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Re: see the truth

Posted: Wed Feb 24, 2021 8:35 pm
by nobody8585
Verstand ist einfach nur ein Wort, ein Konzept das uns zur Verständigung dienen kann. Das heißt "Verstand" ist nicht wahrnehmbar und was da ist - also wahrnehmbar - sind Gedanken... Kannst du das so nehmen?
Ja genau, der Verstand ist nur ein Label , eine Bezeichnung für die im Raum entstehenden Gedanken oder Gedankenketten. Er ist in der direkten Erfahrung nicht auffindbar. Nur die Gedanke scheinen herumzuschimmen.
Also es ist völlig klar, dass Gedanken da sind (das heißt in unserem Kontext Gedanken sind real), aber das wovon die Gedanken erzählen ist zum Großteil nicht real (du kannst nicht in den Apfel beißen der in Gedanken auftaucht). Weißt du was ich meine?
Ja die Gedanken sind wahrnehmbar das kann ich bestätigen, aber der Inhalt ist illusorisch, ja das sehe ich auch so. Ich denke jetzt an eine bestimmte Person und der Gedanke ist da aber die Person selber ist nicht da.


Braucht es ein „wer“ um die Karten zu mischen? Was wenn alles einfach so geschieht? Einfach Leben das lebt?

Der Verstand versucht nur eine Erklärung für das ganze Geschehene zu finden. Ich kann noch nicht ganz aufgeben , die Kontrolle meine ich , es scheint weiterhin, dass eine höhere Macht existiert, die alles lenkt.
Weil anscheinend es definitiv nicht von meinen Gedanken geschweige denn von mir gemischt wird?

Sind es wirklich „deine“ Gedanken?
Ich versuche ja nur das Phänomen der erscheinenden Gedanken zu beschreiben aber meine Gedanken sind es nicht weil es keinen ich gibt.


Hast du irgendein Wort oder Satz oder Bild das in deinen Gedanken auftaucht selbst erfunden?

Nein, die Gedanken versuchen ja nur die Realität abzubilden, die wahrgenommen wird. Wer soll denn da was erfinden? Wie soll ein Gedanke einen anderen Gedanken erfinden , die sitzen doch alle im selben Boot. Es gibt keinen Verwalter oder Macher der Gedanken. Sie sind einfach so entstanden aus der wahrgenommenen Umgebung.
Wo und was ist dieses „Ich“ das die Gedanken feuern möchte oder könnte? Findest du da was außerhalb von Gedanken?
Nein , es gibt ganz klar kein ich , sondern das ist auch ein Gedanke und dessen Inhalt ist leer. Ich geht nicht weiter als ein Gedanke, es taucht auf, behauptet was von sich und erlischt wieder.


Hier muss man vorsichtig sein, dass man nicht eine Identifikation mit der anderen austauscht...
Natürlich weißt du dass Leben/Existenz/Sein/Erfahren oder wie auch immer du es nennen möchtest existiert! Wie könnte hier sonst schreiben geschehen... Aber das ist dann auch schon alles was sicher gewusst werden kann...SEIN IST... :)
Ja aber im Traum scheint auch so zu sein, dass ich mit jemandem rede oder schreibe, aber es ist trotzdem ein Traum. Woher soll ich wissen, dass das Leben hier auch nicht ein illusorischer Traum ist, aus dem ich am Ende erwachen werde ? Ich weiss das sind wieder nur Gedanken und trotzdem ist in einem Traum auch alles wahrnehmbar.
Die Zeit vergeht sehr schnell

Ist das wirklich wahr? Gibt es außerhalb von Gedankenerinnerungen sowas wie Zeit? Wüsstest du ohne Gedanken was von Vergangenheit oder Zukunft?
Das ist eine schwere Frage aber ich versuche zu antworten. Wenn die Gedanken aufhören, d.h. wenn ich mich auf die 5 Sinne konzentriere, scheint die Zeit zu stehen. Zeit existiert ganz klar wenn sich die Gedanken einschalten, ansonsten ist nur dieser Moment präsent.
Vergangenheit und Zukunft gibt es in der direkten Erfahrung nicht, nur die Gedanken darüber.

Nur wenn ich präsent ist, dann scheint es einen Unterschied zu geben, ansonsten nicht. Dann muss man wohl mit diesem ich fertig werden, er hängt noch dran und hofft aufs Überleben.

Sind da dann 2 Ichs? Das eine das wohl mit dem anderen fertig werden muss, das eine das sieht dass das andere wo dranhängt und hofft? Das eine das sieht das „Ich“ präsent ist?
Nein natürlich nicht, das sind nur Gedanken, die mit irgendwelchen ichs spielen. Es gibt nicht mal einen ich, mich gibt es nicht , weil das nur ein Gedanke ist.

Kann „Ich“ wirklich präsent sein, oder ist es einfach nur eine Geschichte so wie die Geschichte vom Weihnachtsmann?
Ja ich ist nur eine Geschichte, nichts wirklich reales. Ich ist nicht existent. Es kann nicht wahrgenommen werden, es ist nicht präsent. Niemand lebt, niemand denkt und niemand schreibt diese Worte. Es passiert einfach alles.

Re: see the truth

Posted: Thu Feb 25, 2021 10:59 am
by barb
Der Verstand versucht nur eine Erklärung für das ganze Geschehene zu finden. Ich kann noch nicht ganz aufgeben , die Kontrolle meine ich , es scheint weiterhin, dass eine höhere Macht existiert, die alles lenkt.
Wie zeigt sich das, dass es erscheint als würde eine höhere Macht alles lenken? Was kann davon erfahren werden? Geh da wirklich ganz in dich und schau genau nach...

Nein , es gibt ganz klar kein ich , sondern das ist auch ein Gedanke und dessen Inhalt ist leer. Ich geht nicht weiter als ein Gedanke, es taucht auf, behauptet was von sich und erlischt wieder.
Sehr schön gesehen :)
Ja aber im Traum scheint auch so zu sein, dass ich mit jemandem rede oder schreibe, aber es ist trotzdem ein Traum. Woher soll ich wissen, dass das Leben hier auch nicht ein illusorischer Traum ist, aus dem ich am Ende erwachen werde ? Ich weiss das sind wieder nur Gedanken und trotzdem ist in einem Traum auch alles wahrnehmbar.
Absolut, da bin ich ganz bei dir... :) Es ist nicht wissbar was real, was Traum, oder vielleicht Simulation ist. Jedoch ganz egal was auch immer vor sich geht, eines ist immer da – wahrnehmen.

Hast oder kannst du jemals die Abwesenheit von wahrnehmen erfahren?

Und wenn wir gerade beim Thema Traum sind, schau gleich mal nach, ob sich das Kopfkino, das während des vermeintlichen Tages- und Wachbewusstseins abläuft sich großartig von nächtlichen Träumen unterscheidet... (wie schon erwähnt, Gedanken können Wörter UND Bilder sein) Beobachte da mal genau was sich so zeigt...
Es gibt nicht mal einen ich, mich gibt es nicht , weil das nur ein Gedanke ist.
Es ist ein Unterschied zwischen „Es gibt kein „Ich““, oder es gibt mich nicht. Natürlich gibt es „dich“, nur nicht so wie du es dir vorstellst und ausdenkst... :) Da ist doch immer Sein/wahrnehmen, oder? Ich würde ja sagen, das ist das was du „wirklich“ bist, aber wir müssen halt vorsichtig sein mit Worten, weil die Illusion zu einem großen Teil auf Sprache beruht und wir nicht eine Identifikation mit einer anderen ersetzen... :)

Dazu gibt es eine schöne Übung, die dir helfen kann herauszufinden ob das Sprache harmlos ist – sie dauert 10 bis 20 Minuten und du brauchst einen Zettel, Bleistift oder Kuli und am besten einen Timer.

Schreibe die ersten fünf bis 10 Minuten alles auf was du erlebst und zwar mit ‚Ich‘:

Ich sitze hier.
Ich sehe aus dem Fenster.
Ich höre ein Auto.
Mir juckt der Fuß
Ich kratze mir meinen Fuß
Ich habe Verspannungen im Nacken
Ich schreibe hier komisches Zeugs
usw....

Reines Beschreiben, bleib dabei und achte gleichzeitig auf körperliche Wahrnehmungen.

