Erwachen
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
Vielleicht hätte das Aufgeben der Illusion auch bedeutet, noch weitere Illusionen aufgeben zu müssen, die Dir im Gegensatz zum Nikolaus lieb waren. Das Direct Pointing hat einen Preis - die Fluchtmöglichkeit in die Fantasie entfällt damit. Nur noch direkter Erfahrung kann geglaubt werden - es ist eine Frage, wie leid Dir das Spiel mit der Ich-Illusion inzwischen ist und wie deutlich Du bereits erkannt hast, dass Dich die Realität sowieso immer wieder einholt und noch eins drauf legt. Wenns Dir das nächste Mal auffällt, dass Du dem Ich wieder auf den Leim gegangen bist, untersuche mal, ob diese Flucht wirklich berechtigt war und was sie Dir gebracht hat.
Truthcounts
Vielleicht hätte das Aufgeben der Illusion auch bedeutet, noch weitere Illusionen aufgeben zu müssen, die Dir im Gegensatz zum Nikolaus lieb waren. Das Direct Pointing hat einen Preis - die Fluchtmöglichkeit in die Fantasie entfällt damit. Nur noch direkter Erfahrung kann geglaubt werden - es ist eine Frage, wie leid Dir das Spiel mit der Ich-Illusion inzwischen ist und wie deutlich Du bereits erkannt hast, dass Dich die Realität sowieso immer wieder einholt und noch eins drauf legt. Wenns Dir das nächste Mal auffällt, dass Du dem Ich wieder auf den Leim gegangen bist, untersuche mal, ob diese Flucht wirklich berechtigt war und was sie Dir gebracht hat.
Truthcounts
Re: Erwachen
Lieber Truthcounts,
Liebe Grüsse,
Sarah
Es ist Zeit, dir zu schreiben. Der Impuls kommt ganz natürlich, die Website wird geöffnet, dein Text nochmals durchgelesen. Angst steigt auf. Die Fragen sind nicht zu beantworten. Also wird erst mal etwas anderes gemacht. Und sobald der Impuls wieder auftaucht, dir zu antworten, kommt das Ich mit einer Geschichte daher. Also rege ich mich über das Ungeziefer auf, anstatt die Ratlosigkeit zu fühlen. Ob es was bring? Nein, jetzt ist es schon so spät und ich bin müde und machen muss ich es ja trotzdem. Ob die Flucht berechtig war? Nein. Die Gefühle mit dene ich mich heutzutage herumschlage sind nicht mehr - wie früher - existenzbedrohend. Warum ich’s trotzdem mache? Hmm. Dort gibt es etwas, dass ich noch nicht verstehe oder durchschaue.Wenns Dir das nächste Mal auffällt, dass Du dem Ich wieder auf den Leim gegangen bist, untersuche mal, ob diese Flucht wirklich berechtigt war und was sie Dir gebracht hat.
Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
wer oder was sagt, dass keine Ich-Identifizierung mehr stattfinden darf? Und wer ärgert sich nachher drüber?
Truthcounts
wer oder was sagt, dass keine Ich-Identifizierung mehr stattfinden darf? Und wer ärgert sich nachher drüber?
Truthcounts
Re: Erwachen
Lieber Truthcounts
Ich stehe an. Egal was auch immer mir in den Sinn kommt um dir zu schreiben, warum ich anstehe, welche Probleme ich habe, was auch immer - es ist eine Ich-Geschichte. Also anstatt sie dir zu schreiben, kann ich auch selber fragen: „wer ist frustriert und hat das Gefühl, es gehe nicht vorwärts? Schau nach!“ Nun, es bestehen Gefühle, etwas Ungeduld und auch so etwas wie Erschöfung, nicht sicher, vielleicht weils so viel Neues gab in den letzten Tagen? Aber der Rest ist, wenn geprüft, Teil einer Ich-Geschichte und nicht real. Das kann ich inzwischen auch selber. Was also soll ich dir schreiben?
Liebe Grüsse,
Sarah
Ich sagt das. Wenn ich aber nachschaue, finde ich kein Ich.wer oder was sagt, dass keine Ich-Identifizierung mehr stattfinden darf? Und wer ärgert sich nachher drüber?
Ich stehe an. Egal was auch immer mir in den Sinn kommt um dir zu schreiben, warum ich anstehe, welche Probleme ich habe, was auch immer - es ist eine Ich-Geschichte. Also anstatt sie dir zu schreiben, kann ich auch selber fragen: „wer ist frustriert und hat das Gefühl, es gehe nicht vorwärts? Schau nach!“ Nun, es bestehen Gefühle, etwas Ungeduld und auch so etwas wie Erschöfung, nicht sicher, vielleicht weils so viel Neues gab in den letzten Tagen? Aber der Rest ist, wenn geprüft, Teil einer Ich-Geschichte und nicht real. Das kann ich inzwischen auch selber. Was also soll ich dir schreiben?
Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
ja genau, es geht ja auch darum, dass Du Dich selbst begleiten kannst in Momenten, wo es drauf ankommt - sehr gut.
Beobachte nochmal insbesondere, wie die Ich Illusion entsteht und vergeht und berichte.
