Das stimmt, genau :-). ... jedesmal, wenn wir ganz genau und ernsthaft nachschauen, dann können wir kein "ich" finden :) Die gelernten Gedanken sind dennoch so präsent, die gelernte Sprache so eingeprägt...Ich nehme etwas wahr über die Sinnesorgane und gleichzeitig ist dies die direkte Erfahrung.
Nochmal ganz pingelig: Ist da ein getrenntes "Ich", das etwas wahrnimmt? Oder einfach nur wahrnehmen?
Ich will dich nicht nerven, aber es ist wichtig, dass wir in der Sprache präzise sind, denn durch sie entsteht erst der Eindruck einer Trennung, einer Subjekt-Objekt Beziehung. Doch jedesmal, wenn wir ganz genau und ernsthaft nachschauen, dann können wir dergleichen nicht finden...:)
Aber da ist kein getrenntes "ich" wahrnehmbar :-) Etwas wird wahrgenommen über die Sinnesorgane und dies ist die direkte Erfahrung.
Ja, danke :-)Die Gedanken wollen "mir" nichts weismachen. Das ist auch ein Gedanke, der aufgrund der Programmierung auftaucht: "ich" sehe etwas vor "meinen" Augen. Das ist Gelerntes, Programmiertes -
Ganz genau, beobachte das immer wieder was die Gedanken so behaupten, und erkenne auch, dass das Glauben von diesen Gedankeninhalten ebenfalls nur Gedanken sind... :)
Einen Hörenden gibt es in der direkten Erfahrung nicht. Es gibt nur das Hören. Wenn in der Ferne ein Geräusch wahrgenommen wird, dann ist die Wahrnehmung dieses Geräusch, etwas anderes ist nicht da (Augen sind geschlossen). Da ist keine Grenze und keine Entfernung zu irgendetwas, nur das Geräusch.Wo hört das Gesehene auf und wo beginnt sehen?
Das Sehen und das Gesehene sind eigentlich 1 Erfahrung, ohne Trennung
Nur eigentlich?
Probiere es mit Klängen aus. Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind. Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was
gehört wird? Wo passiert Hören? Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der
Hörende jetzt? Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und
dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren?
Ist die Farbe dann nicht auch Interpretation?In der direkten Erfahrung kann ich es eigentlich nicht als Fläche benennen. Aber dann habe ich auch keine andere Benennung für das, was ich sehe.
Die erste Bezeichnung der rohen Seherfahrung ist Farbe, also es sind nur Farben zu sehen. Alles weitere ist Interpretation... :)
Es wird immer spürbarer, dass da nur das eine ist, die Wirklichkeit. Alles andere, Trennung oder Begrenzung gibt es nur in den Gedanken. Das wird immer klarer.Nein, Gedanken müssen gelernt worden sein.
Genau.. Wie ist es da mit diesen Gedanken: „Diese Aussage, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt, fasziniert mich und ist natürlich das Wichtigste, was es für mich im Leben zu erkennen gibt. Ich bin mir sicher, dass es so ist, kann es mir gut vorstellen, aber es ist noch keine Erkenntnis, ich kann es noch nicht erleben.“ Ist das mehr als ein Gedanke, dass es Trennung gäbe, ein getrenntes „Selbst“?
In Wirklichkeit ist es so, dass du Einheit in jedem Augenblick erlebst, doch der Verstand wird das niemals verstehen können... :)
Nein. Wahrnehmung, Erfahrung ist immer da. Mal stehen die Sinneseindrücke mehr im Vordergrund, mal die Gedanken. Abwesenheit von Erfahrung ist nicht wahrnehmbar :)In der direkten Erfahrung ist nur wahrnehmen
Gibt es etwas anderes als das? Ist jemals Abwesenheit von Erfahrung wahrnehmbar?