Die nächsten fünf bis 10 Minuten mach das gleiche nur ohne das Wort ‘Ich’ zu benutzen:

Sitzen
aus dem Fenster schauen
Baum sehen
Auto hören
Vogelgezwitscher hören
Finger spüren
Nase kitzelt
kratzen an der Nase
Rückenverspannungen
einatmen – ausatmen
usw....

Und wieder achte auf den Körper.
Danach vergleiche beide Male:


Welche von den beiden Varianten klingt wahrheitsgetreuer und entspannter?
Wie reagiert der Körper jeweils?

Re: see the truth

Posted: Thu Feb 25, 2021 7:59 pm
by nobody8585
Wie zeigt sich das, dass es erscheint als würde eine höhere Macht alles lenken? Was kann davon erfahren werden? Geh da wirklich ganz in dich und schau genau nach...

Die höhere Macht kann mit den Sinnen nicht wahrgenommen werden. Die ist nicht zu sehen, zu hören oder zu spüren. Die ist nicht wahrnehmbar. Sie ist nur ein Gedanke, deren Inhalt nicht ergründet werden kann, im Grunde ist sie nur ein Hirngespinst, eine Kreation der Gedanken. Nur die Ereignisse des Lebens können wahrgenommen werden aber nicht eine gewisse Macht, die alles steuert. Es entsteht das Gefühl, dass nur die Wahrnehmungen in Zentrum des Lebens steht und jm anderen gibt es nicht.
Hast oder kannst du jemals die Abwesenheit von wahrnehmen erfahren?
Ja natürlich, zb als ich in der Vollnarkose war oder wenn ich im Tiefschlaf bin, dann gibt es keine Wahrnehmung. Und auch vor meiner Geburt, da gab es auch keine Wahrnehmung. Aber ansonsten ist die Wahrnehmung immer da.

Und wenn wir gerade beim Thema Traum sind, schau gleich mal nach, ob sich das Kopfkino, das während des vermeintlichen Tages- und Wachbewusstseins abläuft sich großartig von nächtlichen Träumen unterscheidet... (wie schon erwähnt, Gedanken können Wörter UND Bilder sein) Beobachte da mal genau was sich so zeigt...
Na ja es gibt keinen Unterschied meiner Meinung nach. Manchmal erwachen ich aus dem Traum und kann das Geschehene für einen Moment von der Realität nicht unterscheiden, weil sich alles sehr realistisch angefüllt hat. Gut manchmal funktionieren dort die physischen Gesetze nicht, dort funktioniert dir Zeit und der Raum anders, aber die Geschichten bleiben gleich. Im Traum spürt man auch Emotionen und Ja auch im Traum kann ich keinen ich feststellen, weil dort auch nur Ereignisse wahrgenommen werden. Und die 6 Sinne gibt es im Traum auch, zumindest gefühlt. Deswegen bin ich mir nicht sicher , ob auch das Wachbewusstsein auch nicht nur ein Traum ist.

Welche von den beiden Varianten klingt wahrheitsgetreuer und entspannter?
Wie reagiert der Körper jeweils?

Die ersten 10 Minuten konnte ich nichts gescheites schreiben, weil für mich die Sätze unlogisch klingen. Das "ich" am Beginn des Satzes ist überflüssig und unnötig. Ausserdem habe gemerkt, dass dieser Satz nur Spannung und Trennung erzeugt. Man hat das Gefühl danach, dass man etwas getrenntes von der Außenwelt ist, eine getrennte Entität. Das konnte ich ganz deutlich spüren.
Bei den nächsten 10 Minuten verschwanden hingegen die Grenzen. Ich konnte diese Entität und diese Trennung nicht mehr spüren und konnte stattdessen jedes Ereignis , jedes Gefühl und Empfindung sehr intensiv wahrnehmen. Und das Gefühl des ichs verschwand. Die Empfindungen sind im Raum und man spürt das Leben intensiver.

LG

Re: see the truth

Posted: Fri Feb 26, 2021 12:19 pm
by barb
Die höhere Macht kann mit den Sinnen nicht wahrgenommen werden. Die ist nicht zu sehen, zu hören oder zu spüren. Die ist nicht wahrnehmbar. Sie ist nur ein Gedanke, deren Inhalt nicht ergründet werden kann, im Grunde ist sie nur ein Hirngespinst, eine Kreation der Gedanken. Nur die Ereignisse des Lebens können wahrgenommen werden aber nicht eine gewisse Macht, die alles steuert.
Wir wurden von klein auf so konditioniert an etwas „Höheres“, etwas das uns Halt gibt zu glauben. Zuerst ist es die Mutter/Eltern oder eine Bezugsperson die das Kind versorgt, schützt und großzieht. Wenn wir dann erwachsen werden (körperlich) und auf eigenen Füßen stehen, ist da oft noch die kindliche Sehnsucht nach Halt und Sicherheit vorhanden. Die Illusion zu durchschauen hat was von „erwachsen“ werden. Es kann auch ganz schön ernüchternd und Haltlos erscheinen... :)

Es entsteht das Gefühl, dass nur die Wahrnehmungen in Zentrum des Lebens steht und jm anderen gibt es nicht.

Findest du im Wahrnehmen überhaupt sowas wie ein Zentrum? Findest du im Wahrnehmen irgendwo eine Trennung?

Probiere es mit Klängen aus. Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.
Gibt es eine Hörende, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird? Ist auszumachen wo Hören passiert, wenn du nicht auf angelernte Gedanken zurückgreifst?
Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich die Hörende jetzt?
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren?
Gibt es Hörende – hören – Gehörtes? Oder ist da einfach nur “hören”?
Gibt es Wahrnehmende - wahrnehmen - Wahrgenommenes? Oder einfach nur "wahrnehmen"?

Hast oder kannst du jemals die Abwesenheit von wahrnehmen erfahren?
Ja natürlich, zb als ich in der Vollnarkose war oder wenn ich im Tiefschlaf bin, dann gibt es keine Wahrnehmung. Und auch vor meiner Geburt, da gab es auch keine Wahrnehmung. Aber ansonsten ist die Wahrnehmung immer da.
Ist Tiefschlaf, Narkose oder vor der Geburt erfahrbar? Können wir wirklich etwas sicher wissen, dass es das gibt?
Wenn vielleicht alles ein Traum ist, dann auch die Schlussfolgerung, dass es Tiefschlaf oder Narkose oder vor der Geburt gibt, nicht wahr? (Ich sage nicht, dass das nicht existiert, es ist nur eine Möglichkeit das so zu sehen... :))

Und vor allem geht es darum, ist die ABWESENHEIT von wahrnehmen erfahrbar?
(nicht als Konzept oder vom Hörensagen, sondern als richtige waschechte Erfahrung...)
Deswegen bin ich mir nicht sicher , ob auch das Wachbewusstsein auch nicht nur ein Traum ist.
Nicht sicher sein, das „Nichtwissenland“ ist der beste Platz zum sein... :)
Die ersten 10 Minuten konnte ich nichts gescheites schreiben, weil für mich die Sätze unlogisch klingen. Das "ich" am Beginn des Satzes ist überflüssig und unnötig. Ausserdem habe gemerkt, dass dieser Satz nur Spannung und Trennung erzeugt. Man hat das Gefühl danach, dass man etwas getrenntes von der Außenwelt ist, eine getrennte Entität. Das konnte ich ganz deutlich spüren.
Bei den nächsten 10 Minuten verschwanden hingegen die Grenzen. Ich konnte diese Entität und diese Trennung nicht mehr spüren und konnte stattdessen jedes Ereignis , jedes Gefühl und Empfindung sehr intensiv wahrnehmen.

Schön :)
Und das Gefühl des ichs verschwand.
Wie ist denn sonst das Gefühl des Ichs? Sollte das dauerhaft verschwinden? Wenn ja wozu?
Die Empfindungen sind im Raum und man spürt das Leben intensiver.
Klingt angenehm, jedoch sei dir bewusst, dass auch das einfach Zustände sind, die erfahren werden... Nichts ist dauerhaft, alles fließt...