Truthcounts
ja genau, es geht ja auch darum, dass Du Dich selbst begleiten kannst in Momenten, wo es drauf ankommt - sehr gut.
Beobachte nochmal insbesondere, wie die Ich Illusion entsteht und vergeht und berichte.
Truthcounts
Re: Erwachen
Heute reicht es mir leider nicht mehr zu Schreiben. Ich melde mich morgen wieder.
Liebe Grüsse,
Sarah
Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
dann lass uns lieber nochmal nach der Ungeduld schauen.
Worauf wartet die Ungeduld und an welchem Ziel wurde sich erschöpft?
Was muss noch geschehen, damit Du die Abschlussfragen erhalten kannst?
Truthcounts
dann lass uns lieber nochmal nach der Ungeduld schauen.
es bestehen Gefühle, etwas Ungeduld und auch so etwas wie Erschöpfung
Worauf wartet die Ungeduld und an welchem Ziel wurde sich erschöpft?
Was muss noch geschehen, damit Du die Abschlussfragen erhalten kannst?
Truthcounts
Re: Erwachen
Lieber Truthcounts,
Und wenn ich mir diese Aussagen genauer ansehe:
Ich fühle mich nicht anders als zuvor - wie kann ich denn da bereit sein.
Das ist eine Erwartung. Ich erwartete durch ein mich-anders-fühlen genau zu wissen, wann ich bereit sein würde.
Ich bin nicht so, wie eine Erwachte sein sollte.
Eine weitere Erwartung. Ich habe keine Ahnung, wie denn eine Erwachte sein sollte.
Ich bin nicht genügend vorbereitet.
Angst, nicht zu genügen. Angst zu versagen. Angst dein Vertrauen in mich zu enttäuschen. Angst dich zu enttäuschen. Angst dass du mich verlässt und alleine zurücklässt. Angst, kapitulieren zu müssen, weil ich alles alleine schaffen muss. Angst nirgends dazuzugehören. Angst anders zu sein als die anderen und ausgestossen werden. Angst vor der Einsamkeit. Ok jetzt wird’s heiss. Wenn ich dann so alleine wäre, müsste ich endlich mein eigenes, wahres, wirkliches, inneres Sein zu erblicken. Die Wahrheit. Das scheint mir schrecklich!
Hier muss noch etwas geschehen, bevor wir weiterfahren können.
Ich bin es nicht der Wert, so etwas zu erhalten.
Ich fühle mich nicht komplett wertlos, aber immer irgendwie schuldig. Schliesslich gibt es so viele andere Ichs, denen ich Schmerzen bereitet habe. Dies hat jedoch mit der direkten Erfahrung nichts zu tun. Es sind Fantasien. Aber es gibt noch etwas zweites. Ein tieferes subtiles Gefühl, weniger wert zu sein als andere. Ach ja, dies war meine eigene Begründung, warum ich in meinem Leben so viel zu leiden hatte: ich war es nicht wert, glücklich zu sein, war so geboren worden. Sonst wäre ich ja für mein Leiden selber verantwortlich! Huch! Da kommt eine Riesenwelle Wut! Warum verdammt nehme ich alles immer auf mich, anstatt auch mal auszuteilen?! Schuldig fühlen mir gegenüber, und Wut: warum habe ich so schlecht auf mich selber aufgepasst? Und Trauer. All die Verzweiflung die ich durchlebte, immer wieder. So viele verpasste schöne Momente. Und wie hart und unbarmherzig ich immer wieder mir selber gegenüber war! Nicht mal ich war nett zu mir. Es tut mir soooo leid, dass ich nicht gut zu mir schaute. Ah! Hier taucht der Wunsch auf, die Zeit anzuhalten! Daher fühle ich mich auch noch nicht bereit. Ich möchte die Zeit anhalten und zuerst lernen, nett zu mir zu sein und gut für mich zu sorgen, damit ich wenigstens die Momente, die mir noch bleiben geniessen kann. Grosse Trauer. Und Ruhe.
Ich habe beobachtet, dass meine Faszination für diese Projekt, meine Konzentration und meine Achtsamkeit stetig abgenommen haben. Zuerst war es anstrengend, aber neu und ich wollte es so sehr. Dann hatte es die Nebenwirkungen, dass es mir besser ging, ich glücklicher und ruhiger war. Mit dem als Lohn war es einfach, dran zu bleiben. Seit ein paar Tagen nehme ich in meinem Leben keine solche Veränderung mehr wahr und es fühlt sich an, als wäre ich nicht mehr so aufmerksam bezüglich des Auftauchens des Ichs und des Reality Checks.
Wenn ich dies nun untersuche:
Das erste was auftaucht, ist das Gefühl, ich dürfe das nächste Level nur angehen, wenn ich alle Übungen dieses Levels abgeschlossen habe. Dies ist eine alte Sache aus der Schulzeit und besteht den Reality Check nicht. Dann das schlechte Gewissen, weil ich scheinbar heute weniger achtsam war als letzte Woche. Ich habe heute ganz klar weniger Aufwand betrieben also vor einer Woche. Das erscheint mir nun aber logisch, da ich jeden Tag mehr Übung habe und dies automatischer abläuft. Das erkenne ich als Zeichen wider, dass ich genügend kann und mich somit dem nächsten Level widmen kann. Dass ich dies ignoriert habe, hat wohl auch die Ungeduld auf den Plan gerufen.
