Lieber Philo,
Aber das ich ist bereits jetzt schon nicht da.
Was könnte verloren gehen?
Verloren gehen kann nur eine Phantasiewelt. Das weiß ich, dennoch kam das traurige Gefühl erneut hoch.
Mit welchem Sinn hast du erfahren das alles aus sich selbst heraus existiert?
Ich schaue einen Baum an. Ich sehe seine Form, seine Farbe, es bewegt sich leicht im Wind.
"Baum" ist ein Label. Ein Ich ist darin nicht zu erfahren. Und doch der Baum ist oder erscheint einfach.
Was sieht, das alles aus sich selbst heraus existiert?
Nichts, niemand. Der Baum, der Hund, der Mensch, das Ding ist / existiert.
was verweist auf ein Ich?
Ich kann nichts finden, was auf ein Ich verweist.
Weder kann ich ein Ich sehen, riechen, schmecken noch hören oder fühlen.
Danke, dass du mich immer wieder auf die Erfahrung / Wahrheit hinweist.
Die so faszinierende Aussage von mir - alles existiert aus sich selbst heraus - hat nicht soviel Wirkung.
Oder erwartet da etwas in mir mehr als ist?
So schnell taucht die reale Sinneserfahrung im Alltag unter und ich finde mich in der Gedankenwelt wieder.
Stelle ich mir immer wieder selbst ein Bein?
Liebe Grüße, Anna