Zum Thema "Raum" schauen wir uns später noch was an... :)

Re: see the truth

Posted: Fri Feb 26, 2021 7:06 pm
by nobody8585
Es entsteht das Gefühl, dass nur die Wahrnehmungen in Zentrum des Lebens steht und jm anderen gibt es nicht.
Findest du im Wahrnehmen überhaupt sowas wie ein Zentrum? Findest du im Wahrnehmen irgendwo eine Trennung?
Nein, das Zentrum gibt es nicht, nur die Gedanken versuchen das Wahrgenommene zu beschreiben und stützten sich dabei auf die Idee, dass es da draußen ausser der Wahrnehmung noch eine andere, von mir getrennte Welt gibt. Aber beim näheren Betrachten ist das nur ein Gedanke. Nur das hier und jetzt kann wahrgenommen werden, alles andere sind nur Gedanken. In der Wahrnehmung gibt es keine Trennung, sondern alles ich gleich da.
Probiere es mit Klängen aus. Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.
Die Geräusche passieren nicht da draußen irgendwo getrennt von mir, sondern sie sind da, ich kann keine Trennung zwischen mir und den Geräuschen feststellen. Besonders wenn man die Augen zumacht, dann verschwinden die Geräusche und die Grenzen zwischen mir und den Geräuschen und wir werden eins.

Gibt es eine Hörende, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird? Ist auszumachen wo Hören passiert, wenn du nicht auf angelernte Gedanken zurückgreifst?
Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich die Hörende jetzt?
Wie oben beschrieben, gibt es keine Hörende, ganz klar , es gibt niemanden der hört, die Geräusche entfalten sich im Raum. Hören passiert im hier und jetzt, nicht irgendwo da draußen entfernt von mir, man kann sagen, ich bin die Geräusche. Bei den entfernten Geräuschen wie zB Glockenspiel der Kirche gibt es auch keine Hörende, nur dann wenn Gedanken versuchen zu erklären, entsteht das Gefühl dass die Kirche weit weg von der Hörenden ist. Aber das sind nur Gedanken, wahrgenommen werden kann aber, dass die Geräusche da und nicht getrennt von mir sind. Es fühlt sich sogar mystisch an.
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren?
Mit den geschlossenen Augen und Ausschalten der Gedanken für eine Weile scheinen die Grenzen total zu verschwinden, ich bekomme Gänsehaut weil alles eins wird, weil ich in diesem Moment mich als Leben selbst fühle aber nur kurz, weil sich dann wieder die Gedanken einschalten und versuchen wieder alles zu beschreiben und zu trennen.
Gibt es Hörende – hören – Gehörtes? Oder ist da einfach nur “hören”?
In der direkten Erfahrung gibt es ganz klar keine Hörende. Eine Trennung zwischen Hören und Gehörtem ist auch nicht auffindbar, die sind definitiv eins und passieren gleichzeitig in demselben Moment. Der Hörende ist hier überflüssig, den gibt es nicht , es gibt nur das Hören, das eins mit dem Gehörten ist.
Gibt es Wahrnehmende - wahrnehmen - Wahrgenommenes? Oder einfach nur "wahrnehmen"?

Die Wahrnehmende gibt es ganz klar nicht, das ist nur ein Gedanke. Zwischen Wahrnehmen und Wahrgenommenem gibt es wie beim hören keine Grenzen, das Wahrgenomme ist nur eine Beschreibung der Gedanken. Es gibt nur den Prozess wahrnehmen, das Leben ist in Fluss.
Ist Tiefschlaf, Narkose oder vor der Geburt erfahrbar? Können wir wirklich etwas sicher wissen, dass es das gibt?


Im jetzigen Moment ist Tiefschlaf, Narkose und vor Geburt nicht erfahrbar, sondern nur die Gedanken beschreiben das vor einiger Zeit erfahrbar war. Klingt total verblüffend aber nein ich kann mir jetzt nicht sicher sein, dass es diese 3 Zustände gibt. Krass , das bedeutet ich bin immer? Mega krass 😱 ja genau diese drei sind nur weitere Geschichten die von Gedanken erzählt werden.
Wenn vielleicht alles ein Traum ist, dann auch die Schlussfolgerung, dass es Tiefschlaf oder Narkose oder vor der Geburt gibt, nicht wahr? (Ich sage nicht, dass das nicht existiert, es ist nur eine Möglichkeit das so zu sehen... :))
Das ist jetzt für mich eine mega krasse Erkenntnis, ich habe Gänsehaut 😱🥶 alles ist nur ein Traum und die Narkose auch? Das ist der pure Wahnsinn 🤯 ich weiss nicht warum ich mich bei solchen Erkenntnissen immer erbrechen muss 🤮 sorry , ich war der festen Überzeugung dass es Narkose und etc. gibt.
Und vor allem geht es darum, ist die ABWESENHEIT von wahrnehmen erfahrbar?
Nein ganz klar, die Abwesenheit ist nicht erfahrbar und deshalb konstruieren die Gedanken daraus Geschichten.
Abwesenheit und Wahrnehmen schließen sich gegenseitig aus aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob es Abwesenheit gibt. Das ist eigentlich ein Paradox , die Gedanken haben keine Erklärung dafür. Ich weiss nicht was Abwesenheit überhaupt ist, wenn ich sie gedanklich nicht mehr erklären kann 🤔. Es ist alles ziemlich mysteriös.
Und das Gefühl des ichs verschwand.

Wie ist denn sonst das Gefühl des Ichs? Sollte das dauerhaft verschwinden? Wenn ja wozu?
Das Gefühl des ichs ist im Alltag immer noch da und dann frage ich wieder, wem passiert dies oder das und dann wieder erfahre ich, das es mich nicht gibt. Aber bei näherer Betrachtung in der direkten Erfahrung gibt es das Gefühl nicht. Aber wahrscheinlich ist das nur Gewohnheit wenn dieses Gefühl wieder entsteht, besonders wenn Erinnerungen aus Vergangenheit auftauchen. Ja , wäre gut wenn das Gefühl ich dauerhaft verschwinden würde und nur das nötigste bleiben würde, das was man für die Kommunikation mit anderen braucht, aber es soll keine Identifikation mehr mit jemandem stattfinden.

Wozu ? Um nicht mehr zu leiden, um klar zu sehen was ist und ausgeglichen zu sein.

Re: see the truth

Posted: Sat Feb 27, 2021 11:33 am
by barb
Nur das hier und jetzt kann wahrgenommen werden, alles andere sind nur Gedanken. In der Wahrnehmung gibt es keine Trennung, sondern alles ich gleich da.
:)
Aber das sind nur Gedanken, wahrgenommen werden kann aber, dass die Geräusche da und nicht getrennt von mir sind. Es fühlt sich sogar mystisch an.
Gibt es im Hören überhaupt ein „mir“?
weil ich in diesem Moment mich als Leben selbst fühle aber nur kurz, weil sich dann wieder die Gedanken einschalten und versuchen wieder alles zu beschreiben und zu trennen.
Könntest du dich denn jemals nicht als Leben selbst fühlen? Ist „dein“ Leben ein abgebrochenes Stück vom generellen Leben? Sind beschreibende Gedanken außerhalb vom „Leben“?
Gibt es Hörende – hören – Gehörtes? Oder ist da einfach nur “hören”?
In der direkten Erfahrung gibt es ganz klar keine Hörende. Eine Trennung zwischen Hören und Gehörtem ist auch nicht auffindbar, die sind definitiv eins und passieren gleichzeitig in demselben Moment. Der Hörende ist hier überflüssig, den gibt es nicht , es gibt nur das Hören, das eins mit dem Gehörten ist.
:)
Im jetzigen Moment ist Tiefschlaf, Narkose und vor Geburt nicht erfahrbar, sondern nur die Gedanken beschreiben das vor einiger Zeit erfahrbar war.
Was hast du denn wirklich von Narkose, Tiefschlaf oder vor der Geburt direkt erfahren?
Klingt total verblüffend aber nein ich kann mir jetzt nicht sicher sein, dass es diese 3 Zustände gibt. Mega krass ja genau diese drei sind nur weitere Geschichten die von Gedanken erzählt werden.
:)
Krass , das bedeutet ich bin immer?
Ist das nicht ebenso eine Geschichte? Eine Hoffnung? Ein Wunsch des "Ichs" nach Sicherheit?
Das ist jetzt für mich eine mega krasse Erkenntnis, ich habe Gänsehaut ? alles ist nur ein Traum und die Narkose auch? Das ist der pure Wahnsinn ? ich weiss nicht warum ich mich bei solchen Erkenntnissen immer erbrechen muss sorry , ich war der festen Überzeugung dass es Narkose und etc. gibt.
Sagt ja auch niemand dass es das nicht gibt, zumindest als Konzept... :) Ist diese „Erkenntnis“ etwas das du direkt erfahren kannst? Ist das nicht ebenso eine Geschichte im Bereich der Möglichkeiten?

