Aufwachen

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pregunta
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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Fri Sep 08, 2017 8:09 pm

Wunderbar, Monika,
also, ich habe Angst davor, vielleicht durchzuknallen und verrückt zu werden.
Oder mich nur noch leer zu fühlen und kein echtes Interesse mehr an der Welt zu haben.
Oder langweilig für andere zu sein, oder mich selbst.

Nimm dir etwas ungestörte Zeit. Wähle zunächst eine dieser Ängste aus und spür rein, wie sie sich das anfühlt.

Erlaube zunächst allen Gedanken, da zu sein.

Was kannst du außerdem mit deinen 5 Sinnen wahrnehmen?

Möglicherweise ist da auch ein Widerstand gegen die Angst. Oder ein anderes sekundäres Gefühl. Lass auch das -- so gut es geht -- einfach hier sein.

Nun achte nicht mehr auf die Gedanken, sondern öffne dich vollkommen dem puren Gefühl und den Empfindungen, aus denen es besteht.

Frag dich nun, wen die Angst beschützen will ... Was kannst du finden?

Mach das Gleiche auch mit den anderen beiden Themen.

Was passiert in den Übungen mit der Angst?


Dir ein schönes Wochenende!

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Mika1978
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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Sat Sep 09, 2017 7:12 am

Guten Morgen Karin!

Ich kann mich jetzt nur kurz melden, da ich sowohl heute als auch morgen von 9-18 Uhr auf Fortbildung bin. Ich bekomme gerade keinen wirklichen Zugang zu diesen Ängsten. Ich glaube, ich habe die Frage mit dem Kopf beantwortet. Mir ist aber noch ein weiterer Aspekt eingefallen: was wäre, wenn danach alles so bleibt wie es ist? Ich bin ehrlich, ich will die Erleuchtung und Freiheit. Und ich will mich natürlich gut dabei fühlen. Vielleicht sollten wir eher damit arbeiten? Ich versuche, heute Abend nochmal hier rein zu schauen, bin etwas krank und erschöpft gerade. Vielleicht können wir ja eher mit dem letzten Aspekt was machen? Da habe ich den größten Widerstand zu.

Viele Grüße,

Monika

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pregunta
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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Sat Sep 09, 2017 10:01 am

Liebe Monika,

wenn du momentan durch die Fortbildung sehr eingeschränkt bist und dich noch dazu krank und erschöpft fühlst, ist es vielleicht besser, wenn wir solange pausieren, bis du dich wieder fit fühlst? Sag einfach Bescheid ...

Ich kann mich jetzt nur kurz melden, da ich sowohl heute als auch morgen von 9-18 Uhr auf Fortbildung bin. Ich bekomme gerade keinen wirklichen Zugang zu diesen Ängsten. Ich glaube, ich habe die Frage mit dem Kopf beantwortet.
Wenn da gerade nichts zu spüren ist, kannst du natürlich nicht damit arbeiten und dir dieses Thema nochmal ansehen, falls es wieder hochkommt.

was wäre, wenn danach alles so bleibt wie es ist? Ich bin ehrlich, ich will die Erleuchtung und Freiheit. Und ich will mich natürlich gut dabei fühlen. Vielleicht sollten wir eher damit arbeiten?
Das können wir gern machen, dass ist zwar von hier aus gesehen eher ein Erwartungs- als ein Angstthema, jedoch können einem Erwartungsmuster auch ganz schöne Fallen stellen. Und Widerstand kann, wie die Angst, auch als Schutzmechanismus sein.

Mach also die Übung oben statt mit der Angst mit dem Widerstand und den Wünschen, die bei dem Thema auftauchen.

Bis dahin :))

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Mika1978
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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Sat Sep 09, 2017 7:00 pm

Liebe Karin,

ich mache die Übung dann morgen nach der Fortbildung und werde dir berichten. Ich finde, hinter der Erwartung ist ja auch eine Angst verborgen. Mehr dann morgen Abend.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Sun Sep 10, 2017 4:17 pm

Liebe Karin,

also es macht keinen Sinn. Ich kann derzeit keine Angst zu diesem Thema "produzieren". Vielleicht liegt es daran, dass es mir gerade, trotz meiner körperlichen Zipperlein, ausgesprochen gut geht und ich überwiegend fröhlich und entspannt bin. Selbst wenn ich mir alles ausmale was passieren könnte, nachedem ich die Illusion eines ICHs vollkommen durchschaut hätte, kommen keine "negativen" Gefühle auf.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Sun Sep 10, 2017 5:06 pm

Okay, Monika,

wenn nichts da ist, ist nichts da und wir wollen hier auch nichts künstlich heraufbeschwören ...
Dann machen wir woanders weiter :))

Wie nimmst du eigentlich gerade Tätigkeiten war? Hast du z.B. das Gefühl, dass du es bist, die geht,
oder, dass ein "du" aktiv den Arm hochhebt?

