Re: Wer hat diesen Thread erstellt?
Posted: Sat Oct 20, 2018 11:54 am
Hört sich alles wunderbar an!
Dir auch noch einen schönen Samstag :)
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Nein, das kann ich nicht. Die Vorhersage, was ich als nächstes denke, ist schon der nächste Gedanke. Und abgesehen davon, sind die Gedanken eh viel zu unberechenbar, zu chaotisch und eigenwillig, als dass das möglich wäre.Setzt dich mal ein paar Minuten hin und beobachte die Gedanken. Lass sie einfach kommen und gehen wie sie wollen.
Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes auftaucht?
Haha, immer wieder das gleiche. Wenn ich „nur gute Gedanken denken“ will, dann schleichen sich ganz schnell irgendwelche Gewalt-, Horror- oder Tragikfantasien ein und demonstrieren das krasse Gegenteil. Also auch hier ein klares nein.Kannst du kontrollieren nur „gute“ Gedanken zu denken?
Es gibt diese relativ tiefe Tendenz der Gedanken, zu behaupten, dass „ich“ sie denke. Das ist mir vor allem bei der Aufgabe aufgefallen. Aber ich kann die Zahlen trotzdem nicht kennen, bevor sie auftauchen und dementsprechend auch nicht aussuchen.Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Kannst du, bevor sie auftaucht wissen, welche es ist? Kannst du sie aussuchen?
Ich hab das jetzt die Tage über mit allen möglichen Sinneseindrücken probiertem – eigentlich jeder Art. Und ich kann sagen: Gedanken können Sinneswahrnehmungen nur repräsentieren, aber sie wissen nichts über sie. Die direkte Erfahrung ist auf eine gewisse Art und Weise unbeschreibbar. Man kann sie eben nur in der direkten Erfahrung machen. Die Worte die wir für die direkten Erfahrungen haben hätten gar keinen Inhalt, wenn wir sie nicht mit der direkten Erfahrung verknüpft hätten. Insofern kommt die direkte Erfahrung also „zuerst“.Bevor du das nächste Mal irgendwas isst, beschreibe zuerst mit Worten wie du dir den Geschmack vorstellst. Z.B. süß, sauer, saftig was auch immer. Dann iss die Speise und vergleiche direkt das Eigenschafts-Wort mit der Erfahrung. Haben die irgendetwas miteinander zu tun? Weiß das Wort wie das Essen schmeckt?
Ist es wichtig oder wahr was Gedanken behaupten? Sind tendenziell tiefe Behauptungsgedanken wahrer als andere wenn du sie mit der direkten Erfahrung untersuchst?Es gibt diese relativ tiefe Tendenz der Gedanken, zu behaupten, dass „ich“ sie denke. Das ist mir vor allem bei der Aufgabe aufgefallen. Aber ich kann die Zahlen trotzdem nicht kennen, bevor sie auftauchen und dementsprechend auch nicht aussuchen.
Schau mal ob du irgendwo einen Denker findest. Ist da irgendwo eine Instanz namens „ich“ das die Gedanken produziert? Gibt es da eine Trennung? Gibt es Denker und Gedanken, oder ist da einfach nur der Prozess des Denkens?Mit der Frage „Hast du irgendeinen Einfluss auf die Gedanken?“ möchte ich mir immernoch etwas Zeit lassen, vllt bis morgen. Ich habe das Gefühl, dass ich da noch deutlicher sehen kann, weil ich immer wieder bemerke, wie tief der Glaubenssatz ist, dass es irgendwie „meine“ Gedanken sind, dass „ich sie irgendwie denke“. Deshalb schieb ich die Antwort nochmal ein bisschen auf :-)
Sehr gut erkannt :)Ich hab das jetzt die Tage über mit allen möglichen Sinneseindrücken probiertem – eigentlich jeder Art. Und ich kann sagen: Gedanken können Sinneswahrnehmungen nur repräsentieren, aber sie wissen nichts über sie. Die direkte Erfahrung ist auf eine gewisse Art und Weise unbeschreibbar. Man kann sie eben nur in der direkten Erfahrung machen. Die Worte die wir für die direkten Erfahrungen haben hätten gar keinen Inhalt, wenn wir sie nicht mit der direkten Erfahrung verknüpft hätten. Insofern kommt die direkte Erfahrung also „zuerst“.