Das Gefühl des ichs ist im Alltag immer noch da
Wie und wo im Körper ist dieses Gefühl? Beschreibe das mal näher. Und dieses „Gefühl“ wird doch auch wahrgenommen, oder? Schau mal was davon wirklich spürbar ist und was nur Gedankengeschichten...
Ja , wäre gut wenn das Gefühl ich dauerhaft verschwinden würde und nur das nötigste bleiben würde, das was man für die Kommunikation mit anderen braucht, aber es soll keine Identifikation mehr mit jemandem stattfinden.
Ist das mehr als nur eine Geschichte? Woher kannst du wissen, dass das besser wäre? Woher kommen die Einteilungen und Beurteilungen in „gut“ oder „schlecht“?
Wozu ? Um nicht mehr zu leiden, um klar zu sehen was ist und ausgeglichen zu sein
Wer oder was möchte dass das so ist? Wer oder was möchte nicht mehr leiden, klar sehen und ausgeglichen sein? Such danach! Ist da wirklich jemand der was möchte, oder sind auch das einfach nur Gedanken?

Fast jeder Gedanke, wenn nicht jeder, handelt vom Ich. Manchmal mag es nicht so offensichtlich sein, aber wenn man es etwas genauer betrachtet, stellt sich heraus, dass diese erzählenden Gedanken immer über „mich“ sind (auf die eine oder andere Weise).
Es sind diese erzählenden Gedanken die die Ich-Illusion erzeugen.

Diese Gedanken beschreiben, was „ich“ bin.
Sie beschreiben „meine“ Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Sie produzieren eine Geschichte „meines“ Lebens.
Sie beschreiben, wie „ich“ „mich“ fühle und was „ich“ tun muss oder lassen sollte.
Sie beschreiben, was Dinge auf der Welt und andere für „mich“ bedeuten und was sie „mir“ geben können.
Diese Gedanken definieren, wer „ich“ bin und in welcher Beziehung „ich“ zur Welt stehe.

Bitte lies die obigen Sätze sorgfältig durch. Schau nach, ob das so stimmig ist.

Und hier ist eine schöne Übung dazu:

Nimm wieder ein Blatt Papier und mache einen Strich, der das Blatt in zwei Hälften teilt. Beschrifte eine Hälfte mit "Ich Gedanken" und die andere Seite mit "Andere Gedanken".

Setze dich hin und starte einen Timer für 5 Minuten. Jedes Mal, wenn du einen Gedanken hast, mache einen Strich. Wenn es sich bei diesem Gedanken um das Selbst/Ich handelt, mach einen Strich auf der Ich-Seite. Wenn es sich um etwas anderes handelt, schreibe den Gedanken selbst auf (nicht nur einen Strich). Wenn ein Gedanke an Essen aufgrund von Hungergefühl auftritt, markiere das auf der Selbstseite. Jeder Gedanke, der sich auf ein Ich bezieht, sollte auf die Ich-Seite gehen. (Ich bin gelangweilt, für was soll das gut sein (ich bin genervt), ich bin müde, ist die Tür verschlossen (meine Sicherheit), das Video war lustig (ich war amüsiert), mein Rücken tut weh, ich habe Angst, ich frage mich, wie das Wetter morgen wird (ob es mir wohl angenehm ist) usw...

Wenn die Zeit um ist, dann untersuche die Gedanken, die unter „Andere Gedanken“ geschrieben wurde. Sind diese Gedanken wirklich über etwas anderes als „Selbst/Ich?


Versuche tagsüber, so viele Gedanken wie möglich zu beobachten. Versuche besonders, auf erzählende Gedanken zu achten. Gedanken, die ständig erzählen und beurteilen, was aus der Perspektive von „mir“ vor sich geht und anders sein sollte...

Erzähle mir wie das gegangen ist... :)

Re: see the truth

Posted: Sat Feb 27, 2021 2:41 pm
by nobody8585
Barbara du killst mich endgültig 😆🙈 es entsteht nur ein illusorisches Gefühl, als würde jemand sterben, rosig fühlt sich das nicht an, obwohl es eh niemanden gibt, der gekillt werden muss 😆

Aber das sind nur Gedanken, wahrgenommen werden kann aber, dass die Geräusche da und nicht getrennt von mir sind. Es fühlt sich sogar mystisch an.

Gibt es im Hören überhaupt ein „mir“?
" die Geräusche sind nicht getrennt von mir" ein "mir " kann in der direkten Erfahrung nicht gefunden werden. Der Satz beschreibt nur die Erkenntnis, die erfahren wurde und behilft sich dabei des Wortes "mir" , ja genau "mir" ist nur ein gedankliches Konstrukt, ohne dieses Konstrukt gibt es nur hören, sonst nichts.
Könntest du dich denn jemals nicht als Leben selbst fühlen? Ist „dein“ Leben ein abgebrochenes Stück vom generellen Leben? Sind beschreibende Gedanken außerhalb vom „Leben“?
Natürlich nicht, Leben ist und sonst nichts und alles andere sind Gedanken. Ich kann jetzt deutlich sehen, dass nur Vorhandensein von Gedanken einen " ich" schaffen und es von der in den Gedanken kreierten Außenwelt separieren. Ein abgebrochenes Stück vom Leben ist nur Inhalt von Gedanken aber es kann in der direkten Wahrnehmung nicht wahrgenommen werden. Das Wort Leben ist auch ein Konzept, das was man erfährt , kann man nicht wirklich beschreiben oder betiteln. Die beschreibenden Gedanken sind mitinbegriffen , sie gehören zum " Leben " dazu. Es gibt kein innen und außen, die Gedanken sind nicht irgendwo drinnen. Es gibt ein Gefühl, dass sie getrennt sind, dass da zwei parallele Welten sind. Aber Nein die Gedanken sind im Leben inbegriffen und deren Inhalt schafft Trennung.

Was hast du denn wirklich von Narkose, Tiefschlaf oder vor der Geburt direkt erfahren?
Nichts, absolut nichts, es waren keine Sinne da und kein Leben. Die Wahrnehmungen waren nicht da. Nichts zu hören, nichts zu sehen, nichts zu spüren und keine Gedanken.
Krass , das bedeutet ich bin immer?

Ist das nicht ebenso eine Geschichte? Eine Hoffnung? Ein Wunsch des "Ichs" nach Sicherheit?
Das ist definitiv keine Hoffnung, sondern nur eine logische Dedukion bzw. Ergebnis der gedanklichen Forschung. Nein der Wunsch nach Sicherheit ist es nicht, er kommt bei anderen Gedanken und Handlungen zum Ausdruck. Im Grunde ist alles eine Geschichte auch die gedanklichen Schlussfolgerungen, alle meine Erkenntnisse, die hier mache sind nur Geschichten, weil das einzig Ware ist: " Leben ist" alles andere nicht.

Das ist jetzt für mich eine mega krasse Erkenntnis, ich habe Gänsehaut ? alles ist nur ein Traum und die Narkose auch? Das ist der pure Wahnsinn ? ich weiss nicht warum ich mich bei solchen Erkenntnissen immer erbrechen muss sorry , ich war der festen Überzeugung dass es Narkose und etc. gibt.

