Re: Wahrheit und Realität
Posted: Tue Jan 10, 2017 11:33 pm
Lieber Truthcounts,
so da bin ich wieder. Hab mir alles mehrfach durchgelesen, einiges ist jetzt viel klarer, doch irgendwie hatte ich am Ende einen "Matschkopf" :-), sodass ich einfach mal anfange Deine Fragen zu beantwortet, vielleicht klärt sich dann die Ursache dafür.
Und auch das Gegenteil nehme ich wahr. Darf ich dazu noch einmal auf das Autofahren zurück kommen?! Denn genau an dem Punkt sitzt noch die Verwirrung.
Durch ein traumatisierendes Erlebnis tauchen beim Fahren plötzlich Katastrophenphantasien und Ängste auf. Die wiederum einen Kontrollmechanismus in Gang setzten ( die Gardine?!), der folgendermaßen abläuft: es wird versucht alles bewusst wahrzunehmen, was auf der Straße passiert, also eigentlich ein direketes sehen. Hier ist dann die Illusion der vermeintlich Handelnden stark. Das System ist durcheinander ( wie Du es oben beschreibst ) und das Fahren wird völlig unsicher. Da ist keine Erleichterung oder ein Gardinenvorteil, das ist pure Anstrengung. Wenn ich "gedankenverloren" fahre, dann bin ich in Tagträumen, also völlig weg vom direkten Erleben. Und es stimmt absolut, hier kann ich entdecken, dass es keinen Handelnden gibt, es fährt sich völlig von alleine und sicher! Aber eben Null direktes Erleben.
Der "Matschkopf" hat genau damit zu tun:
Gedankenverloren weggebeamt beim fahren = kein Handelnder und alles läuft gut.
Aber da es ja keinen Handelnden gibt, was heisst dann adäquat reagiern???
Wäre super, wenn Du mir hier helfen könntest Klarheit zu bekommen
Das fällt mir gerade noch ein:
Katastrophenphantasien sind ja auch die Gardine, ein Vorgreifen, auf was noch gar nicht oder nie passieren wird. Das eingebildete ich macht das, um sich zu schützen, um gewappnet zu sein. Dann versucht es eine Katastrophe zu verhindern, die Angst aktiviert dabei Flucht oder Kampfreaktion...das was ich oben als direktes sehen benannt habe, beim Autofahren, ist ein angstgesteuertes "Hyperaktivsehen". Dann wird die Geschwindigkeit reduziert, gebremst wo`s nichts zu bremsen gibt und hinter mir Fahrende, die völlig genervt sind.
Ich glaub wenn das noch mal ganz klar werden darf, ist ein schöner Brocken weggeschmolzen. Bin sehr froh, dass Du mir genau dabei hilfst. DANKE!
Jetzt hab ich es nicht mehr geschafft, prembodhas Übung zu machen, weil ich hier ganz lang hingeschaut hab und leider trotzdem noch die Gardine davor ist. Ich mach sie dann Morgen.
Gute Nacht und lieben Gruß
Chaitanya
so da bin ich wieder. Hab mir alles mehrfach durchgelesen, einiges ist jetzt viel klarer, doch irgendwie hatte ich am Ende einen "Matschkopf" :-), sodass ich einfach mal anfange Deine Fragen zu beantwortet, vielleicht klärt sich dann die Ursache dafür.
Ja das stimmt!Wieviel bekommst Du jetzt noch von draussen mit. Wenn draussen etwas zu sehen ist, was Störgefühle oder Überreizung hervorruft, wäre es dann nicht eine Ausweichmöglichkeit oder Erleichterung, sich auf die Gardine zu fokussieren.
Und auch das Gegenteil nehme ich wahr. Darf ich dazu noch einmal auf das Autofahren zurück kommen?! Denn genau an dem Punkt sitzt noch die Verwirrung.
