo du ihn nicht sehen kannst. Schau nun wieder auf die leere Stelle des Tisches, wo du den Stift zuvor gehabt hast.
Kannst du die Abwesenheit eines Stiftes sehen? Fehlt was?


Es gibt nur spüren, das spüren unterscheidet nicht. es sind die Gedanken die unterscheiden und es ist sehr grob wenn die Gedanken ins Spiel kommen
Genau, das Spüren kennt keine Grenze. Wie schaut dieses „grob“ aus, wenn Gedanken ins Spiel kommen?
Hören passiert einfach, es gibt nur hören
Genau, so einfach... :)
Das Hören passiert einfach, erst das Gehirn oder die Gedanken versuchen das Gehörte zu entschlüsseln und es zu etikettieren
Machen die Gedanke da aktiv etwas, oder ist auch das einfach etwas was geschieht?
Es gibt nur hören und es gibt kein getrenntes Wesen
Beobachte das immer wieder, lass dich immer wieder auf diese Erfahrung ein... :)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Sun Mar 10, 2019 7:24 pm
by krischtian31
Kannst du die Abwesenheit eines Stiftes sehen? Fehlt was?
Es fehlt nichts ,alles ist vollkommen
Glaubst du, dass das Erkennen der Ichlosigkeit eine eigene Erfahrung ist? Das „Ich“ ist jetzt schon nicht da, wie du schon mehrmals gesehen hast.
Keine eigene erfahrung, es ist das Sein das immer vollkommene , es ist das Bewustsein das leuchtet
Wie schaut dieses „grob“ aus, wenn Gedanken ins Spiel kommen?
Ich meine damit das Verlieren in Gedanken ,über die Dinge nachdenken das ist dann nicht mehr spüren ,das würde ich als sich Verlieren bezeichnen
Machen die Gedanke da aktiv etwas, oder ist auch das einfach etwas was geschieht?
Es geschieht einfach, die Erinnerung aus der Vergangenheit sagt mir , -Kirchenglocken-

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Mon Mar 11, 2019 12:50 pm
by barb
Ich meine damit das Verlieren in Gedanken ,über die Dinge nachdenken das ist dann nicht mehr spüren ,das würde ich als sich Verlieren bezeichnen
Gibt es wirklich "jemanden" der sich in Gedanken verlieren könnte? Ist da ein getrenntes "Ich", das sich in Gedanken verliert? Oder sind einfach viele Gedanken da? Ist das nicht auch einfach das was geschieht? Macht es was, dass mal sehen, mal hören, mal spüren, mal denken wahrgenommen wird?
Wenn immer nur "Spüren" wahrgenommen werden würde, wäre es zum einen vermutlich irgendwann gar nicht mehr so interessant (stell dir vor, du würdest immer deine Lieblingsspeise essen.. :)). Zum anderen ist doch der Kontrast und die Abwechslung sehr hilfreich, um es (das Spüren) überhaupt zu bemerken, nicht wahr?

:)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Mon Mar 11, 2019 7:46 pm
by krischtian31
Gibt es wirklich "jemanden" der sich in Gedanken verlieren könnte? Ist da ein getrenntes "Ich", das sich in Gedanken verliert? Oder sind einfach viele Gedanken da? Ist das nicht auch einfach das was geschieht? Macht es was, dass mal sehen, mal hören, mal spüren, mal denken wahrgenommen wird?
Nein es gibt niemanden der sich in Gedanken verliert,es gibt auch kein getrenntes Ich das sich in Gedanken verliert, es sind einfach nur viele Gedanken und der Wahrnehmer ist nicht da.
Zum anderen ist doch der Kontrast und die Abwechslung sehr hilfreich, um es (das Spüren) überhaupt zu bemerken, nicht wahr?
Ja natürlich, sonst geht es uns wie den Fischen wenn mann ihnen sagt das sie in Wasser schwimmen. "wo ist Wasser?"

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Tue Mar 12, 2019 11:52 am
by barb
es sind einfach nur viele Gedanken und der Wahrnehmer ist nicht da
Wenn die Gedanken nicht wahrgenommen werden, woher weißt du dann, dass welche da sind?
Gibt es einen Wahrnehmer und einen Denker?

Höre mal Geräusche in deiner Umgebung, und dann beobachte Gedanken. Ist da vom wahrnehmen her ein Unterschied?


