Hallo Daniel,
Ich muss mal kurz sagen, dass ich die Fragen mittlerweile immer schwieriger finde zu beantworten.
Denken, Schlußfolgern, Logik kommt an seine Grenzen...Gut. Nun ist weiteres Hinschauen, Wahrnehmen gefragt...:)
Ein Beispiel wäre: Ich bin da, wenn ich hier dir die Antwort schreibe. Aber gleich stellt sich ein: wo ich bin? In mir? In der Welt? Auf dem Stuhl? Überall? Keine Ahnung. Nirgendwo. Komisch. Nicht lokalisierbar.
Schön zu hören, das Du nun beginnst wirklich zu hinterfragen...bis ins letzte Detail. Gut erkannt, Daniel. Bleib am Ball, auch wenn es manchmal komisch wird.
Wenn ich das Ich nicht lokalisieren kann, wenn ich wie oben beschrieben nicht sicher bin wo das Ich sitzt, dann ist es nun wirklich ein Konzept
Korrekt, ein gedankliches Konstrukt, welches sich an jede Erfahrung, die mit den Sinnen gemacht wird, anhängt, hinten dran hängt. Ist es so?
Gedanken könnten ja auch so etwas wie eine Sinneswahrnehmung sein.
Gedanken kann man als Sinneswahrnehmungen sehen, da Gedanken wahrgenommen werden. Ok.
Existiert denn der GedankenINHALT wirklich? Es wird wahrgenommen, dass Gedanken "mein" und "dein" Körper sagen. Wird durch den Gedanken ein ICH erschaffen, welches dann auch wirklich existiert? Wenn ja, wie?
Also die Identität des Ichs wird durch die Sinneswahrnehmung geschaffen.
Wird die Identität des ICHS tatsächlich durch die Sinneswahrnehmung geschaffen? Wenn durch die Gegend geschaut wird, wo ist da ein ICH am Werk, am Prozess beteiligt?
Schau mal wohin sich dein Fokus richtet, in welche Richtung deine Augen gehen...oben, unten links, rechts...und dein Kopf...vielleicht dreht er sich nach rechts oder links.
Wo ist in diesem Prozess das ICH, welches das alles steuert, wahrnimmt, erfährt? Ist ICH vielleicht nur ein Name? Lass Dir Zeit.
Liebe Grüße
Daniel