Ist was falsch daran, wenn ich den Traum mit rein bringe? Ist die Wahrnehmung im Traum weniger wert? Erscheint im Traum nicht auch alles super real? Und wenn man aufwacht, denkt man: „Ach, das war ja nur ein Traum!“ Glaubst du dass sich das angeblich Tagesbewusstseins-Kopfkino sehr vom Traum unterscheidet?
Nein, die Traumbilder sind nicht weniger real oder weniger Wert. Sie sind "echt" meine momentane Wahrnehmung.
Dass du dich mehr auf die reine, ausschließliche Wahrnehmung des Sehen-Hören-Spüren-Riechen-Schmecken fokussieren solltest und dich nicht an Konzepte lehnst :)
Verstehe, weil das "echte Leben" keine Konzepte braucht.
Hast du eine Wahl, welche Haltung du der Wissenschaft gegenüber hast? Oder erscheint die einfach?
Dass Entscheidungen zum einen oder anderen passieren, hatten wir dem Leben doch schon eingeräumt, oder? Nur eben angefügt, dass es da keinen Entscheider gibt. Und es stimmt, ich habe keine Wahl. Meine Haltung ist ein Produkt meiner bisherigen Erfahrungen. An denen kann ich erstmal wenig rütteln. hmmm...
Hinterfrage jeden, wirklich JEDEN Gedanke der auftaucht: „Ist das wahr?“
Ja, das hört sich nach einem sinnvollen Plan an. Nur was mache ich mit der Tatsache, dass manche Gedanken auf nützlicheren Konzepten basieren als andere?
Eigene Teilantwort: Dann habe ich immerhin aber schonmal geprüft, ob der Gedanke überhaupt nützlich ist oder nicht und habe ihn nicht direkt unhinterfragt übernommen. Das Verhältnis bleibt auch distanzierter und ich bin weniger mit den Gedanken identifiziert, weil ich weiß, dass ich nichts wirklich wissen kann...
Wo und was ist dieses „Ich“ das auf der Spur ist? Such danach! So intensiv, wie wenn du deine verlorenen Autoschlüssel suchen würdest!
Was soll ich sagen, ich konnte es in den 2 Minuten Timer-Zeit nicht finden ;) Da sind eben Gedanken in denen "Ich" vorkommt.
Aber mal unter uns, ist es nicht auch ein bisschen quatsch, in der Wahrnehmung nach dem Ich zu suchen? Wie soll etwas, das wahrnimmt, sich selbst im Meer der anderen Wahrnehmungen wahrnehmen können? Und ja, auch das ist ja wahrscheinlich schon eine wichtige Feststellung. Im Gespräch mit einem Freund meinte ich eben auch, "wie soll etwas für mein Leben relevant sein, von dem ich
nichts wahrnehmen kann? (es ging um z.B. das Ich, eine Seele oder Gott.)
Wenn da kein „ich“ ist, was bleibt übrig?
Wahrnehmung.
Eigene Gedanken dazu nochmal: Selbst wenn der Körper das Ich wäre: Das was ich von ihm mitkriege besteht soviel aus Wahrnehmung wie die restliche Welt auch. Und er beeinflusst mein Leben so wie die Welt auch. Deswegen ist das mit dem Ich dann auch hinfällig. Ja, das ist wieder die Gedankenebene, aber der Plan ist, die skeptischen Gedanken damit ein bisschen zu stillen.
Ist der Hunger nach Wissen mehr als ein weiterer Gedanke? Eine Konditionierung, Programmierung aus der Gesellschaft in der du aufgewachsen bist?
Das kann schon sein.
Keine Sorge, ich will und kann garnichts abschaffen, mich gibt’s ja garnicht :)
Wieso meinst du, "dein" Körper-Geist kann nichts abschaffen?
Wie fühlt sich Getrenntheit an, wenn du die Gedanken dazu ignorierst?
Da merke ich dann Körpergefühle der Enge und Spannung.
Wo ist dieses "Ich", dass getrennt ist?
Das gibts nicht. Da ist nur die Illusion, dass im Moment, in dem ich mich getrennt fühle, eine Instanz ist, die von irgendetwas getrennt ist. Da ist nur keine Trennung zwischen einem Wahrnehmer und den Gedanken oder den aktuellen direkten Erfahrungen. Alleine ist vielleicht nicht das in meiner Wahrnehmung, was ich mir da gerade hinwünsche (z.B: eine Person oder ein bestimmtes an einem Ort-Sein). Dann ist ja quasi nur meine Wahrnehmung von diesem Gewünschten getrennt. Aber das ist was anderes als der Gedanke eines Ichs, dass existenziell von der Welt getrennt ist.
Und welche Fährte? Was wäre das schlimmste was passieren könnte, wenn du eine „falsche“ Richtung nimmst?
Dann habe ich plötzlich Gedankeninhalte von denen bestimmte Leute finden, dass sie falsch sind. Oder Ich stell mit diesen Gedanken irgendetwas falsches an, z.B.
Gibt es überhaupt richtig oder falsch? Hat irgendetwas eine Bedeutung, einen Sinn? Für welche Instanz ist das wichtig?
Huiuiui, mhhh.... Also in dem Sinn gibt es richtig und falsch nur in den Gedanken, es sind Konzepte oder Normen. Nichts hat eine Bedeutung, alleine Gedanken schaffen die Hülle oder das Konzept 'Bedeutung'.
Alleine für den Verstand ist es wichtig, ob ich jetzt auf der richtigen Fährte bin oder nicht. Meine Entscheidungen für den ein oder anderen Weg geschehen ja sowieso, ohne dass irgendwer da wirklich mitzureden hat.
Es ist alles schon ganz und komplett, es fehlt nichts. ES ist schon alles supermystisch und ein absolut unglaubliches, faszinierendes Wunder, findest du nicht? (...) Nur die Erwartungen dass sich etwas ändern sollte und die Gedanken, dass etwas nicht richtig ist so wie es jetzt ist, verschleiern das..
Stimmt irgendwie ist alles schon ganz und komplett.
Ja genau, aber nur wenn die Erfahrung schon gemacht wurde, nicht wahr? Wenn ich eine Banane noch nie gegessen hätte, dann kannst du dich krumm reden und beschreiben, trotzdem werde ich eine Ahnung haben, wie sie schmeckt, erkennst du das?
Wenn du
keine Ahnung meintest, erkenne ich das :) ;) Es brauch zumindest immer schon erste Bilder von anderen Dingen. Darauf würde ich mich dann beziehen wenn ich sage, die Banane sieht aus wie eine kantige gebogene Wurst und hat einen kurzen Stab an ihrem Anfang und eine Art Muttermal an ihrem Ende (oder so :D)
Glaubst du wird das jemals passieren, dass ein Gedanke was verstehen kann?
Wenn Gedanke nur Text ist, wie soll er etwas verstehen? Aber ich weiß gerade nicht wo ich da nachgucken soll um die Frage zu beantworten.