Wer ist fühlt sich nicht bereit? Hat Angst, Erwartungen, Zweifel? Gibt es da jemanden?
Nein, das waren Ich-Geschichten und daher Fantasie.
Dieser Prozess fühlt sich wie eine Reise an, deren Ziel ich nicht kenne und ich nicht weiss, wann sie zu Ende ist. Aber wie soll ich so planen, wieviel Energie ich täglich ausgeben kann? Bin ich bald da, kann ich flott fortschreiten, gehts noch lange, muss ich sparsam sein. Die Erschöpfung kommt daher, dass ich nicht sparsam genug war und mich jetzt fühle, als hätte ich keine Energie mehr. Vielleicht bin ich einfach körperlich müde? Ich habe plötzlich täglich eine Stunde mehr Aktivität in meinen Tag gequetscht, ohne auf etwas anderes zu verzichten. Also habe ich nicht genug geschlafen. Die Ungeduld kommt daher, dass ich auf irgendein Zeichen warte, welches diese Reise als beendet markiert. Damit wieder eine planbare Zeit anbrechen möge. Wie ich das schriebe beginne ich zu lachen. Was für ein herzerwärmend kindlicher Gedanken. Solch eine Zeit hat es in meinem Leben noch nie gegeben :) Aber das Ich hätte gerne wieder die Kontrolle :) Dieser Teil ist also Fantasie. Zuwenig Schlaf wohl eher eine Realität. „Ich“ wünscht, hier eine Diskussion darüber anzuzetteln, ob es „Zuwenig Schlaf“ wirklich gibt, oder nur meinen Glauben daran. „Ich“ wird ignoriert, will bald ins Bett.
Dann gibt es da noch die Stimme in meinem Hinterkopf, die sagt: „Du hast das alles gar nicht wirklich verstanden! Du bist nur so clever, dass du die richtigen Antworten auf alle Fragen herausgefunden hast und damit alle täuschst, sie denken machst, du habest es wirklich erfühlt und verstanden! Aber in Tat und Wahrheit hast du keinen blassen Schimmer! Wie ein Kind, das Schimpfwörter um sich schmeisst, weil es herausgefunden hat, dass die Erwachsenen darauf reagieren.“ Ein ganz kleines Bisschen glaube ich das. Bzw. dieser Gedanke ist in den letzten Tagen immer wieder neu auferstanden…
———
Was muss noch geschehen? Werde ich deine Frage jemals beantworten können? Ist es denn die richtige Frage? Beim Reality Check finde ich schliesslich immer wieder, ganz entgegen meiner Erwartungen, dass ich gleich fühle. Also ist auch keine Veränderung zu erwarten, die mich „bereit“ macht. Folglich bin ich bereit. Jetzt.
Sarah
„ICH BIN NICHT BEREIT! Schreit es in meinem Kopf. Angst, Panik. Ich bin nicht genügend vorbereitet. Ich bin nicht so, wie eine Erwachte sein sollte. Ich bin es nicht der Wert, so etwas zu erhalten. Ich fühle mich nicht anders als zuvor - wie kann ich denn da bereit sein!“Was muss noch geschehen, damit Du die Abschlussfragen erhalten kannst?
Und wenn ich mir diese Aussagen genauer ansehe:
Ich fühle mich nicht anders als zuvor - wie kann ich denn da bereit sein.
Das ist eine Erwartung. Ich erwartete durch ein mich-anders-fühlen genau zu wissen, wann ich bereit sein würde.
Ich bin nicht so, wie eine Erwachte sein sollte.
Eine weitere Erwartung. Ich habe keine Ahnung, wie denn eine Erwachte sein sollte.
Ich bin nicht genügend vorbereitet.
Angst, nicht zu genügen. Angst zu versagen. Angst dein Vertrauen in mich zu enttäuschen. Angst dich zu enttäuschen. Angst dass du mich verlässt und alleine zurücklässt. Angst, kapitulieren zu müssen, weil ich alles alleine schaffen muss. Angst nirgends dazuzugehören. Angst anders zu sein als die anderen und ausgestossen werden. Angst vor der Einsamkeit. Ok jetzt wird’s heiss. Wenn ich dann so alleine wäre, müsste ich endlich mein eigenes, wahres, wirkliches, inneres Sein zu erblicken. Die Wahrheit. Das scheint mir schrecklich!
Hier muss noch etwas geschehen, bevor wir weiterfahren können.
Ich bin es nicht der Wert, so etwas zu erhalten.