Sagt ja auch niemand dass es das nicht gibt, zumindest als Konzept... :) Ist diese „Erkenntnis“ etwas das du direkt erfahren kannst? Ist das nicht ebenso eine Geschichte im Bereich der Möglichkeiten?
Ja alles ist nur eine Geschichte, der Inhalt der Gedanken und die Erkenntnisse sind nur eine Geschichte. Es kann nicht direkt erfahren werden, es kann nicht gesehen, gespürt oder gehört werden. Es spielt sich alles in Gedanken aus.
Das Gefühl des ichs ist im Alltag immer noch da

Wie und wo im Körper ist dieses Gefühl? Beschreibe das mal näher. Und dieses „Gefühl“ wird doch auch wahrgenommen, oder? Schau mal was davon wirklich spürbar ist und was nur Gedankengeschichten...
Das Gefühl ist nicht erfahrbar, sondern nur wenn Gedanken auftauchen. Gedanken erzählen die ganze Zeit eine Geschichte über ich und dabei unterstützen sie die Erinnerungen aus Vergangenheit und das Bild bestimmter Personen. Die Geschichten können in der direkten Erfahrung nicht wahrgenommen werden und jetzt entsteht die wirklich bedeutende Frage : kann man immer gedankenlos sein ? Kann man immer nur in der direkten Erfahrung leben? Wahrscheinlich nein , weil die Gewohnheiten überhand nehmen. Soll die Befragung 24 Stunden am Tag stattfinden? Wie kann man sich diesen Gewohnheiten am besten abgewöhnen? Im Grunde müsste man jeden Gedanken hinterfragen. Ja wahrscheinlich so. Oder einfach die Gedanken zulassen , na ja aber dann nehmen die überhand und es entsteht eine illusorische Welt.
Ja , wäre gut wenn das Gefühl ich dauerhaft verschwinden würde und nur das nötigste bleiben würde, das was man für die Kommunikation mit anderen braucht, aber es soll keine Identifikation mehr mit jemandem stattfinden.

Ist das mehr als nur eine Geschichte? Woher kannst du wissen, dass das besser wäre? Woher kommen die Einteilungen und Beurteilungen in „gut“ oder „schlecht“?
Diese Überlegungen kommen von der aufgenommen Information von anderen sog. " Erwachten " . Es gibt die Idee, dass wenn " ich" verschwindet dann hören die Leiden auf. Ja "ich" will sich selbst irgendwie vernichten, weil es mit sich selbst nicht aushalten kann, weil es gemerkt hat, dass seine Präsenz Leiden verursacht. Aber ja diese Gedanken sind ja auch nur Geschichten und nicht die Wahrheit. Die Beurteilung in Gut und Schlecht ist nur ein Gedanke, eine nächste Geschichte, die ohne Gedanken nicht erfahrbar ist, das Leben ist weder gut noch schlecht. Alles aus den Gedanken scheint nur Konzepte zu sein, die nicht wahr sind.
Wozu ? Um nicht mehr zu leiden, um klar zu sehen was ist und ausgeglichen zu sein

Wer oder was möchte dass das so ist? Wer oder was möchte nicht mehr leiden, klar sehen und ausgeglichen sein? Such danach! Ist da wirklich jemand der was möchte, oder sind auch das einfach nur Gedanken?
Niemand will, dass so ist. 😆😆😆 Da ist nichts dahinter 😆😆😆 ich kann niemanden finden, es sind alles nur Gedanken. Das ist lustig 😆
Bitte lies die obigen Sätze sorgfältig durch. Schau nach, ob das so stimmig ist.
Ja das stimmt absolut, das entspricht dem was erlebt wird. Die Gedanken kreisen immer um "ich" herum , gefühlt jede Geschichte ist über "ich" aber ich mache mal deine Übung.
Wenn die Zeit um ist, dann untersuche die Gedanken, die unter „Andere Gedanken“ geschrieben wurde. Sind diese Gedanken wirklich über etwas anderes als „Selbst/Ich?
Also habe die Übung innerhalb von 5 Minuten gemacht. Auf der ich-Seite sind 10 Striche, auf der anderen Seite sind folgende Gedanken:

"Person A
Person B
Es kommen nicht viele Gedanken wenn man auf die wartet
Es riecht gut
Noch 2 Minuten
Die Personen C
Person E hat eine WhatsApp geschrieben"

Es dreht sich dann doch viel um andere Personen, es ist die lllusion da, dass es eine Trennung zwischen mir und anderen gibt. Diese Gedanken sind nicht "ich"- bezogen sondern beschreiben die Außenwelt .

Versuche tagsüber, so viele Gedanken wie möglich zu beobachten. Versuche besonders, auf erzählende Gedanken zu achten. Gedanken, die ständig erzählen und beurteilen, was aus der Perspektive von „mir“ vor sich geht und anders sein sollte...


Ok werde dies im Laufe des restlichen Tages beobachten obwohl es schwer ist, weil die Gedanken dann noch irgendwo ablenken und von der Übung abbringen.

Danke dir!

Re: see the truth

Posted: Sun Feb 28, 2021 12:03 pm
by barb
es entsteht nur ein illusorisches Gefühl, als würde jemand sterben, rosig fühlt sich das nicht an,
Ist das nicht auch einfach wieder nur eine Geschichte? Du weißt ja nicht wie sich „sterben“ anfühlt... :)

Sich rosig anfühlen, nicht rosig anfühlen, gut, schlecht, angenehm, unangenehm... alles Empfindungen + Geschichten darüber, oder?


Versuche so oft wie möglich die Aufmerksamkeit auf das Spüren, auf die körperlichen Empfindungen zu lenken. Untersuche die Sensationen. Schau mal ob es manchmal so ist, dass da ein Gedanke ist gefolgt von einer Emotion/Stimmung, ob es manchmal umgekehrt ist, und schau auch, ob hin und wieder vielleicht die gleichen körperlichen Empfindungen mit anderen Stimmungen assoziiert werden. Könnte es sein, dass manche "Gefühle" einfach nur verkleidete Gedanken sind? Dass einfach manchmal nur Gedanken da sind ohne körperliche Empfindung und die auch als Gefühl bezeichnet werden?
Es gibt ein Gefühl, dass sie getrennt sind, dass da zwei parallele Welten sind.
Untersuche auch diesen Satz mit der obigen Übung....
und jetzt entsteht die wirklich bedeutende Frage : kann man immer gedankenlos sein ? Kann man immer nur in der direkten Erfahrung leben? Wahrscheinlich nein , weil die Gewohnheiten überhand nehmen. Soll die Befragung 24 Stunden am Tag stattfinden? Wie kann man sich diesen Gewohnheiten am besten abgewöhnen? Im Grunde müsste man jeden Gedanken hinterfragen. Ja wahrscheinlich so. Oder einfach die Gedanken zulassen , na ja aber dann nehmen die überhand und es entsteht eine illusorische Welt.
Wir sind eine verbale Kultur und darauf konditioniert, Sprache von Kleinkind an zu verwenden. Der Versuch, Gedanken zu stoppen, ist vergeblich.
Wenn du dir Gedanken als nützlich oder unnütz vorstellen kannst (2 Kategorien), kannst du die nicht nützlichen Gedanken verwerfen. Das heißt, sich nicht mit ihnen beschäftigen. Gib ihnen die Erlaubnis, einfach durchzuziehen, ohne Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das ist eine Neukonditionierung, die ein wenig Übung erfordert.

Es passiert sowieso bis zu einem gewissen Grad. Du hast es wahrscheinlich einfach nicht bemerkt.
Wenn du jetzt innehältst und untersuchst, welche Gedanken in den letzten Minuten da waren, stellst du möglicherweise fest, dass im Hintergrund Gedanken über andere Dinge aufgetreten sind. Diese werden innerhalb kürzester Zeit vergessen, weil du dich nicht mit ihnen beschäftigt hast.
Tu das öfter, und wenn du die Existenz dieser Hintergrundgedanken erkennst, dann verbanne alle nutzlosen Gedanken in diesen Strom.
Sie sind da und dann nicht mehr … , und ohne dass sich mit ihnen beschäftigt wird, werden sie sofort vergessen.

Diese Überlegungen kommen von der aufgenommen Information von anderen sog. " Erwachten " . Es gibt die Idee, dass wenn " ich" verschwindet dann hören die Leiden auf.
Haha, ja dieses sogenannten Erwachten wissen schon mit welchen Karotten sie winken müssen um das Geschäft am Laufen zu halten... :)) Und klar sind sie im Satsang und bei Interviews immer total gelassen und geblisst, jedoch sind das auch alles nur Menschen die menschliche Erfahrungen machen. Und da gehört halt die ganze Emotionspalette mit dazu...
Es kann schon geschehen, dass wenn erkannt wird, dass es nicht wirklich ein persönliches Ich gibt, viele Emotionen schneller durchziehen.