Erstmal dazu ob es wichtig ist: Nein, in der direkten Erfahrung ist nichts „wichtig“. Nur in Gedanken gibt es diese Idee von Wichtigkeit und Dringlichkeit. Wenn ich hingucke, dann finde ich außerdem wieder, dass die Gedanken nichts über die direkte Erfahrung wissen. Das heißt, die Inhalte der Gedanke spielen sozusagen auf einer ganz anderen Ebene. Wenn ich zum Beispiel an das Fenster denke, was vor mir ist, hat das nichts mit dem tatsächlichen Anblick dieses Fensters zu tun. Wenn man die direkte Erfahrung also als „wahr“ bezeichnet, und auf mich wirkt sie zumindest „realer“ als Gedankeninhalte, dann ist es nicht wahr was Gedanken behaupten.Ist es wichtig oder wahr was Gedanken behaupten?
Ich würde sagen, je subtiler Gedanken sind, desto schwieriger ist es, sie überhaupt als Gedanken zu erkennen und sie somit auch als nicht wahr zu erkennen. Aber mit der direkten Erfahrung haben subtile Gedanken ebenso wenig zu tun wie offensichtliche.Sind tendenziell tiefe Behauptungsgedanken wahrer als andere wenn du sie mit der direkten Erfahrung untersuchst?
Ich habe gerade etwas gesehen, was ich so vorher noch nicht erkannt habe. In Gedanken besteht immer die implizite Annahme, dass da jemand, oder etwas ist, das von ihnen getrennt ist. Als würde da so eine Art Distanz zwischen den Gedanken und dem Betrachten bestehen. Aber für diese Trennung gibt es garkeinen Anhaltspunkt – sie ist nur eine Vorstellung davon wie denken funktioniert. Es ist irgendwie paradox – da ist Denken, aber dass es wahrgenommen wird, ist nur in Gedanken.Schau mal ob du irgendwo einen Denker findest. Ist da irgendwo eine Instanz namens „ich“ das die Gedanken produziert? Gibt es da eine Trennung? Gibt es Denker und Gedanken, oder ist da einfach nur der Prozess des Denkens?
Erst habe ich mich die ganze Zeit gefragt, welchen Widerspruch du wohl meinst. Aber ich schätze ich weiß worauf du hinaus willst: wenn Gedanken nichts von der direkten Erfahrung, oder sagen wir erstmal den Sinneseindrücken wissen können, wieso geh ich dann davon aus, dass die Gedanken etwas über die Gedanken wissen? Ich habe gerade etwas die Vermutung, dass diese tiefe Tendenz der Gedanken, die ich beschrieben habe, zumindest teilweise nur die Vorstellung einer solchen Tendenz war, aber nicht diese Tendenz selbst – jedenfalls trifft das zu, wenn ich diese Tendenz gerade versuche wiederzufinden.Vergleiche das mal mit der ersten Antwort oben (das mit der tiefen Tendenz), die du gegeben hast. Ist da nicht ein Widerspruch zu dieser Antwort?
Was meinst du mit subtilen Gedanken überhaupt? Existieren die in Wirklichkeit? Oder gibt es da offensichtliche Gedanken, dass da irgendwelche subtilen sein müssen weil sich etwas so und so anfühlt, oder eine bestimmte „Stimmung“ da ist?Ich würde sagen, je subtiler Gedanken sind, desto schwieriger ist es, sie überhaupt als Gedanken zu erkennen und sie somit auch als nicht wahr zu erkennen. Aber mit der direkten Erfahrung haben subtile Gedanken ebenso wenig zu tun wie offensichtliche.
Gut erkannt!Ich habe gerade etwas gesehen, was ich so vorher noch nicht erkannt habe. In Gedanken besteht immer die implizite Annahme, dass da jemand, oder etwas ist, das von ihnen getrennt ist. Als würde da so eine Art Distanz zwischen den Gedanken und dem Betrachten bestehen. Aber für diese Trennung gibt es garkeinen Anhaltspunkt – sie ist nur eine Vorstellung davon wie denken funktioniert.
