Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Nur in der Erinnerung.
Meine Vorstellungen kamen der direkten Erfahrung schon ziemlich nah, trotzdem waren da sehr viel mehr Eindrücke im direkten Erleben, vorher sind mir nicht so viele Beispiele eingefallen wie ich im direkten Erleben erfahren konnte.
Ja bei gewissen Dingen mit denen wir sehr vertraut sind, kann man schon recht nahe kommen in der Vorstellung, vor allem wenn die recht lebhaft ist. Das ist auch in Ordnung so, du hast gesehen, dass das direkte Erleben viel umfangreicher und lebendiger ist. Versuche auch diese Beobachtung immer wieder man in den Alltag einzubauen. Z.B. bevor du duschen gehst stell dir vor wie es sich anfühlen wird und dann vergleiche die tatsächliche Erfahrung usw...
Mehr konnte ich bei dieser Übung nicht beobachten.
Sind da Erwartungen dass mehr dabei herausschauen sollte...;) ?
Naja, es scheint als gäbe es ein ich, weil oft Gedanken vor der Bewegung erscheinen, wie als hätte man einen Einfall den man dann ausführt. Das gibt den Anschein man würde den Körper selbst steuern.
Wie zeigt sich dieses scheinbare „Ich“?
Ich hab da wieder eine Beobachtung gestartet. Ich habe gedacht „gut, wenn ich nicht den Körper steuere, dann kann ich mich ja jetzt hinlegen und gar nichts tun den ganzen Tag.“ Darauf ein weiterer :„Falls das geschehen würde wäre das ein Gedanke der vielleicht ausgeführt wird, aber es ist ein Gedanke der erscheint.“
Gut beobachtet! Manchmal erscheint es vielleicht so, dass zuerst ein Gedanke da ist und dann die Handlung, manchmal vielleicht auch umgekehrt. Jedenfalls haben Forscher herausgefunden, dass bestimmte Areale im Gehirn - die für eine jeweilige Entscheidung zuständig waren bei den Tests die gemacht wurden - sich schon ein paar Sekunden vorher aktivierten, bevor dem Probanden der Gedanke sich so und so zu entscheiden kam... :)
Hier eine interessante Übung dazu:
Hebe deinen rechten oder linken Arm (oder lass ihn unten). Während des Hebens oder Nicht-Hebens wird eine Entscheidung getroffen, zumindest geschieht etwas (oder nicht).
Kannst du den genauen Augenblick der Entscheidung bestimmen und das konkrete Wesen finden, das diese Entscheidung zu treffen scheint?
Ist es wirklich möglich, den Moment der Entscheidung sowie den scheinbaren „Entscheider“ zu finden? Oder taucht die Idee „Ich habe mich entschieden, meinen rechten oder linken Arm (nicht) zu heben“ erst nach dem eigentlichen Ereignis auf – falls dieser Gedanke überhaupt erscheint?
Darauf folgte wieder ein kurzer Einblick in das Niemand sein und ein kleines kurzes „Aha“ Erlebnis. Ich merke dass so in Gedanken reinschauen bei mir manchmal was bewirken können :-)
Ja, Gedanken beobachten ist wirklich ein ganz wichtiger Schlüssel in dem Prozess... :) Bezüglich des „Niemand“ muss man ein bisschen aufpassen, dass nicht eine Identifikation mit einer anderen ausgetauscht wird. Vom „Ich“ zum „Nicht-Ich“... Es gibt weder das eine noch das andere in Wirklichkeit, es ist einfach alles ein Happening, ein fließendes ungetrenntes kosmisches Event... :)
Ich werde das noch weiter erforschen, was genau es ist und was der Glaube ist den Körper zu steuern, im Alltag während Bewegung stattfindet
Super!
Heute morgen beim Zähneputzen, hab ich wieder bemerkt wie der Körper sich selbst bewegt. Dann kam ein kurzes Erschrecken mit Angst, es fühlte sich unheimlich an. Ich musste mich dann um meine Kinder kümmern und war dann wieder mit der Aufmerksamkeit woanders. Wollte dir das noch kurz mitteilen :-)
Ja, solche Einblicke können manchmal Verwirrung oder Angst auslösen, einfach weil es ungewohnt ist... Wenn sowas auftaucht, dann am besten einfach die Gefühle spüren und da sein lassen, so wie du das schon gut gemacht hast... :)
Versuche mal einfache Bewegungen und Gegebenheiten zu beobachten. Z.B. Atmen: Machst „du“ das? Oder wie schaut es beim ganz normalen Gehen aus? Steuerst du da die einzelnen Muskeln und Sehnen, damit „gehen“ stattfinden kann? Wie schaut es mit dem Verdauen aus?
Und alles was dir selbst noch so einfällt was du beobachten kannst... :)