Hi Ichbin,
Nimm einen Spiegel und schau hinein auf Armlänge. Im Spiegel siehst Du "Dein" Gesicht.
Aber bist DU das dort im Spiegel? Was siehst Du tatsächlich im Spiege
l?
Ich weiß nicht, wer das im Spiegel ist, ich sehe ein Gesicht, ich meine, dass ich es kennen müsste. es sieht anders aus als sonst. es gefällt mir irgendwie.
aber es hat nicht die Regungen, die ich habe. Da ist Frerude und Lachen (in mir - weiß jetzt nicht, wie ich das anders schreiben soll mit dem ich und dem nicht-ich). Das Gesicht zeigt das aber gar nicht.
Das Gesicht erscheint mir als fremd - bekannt, aber fremd, nicht meins.
Ich denke, dass ich Dir schreiben muss, ganz schnell und dass ich es gruslig finde. Gruslig im Sinne von "ich beginne mich zu fürchten, weil ich nicht weiß, was weiter passiert).
Gehe mit dem Spiegel auf halben Weg näher zu Dir heran und schau wieder.
Im Spiegel immer noch "Dein" Gesicht. Jetzt sieht es anders aus.
Und wieder die Frage bis DU das im Spiegel?
Was ist das im Spiegel? Und wie ist das von wo aus geschaut wird?
näher dran ist es noch anders als vorher. Ich wechsle die Positionen, es sieht aus wie dasselbe Gesicht und doch nicht.
Es ist weiter gruselig, da erscheint Traurigkeit und Ziehen (früher hätte ich gesagt: im Solarplexus, nun weiß ich nicht, wo ich es verorten soll und ob ich es überhaupt verorten muss). Ziehen, leichte Übelkeit.
Ich probiere das mit dem Finger und weiß grad nicht mehr, auf mich zeigen, oder auf das Spiegelbild zeigen. Ich nehme den Rechner vor den großen Wandspiegel mit.
Nein, ich bin das nicht im Spiegel. Das ist ein Spiegebild. Geschaut wird von vor dem Spiegel. Geschaut wird offensichtlich von wo anders aus. Es ist nicht beschränkt auf kleine Augen, es scheint umfassender zu sein. Wie von überall.
Das Gesicht, das da als Spiegelbild sichtbar ist, kann ich nicht sehen. Ich kann es nicht sehen
Der Gedankenapparat dreht auf Hochtouren, ich entschließe mich, Dir diese Gedanken nicht zu schreiben, aber diesen Satz darüber.
Weiter
Der Finger zeigt zurück, ja worauf? Da ist ja niemand zu sehen. Da wird der Finger gesehen, die Fingerspitze gesehen, ein Spiegelbild, ein Bild.
AUf was zeigt der Finger, Gedanken nicht weiterdenken, ich weiß nicht worauf er zeigt, ich sehe nicht, worauf er zeigt, ich benutze das Spiegelbild um zu definieren. Aber wenn ich nur sehen soll: ich sehe nichts.
Ich schaue auf den Finger, ich drehe den Kopf, das Spiegelbild verschindet, im Hintergrund des fingers ist weiße Wand. Ich sehe den Finger, ich sehe nichts. Ich sehe eine Hand mit einem zeigenden Finger.
Ich sehe keine Person, ist da eine Person. Nein, da ist keine Person.
Ist das Stillness? Weiß ich (trotzig) nicht. Da ist nichts, weil ich nicht sehen kann, worauf der Finger zeit.
Ich schließe die Augen, ich kann nicht wahrnehmen, dass da ein Finger zeigt, ich nehme nur etwas vor mir wahr. Ich weiß, dass es eine/meine Hand ist. Ich weiß, dass der Finger zeigt. Aber fühlen, spüren kann ich das alles nicht. Da ist nichts.
nenne ich das Stillness?
Es ist Verwirrung da.
Ich sitze am Boden und schaue auf einen linken großen Zeh. Hm, meiner?
Was ihn zu meinem Zeh macht, ist ein Gedanke "das gehört zu mir" einfach das Denken "mein", diese Formulierung einfach gebrauchen, weil ich es so gelernt habe.
Ok, ich habe gelernt, das was da ist "mein Körper" zu nennen.
Ich bin damit identifiziert, infiziert.
Eine kluge Abschlußbemerkung wird gesucht, ich schreibe keine, es gibt keine.
schluß für gerade
Akuna