Meinst du damit dass es nur Wahrnehmung gibt und keinen der wahrnimmt? Also Wahrnehmung enthält das Denken?Es ist irgendwie paradox – da ist Denken, aber dass es wahrgenommen wird, ist nur in Gedanken.
wenn Gedanken nichts von der direkten Erfahrung, oder sagen wir erstmal den Sinneseindrücken wissen können, wieso geh ich dann davon aus, dass die Gedanken etwas über die Gedanken wissen? Ich habe gerade etwas die Vermutung, dass diese tiefe Tendenz der Gedanken, die ich beschrieben habe, zumindest teilweise nur die Vorstellung einer solchen Tendenz war, aber nicht diese Tendenz selbst – jedenfalls trifft das zu, wenn ich diese Tendenz gerade versuche wiederzufinden.
Mit subtilen Gedanken meine ich die Gedanken, bei denen es schwer ist zu sehen, dass sie nur Gedanken sind. Wenn ich zB einen Tagtraum habe, sind das (jedenfalls für mich) relativ offensichtlich Gedanken. Die Trennung zwischen Denker und Gedanken zum Beispiel würde ich eher zu den subtilen zählen, einfach weil sie mir bisher nie so als Gedanke aufgefallen ist.Was meinst du mit subtilen Gedanken überhaupt? Existieren die in Wirklichkeit? Oder gibt es da offensichtliche Gedanken, dass da irgendwelche subtilen sein müssen weil sich etwas so und so anfühlt, oder eine bestimmte „Stimmung“ da ist?
Ja, genau, und nicht nur keinen, sondern nichts, das wahrnimmt. Und irgendwie kann der Verstand das gar nicht fassen, im Sinne von greifen. Allerdings weiß ich nicht genau wie du „Wahrnehmung enthält das Denken“ meinst. :)Meinst du damit dass es nur Wahrnehmung gibt und keinen der wahrnimmt? Also Wahrnehmung enthält das Denken?
Nein, sie können nichts über einander wissen. Einen Gedanken zu erfahren, also sozusagen zu denken, ist etwas völlig anderes als über ihn zu denken. Und ein Gedanke kann deshalb auch keinen anderen enthalten. Mir ist außerdem aufgefallen, dass es so scheint als gäbe es nie zwei Gedanken gleichzeitig. Stattdessen gibt es eher so eine Art Strom von Gedanken, bei dem aber immer einzelne Inhalte im Vordergrund stehen. Man könnte auch sagen, dass die Gedanken in so einem Strang miteinander verknüpft sind. Meinst du das mit linear?Und können Gedanken etwas über andere Gedanken wissen? Kann ein Gedanke einen anderen enthalten? Oder erscheinen Gedanken linear? Schau genau!
Die Bilanz ist: 39 „ich, mir, mein“-Gedanken und 15 allgemeine. Wobei ich sagen muss, dass es manchmal gar nicht so leicht war sie zu unterscheiden, vor allem wenn es sich um eher versteckte Ich-Gedanken handelte, oder das Ich-Gefühl nicht so offensichtlich war. Und abgesehen davon war es natürlich nicht möglich jede kleine mentale Regung zu notieren, aber halt alle einigermaßen deutlichen Gedanken :-)Nimm dir für die folgende Übung 5 – 10 Minuten Zeit und setze dich mit einem Blatt Papier an einen ruhigen Ort.
Unterteile das Blatt in zwei Hälften.
Eine Kategorie heißt „Gedanken, die von „Ich, mir, mein“ handeln, und die zweite Kategorie allgemeine Gedanken, also die nichts mit „Ich“ zu tun haben.
Dann beobachte die Gedanken, und für jeden „Ich“ Gedanken machst du einen Strich in der 1. Kategorie, und für jeden der nicht davon handelt in der 2. Achte da auch auf versteckte „Ich“-Gedanken, wie z. B. wenn Gedanken ums Wetter kommen, das du für eine gewisse Aktivität vorziehen würdest, sowas ist auch 1. Kategorie...
Wie ist die Bilanz?
Sieh immer wieder nach, wenn du meinst, es wären subtile Gedanken/Gefühle da. Frag dich immer wieder, ob die wirklich existieren! Es ist das immer-wieder-hinschauen, dass die Illusionen aufdeckt...Generell gibt es oft offensichtliche Gedanken, die von subtilen erzählen, aber ich kann auch sehen, dass diese „subtilen Gedanken“ in meiner direkten Erfahrung gar nicht existieren, sondern nur in den offensichtlichen Gedanken.
