Crissy, wir schaun so lange gemeinsam, wie es gebraucht wird.
Druck bringt dich hier kein bischen weiter. Zu starkes Wollen macht einen harten Blick und der verhüllt mehr als er zeigt. Hier ist leichtfüßig gefragt, Schmetterlings leicht.
Du kennst doch bestimmt die 3D Bilder, die es auch in Büchern gibt. Erst siehst du lauter kleine Käsestücke und wenn du deine Augen maximal entspannst siehst du auf einmal eine 3D Maus. Ohne diesen leicht diffusen Blick siehst du keine Maus und bekommst nur Kopfschmerzen.
Es ist bei der Illusion des persönlichen Selbst ganz genau so. Ist der Blick wird zu hart und wird man verwirrt.
Um bei dem Bild zu bleiben. Man kann die Maus sehen aber gleichzeitig sind auch noch all die Käsestückchen da.
Als ob es noch ein paar Wolken gäbe, durch die ein tiefes Wissen durchblinzelt. Daran stört sich noch ein Rest-Ich. Der Verstand zweifelt wieder und wieder alle Erkenntnissen an, will noch dies oder das erkunden, will verstehen/kapieren, ist voller Erwartungen, dass sich etwas ändert. On the go läuft das alte Ich-Programm noch automatisch. Ein Ich möchte sich selbst verteidigen und schützen, total paradox.
Denk dran: Gedanken sind insofern real, als das sie wahrgenommen werden können,
ihr Inhalt ist es nicht, nicht real, leer, Fantasie.
Dir ist klar, all das was im Absatz steht sind Gedanken (Käsestückchen ;-)), die irgenwoher kommen und irgendwohin verschwinden, richtig?
Denkst du die Gedanken?
Wird der Gedankenstrom weiterlaufen? Ja, er wird nicht verschwinden.
Na, wie wäre es mit einer netten Übung?
Magst du Kekse? Falls du keine Kekse hast, mach es mit einem Stück Obst oder was immer da ist.
Hier hast du einen feinen Keks – da ich geb ihn dir. :-)
1. Stell dir vor du nimmst den Keks und isst ihn. Spüre wie er sich anfühlt, das Abbeißen, der Geschmack. Geh so richtig in der Fantasie auf, schmück es aus.
2. Wenn du Kekse hast, dann ess jetzt einen, oder was anderes, und vergleiche.
Nimm dir so richtig Zeit, schau, wie der Keks schmeckt, sich anfühlt, riecht, das Kauerlebnis usw.
Fokussier dich auf das Erleben und Wahrnehmen,
ohne irgendwas zu benennen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Essen des vorgestellten Keks und dem realen, den du erfahren kannst?
3. Dann beschreibe für dich richtig ausführlich wie der Geschmack, der Geruch, das Gefühl des Essens war.
Hat die Beschreibung irgendwas mit dem direktem Erleben zu tun?
Bezieht sich dieses gefühlte Selbst, was ist, auf ein vorgestelltes Selbst oder auf etwas was direkt erfahren, erlebt wird?
Gibt es in dieser Erfahrung ein Selbst/Ich?
Oder ist da nur Erfahren?
Alles Liebe,
Jadzia