Da gibt’s einen „Erwachten“ der in tiefe Depression verfallen ist als seine Katze starb, da gibt es den „Obererwachten“ Ramana, der angeblich regelmäßig Wutausbrüche in der Küche hatte (Ramana sagte dazu nur: Sollen sich die Doshas doch ausspielen...) usw... Alles darf da sein, sobald gesehen wird dass alles einfach ist wie es ist und niemand eine Kontrolle über irgendwas hätte. Es hat auch viel damit zu tun zu sehen, dass man "selbst" nichts in der Hand hat, auch nicht die „eigenen“ Emotionen und Reaktionen, dass man keine Schuld hat... Wenn das gesehen wird könnte eine Art Entspannung ihren Anfang nehmen... :) Emotionen, Stimmungen sind wie das Wetter. Mal scheint die Sonne, mal brennt sie richtig heiß, mal regnet es, mal stürmt es mal schneit es, dann ist wieder nur ein laues Lüftchen oder Windstille... Was davon kann man loswerden? Wenn immer nur die Sonne scheinen würde, würde alles verdorren...

Und übrigens ist das Durchschauen der Ich-Illusion erst sowas wie der Anfang, ein erster Schritt. Damit fallen nicht sofort alle über Jahrzehnte angesammelten Konditionierungen und Glaubenssätze weg, es wird nur immer leichter sie zu erkennen und man läuft ihnen nicht mehr so leicht auf...
Wer oder was möchte dass das so ist? Wer oder was möchte nicht mehr leiden, klar sehen und ausgeglichen sein? Such danach! Ist da wirklich jemand der was möchte, oder sind auch das einfach nur Gedanken?
Niemand will, dass so ist. ?￰゚リニ? Da ist nichts dahinter ?￰゚リニ? ich kann niemanden finden, es sind alles nur Gedanken. Das ist lustig
:)
Also habe die Übung innerhalb von 5 Minuten gemacht. Auf der ich-Seite sind 10 Striche, auf der anderen Seite sind folgende Gedanken:
Es kommen nicht viele Gedanken wenn man auf die wartet
Hihi, ja die sind wie Mäuse die nicht rauskommen wollen wenn man auf sie wartet... :)
Es riecht gut
= gefällt „mir“
Person E hat eine WhatsApp geschrieben"
= bin „ich“ neugierig was da wohl geschrieben wurde...
Person A, B, C
Es dreht sich dann doch viel um andere Personen, es ist die lllusion da, dass es eine Trennung zwischen mir und anderen gibt. Diese Gedanken sind nicht "ich"- bezogen sondern beschreiben die Außenwelt .
Tatsächlich? Schau da mal nach, wenn wieder Gedanken an „andere“ Personen auftauchen, ob nicht irgendwo so was versteckt ist wie:
Wie hat der das bloß gemeint? War das „mir“ gegenüber negativ? Passt es ihm nicht wie „ich“ bin, was „ich“ tue oder sage? War es wohl in Ordnung was „ich“ gesagt habe? Wie habe „ich“ auf ihn/sie gewirkt? Usw. usw...


Es muss natürlich nicht immer der Fall sein. Wenn man schon sehr gut die Gedanken beobachten kann, dann bemerkt man auch, dass die ganze Zeit reflektiert wird über vergangene Situationen (das geschieht meist in Bildgedanken, ähnlich wie die Träume in der Nacht). Manche davon laufen wirklich einfach nur so durch wie ein Film, bei anderen taucht jedoch schon irgendwelche Beurteilungen die meist mit „mir“ zu tun haben auf...
Es ist auch nichts falsch daran, das ist auch einfach das was ist. Es ist kann nur sehr hilfreich sein, das zu sehen und zu erkennen... :)

Ok werde dies im Laufe des restlichen Tages beobachten obwohl es schwer ist, weil die Gedanken dann noch irgendwo ablenken und von der Übung abbringen.
Wie immer, versuche das so entspannt wie möglich anzugehen. Wann immer es dir in den Sinn kommt, beobachte, und wenn du bemerkst, dass du wieder in Gedankengeschichten abgedriftet warst, dann freue dich darüber dass du es bemerkt hast... :)

Re: see the truth

Posted: Sun Feb 28, 2021 1:02 pm
by nobody8585
Du hast sowas von Recht!!!!!!!!


Aaaalso zuerst zur Übung, die das vermeintliche "ich" gestern und heute (auch vermeintlich) gemacht hat: die Gedanken sind fast immer "ich"-bezogen. Egal was in den Kopf kommt, es ist fast immer nur mit "ich" verbunden. Das witzige dabei ist, wenn man diese "ich"-Gedanke identifiziert und dann die anschließende Frage beantwortet wird "Gibt es da jemanden?", hören die Leiden und die schlechten Gefühle, Emotionen etc. auf. Es kann klar beobachtet werden, wie sie im Keim ersticken, ohne weiteren Schmerz zu verursachen. Nur bei Gedanken an geretteten Katzen von Youtube ( in letzter Zeit werden unerklärlicherweise massenweise Videos über die Rettung von Katzen angesehen) kann kein ich festgestellt werden. Die Übung hat sehr viel Ruhe und emotionale Stabilitätge gebracht und sie wird auch in der kommenden Zeit ausgeübt.

es entsteht nur ein illusorisches Gefühl, als würde jemand sterben, rosig fühlt sich das nicht an,

Ist das nicht auch einfach wieder nur eine Geschichte? Du weißt ja nicht wie sich „sterben“ anfühlt... :)

Ja alles ist nur eine Kopf-Geschichte und ich sehe jetzt ganz klar, dass dies schon wieder ein Gedanke ist, der zur Existenz dazugehört und darin inbegriffen ist. Weinen und Erbrechen wird verursacht und dann verschwindet das wieder und kommt die Ruhe, weil niemand da ist.

Sich rosig anfühlen, nicht rosig anfühlen, gut, schlecht, angenehm, unangenehm... alles Empfindungen + Geschichten darüber, oder?
Ja genau , bunte Geschichten um jemanden zu beeindrucken, aber es beeindruckt niemanden mehr. Nur ein Hauch von Angst ist da, dass "ich" verloren geht aber "ich" hat eh nie existiert. Es findet ein Spektakel statt, das niemanden mehr beeindruckt.
Versuche so oft wie möglich die Aufmerksamkeit auf das Spüren, auf die körperlichen Empfindungen zu lenken. Untersuche die Sensationen. Schau mal ob es manchmal so ist, dass da ein Gedanke ist gefolgt von einer Emotion/Stimmung, ob es manchmal umgekehrt ist, und schau auch, ob hin und wieder vielleicht die gleichen körperlichen Empfindungen mit anderen Stimmungen assoziiert werden. Könnte es sein, dass manche "Gefühle" einfach nur verkleidete Gedanken sind? Dass einfach manchmal nur Gedanken da sind ohne körperliche Empfindung und die auch als Gefühl bezeichnet werden?
Ok, das wäre dann eine Übung bis zur nächsten deiner Email.

Es gibt ein Gefühl, dass sie getrennt sind, dass da zwei parallele Welten sind.

Untersuche auch diesen Satz mit der obigen Übung....
Es ist kein Gefühl im Körper wahrnehmbar, es kann nicht gespürt oder gehört werden, es sind keine Emotionen da, es ist schon wieder ein Bild im Kopf. Eine Beschreibung des Eindrucks. Der Inhalt scheint nicht real zu sein. Es ist nur eine illusorische Einbildung. Genau, man kann sagen, dass diese "Gefühle " nur verschleierte Gedanken sind, und deren Geschichte scheint glaubwürdig zu sein , wenn man sie nicht näher untersucht.

Sie sind da und dann nicht mehr … , und ohne dass sich mit ihnen beschäftigt wird, werden sie sofort vergessen.
Habe gemerkt, dass wenn ein ich-Gedanke identifiziert wird, wird gleich die Unnützlichkeit des weiteren Denkens erkannt und die Hintergrundgedanken verschwinden von selbst. Ich muss mir keine Mühe geben sie " nicht zu beachten " oder " denen keine Aufmerksamkeit schenken ", es reicht schon aus, wenn man deren Sinnlosigkeit erkennt.
Es riecht gut
= gefällt „mir“
Ja das ist sehr subtil, aber ja es ist schon wieder ein "ich-Gedanke.
Person A, B, C
Es dreht sich dann doch viel um andere Personen, es ist die lllusion da, dass es eine Trennung zwischen mir und anderen gibt. Diese Gedanken sind nicht "ich"- bezogen sondern beschreiben die Außenwelt .