Der Verstand wird das niemals fassen können, das muss er auch garnicht, ist ja nicht seine Aufgabe.. Aber natürlich ist da die Tendenz alles verstehen zu wollen, weil so eine große Neugier da ist :) Wir müssen nur immer wieder nachschauen um zu sehen, dass da nichts ist was zu verstehen wäre...Ja, genau, und nicht nur keinen, sondern nichts, das wahrnimmt. Und irgendwie kann der Verstand das gar nicht fassen, im Sinne von greifen.Meinst du damit dass es nur Wahrnehmung gibt und keinen der wahrnimmt? Also Wahrnehmung enthält das Denken?
Dass einfach nur Wahrnehmung/Erfahrung da ist, und die erscheint mal als denken, als sehen-hören-fühlen-riechen-schmecken... Findest du irgendetwas außerhalb von Wahrnehmung/Erfahrung?Allerdings weiß ich nicht genau wie du „Wahrnehmung enthält das Denken“ meinst. :)
Ja genau, aber schau nochmal, ist es wahr, dass die verknüpft sind?Man könnte auch sagen, dass die Gedanken in so einem Strang miteinander verknüpft sind. Meinst du das mit linear?
Alles klar, werde ich tun! :-)Sieh immer wieder nach, wenn du meinst, es wären subtile Gedanken/Gefühle da. Frag dich immer wieder, ob die wirklich existieren! Es ist das immer-wieder-hinschauen, dass die Illusionen aufdeckt...
Mhh .. was sag ich dazu. Heute war ich, wie gewöhnlich, wieder den überwiegenden Teil des Tages im "Suchermodus". Als ich dann deine Nachricht gelesen habe, bzw insbesondere den zitierten Abschnitt, hat das irgendwie total das Suchen weggenommen, und ich habe einfach den Rest des Abends genossen und gemacht, worauf ich Lust hatte. Wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht sagen, ob ich gesehen habe, dass es kein "Ich" gibt, das Wahrnehmung macht. Ich weiß nicht, ob es noch mehr zu sehen gibt, als das was ich gesehen habe - aber ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es kein permanentes Sehen ist.Der Verstand wird das niemals fassen können, das muss er auch garnicht, ist ja nicht seine Aufgabe.. Aber natürlich ist da die Tendenz alles verstehen zu wollen, weil so eine große Neugier da ist :) Wir müssen nur immer wieder nachschauen um zu sehen, dass da nichts ist was zu verstehen wäre...
So wie du schreibst, klingt das ziemlich klar.. Als ob du gesehen hättest, dass es kein „Ich“ gibt, das wahrnimmt/Wahrnehmung macht.. Was sagst du dazu?
Ich finde nichts, was ich nicht wahrnehme - alles darüber hinaus ist der Inhalt von Gedanken. Also würde ich sagen nein, ich finde nichts außerhalb von Wahrnehmung/Erfahrung, oder man könnte auch sagen außerhalb dessen was gerade da ist.Findest du irgendetwas außerhalb von Wahrnehmung/Erfahrung?
Mhh, verknüpft ist vielleicht das flasche Wort - das würde bedeuten, dass da einzelne Gedanken sind, die durch irgendetwas anderes miteinander verbunden sind. Am besten könnte ich es beschreiben, dass die scheinbar einzelnen Gedanken ineinander morphen, also sich stetig verwandeln, aber nie gleichzeitig da sind - und so entsteht dieser Strom von Gedanken.Ja genau, aber schau nochmal, ist es wahr, dass die verknüpft sind?
Ist das wahr?Mhh .. was sag ich dazu. Heute war ich, wie gewöhnlich, wieder den überwiegenden Teil des Tages im "Suchermodus".
Erwartest du, dass „permanentes Sehen“ irgendeine Art Entspannung auslöst? Dass man danach einfach nur mehr genießt?Als ich dann deine Nachricht gelesen habe, bzw insbesondere den zitierten Abschnitt, hat das irgendwie total das Suchen weggenommen, und ich habe einfach den Rest des Abends genossen und gemacht, worauf ich Lust hatte. Wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht sagen, ob ich gesehen habe, dass es kein "Ich" gibt, das Wahrnehmung macht. Ich weiß nicht, ob es noch mehr zu sehen gibt, als das was ich gesehen habe - aber ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es kein permanentes Sehen ist.
