Re: Schritte zur Freiheit
Posted: Fri Sep 25, 2020 8:30 pm
Vielen Dank für die Erklärungen. Das hilft mir auf jeden Fall. Es deckt sich mit dem, was ich auch vermutet habe, worum es eigentlich geht. Die Gedanken, die ihre Geschichten erzählen und die Erkenntnis, dass die Gedanken nicht zu einem "ich" gehören.
Ich merke, dass es einen Moment dauert und Ruhe erfordert, um einfach nur nachzuschauen und zu erkennen. Es ist wie bei der Meditation. Der Blick muss erstmal nach innen wandern statt mit den Gedanken verschmolzen die Welt im außen zu betrachten.Tatsächlich gibt es kaum etwas Einfacheres, als nachzuschauen. Entweder es ist da oder nicht.
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Keinerlei Anstrengung ist nötig, um alles wahrzunehmen, oder?
Das Wahrgenommene und das Hinzugedichtete kann erst dann erkannt werden, wenn sozusagen von außen geschaut wird. Die Gedanken laufen weiter, aber irgendwie kommt erst dann ein "Beobachten" dazu, welches vorher nicht da war bzw. nicht bewusst wahrgenommen wurde. Ich denke, das macht es für mich manchmal anstrengend. Im vollen Alltag ist man es gewöhnt, komplett identifiziert zu sein und erkennt dabei dann nicht den Unterschied von Gedanken und Wahrnehmung.Kannst du "nicht denken"? ;) Ohne geht gar nicht, um die Unterscheidung geht es.
Es ist nichts zu finden, das wahrnimmt. Man spürt nur die Wahrnehmung selbst. Es fühlt sich an wie ein Beobachten. Aber dieses ist nicht immer "aktiv". Wenn die Identifikation mit den Gedanken passiert, dann findet kein Beobachten statt. Man ist wie in der Matrix gefangen. Er wenn das Beobachten beginnt, wird die Trennung von Gedanken und Sinneswahrnehmung deutlich. Aber dieses Beobachten kommt und geht.Findest du "das", was alles wahrnimmt?