Ich fühle mich nicht komplett wertlos, aber immer irgendwie schuldig. Schliesslich gibt es so viele andere Ichs, denen ich Schmerzen bereitet habe. Dies hat jedoch mit der direkten Erfahrung nichts zu tun. Es sind Fantasien. Aber es gibt noch etwas zweites. Ein tieferes subtiles Gefühl, weniger wert zu sein als andere. Ach ja, dies war meine eigene Begründung, warum ich in meinem Leben so viel zu leiden hatte: ich war es nicht wert, glücklich zu sein, war so geboren worden. Sonst wäre ich ja für mein Leiden selber verantwortlich! Huch! Da kommt eine Riesenwelle Wut! Warum verdammt nehme ich alles immer auf mich, anstatt auch mal auszuteilen?! Schuldig fühlen mir gegenüber, und Wut: warum habe ich so schlecht auf mich selber aufgepasst? Und Trauer. All die Verzweiflung die ich durchlebte, immer wieder. So viele verpasste schöne Momente. Und wie hart und unbarmherzig ich immer wieder mir selber gegenüber war! Nicht mal ich war nett zu mir. Es tut mir soooo leid, dass ich nicht gut zu mir schaute. Ah! Hier taucht der Wunsch auf, die Zeit anzuhalten! Daher fühle ich mich auch noch nicht bereit. Ich möchte die Zeit anhalten und zuerst lernen, nett zu mir zu sein und gut für mich zu sorgen, damit ich wenigstens die Momente, die mir noch bleiben geniessen kann. Grosse Trauer. Und Ruhe.
Ich habe beobachtet, dass meine Faszination für diese Projekt, meine Konzentration und meine Achtsamkeit stetig abgenommen haben. Zuerst war es anstrengend, aber neu und ich wollte es so sehr. Dann hatte es die Nebenwirkungen, dass es mir besser ging, ich glücklicher und ruhiger war. Mit dem als Lohn war es einfach, dran zu bleiben. Seit ein paar Tagen nehme ich in meinem Leben keine solche Veränderung mehr wahr und es fühlt sich an, als wäre ich nicht mehr so aufmerksam bezüglich des Auftauchens des Ichs und des Reality Checks.
Wenn ich dies nun untersuche:
Das erste was auftaucht, ist das Gefühl, ich dürfe das nächste Level nur angehen, wenn ich alle Übungen dieses Levels abgeschlossen habe. Dies ist eine alte Sache aus der Schulzeit und besteht den Reality Check nicht. Dann das schlechte Gewissen, weil ich scheinbar heute weniger achtsam war als letzte Woche. Ich habe heute ganz klar weniger Aufwand betrieben also vor einer Woche. Das erscheint mir nun aber logisch, da ich jeden Tag mehr Übung habe und dies automatischer abläuft. Das erkenne ich als Zeichen wider, dass ich genügend kann und mich somit dem nächsten Level widmen kann. Dass ich dies ignoriert habe, hat wohl auch die Ungeduld auf den Plan gerufen.
Wer ist fühlt sich nicht bereit? Hat Angst, Erwartungen, Zweifel? Gibt es da jemanden?
Nein, das waren Ich-Geschichten und daher Fantasie.
Dies ist schwierig zu beschreiben. Es verändert sich während der Betrachtung…Worauf wartet die Ungeduld und an welchem Ziel wurde sich erschöpft?
Dieser Prozess fühlt sich wie eine Reise an, deren Ziel ich nicht kenne und ich nicht weiss, wann sie zu Ende ist. Aber wie soll ich so planen, wieviel Energie ich täglich ausgeben kann? Bin ich bald da, kann ich flott fortschreiten, gehts noch lange, muss ich sparsam sein. Die Erschöpfung kommt daher, dass ich nicht sparsam genug war und mich jetzt fühle, als hätte ich keine Energie mehr. Vielleicht bin ich einfach körperlich müde? Ich habe plötzlich täglich eine Stunde mehr Aktivität in meinen Tag gequetscht, ohne auf etwas anderes zu verzichten. Also habe ich nicht genug geschlafen. Die Ungeduld kommt daher, dass ich auf irgendein Zeichen warte, welches diese Reise als beendet markiert. Damit wieder eine planbare Zeit anbrechen möge. Wie ich das schriebe beginne ich zu lachen. Was für ein herzerwärmend kindlicher Gedanken. Solch eine Zeit hat es in meinem Leben noch nie gegeben :) Aber das Ich hätte gerne wieder die Kontrolle :) Dieser Teil ist also Fantasie. Zuwenig Schlaf wohl eher eine Realität. „Ich“ wünscht, hier eine Diskussion darüber anzuzetteln, ob es „Zuwenig Schlaf“ wirklich gibt, oder nur meinen Glauben daran. „Ich“ wird ignoriert, will bald ins Bett.
Oben gibt es einen Punkt, den ich markiert habe. Da hätte ich noch gerne eine Antwort von dir.Was muss noch geschehen, damit Du die Abschlussfragen erhalten kannst?