Könnte irgendetwas jemals anders sein, als es gerade ist? Findest du irgendeine Unvollkommenheit in dem was gerade da ist?Ich finde nichts, was ich nicht wahrnehme - alles darüber hinaus ist der Inhalt von Gedanken. Also würde ich sagen nein, ich finde nichts außerhalb von Wahrnehmung/Erfahrung, oder man könnte auch sagen außerhalb dessen was gerade da ist.
Ist da wirklich ein Gedankenstrom? Schau genau, geh hinter die Gedanken und beobachte. Könnte es sein, dass die einfach so aufploppen? Und meistens garnichts miteinander zu tun haben?Am besten könnte ich es beschreiben, dass die scheinbar einzelnen Gedanken ineinander morphen, also sich stetig verwandeln, aber nie gleichzeitig da sind - und so entsteht dieser Strom von Gedanken.
Das Suchen besteht eigentlich nur daraus, dass angenommen wird, dass es noch etwas zu realisieren oder zu sehen gibt. Und dass die Gedanken, dann meistens versuchen, das zu sehen (also das zu sehen, was geglaubt wird, was noch realisiert werden muss, zb dass kein Ich da ist, o.ä.). Aber diese Annahme, dass es noch etwas zu sehen gibt oder so, ist nicht mehr als eine Geschichte – sie ist einfach eine Idee.Ist das wahr?
Wie schaut der „Suchermodus“ aus?
Woraus besteht „Suche“?
Ist das mehr als eine Geschichte?
Gewissermaßen Ja. Ich erwarte, dass diese Entspannung darin besteht, dass wie ich es vor ein zwei Tagen schonmal geschrieben hab, halt das suchen aufhört – bzw jegliches versuchen, mehr zu sehen oder so etwas. Und irgendwie habe ich glaube ich auch erwartet, dass damit auch so selbst-hemmende Verhaltensweisen aufhören, was ich damals Sucher-Neurosen genannt hab.Erwartest du, dass „permanentes Sehen“ irgendeine Art Entspannung auslöst? Dass man danach einfach nur mehr genießt?
Damit könntest du auf jeden Fall recht haben. Vor allem will ich es vielleicht auch nicht wahr haben, weil es mir so plump und unspektakulär vorkommt.Also ich behaupte mal, du hast es schon gesehen, dass da nichts ist, nur willst du es nicht so recht wahrhaben..
Nein in der direkten Erfahrung existiert diese Möglichkeit nicht. Und eine Unvollkommenheit kann ich auch nicht finden, aber auch keine Vollkommenheit. Am ehesten würde ich sagen, es ist einfach so, wie es ist.Könnte irgendetwas jemals anders sein, als es gerade ist?
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich auf eine gewisse Art und Weise noch nie einen Gedanken wirklich gesehen habe. Also insofern, dass alles was ich bisher von Gedanken hatte immer wieder eine Vorstellung war. Sozusagen, als hätten Gedanken keine „Substanz“ wenn das Sinn macht. Einen Strom kann ich auch nicht finden, da ist nichts zusammenhängendes. Und mir ist auch wieder dieser Abstand, diese Trennung aufgefallen, den „die Gedanken“ zwischen einen Denker und sich selbst tun.Ist da wirklich ein Gedankenstrom? Schau genau, geh hinter die Gedanken und beobachte. Könnte es sein, dass die einfach so aufploppen? Und meistens garnichts miteinander zu tun haben?
Ich kann nicht mal mehr wirklich eine Entscheidung finden. Auf einmal wird einfach ein Arm gehoben – und die Entscheidung ist sozusagen schon gefällt. Einen Entscheider kann ich in dem Prozess auch nicht finden, aber auch die Idee, dass ich das jetzt entschieden habe, ist entweder gar nicht aufgetaucht, oder ich hab sie nicht bemerkt. Jedenfalls gab es nur ein paar Mal so kurze Gedanken, die behauptet haben, dass ich das jetzt gemacht hab – aber das waren eher Ausnahmen. Ich hoffe ich hab das nicht falsch gemacht, oder irgendwie nicht genau geschaut, aber habs oft versucht und gerade nichts anderes gefunden :)Hebe deinen rechten oder linken Arm (oder lass ihn unten). Während des Hebens oder Nicht-Hebens wird eine Entscheidung getroffen, zumindest geschieht etwas (oder nicht).
Kannst du den genauen Augenblick der Entscheidung bestimmen und das konkrete Wesen finden, das diese
Entscheidung zu treffen scheint?
Ist es wirklich möglich, den Moment der Entscheidung sowie den scheinbaren „Entscheider“ zu finden?