Durch ein traumatisierendes Erlebnis tauchen beim Fahren plötzlich Katastrophenphantasien und Ängste auf. Die wiederum einen Kontrollmechanismus in Gang setzten ( die Gardine?!), der folgendermaßen abläuft: es wird versucht alles bewusst wahrzunehmen, was auf der Straße passiert, also eigentlich ein direketes sehen. Hier ist dann die Illusion der vermeintlich Handelnden stark. Das System ist durcheinander ( wie Du es oben beschreibst ) und das Fahren wird völlig unsicher. Da ist keine Erleichterung oder ein Gardinenvorteil, das ist pure Anstrengung. Wenn ich "gedankenverloren" fahre, dann bin ich in Tagträumen, also völlig weg vom direkten Erleben. Und es stimmt absolut, hier kann ich entdecken, dass es keinen Handelnden gibt, es fährt sich völlig von alleine und sicher! Aber eben Null direktes Erleben.
Ja auch das ist richtig! Im Wartezimmer beim Arzt wird dann gelesen oder einfach per Tagträume weggebeamt.Oder wenn Dir langweilig mit dem Blick nach draussen wäre, wäre es dann nicht spannender, einen Film auf die Gardine zu projizieren und diesen zu schauen.
Das könnte bedeuten, um im Wartezimmer zu bleiben, dass ich meinen Aufruf verpasse.Was würde das bezüglich adäquater Reaktion auf das Geschehen hinter der Gardine bedeuten?
Der "Matschkopf" hat genau damit zu tun:
Gedankenverloren weggebeamt beim fahren = kein Handelnder und alles läuft gut.
Aber da es ja keinen Handelnden gibt, was heisst dann adäquat reagiern???
Wäre super, wenn Du mir hier helfen könntest Klarheit zu bekommen
Ja, das läuft autonom. Es gibt kein ICH dabei. Wird ein ICH angenommen, das glaubt Kontrolle zu haben, dann scheinen die Dinge eher außer Kontrolle zu geraten.Und muss es dafür ein Ich geben, dass entscheidet, ob es durch die Gardine oder auf die Gardine schaut, oder könnte dies genau so autonom laufen, wie das Zurückzucken einer Hand, die eine heisse Herdplatte berührt hat und damit auch eine autonome Ausweichbewegung zu einer unangenehmen Erfahrung darstellt.
Ja, das geht mir schon auf wenn ich zum Beispiel mein Leibgericht mit Freunden esse und dann dabei erzähle, wie widerlich die Fischvergiftung war, wegen dem Fisch, dessen Haltbarkeitsdatum schon 1 Jahr abgelaufen ist, dann kann das Leibgericht einfach nicht mehr schmecken! :-) ( Hatte übrigens noch keine Fischvergiftung :-) )Geht Dir auf, wie wichtig die Unterscheidung zwischen direkter Erfahrung und Vorstellung und das Erkennen von Einbildung für den Lebensfluss ist?
Das fällt mir gerade noch ein:
Katastrophenphantasien sind ja auch die Gardine, ein Vorgreifen, auf was noch gar nicht oder nie passieren wird. Das eingebildete ich macht das, um sich zu schützen, um gewappnet zu sein. Dann versucht es eine Katastrophe zu verhindern, die Angst aktiviert dabei Flucht oder Kampfreaktion...das was ich oben als direktes sehen benannt habe, beim Autofahren, ist ein angstgesteuertes "Hyperaktivsehen". Dann wird die Geschwindigkeit reduziert, gebremst wo`s nichts zu bremsen gibt und hinter mir Fahrende, die völlig genervt sind.
Ich glaub wenn das noch mal ganz klar werden darf, ist ein schöner Brocken weggeschmolzen. Bin sehr froh, dass Du mir genau dabei hilfst. DANKE!
Jetzt hab ich es nicht mehr geschafft, prembodhas Übung zu machen, weil ich hier ganz lang hingeschaut hab und leider trotzdem noch die Gardine davor ist. Ich mach sie dann Morgen.
Gute Nacht und lieben Gruß
Chaitanya