Beobachte dazu zunächst einfach mal spontan unterschiedliche Alltagstätigkeiten.
Danach wiederhole das gleiche und beobachte, was tatsächlich mit den Sinnen wahrgenommen wird, während die Tätigkeiten passieren.

Kannst du bei all dem eine Handelnde finden? Eine Geherin, eine Armheberin, usw?


Dir nen schönen Abend!

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Mon Sep 11, 2017 3:22 pm

Liebe Karin,

ich habe gestern Abend die Übung doch noch gemacht, da ich Lampenfieber vor einer Veranstaltung heute hatte. Ich habe also alle Gedanken dazugelassen und dann mit meinen Sinnen gespürt: Herzklopfen, Enge in der Brust, leichter Schwindel, verkrampfter Bauch, innere Unruhe, viele viele Gedanken die Karussell fahren. Und dann habe ich mich, da ich den Ablauf nicht mehr genau wusste, gefragt: WER hat Angst? Ist das Jemand, der Angst "hat"? Sofort entstand Raum, Weite und die Sinneempfindungen haben sich wieder beruhigt. Ich musste fast lachen! Sobald die Gedanken wieder losgingen, kamen auch die Empfindugen zurück, aber etwas hatte sich verändert. Ich hatte irgendwie einen inneren Abstand dazu gewonnen.

Zu deiner neuen Aufgabe würde ich mich gerne morgen Abend äußern. Ich habe aktuel sehr viele Termine, auch abends, aber ab Mittwoch wird es wieder ruhiger.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Mon Sep 11, 2017 4:57 pm

Liebe Monika,
Und dann habe ich mich, da ich den Ablauf nicht mehr genau wusste, gefragt: WER hat Angst? Ist das Jemand, der Angst "hat"? Sofort entstand Raum, Weite und die Sinneempfindungen haben sich wieder beruhigt. Ich musste fast lachen! Sobald die Gedanken wieder losgingen, kamen auch die Empfindugen zurück, aber etwas hatte sich verändert. Ich hatte irgendwie einen inneren Abstand dazu gewonnen.
Sehr schön beobachtet :))

Wenn erkannt wird, dass da niemand da ist, um den sich dieser ganze Angstgedankenzirkus zu drehen scheint, dass das Zentrum in Wirklichkeit leer ist, löst sich die Angst auf ...

Ich bin sehr gespannt, was du morgen berichtest ...

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Tue Sep 12, 2017 3:49 pm

Liebe Karin,

ja, das war eine spannende Erfahrung mit der Angst!

Ich habe mich bei einfachen alltäglichen Tätigkeiten beobachtet und mich dabei ein bißchen wie ferngesteuert gefühlt. Ich bemerke, dass ich jetzt meinen Arm hebe und empfinde den Luftzug etc., aber da ich kein festes ICH, dass dies steuert. Ich fühle mich nur etwas mehr als Armehberin, wenn ich dies ganz achtsam und bewusst ausführe.

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Tue Sep 12, 2017 6:58 pm

Hey Monika,
Ich habe mich bei einfachen alltäglichen Tätigkeiten beobachtet und mich dabei ein bißchen wie ferngesteuert gefühlt. Ich bemerke, dass ich jetzt meinen Arm hebe und empfinde den Luftzug etc., aber da ich kein festes ICH, dass dies steuert.
Ja, das kann sich in der Tat etwas ferngesteuert anfühlen ...

Ich fühle mich nur etwas mehr als Armehberin, wenn ich dies ganz achtsam und bewusst ausführe.

Woraus setzt sich dieses Gefühl, die Armheberin zu sein, zusammen? Ist es nur ein Gefühl oder hebt ein "du" die Hand?

Schau dazu nochmal genau hin, was sich beim langsamen Armheben abspielt, was wird gesehen, was wird gespürt?
Was kannst du tatsächlich beobachten ... und was ist Interpretation von Beobachtung?

Liebe Grüße!

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Wed Sep 13, 2017 7:56 am

Guten Morgen Karin,

beim langsamen Armheben spüre ich die Bewegung im Arm und Oberkörper und sehe sie auch aus den Augenwinkeln. Was ich nicht mit meinem Sinnen wahrnehmen kann, ist ein ICH. Ich nehme an, das da aber ein ICH ist, weil ich ja zuvor die Entscheidung getroffen habe, jetzt den Arm langsam zu heben und mich dabei zu beobchten. Das ist eine Interpretation. Es fühlt sich so an, als wäre da was (die Gedanken sagen: da muss ja was sein, was jetzt entscheidet und beobachtet). Aber da ist nichts, was ich konkret wahrnehmen kann. Also ist da dann wohl auch nichts...:)

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Wed Sep 13, 2017 8:58 am

Super gesehen, Monika,
Ich nehme an, das da aber ein ICH ist, weil ich ja zuvor die Entscheidung getroffen habe, jetzt den Arm langsam zu heben und mich dabei zu beobchten. Das ist eine Interpretation.
Und wieder sind es einfach nur Gedanken, denen geglaubt wird ...