Oder taucht die Idee „Ich habe mich entschieden, meinen rechten bzw. linken Arm (nicht) zu heben“ erst nach dem eigentlichen Ereignis auf?
Genau, eine Gedankengeschichte... Wie schon erwähnt, das klare Erkennen, dass das „Ich“ in der absoluten Realität nicht existiert, ist erst der Anfang, der Stromeintritt.. Zu erkennen, dass nur die Direkte Erfahrung der Wahrheit entspricht, muss auch keine plötzliche Erkenntnis sein. Es muss hier eine neue Gewohnheit etabliert werden durch immer wieder daran erinnern, durch üben, durch immer wieder auf die DE fokussieren, durch immer wieder erinnern, dass DAS die Realität ist, jeden Gedanken hinterfragen ob er wahr ist...Das Suchen besteht eigentlich nur daraus, dass angenommen wird, dass es noch etwas zu realisieren oder zu sehen gibt. Und dass die Gedanken, dann meistens versuchen, das zu sehen (also das zu sehen, was geglaubt wird, was noch realisiert werden muss, zb dass kein Ich da ist, o.ä.). Aber diese Annahme, dass es noch etwas zu sehen gibt oder so, ist nicht mehr als eine Geschichte – sie ist einfach eine Idee.
Wie fühlt sich das Ich-Gefühl nochmal an? Wie setzt es sich zusammen? Wo ist es?Und mir ist aufgefallen, meistens wenn ich ein „Ich-Gefühl“ bemerke, dann interpretiere ich das, als hätte ich nicht gesehen, dass es kein Ich gibt (oder würde es zumindest gerade nicht sehen) und komme insofern wieder in das oben beschriebene suchen.
Mal ist Entspannung da, mal nicht... Was kann man da machen... :) Mit dem Erkennen dass eben alles so ist, wie es ist und nicht anders sein kann, ist schon möglich, dass einiges leichter wird...Gewissermaßen Ja. Ich erwarte, dass diese Entspannung darin besteht, dass wie ich es vor ein zwei Tagen schonmal geschrieben hab, halt das suchen aufhört – bzw jegliches versuchen, mehr zu sehen oder so etwas. Und irgendwie habe ich glaube ich auch erwartet, dass damit auch so selbst-hemmende Verhaltensweisen aufhören, was ich damals Sucher-Neurosen genannt hab.Erwartest du, dass „permanentesSehen“ irgendeine Art Entspannung auslöst? Dass man danach einfach nur mehr genießt?
Ich kenne nichts Plumperes und Unspektakuläreres :)) Hättest du gerne Engelsgesang oder lieber Glockenläuten? Ein psychedelisches Farben-Lichterfeuerwerk? Leider.... das ist eine andere Baustelle...Damit könntest du auf jeden Fall recht haben. Vor allem will ich es vielleicht auch nicht wahr haben, weil es mir so plump und unspektakulär vorkommt.Also ich behaupte mal, du hast es schon gesehen, dass da nichts ist, nur willst du es nicht so recht wahrhaben..
Ganz genau, und so wird es immer sein... Ist das nicht einfach wunderschön?!Nein in der direkten Erfahrung existiert diese Möglichkeit nicht. Und eine Unvollkommenheit kann ich auch nicht finden, aber auch keine Vollkommenheit. Am ehesten würde ich sagen, es ist einfach so, wie es ist.Könnte irgendetwas jemals anders sein, als es gerade ist?
Schau nochmal, ist das wahr? Ist da ein Abstand? Oder ist das nur eine Annahme, einfach dadurch bedingt, dass Wahrnehmung von Gedanken da ist?Und mir ist auch wieder dieser Abstand, diese Trennung aufgefallen, den „die Gedanken“ zwischen einen Denker und sich selbst tun.