:)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Tue Mar 12, 2019 10:34 pm
by krischtian31
Höre mal Geräusche in deiner Umgebung, und dann beobachte Gedanken. Ist da vom wahrnehmen her ein Unterschied?
Nein , gibt es nicht, es gibt nur wahrnehmen
Wenn die Gedanken nicht wahrgenommen werden, woher weißt du dann, dass welche da sind?
Gibt es einen Wahrnehmer und einen Denker?
Wenn ich mich in Gedanken verliere, und nach ein paar minuten wieder mir bewust werde, weiß ich irgendwie das ich die ganze zeit in gedanken war. Oder es war weg
Okay , manchmal fühlt es sich so an als wäre eine lange Zeit vergangen und dabei waren es vielleicht nur ein paar sekunden

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Wed Mar 13, 2019 11:51 am
by barb
Wenn ich mich in Gedanken verliere, und nach ein paar minuten wieder mir bewust werde, weiß ich irgendwie das ich die ganze zeit in gedanken war. Oder es war weg
Okay , manchmal fühlt es sich so an als wäre eine lange Zeit vergangen und dabei waren es vielleicht nur ein paar sekunden
Schau noch mal genau nach, so wie ein Wissenschaftler, der einfach sehr neugierig ist:

Ist da ein „Ich“ das in Gedanken eintaucht und sich darin verliert? Oder sind da einfach nur viele Gedanken, und irgendwann kommt dann noch ein Gedanke der dann sagt: „Oh, jetzt war ich wieder in Gedanken verloren!“

Sind Gedanken nicht auch einfach das was geschieht? So wie der Wind und Wolken und Regen und Sonnenschein und Wäme und Vogelgezwitscher usw...? Kannst du irgendetwas in der Natur steuern? Sind Gedanken nicht auch Natur? Schau da ganz genau nach und beobachte... :)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Wed Mar 13, 2019 2:26 pm
by barb
Oh, ich war nicht richtig eingeloggt, sorry
Das macht garnichts, war sehr schön zu lesen wie du diese Fragen beantwortet hast... :)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Wed Mar 13, 2019 7:46 pm
by krischtian31
Ist da ein „Ich“ das in Gedanken eintaucht und sich darin verliert? Oder sind da einfach nur viele Gedanken, und irgendwan n kommt dann noch ein Gedanke der dann sagt: „Oh, jetzt war ich wieder in Gedanken verloren!“
Es gibt kein ICH das in gedanken eintaucht es sin einfach nur Gedanken sie kommen und gehen , und wenn mein Blick auf etwas fällt ploppen auch einfach nur Gedanken auf
Sind Gedanken nicht auch einfach das was geschieht? So wie der Wind und Wolken und Regen und Sonnenschein und Wäme und Vogelgezwitscher usw...? Kannst du irgendetwas in der Natur steuern?
Ich kann nichts in der Natur steuern, schön was du sagst Gedanken sind Natur, sie sind einfach da und ich darf mit ihnen sein, wou

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Thu Mar 14, 2019 12:08 pm
by barb
Ich kann nichts in der Natur steuern, schön was du sagst Gedanken sind Natur, sie sind einfach da und ich darf mit ihnen sein, wou
Wunderschön, nicht wahr :)

Ich weiß, das hört sich jetzt pingelig an, aber bist „du“ mit den Gedanken? Findest du da irgendeine Trennung?

Natürlich brauchen wir Sprache um zu kommunizieren, aber sie ist es auch, die die eingebildete Dualität erst erschafft, deshalb ist es gut, da ganz genau nachzuschauen, ob eine Aussage einfach nur für den Zweck der Verständigung so formuliert wird, oder ob das so empfunden, eingebildet wird.

Ich hab da noch eine tolle Übung für dich:

Nimm dir dafür 10 – 20 Minuten Zeit. Setze dich irgendwohin und schreibe alles was du wahrnimmst folgendermaßen auf:

Die erste Halbzeit (stell dir am besten einen Timer)z. B.

ich sehe einen Baum,
ich schreibe auf was ich wahrnehmen,
ich habe Nackenverspannungen,
ich höre Autos
ich spüre ein Jucken am Fuß usw.......

Nach der Halbzeit ändere die Art wie du schreibst in: z. B

sehen eines Hauses,
schreiben geschieht,
da sind Nackenverspannung,
Vogelgezwitscher hören
jucken im Gesicht usw....

Welche von den beiden Varianten klingt wahrheitsgetreuer und entspannter? Wie reagiert der Körper jeweils?

Bin schon neugierig, wie es dir damit geht :)

Re: bitte begleite mich zum tor

Posted: Thu Mar 14, 2019 10:42 pm
by krischtian31
Welche von den beiden Varianten klingt wahrheitsgetreuer und entspannter? Wie reagiert der Körper jeweils?
Wesentlich entspannter fült sich die neutrale Variante an ohne das ich .
Die Ich Variante fühlt sich schwer an , die andere Variante freier