Tatsächlich? Schau da mal nach, wenn wieder Gedanken an „andere“ Personen auftauchen, ob nicht irgendwo so was versteckt ist wie:
Wie hat der das bloß gemeint? War das „mir“ gegenüber negativ? Passt es ihm nicht wie „ich“ bin, was „ich“ tue oder sage? War es wohl in Ordnung was „ich“ gesagt habe? Wie habe „ich“ auf ihn/sie gewirkt? Usw. usw...
Ja genau , beim näheren Hinschauen dreht sich auch beim Denken an diese Personen schon wieder alles um "mich" und um ich-Geschichten aus der Vergangenheit. Mit der gestrigen Übung konnte man das sehr gut erkennen. Warum erzeugt das Denken an andere Personen leid ? Genau weil sie in eine Geschichte über mich eingewickelt sind. Das ist jetzt so klar!

Danke dir !

Re: see the truth

Posted: Sun Feb 28, 2021 1:30 pm
by barb
Wow, sehr schön hast du das alles gesehen... Immer weiter beobachten... :)

Versuche so oft wie möglich die Aufmerksamkeit auf das Spüren, auf die körperlichen Empfindungen zu lenken. Untersuche die Sensationen. Schau mal ob es manchmal so ist, dass da ein Gedanke ist gefolgt von einer Emotion/Stimmung, ob es manchmal umgekehrt ist, und schau auch, ob hin und wieder vielleicht die gleichen körperlichen Empfindungen mit anderen Stimmungen assoziiert werden. Könnte es sein, dass manche "Gefühle" einfach nur verkleidete Gedanken sind? Dass einfach manchmal nur Gedanken da sind ohne körperliche Empfindung und die auch als Gefühl bezeichnet werden?
Ok, das wäre dann eine Übung bis zur nächsten deiner Email.
Mach das mal bis heute Abend oder morgen und erzähl was du findest... (es ist auch immer gut die Übungen mit in den Schlaf zu nehmen)

Re: see the truth

Posted: Mon Mar 01, 2021 7:20 pm
by nobody8585
Ich habe gestern und heute die Übung gemacht und dabei folgendes beobachtet:

Manchmal waren im Körper keine Empfindungen zu spüren, obwohl sich im Kopf immer eine Geschichte abgespielt hat. Dann war klar zu sehen, dass es sich dabei nur um Gedanken handelt, die illusorisch erscheinen. Aber manchmal war im Brustkorb eine Spannung zu spüren, als ob sich da Energie gestaut hätte oder eine gewisse Schwere vorhanden war. Nach näherem Hinschauen waren die Gedanken die Auslöser dieser Empfindungen, es waren wieder ich-Geschichten aus der Vergangenheit verbunden mit bestimmten Personen. Wenn man die Gedanken nicht rechtzeitig fixiert, werden Emotionen ausgelöst. Das konnte man sehr gut morgen früh beobachten, kaum ist der Körper aufgewacht, waren schon 1000 unnützliche ich-Gedanken im Kopf. Wenn man die nicht rechtzeitig hinterfragt, dann verbreiten sie sich schnell wie die Pest und verursachen negative Emotionen im Körper. Den umkehren Effekt , dass also Empfindungen im Körper Gedanken auslösen , konnte ich nicht feststellen. Es sind immer die Gedanken, die den Körper steuern.

Zu spüren ist zudem ein Gefühl der Verzweiflung, dass all die Erforschungen bisher umsonst waren, weil irgendwie über Nacht sich das Nervensystem "updatet" und die ich-Geschichten am nächsten Tag wieder von vorne anfangen. Es kommen wieder Erinnerungen aus der Vergangenheit und nur beim näheren Hinschauen und Hinterfragen verschwinden die negativen Emotionen und trotzdem kommen die am nächten Tag wieder. Die alten Gewohnheiten scheinen sehr stark zu sein. Das gute ist, dass durch eine Befragung die schweren Emotionen schnell verschwinden und doch kommen die nach einer Zeit, am nächsten Tag meistens wieder. Das System checkt irgendwie nicht endgültig dass die Leiden sinnlos sind, weil es keinen ich gibt, der verlassen, schlecht behandelt, nicht geliebt usw. wurde. Und ja das Gefühl der Verzweiflung gehört mir nicht sondern erscheint einfach aus dem Nichts, wahrscheinlich weil eine Erwartung da war, dass durch diese Übungen schlechte Emotionen auf Dauer vermieden werden können. Ja irgendwie ist die Bereitschaft noch nicht da, schlechte Gefühle vollkommen anzunehmen, sondern man will die los haben.

Re: see the truth

Posted: Tue Mar 02, 2021 10:59 am
by barb
Ich habe gestern und heute die Übung gemacht und dabei folgendes beobachtet:

Aber manchmal war im Brustkorb eine Spannung zu spüren, als ob sich da Energie gestaut hätte oder eine gewisse Schwere vorhanden war.
Tatsächlich? Weiß das reine „Spüren“ etwas von Brustkorb, Energiestau oder Schwere? Oder war da einfach nur Empfindung und Gedanken haben das wieder in eine Schachtel gesteckt?
Nach näherem Hinschauen waren die Gedanken die Auslöser dieser Empfindungen, es waren wieder ich-Geschichten aus der Vergangenheit verbunden mit bestimmten Personen.
Bist du sicher? Können Gedanken wirklich etwas tun? Wie schaut die vermeintliche Verbindung aus zwischen den Gedanken und den Gefühlen? Ist das ein Kleber oder sowas?
Wenn man die Gedanken nicht rechtzeitig fixiert, werden Emotionen ausgelöst. Das konnte man sehr gut morgen früh beobachten, kaum ist der Körper aufgewacht, waren schon 1000 unnützliche ich-Gedanken im Kopf. Wenn man die nicht rechtzeitig hinterfragt, dann verbreiten sie sich schnell wie die Pest und verursachen negative Emotionen im Körper.
Ist das nicht auch nur eine Geschichte? Wer oder was sollte die Gedanken fixieren? Du hast doch schon gesehen, dass die einfach so daherkommen, oder?
Es sind immer die Gedanken, die den Körper steuern.
Ist das wahr? Können Gedanken etwas tun?

Probiere mal folgendes:

Hebe deinen rechten oder linken Arm (oder lass ihn unten). Während des Hebens oder Nicht-Hebens wird eine Entscheidung getroffen, zumindest geschieht etwas (oder nicht).
Kannst du den genauen Augenblick der Entscheidung bestimmen und das konkrete Wesen finden, das diese Entscheidung zu treffen scheint?
Ist es wirklich möglich, den Moment der Entscheidung sowie den scheinbaren „Entscheider“ zu finden? Oder taucht der Gedanke „Ich habe mich entschieden, meinen rechten oder linken Arm (nicht) zu heben“ erst nach dem eigentlichen Ereignis auf (wenn überhaupt)?


Zu spüren ist zudem ein Gefühl der Verzweiflung, dass all die Erforschungen bisher umsonst waren, weil irgendwie über Nacht sich das Nervensystem "updatet" und die ich-Geschichten am nächsten Tag wieder von vorne anfangen. Es kommen wieder Erinnerungen aus der Vergangenheit und nur beim näheren Hinschauen und Hinterfragen verschwinden die negativen Emotionen und trotzdem kommen die am nächten Tag wieder. Die alten Gewohnheiten scheinen sehr stark zu sein. Das gute ist, dass durch eine Befragung die schweren Emotionen schnell verschwinden und doch kommen die nach einer Zeit, am nächsten Tag meistens wieder. Das System checkt irgendwie nicht endgültig dass die Leiden sinnlos sind, weil es keinen ich gibt, der verlassen, schlecht behandelt, nicht geliebt usw. wurde. Und ja das Gefühl der Verzweiflung gehört mir nicht sondern erscheint einfach aus dem Nichts, wahrscheinlich weil eine Erwartung da war, dass durch diese Übungen schlechte Emotionen auf Dauer vermieden werden können. Ja irgendwie ist die Bereitschaft noch nicht da, schlechte Gefühle vollkommen anzunehmen, sondern man will die los haben
Sei nicht zu hart mit dir, du machst das ganz toll... Einfach immer weiter schauen, und es einfach halten... Immer wieder nachschauen, immer wieder üben zu entspannen, jeder Moment bietet eine Gelegenheit. Natürlich dauert das bis alte Gewohnheiten sich ändern... :)

Re: see the truth

Posted: Tue Mar 02, 2021 9:31 pm
by nobody8585
Aber manchmal war im Brustkorb eine Spannung zu spüren, als ob sich da Energie gestaut hätte oder eine gewisse Schwere vorhanden war.