Nein, nein, nichts falsch, ganz super!Ich kann nicht mal mehr wirklich eine Entscheidung finden. Auf einmal wird einfach ein Arm gehoben – und die Entscheidung ist sozusagen schon gefällt. Einen Entscheider kann ich in dem Prozess auch nicht finden, aber auch die Idee, dass ich das jetzt entschieden habe, ist entweder gar nicht aufgetaucht, oder ich hab sie nicht bemerkt. Jedenfalls gab es nur ein paar Mal so kurze Gedanken, die behauptet haben, dass ich das jetzt gemacht hab – aber das waren eher Ausnahmen. Ich hoffe ich hab das nicht falsch gemacht, oder irgendwie nicht genau geschaut, aber habs oft versucht und gerade nichts anderes gefunden :)
Es ist mir eine große Freude!An der Stelle nochmal Danke für deine intensive Begleitung. Bin immer sehr gespannt, was du so schreibst und kann so als Zwischenfazit auch schonmal sagen, dass ich schon jede Menge gelernt habe, oder viel mehr verlernt habe durch deine Begleitung hier :-)
Danke, dass du das nochmal so klar beschrieben hast :) Ich hatte mir schon gedacht, dass diese Dekonditionierung ein Prozess ist, bzw. meistens prozesshaft abläuft.Es muss hier eine neue Gewohnheit etabliert werden durch immer wieder daran erinnern, durch üben, durch immer wieder auf die DE fokussieren, durch immer wieder erinnern, dass DAS die Realität ist, jeden Gedanken hinterfragen ob er wahr ist...
Also … ein/der Kern des Ich-Gefühls scheint immer noch so eine gewisse Negativität zu sein, die ich zuvor auch schonmal als Verdichtung beschrieben hab. Besser kann ich es gerade nicht beschreiben. Ich merke aber auch, dass der konditionierte Glaube an eine Entität namens Ich, die Dinge tut und der Dinge passieren sich in das Ich-Gefühl mit einschleicht. Und dann sind mir wieder leichte Anspannungen der Gesichtsmuskeln aufgefallen, durch die es sich so anfühlt, als wäre das „Ich“ hinter meinem Gesicht.Wie fühlt sich das Ich-Gefühl nochmal an? Wie setzt es sich zusammen? Wo ist es?
Mhh .. was ich damit meine sind Gedanken (und möglicherweise daraus resultierende Handlungen), die sagen, dass ich irgendetwas tun oder lassen soll.Was meinst du mit „selbst-hemmende Verhaltensweisen“?
Haha .. am liebsten Ramana Maharshi der mir im Traum erscheint. Ne Spaß beiseite – es ist gut, dass diese Erwartungen, die mit irgendetwas Spektakulärem gerechnet haben immer wieder entlarvt werden :)Ich kenne nichts Plumperes und Unspektakuläreres :)) Hättest du gerne Engelsgesang oder lieber Glockenläuten? Ein psychedelisches Farben-Lichterfeuerwerk? Leider.... das ist eine andere Baustelle...
Stimmt, wenn Gedanken wahrgenommen werden, taucht meistens völlig automatisch diese Annahme von Denker und Gedanken und dem Abstand dazwischen auf – die wiederum aber auch nur ein Gedanke ist. Ehrlich gesagt weiß „ich“ gar nichts darüber, wie Wahrnehmung von Gedanken geschieht.Schau nochmal, ist das wahr? Ist da ein Abstand? Oder ist das nur eine Annahme, einfach dadurch bedingt, dass Wahrnehmung von Gedanken da ist?
Finde ich eine schöne Metapher :-) und ich finde es sagt in gewisserweise aus, dass der Verstand bei der Entdeckung von Illusionen, also bei dem was wir hier tun, auch eine gewisse Funktion einnehmen kann, oder?So wie der Wind die Wolken vor die Sonne bringt, kann er sie auch wieder verwehen...
Zu einem gewissen Grad denke ich das auch. Im Alltag fällt mir immer wieder auf, dass ich gewisse Aktionen gar nicht kontrolliere, seien es einfache körperliche Tätigkeiten, oder zum Beispiel auch eher beiläufige Konversationen, oder auch routinierte Arbeitstätigkeiten und andere Gewohnheiten. Allerdings merke ich auch, dass alte Konditionierungen, die mit dieser Illusion zusammenhängen auch noch auftauchen. Zum Beispiel das Gefühl des Stolzes, oder ähnliches. Aber ich würde sagen, vor allem wenn ich genauer drauf achte – dann ist es mir meistens möglich diese Illusion zu durchschauen. Am ehesten wirkt diese Illusion im Alltag glaube ich noch bei mentalen Aktivitäten – zum Beispiel hab ich gerade den Gedanken gemerkt, dass ich diesen Abschnitt verfasst habe. Aber wenn ich da genauer drauf achte, kann ich auch das meistens durchschauen.Schaut aus als wäre die Illusion der persönlichen Täterschaft durchschaut? Wie siehst du das in Bezug auf deinen Alltag, „deine“ Lebensgeschichte? Wie geschehen Entscheidungen?