Dann gibt es da noch die Stimme in meinem Hinterkopf, die sagt: „Du hast das alles gar nicht wirklich verstanden! Du bist nur so clever, dass du die richtigen Antworten auf alle Fragen herausgefunden hast und damit alle täuschst, sie denken machst, du habest es wirklich erfühlt und verstanden! Aber in Tat und Wahrheit hast du keinen blassen Schimmer! Wie ein Kind, das Schimpfwörter um sich schmeisst, weil es herausgefunden hat, dass die Erwachsenen darauf reagieren.“ Ein ganz kleines Bisschen glaube ich das. Bzw. dieser Gedanke ist in den letzten Tagen immer wieder neu auferstanden…
———
Was muss noch geschehen? Werde ich deine Frage jemals beantworten können? Ist es denn die richtige Frage? Beim Reality Check finde ich schliesslich immer wieder, ganz entgegen meiner Erwartungen, dass ich gleich fühle. Also ist auch keine Veränderung zu erwarten, die mich „bereit“ macht. Folglich bin ich bereit. Jetzt.
Sarah
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Re: Erwachen
Gut, das hat Dich nochmal richtig aufgescheucht ;o)
Das Ich ist bereits allein, weil es die Illusion der Trennung bedeutet.
Das Ich hat nie etwas geschaffen, es wurde erschaffen, als Illusion.
Truthcounts
Natürlich, das Ich wird nie bereit sein können für die eigene Nicht-Existenz.„ICH BIN NICHT BEREIT! Schreit es in meinem Kopf. Angst, Panik. Ich bin nicht genügend vorbereitet.
Das Ich wird auch nie eine Erwachte sein können.Ich bin nicht so, wie eine Erwachte sein sollte.
Das Ich kann das Erwachen nicht erhalten, weil es das Erwachen nicht überleben kann.Ich bin es nicht der Wert, so etwas zu erhalten.
Ist das Erleben wirklich unverändert im Vergleich zum Beginn dieser Reise?Ich fühle mich nicht anders als zuvor - wie kann ich denn da bereit sein!
Ein Ich wird nie genügen können.Angst, nicht zu genügen.
Ein Ich ist bereits Versagen.Angst zu versagen.
Ich habe kein Vertrauen in Dein Ich, sondern in die Nicht-Existenz dieses Ichs.Angst dein Vertrauen in mich zu enttäuschen. Angst dich zu enttäuschen.
Angst dass du mich verlässt und alleine zurücklässt.... Angst nirgends dazuzugehören. Angst anders zu sein als die anderen und ausgestossen werden. Angst vor der Einsamkeit.
Das Ich ist bereits allein, weil es die Illusion der Trennung bedeutet.
Angst, kapitulieren zu müssen, weil ich alles alleine schaffen muss.
Das Ich hat nie etwas geschaffen, es wurde erschaffen, als Illusion.
Wie gut, dass das kein Ich miterleben werden muss.Wenn ich dann so alleine wäre, müsste ich endlich mein eigenes, wahres, wirkliches, inneres Sein zu erblicken. Die Wahrheit. Das scheint mir schrecklich!
Die Illusion der Trennung ist es in der Tat nicht wert, auch noch glücklich zu sein.ich war es nicht wert, glücklich zu sein, war so geboren worden.
Das Ich ist die Ursünde selbst - die Anmaßung, besser zu wissen, wie das Leben zu laufen hätte, so als wenn ein Wassertropfen den Ozean steuern wollte.Ich fühle mich nicht komplett wertlos, aber immer irgendwie schuldig.
Das Ich hat sehr gut auf die Erhaltung der Ich-Illusion aufgepasst.warum habe ich so schlecht auf mich selber aufgepasst?
Das Ich möchte ein erträglicheres Ich werden ;o)Ich möchte die Zeit anhalten und zuerst lernen, nett zu mir zu sein und gut für mich zu sorgen, damit ich wenigstens die Momente, die mir noch bleiben geniessen kann.
Für das Ich wird es kein nächstes Level geben.Das erkenne ich als Zeichen wider, dass ich genügend kann und mich somit dem nächsten Level widmen kann.
Ja, das Ich hat viel zu tun, um sich am Leben zu erhalten.Ich habe plötzlich täglich eine Stunde mehr Aktivität in meinen Tag gequetscht, ohne auf etwas anderes zu verzichten.
Das liest sich wie eine Ableitung aus dem Verstand: daher, also, folglich. Und wer leitet das ab? Schau in direkter Erfahrung nach der Denkerin und Geschichten-Erzählerin!Wer fühlt sich nicht bereit? Hat Angst, Erwartungen, Zweifel? Gibt es da jemanden?
Nein, das waren Ich-Geschichten und daher Fantasie. ... Beim Reality Check finde ich schliesslich immer wieder, ganz entgegen meiner Erwartungen, dass ich gleich fühle. Also ist auch keine Veränderung zu erwarten, die mich „bereit“ macht. Folglich bin ich bereit.
Truthcounts
Re: Erwachen
Lieber Truthcounts
Ich hat gelacht und kräftig geflucht (anstatt den Kopf gegen die Wand zu schlagen) und sICH deine Antworten zu erklären versucht. Welche natürlich nur von ausserhalb des Reiches de Ich zu verstehen sind. :D
Ich fühle mich nicht anders als zuvor, da ich mich eh immer anders fühle.