Tatsächlich? Weiß das reine „Spüren“ etwas von Brustkorb, Energiestau oder Schwere? Oder war da einfach nur Empfindung und Gedanken haben das wieder in eine Schachtel gesteckt?
Ja es waren nur physische Empfindungen, als ob die Luft zum atmen gefehlt hat. Das war jedenfalls auf physische Ebene zu spüren und die Gedanken haben das als Schwere beschrieben bzw. In Definitionen verpackt.
Nach näherem Hinschauen waren die Gedanken die Auslöser dieser Empfindungen, es waren wieder ich-Geschichten aus der Vergangenheit verbunden mit bestimmten Personen.

Bist du sicher? Können Gedanken wirklich etwas tun? Wie schaut die vermeintliche Verbindung aus zwischen den Gedanken und den Gefühlen? Ist das ein Kleber oder sowas?
In der Erfahrung erscheinen die Gedanken zuerst und dann kommen die Gefühle, ich weiss nicht ob die Gedanken der Auslöser sind, der Zusammenhang ist aber offensichtlich. Gefühle können nicht aus dem Nichts entstehen, das wurde ganz genau beim Aufwachen beobachtet. Aber es kann nicht ausgeschlossen werden es, dass es auch umgekehrt geht, dass zuerst Gefühle auftauchen uns dann Gedanken kommen.

Ist das nicht auch nur eine Geschichte? Wer oder was sollte die Gedanken fixieren? Du hast doch schon gesehen, dass die einfach so daherkommen, oder?
Wenn zu viele negative Gedanken auftauchen, dann kommen wieder andere, die sagen : lass uns deep looking machen und dann geht eine Befragung im Kopf und die negativen Emotionen verschwinden. Aber es ist niemand da, der das macht, das ist nur ein Prozess, der sich selbst steuert, weil es ein ich nicht gibt, der das ganze kontrolliert oder steuert.

Es sind immer die Gedanken, die den Körper steuern.

Ist das wahr? Können Gedanken etwas tun?
Ja klar, Gedanken, die Nichts sind und aus dem Nichts kommen und ins Nichts gehen steuern den Körper, sein Verhalten.
Probiere mal folgendes:

Hebe deinen rechten oder linken Arm (oder lass ihn unten). Während des Hebens oder Nicht-Hebens wird eine Entscheidung getroffen, zumindest geschieht etwas (oder nicht).
Kannst du den genauen Augenblick der Entscheidung bestimmen und das konkrete Wesen finden, das diese Entscheidung zu treffen scheint?
Ist es wirklich möglich, den Moment der Entscheidung sowie den scheinbaren „Entscheider“ zu finden? Oder taucht der Gedanke „Ich habe mich entschieden, meinen rechten oder linken Arm (nicht) zu heben“ erst nach dem eigentlichen Ereignis auf (wenn überhaupt)?
Ich habe die Übung gemacht und es ist echt mystisch, weil kein Entscheider zu finden ist. Die Gedanken kommentieren lediglich das, was passiert und scheinen überflüssig zu sein, weil alles spontan und ohne Kontrolle passiert. Ja alles passiert einfach so und niemand steht dahinter.

Re: see the truth

Posted: Wed Mar 03, 2021 11:10 am
by barb
In der Erfahrung erscheinen die Gedanken zuerst und dann kommen die Gefühle, ich weiss nicht ob die Gedanken der Auslöser sind, der Zusammenhang ist aber offensichtlich.
Sind nicht immer irgendwelche Gedanken am Laufen? Und kreisen die nicht irgendwie immer um dasselbe (vermeintliche Problem meistens)? Und manchmal gesellen sich dann Gefühle dazu und dann sagt wieder ein Gedanke, dass Gedanken das ausgelöst haben, obwohl die sowieso die ganze Zeit herumschwirren?
Gefühle können nicht aus dem Nichts entstehen, das wurde ganz genau beim Aufwachen beobachtet. Aber es kann nicht ausgeschlossen werden es, dass es auch umgekehrt geht, dass zuerst Gefühle auftauchen uns dann Gedanken kommen.
Du hast dich doch sicher schon mal erschrocken und kannst dich daran erinnern, wie das ist, oder? War da vorher ein Gedanke da der das Gefühl ausgelöst hat? (So auf die Art: "Oh mein Gott, der Bus kommt auf mich zu! Körper - Schreckgefühl produzieren, damit wegspringen geschieht!" ;))
Vielleicht sind manchmal Gedanken da und dann kommen Gefühle daher, vielleicht mal umgekehrt, vielleicht mal nur Gedanken... Vielleicht werden manche Gefühle erst bewusst, wenn sie von Gedanken begleitet werden...


Da ist ein krasser Widerspruch Zuerst schreibst du:
Ja klar, Gedanken, die Nichts sind und aus dem Nichts kommen und ins Nichts gehen steuern den Körper, sein Verhalten.
Und dann:
Ich habe die Übung gemacht und es ist echt mystisch, weil kein Entscheider zu finden ist. Die Gedanken kommentieren lediglich das, was passiert und scheinen überflüssig zu sein, weil alles spontan und ohne Kontrolle passiert. Ja alles passiert einfach so und niemand steht dahinter
Was ist wirklich erfahrbar?
Beobachte während des Tages mal die offensichtlichen Verhaltensweisen des Körpers: Hunger haben – was essen, Durst spüren – was trinken, atmen, gehen, den Drang spüren auf die Toilette zu müssen und dann dorthin gehen usw... Steuern da Gedanken irgendwas? Sagen die: „So jetzt wäre es mal an der Zeit Hunger zu haben! Los Körper, produziere die entsprechenden Hormone, damit Hunger gespürt wird!“ Oder kommt das ganz von alleine?


Beobachte wie ein neugieriger Forscher wie das alles abläuft... :)

Re: see the truth

Posted: Wed Mar 03, 2021 6:48 pm
by nobody8585
Sind nicht immer irgendwelche Gedanken am Laufen? Und kreisen die nicht irgendwie immer um dasselbe (vermeintliche Problem meistens)? Und manchmal gesellen sich dann Gefühle dazu und dann sagt wieder ein Gedanke, dass Gedanken das ausgelöst haben, obwohl die sowieso die ganze Zeit herumschwirren?
Ja heute habe ich festgestellt, dass die Gedanken an bestimmte Personen keinen Leid mehr verursachen. An manchen Tagensind die Gefühleund Gedanken intensiv, an manchen Tagen sind nur Gedanken ohne Gefühle da. Von daher Ja kann ich der Aussage zustimmen, dass Gedanken und Gefühle unkontrolliert erscheinen und voneinander nicht ganz abhängig sind. Der Zusammenhang dazwischen entsteht wieder in Gedanken und ist eine nächste Geschichte.

Code: Select all

Du hast dich doch sicher schon mal erschrocken und kannst dich daran erinnern, wie das ist, oder? War da vorher ein Gedanke da der das Gefühl ausgelöst hat?
Ja gefühlt war immer ein Gedanke da, aber die Reaktion war sehr schnell wie ein Blitz. Daher ja die Überlebensinstinkte sind keine Gedanken weil sie sehr spontan und unkontrollierbar sind , so wie der Übung mit der Hebung der Hand. Es ist unklntrollierbar und die Gedanken kontrollieren den Prozess hinterher.
Was ist wirklich erfahrbar?
Beobachte während des Tages mal die offensichtlichen Verhaltensweisen des Körpers: Hunger haben – was essen, Durst spüren – was trinken, atmen, gehen, den Drang spüren auf die Toilette zu müssen und dann dorthin gehen usw... Steuern da Gedanken irgendwas? Sagen die: „So jetzt wäre es mal an der Zeit Hunger zu haben! Los Körper, produziere die entsprechenden Hormone, damit Hunger gespürt wird!“ Oder kommt das ganz von alleine?
Nein natürlich nicht, die Gedanken steuern gar nichts, der Hunger, Durst und der Gang zur Toilette sind spontan und kommen aus dem Nichts. Die Gedanken kommentieren nur das Ganze ohne dabei eine sinnvolle Aufgabe zu übernehmen. Der Körper lebt von alleine und ich brauche dabei nichts zu tun, bzw. die kommentieren Gedanken dabei sind überflüssig, dass konnte ich ganz klar sehen.