Wie fühlt sich diese Negativität an? Forsche mal genau nach. Wenn wieder so ein Gedanke kommt: „Ah, dieses Gefühl ist jetzt Negativität..“ dann beobachte die körperlichen Erscheinungen dazu, lass die Gedanken ausser acht.. Und dann beobachte weiter über den Tag deinen Körper, ob wieder mal so was auftaucht, was sich körperlich gleich anfühlt, aber gar nichts mit dem Gedanken „Negativität“ zu tun hat.. Das gleiche mach mit der Anspannung im Gesicht..Also … ein/der Kern des Ich-Gefühls scheint immer noch so eine gewisse Negativität zu sein, die ich zuvor auch schonmal als Verdichtung beschrieben hab. Besser kann ich es gerade nicht beschreiben. Ich merke aber auch, dass der konditionierte Glaube an eine Entität namens Ich, die Dinge tut und der Dinge passieren sich in das Ich-Gefühl mit einschleicht. Und dann sind mir wieder leichte Anspannungen der Gesichtsmuskeln aufgefallen, durch die es sich so anfühlt, als wäre das „Ich“ hinter meinem Gesicht.
Kannst du beeinflussen was getan oder gelassen wird? (Siehe Thema Entscheidungen, da hast du es schon recht deutlich gesehen)Mhh .. was ich damit meine sind Gedanken (und möglicherweise daraus resultierende Handlungen), die sagen, dass ich irgendetwas tun oder lassen soll.
Haha .. am liebsten Ramana Maharshi der mir im Traum erscheint.
„Nichtwissen“ ist das Ultimativste was „dir“ widerfahren kann..., brauchst es nur noch anzunehmen.. :)Ehrlich gesagt weiß „ich“ gar nichts darüber, wie Wahrnehmung von Gedanken geschieht.
Das konnte ich gerade erstmal finden – aber hab mir schon vorgenommen, heute abend nochmal nachzugucken – vielleicht finde ich noch „mehr“, oder besser gesagt entdecke noch mehr erfundenes, oder vielleicht auch nicht :)
Ja auf jeden Fall, der Verstand ist ja als jüngstes Kind der Natur ein absolut erstaunliches Werkzeug.. Ohne würden wir hier ja gar nicht kommunizieren können.. Es ist gar nichts verkehrt am Verstand.. Der Verstand ist der Verstand, mehr allerdings nicht.. Es ist sowieso mit gar nichts irgendetwas verkehrt.. Das gilt es aufzudecken....Finde ich eine schöne Metapher :-) und ich finde es sagt in gewisserweise aus, dass der Verstand bei der Entdeckung von Illusionen, also bei dem was wir hier tun, auch eine gewisse Funktion einnehmen kann, oder?So wie der Wind die Wolken vor die Sonne bringt, kann er sie auch wieder verwehen...
Wenn du gewisse Aktionen nicht kontrollierst, welche kontrollierst du dann?Zu einem gewissen Grad denke ich das auch. Im Alltag fällt mir immer wieder auf, dass ich gewisse Aktionen gar nicht kontrolliere, seien es einfache körperliche Tätigkeiten, oder zum Beispiel auch eher beiläufige Konversationen, oder auch routinierte Arbeitstätigkeiten und andere Gewohnheiten. Aber ich würde sagen, vor allem wenn ich genauer drauf achte – dann ist es mir meistens möglich diese Illusion zu durchschauen.
Ist ja nichts falsch daran, wenn gewisse Gedanken-Gefühle auftauchen, alte Konditionierungen werden immer wieder mal kommen.. Zu sehen, dass das einfach nur auftauchende Erscheinungen sind die ohne Substanz sind und niemandem gehören ist der springende Punkt... Das führt oftmals zu großer Verwunderung bis Belustigung :) Also die Bandbreite der auftauchenden Gefühle wird nicht geringer durchs „gaten“.. Es ändert sich sowieso nichts. Nach dem Tor wird erkannt, dass da nie ein Tor war...Allerdings merke ich auch, dass alte Konditionierungen, die mit dieser Illusion zusammenhängen auch noch auftauchen. Zum Beispiel das Gefühl des Stolzes, oder ähnliches.