Als ich "wieder zu mir komme", bin ich dabei, der Denkerin intensiv beim Müll-plappern zuzuhören. Vor meinem Auftauchen war ich völlig gefangen, war Teil ihrer Geschichte. Ich weiss nicht, wie viel Zeit seit dem Blackout vergangen ist. Die Denkerin plappert was betreffend Arbeit. Ich soll sich sorgen machen, weil morgen die Zeit für Projekt X nicht reicht. Ich "nehme einen Schritt zurück". Beobachte die Denkerin, lasse sie plappern. Beobachte den unaufhaltsamen Strom an Gedanken. Meinungen, Sorgen, Erklärungen. Und erkenne, dass sich dieses Ich selber begründet: erst durch eine solche Ich-Geschichte kommt es erst zu der Notwendigkeit des Ichs. Mir fällt auch immer wieder die unglaubliche Arroganz dieses Ichs auf, wie wichtig es sich nimmt und wie es zu allem weiss, was das beste wär.
Das mit dem Blackout passiert mir ständig. Da bin ich beim Reality Check oder in einer Sinnesempfindung - black - und ich hänge mitten in einer Ich-Geschichte der Denkerin.
Nach einer Weile des Beobachtens, versuche ich einen weiteren Schritt zurück zu nehmen. Bis jetzt hat die Denkerin die Realität kommentiert, und ich habe die Denkerin beobachtet. Die Beobachterin ist jedoch auch ein ich. Ich versuche die Beobachterin zu beobachten. Es gelingt mir jedoch nicht gut, deren Gedanke zu trennen. Darin habe ich noch nicht viel Übung.
Direkte Erfahrung:
Die Denkerin ist immer da. Vielleicht ist sie mal 3 Sekunden still, wenn ich an einer Blume rieche. Aber dann plappert sie weiter. Der Inhalt des Gedankenstroms hat nur marginal mit der alktuellen Realität zu tun, vieles betrifft Vergangenheit oder Zukunft. Wenn ich die Gedanken nicht ernst nehme, passiert in meinem Körper Entspannung. Die Denkerin findet sich selber wichtig, und kreiert immer wieder Probleme, die sie dann lösen kann und somit unabdingbar bleibt. Die Denkerin versucht auch zu verstehen, was wir da so schreiben, aber da kriegt sie Kopfschmerzen. Ich kann die Denkerin beobachten. Sie besteht unabhängig von mir. Und ich nehme an, ich könnte auch diese Beobachterin wieder beobachten (heute nicht, fehlende Konzentration) usw usw bis in alle Ewigkeit.
Ich freue mIch!
Sarah
Oh ja, da hast du "Ich" kräftig aufgescheucht :DGut, das hat Dich nochmal richtig aufgescheucht ;o)
Ich hat gelacht und kräftig geflucht (anstatt den Kopf gegen die Wand zu schlagen) und sICH deine Antworten zu erklären versucht. Welche natürlich nur von ausserhalb des Reiches de Ich zu verstehen sind. :D
Nein, das Erleben ist verändert, ganz klar. Aber die Veränderung im Erleben ist eine Konstante in meinem Leben. Bipolar, Stimmungsschwankungen, Manien, Depressionen, Suizidal, Klinik und jetzt wieder ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft ;-)Ist das Erleben wirklich unverändert im Vergleich zum Beginn dieser Reise?
Ich fühle mich nicht anders als zuvor, da ich mich eh immer anders fühle.
Das Ich ist die Ursünde selbst - die Anmaßung, besser zu wissen, wie das Leben zu laufen hätte, so als wenn ein Wassertropfen den Ozean steuern wollte.
Also. Ich liege auf dem Rücken. Höre Musik. Atem kalt in der Nase. Bauchdecke entspannt sich. Augen zu, Wahrnehmung Raum ist hell. Muskeln neben der Nase entspannen sich. Blackout.Das liest sich wie eine Ableitung aus dem Verstand: daher, also, folglich. Und wer leitet das ab? Schau in direkter Erfahrung nach der Denkerin und Geschichten-Erzählerin!
Als ich "wieder zu mir komme", bin ich dabei, der Denkerin intensiv beim Müll-plappern zuzuhören. Vor meinem Auftauchen war ich völlig gefangen, war Teil ihrer Geschichte. Ich weiss nicht, wie viel Zeit seit dem Blackout vergangen ist. Die Denkerin plappert was betreffend Arbeit. Ich soll sich sorgen machen, weil morgen die Zeit für Projekt X nicht reicht. Ich "nehme einen Schritt zurück". Beobachte die Denkerin, lasse sie plappern. Beobachte den unaufhaltsamen Strom an Gedanken. Meinungen, Sorgen, Erklärungen. Und erkenne, dass sich dieses Ich selber begründet: erst durch eine solche Ich-Geschichte kommt es erst zu der Notwendigkeit des Ichs. Mir fällt auch immer wieder die unglaubliche Arroganz dieses Ichs auf, wie wichtig es sich nimmt und wie es zu allem weiss, was das beste wär.
Das mit dem Blackout passiert mir ständig. Da bin ich beim Reality Check oder in einer Sinnesempfindung - black - und ich hänge mitten in einer Ich-Geschichte der Denkerin.