Wie wärs mal zur Abwechslung mit einer Achtsamkeitsübung zu dem Thema?

Nimm dir etwas ungestörte Zeit und kommentiere dazu für 5-10 Minuten ganz entspannt alles, was du wahrnimmst, wichtig hierbei ist, dass der Schwerpunkt immer auf den Verben liegt. Das könnte sich so anhören:

1. Ich sitze auf dem Stuhl und spüre die Lehne. Ich sehe aus dem Fenster. Ich höre einen Vogel. Ich spüre die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, ich stehe auf. Ich gehe in die Küche usw.

Mach das eine Weile und spüre in dich rein, wie sich das anfühlt, die Handlung auf diese Weise zu kommentieren, dann variiere die Übung ein wenig. Lass diesmal das Ich weg, also:

2. Sitzen und die Lehne spüren. Aus dem Fenster sehen. Einen Vogel hören. Die Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Aufstehen. In die Küche gehen, usw.

Was ist bei dieser zweiten Übung anders? Welche Betrachtungsweise fühlt sich freier an? Welche fühlt sich "wahrer" an? Braucht es ein Ich, um etwas zu tun?


Viel Vergnügen!

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Re: Aufwachen

Postby Mika1978 » Thu Sep 14, 2017 7:05 pm

Hallo Karin!

Na das war mir wirklich ein Vergnügen- die Achtsamkeitsübung. Also, im zweiten Durchgang, ohne das ICH mache xy fühlte es sich gleich viel unpersönlicher und offener an. Ja, auch freier. Ich bin allerdings immer wieder ins ICh gerutscht, wenn ich nicht sehr aufgepasst habe. Das ist also eine starke Gewohnheit! Nein, es braucht kein ICH um etwas zu tun. Ich möchte aber zu gern wissen, woher der Impuls kommt, dieses oder jenes zu tun? Aus dem Gehinr? Wer entscheidet, wann ich was tue?

Viele Grüße,

Monika

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Thu Sep 14, 2017 8:00 pm

Liebe Monika,
Na das war mir wirklich ein Vergnügen- die Achtsamkeitsübung. Also, im zweiten Durchgang, ohne das ICH mache xy fühlte es sich gleich viel unpersönlicher und offener an. Ja, auch freier.
Im dritten Teil wird es tatsächlich noch vergnüglicher.!
Dazu reduzierst du alles, was erfahren wird, auf Sehen, Hören, Spüren, Schmecken, Riechen und beschreibst entsprechend.

Aus der Beobachtung aus der ersten Übung … Ich sitze auf dem Stuhl und spüre die Lehne. Ich sehe aus dem Fenster. Ich höre einen Vogel. Ich spüre die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, ich stehe auf. Ich gehe in die Küche, usw. ... könnte also z. B. diese werden:

3. Spüren. Sehen. Hören. Spüren. Spüren. Sehen, usw.

Eine komplexe Handlung wie Radfahren lässt sich z. B auf spüren, sehen und hören reduzieren. Schau mal, wie diese Sichtweise das Wahrnehmungsgefühl verändert.

Ich bin allerdings immer wieder ins ICh gerutscht, wenn ich nicht sehr aufgepasst habe. Das ist also eine starke Gewohnheit! Nein, es braucht kein ICH um etwas zu tun.
Klar, das Ich ist eine starke, weil lebenslange Gewohnheit. Im Grunde genommen auch recht praktisch, nur, dass dieses Ich im Normalfall viel zu ernst genommen wird.

Ich möchte aber zu gern wissen, woher der Impuls kommt, dieses oder jenes zu tun? Aus dem Gehinr? Wer entscheidet, wann ich was tue?
Es gibt bekanntermaßen jede Menge Erklärungsversuche über Wissenschaft etc. Die tatsächliche Frage ist, ob du all diese gedanklichen Geschichten in der direkten Erfahrung bestätigen kannst.

Ist die Idee, dass irgendetwas eine Entscheidung treffen muss, mehr als nur eine Idee? Eine Vorstellung, der Bedeutung geschenkt wird?

Die nen schönen Abend!

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Re: Aufwachen

Postby pregunta » Thu Sep 14, 2017 8:04 pm

Fast hätt ich es vergessen,

ich bin am Wochenende wieder ohne Rechner unterwegs. Bis morgen mittag kann ich noch antworten, dann erst wieder am Montag ...


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