Nach einer Weile des Beobachtens, versuche ich einen weiteren Schritt zurück zu nehmen. Bis jetzt hat die Denkerin die Realität kommentiert, und ich habe die Denkerin beobachtet. Die Beobachterin ist jedoch auch ein ich. Ich versuche die Beobachterin zu beobachten. Es gelingt mir jedoch nicht gut, deren Gedanke zu trennen. Darin habe ich noch nicht viel Übung.
Direkte Erfahrung:
Die Denkerin ist immer da. Vielleicht ist sie mal 3 Sekunden still, wenn ich an einer Blume rieche. Aber dann plappert sie weiter. Der Inhalt des Gedankenstroms hat nur marginal mit der alktuellen Realität zu tun, vieles betrifft Vergangenheit oder Zukunft. Wenn ich die Gedanken nicht ernst nehme, passiert in meinem Körper Entspannung. Die Denkerin findet sich selber wichtig, und kreiert immer wieder Probleme, die sie dann lösen kann und somit unabdingbar bleibt. Die Denkerin versucht auch zu verstehen, was wir da so schreiben, aber da kriegt sie Kopfschmerzen. Ich kann die Denkerin beobachten. Sie besteht unabhängig von mir. Und ich nehme an, ich könnte auch diese Beobachterin wieder beobachten (heute nicht, fehlende Konzentration) usw usw bis in alle Ewigkeit.
Ich freue mIch!
Sarah
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
Truthcounts
Läuft noch soviel Kopfkino ab wie zu Anfang unserer Reise?Ich fühle mich nicht anders als zuvor, da ich mich eh immer anders fühle.
Braucht Beobachten eine Beobachterin? Zeig sie mir? Schau in die Richtung, aus der scheinbar beobachtet wird. Ist da jemand?Bis jetzt hat die Denkerin die Realität kommentiert, und ich habe die Denkerin beobachtet. Die Beobachterin ist jedoch auch ein ich. Ich versuche die Beobachterin zu beobachten.
Truthcounts
Re: Erwachen
Lieber Truthcounts
Schön von dir zu hören.
0_o
Ich liege auf dem Bett, mein Körper ist schwer und warm. Der Wind heult ums Haus. Der Gedankenstrom fliesst vor sich hin. Hmm. So wie der Wind weht, ob ihn jemand hört oder nicht, fliessen wohl auch diese Gedanken. Und die Körperempfindungen. Empfinden, denken, Wind hören - dazu braucht es niemanden, der das tut. Es findet einfach statt. Ein Gedanke entsteht einfach. Erst wenn er schon da ist, wird er zu "meinem" gemacht. Das Ich rennt von entstehendem Gedanke zu Gedanke, von auftauchendem Gefühl zu Gefühl, um allen das Label "hab ich gemacht" zu verpassen. Obwohl es nichts davon erschaffen hat. Das Leben lebt sich von selbst, es braucht keine Denkerin, Beobachterin, Wahrnehmerin.
Warme Grüsse,
Sarah
Schön von dir zu hören.
Nein. Das Kopfkino hat zuerst stark abgenommen. Seit etwa einer Woche nimmt es aber wieder zuLäuft noch soviel Kopfkino ab wie zu Anfang unserer Reise?
0_o
Direkte Erfahrung, neuer Versuch:Braucht Beobachten eine Beobachterin? Zeig sie mir? Schau in die Richtung, aus der scheinbar beobachtet wird. Ist da jemand?
Ich liege auf dem Bett, mein Körper ist schwer und warm. Der Wind heult ums Haus. Der Gedankenstrom fliesst vor sich hin. Hmm. So wie der Wind weht, ob ihn jemand hört oder nicht, fliessen wohl auch diese Gedanken. Und die Körperempfindungen. Empfinden, denken, Wind hören - dazu braucht es niemanden, der das tut. Es findet einfach statt. Ein Gedanke entsteht einfach. Erst wenn er schon da ist, wird er zu "meinem" gemacht. Das Ich rennt von entstehendem Gedanke zu Gedanke, von auftauchendem Gefühl zu Gefühl, um allen das Label "hab ich gemacht" zu verpassen. Obwohl es nichts davon erschaffen hat. Das Leben lebt sich von selbst, es braucht keine Denkerin, Beobachterin, Wahrnehmerin.
Warme Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
Auch wenn du dem ICH-Gedanken noch glaubst, kannst du in der direkten Erfahrung erleben wie das ICH entsteht.
Gedanken kommentieren das, was mit den Sinnen wahrgenommen wird. Wie eine Etikettiermaschine oder ein Reporter während eines Fussballspiels.
Wann beginnen Gedanken, die Dinge zu etikettieren? Wann kommen die ganzen Geschichten und Erinnerungen zum Vorschein? Während Du schaust, oder nachdem du etwas mit den Sinnen wahrgenommen hast?
Schau dich einmal langsam im Zimmer um, von einer Seite zur anderen. Beobachte, wie die Gedanken ununterbrochen kommentieren, was du machst, was Du siehst etc. Kannst du entdecken, wie das Ich hinzugefügt wird?
Truthcounts
Kann wirklich jemand gefunden werden, der Erscheinungen hinterherläuft und ein Label aufdrückt. In welcher Sphäre kann ein solcher jemand existieren? In direkter Erfahrung? Ist Labeling mehr als ein weiterer Gedanke? Und ist jemand zu finden, dem Gedanken gehören?Das Ich rennt von entstehendem Gedanke zu Gedanke, von auftauchendem Gefühl zu Gefühl, um allen das Label "hab ich gemacht" zu verpassen. Obwohl es nichts davon erschaffen hat.
Auch wenn du dem ICH-Gedanken noch glaubst, kannst du in der direkten Erfahrung erleben wie das ICH entsteht.
Gedanken kommentieren das, was mit den Sinnen wahrgenommen wird. Wie eine Etikettiermaschine oder ein Reporter während eines Fussballspiels.
Wann beginnen Gedanken, die Dinge zu etikettieren? Wann kommen die ganzen Geschichten und Erinnerungen zum Vorschein? Während Du schaust, oder nachdem du etwas mit den Sinnen wahrgenommen hast?
Schau dich einmal langsam im Zimmer um, von einer Seite zur anderen. Beobachte, wie die Gedanken ununterbrochen kommentieren, was du machst, was Du siehst etc. Kannst du entdecken, wie das Ich hinzugefügt wird?
Truthcounts
Re: Erwachen
Lieber Truthcounts,
Gedanken betreffen manchmal wirkliche Dinge, Wahrnehmungen. Die meiste Zeit jedoch betreffen sie frühere Gedanken. Gedanken über Gedanken über Gedanken. Das ICH scheint mir auch ein solcher Gedanke zu sein. Von der Qualität her ist der Ich-Gedanke nicht von anderen Gedanken zu unterscheiden.
Gedanken FOLGEN auf Wahrnehmung, auf direkte Erfahrung. Die Lücke ist dort, zwischen der Erfahrung und dem Gedanken. Und nicht, wie ICH früher dachte, zwischen dem Wahrnehmenden und dem Wahrgenommenen.
NachdenklICH,
Sarah
Ok, ich schaue mich im Zimmer um und beobachte die Gedanken. Bzw schauen findet statt. Es ist nichts aktives, dass irgendjeman tut. Die Wand hat Kratzer. Denken findet statt, wie immer. Musik wird gehört. Die Musik ist sanft. Der Atem wird langsamer. Ein tiefer langer Atemtemzug kommt. Die Bauchdecke heb sich und beim Senken die Wahrnehmung des weichen Stoffes des Pullis auf dem Bauch. "ICH bin zu dick" ist der nächste Gedanke! Wird so das Ich geboren?Schau dich einmal langsam im Zimmer um, von einer Seite zur anderen. Beobachte, wie die Gedanken ununterbrochen kommentieren, was du machst, was Du siehst etc. Kannst du entdecken, wie das Ich hinzugefügt wird?
Gedanken betreffen manchmal wirkliche Dinge, Wahrnehmungen. Die meiste Zeit jedoch betreffen sie frühere Gedanken. Gedanken über Gedanken über Gedanken. Das ICH scheint mir auch ein solcher Gedanke zu sein. Von der Qualität her ist der Ich-Gedanke nicht von anderen Gedanken zu unterscheiden.
Gedanken FOLGEN auf Wahrnehmung, auf direkte Erfahrung. Die Lücke ist dort, zwischen der Erfahrung und dem Gedanken. Und nicht, wie ICH früher dachte, zwischen dem Wahrnehmenden und dem Wahrgenommenen.
NachdenklICH,
Sarah
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Re: Erwachen
Liebe Sarah,
Das Ich hat offensichtlich viel zu tun mit Widerstand gegen die direkte Erfahrung, gegen das was ist, die Flucht in die Fantasie, ins Reich der Gedanken, die Heimat des Ich, worin der Film der Ich-Geschichte abläuft.
Wie erfährst Du Dich beim Träumen. Schaust Du da aus einem Kopf hinaus oder siehst Du Deinen ganzen Körper von aussen? Soweit letzteres manchmal zutrifft: bist Du dann nicht trotzdem mit dem Körper identifiziert, glaubst, dass Du da rum läufst und Dir die Dinge geschehen. Ist die Wirksamkeit des Ich-Gedankens abhängig von der Perspektive, mit der auf diese Körpererscheinung geschaut wird?
Truthcounts
Die Bauchdecke hebt sich und beim Senken die Wahrnehmung des weichen Stoffes des Pullis auf dem Bauch. "ICH bin zu dick" ist der nächste Gedanke! Wird so das Ich geboren?
Das Ich hat offensichtlich viel zu tun mit Widerstand gegen die direkte Erfahrung, gegen das was ist, die Flucht in die Fantasie, ins Reich der Gedanken, die Heimat des Ich, worin der Film der Ich-Geschichte abläuft.
Wie erfährst Du Dich beim Träumen. Schaust Du da aus einem Kopf hinaus oder siehst Du Deinen ganzen Körper von aussen? Soweit letzteres manchmal zutrifft: bist Du dann nicht trotzdem mit dem Körper identifiziert, glaubst, dass Du da rum läufst und Dir die Dinge geschehen. Ist die Wirksamkeit des Ich-Gedankens abhängig von der Perspektive, mit der auf diese Körpererscheinung geschaut wird?
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