:)Es ist wirklicht nichts falsch an einer Perspektive, aber irgendwie ist es komisch: Die Dinge sind einfach da, aber trotzdem werden sie aus einer Perspektive wahrgenommen. Ich meine: Es ist als gäbe es eine Perspektive, aber niemanden der sie einnimmt …
Nicht zuviel denken! Da kommt man schnell wieder ins philosophieren, und sobald du eine Frage beantwortet hast, kommen 10 neue :)) Wenn erforschen, dann nie in Gedanken, sondern immer in der direkten Erfahrung! Sobald klar gesehen wird, dass das „Ich“ nicht existiert, löst sich vieles von selbst auf....jetzt gerade bin ich am überlegen, ob es überhaupt eine Perspektive gibt. Eine Perspektive auf was denn? Alles was ich wahrnehme ist immer aus einer Perspektive, aber was sagt, dass es die Dinge auch ohne meine Perspektive gibt? Bzw. könnte es nicht sein, dass „meine Perspektive“ eigentlich ein Attribut der Wahrnehmungen ist und nicht die örtliche Relation zwischen mir und dem Wahrgenommenen? .. :D Es ist gerade noch eine eher theoretische Überlegung, aber ich werde heute im Laufe des Tages mal so frei sein und das erforschen. Vielleicht werde ich ja was zu berichten haben :)
Ja, so genauso ist es, sobald man ein Gefühl anschaut und untersucht löst es sich meist auf... Und wie du schon mehrmals geschrieben hast: Sie sind in Gedanken! Die Gedanken sind es die sie „unangenehm“ machen. Gefühle sind eigentlich nur verkleidete Gedanken!Zu der Frustration muss ich leider (oder zum Glück) gestehen, dass sie jetzt gerade nicht da ist, aber sie war gestern abend da, und da habe ich sie etwas genauer untersucht...
Was ich wieder festgestellt habe, ist dass sie körperlich sehr intensiv von Anspannungen im Mundbereich, aber auch auf der Stirn und im Augenbrauenbereich begleitet wird. Wenn diese Regionen sich entspannten, dann war auch von der Frustration nicht mehr viel zu spüren. Außerdem gab es oft Gedanken wie „Ich hab echt keine Lust mehr“ und ähnliche. Und was ich auch gesehen habe waren mentale Bilder meines eigenen genervten Gesichts. Und ich habe festgestellt, dass jedes Mal, wenn die Frustration aufkam, sie irgendwie in Gedanken identifiziert wurde. Aber ich konnte das nicht deutlich als mentales Bild oder als verbale Gedanken ausmachen.
Ja, es gibt diese ganz unterschwelligen, subtilen Gedanken, Glaubenssätze und Stimmungen.. Gut erkannt! Aber brauchst nicht weiter nach dem Inhalt zu graben. Es reicht, dass du weißt, dass die da sind... Interessiere dich nicht für die Gedankeninhalte, weder für die offensichtlichen, noch für die subtilen. Das ist alles Kopfkino! Wichtig sind nur die Sinneswahrnehmungen.. Wie langweilig für den Verstand...... :)In dem Zusammenhang, hab ich mich noch etwas anderes gewundert: Du hast mich ja vor ein paar Tage gefragt, ob es noch andere Gedanken gibt außer mentale Bilder und Töne. Jetzt habe ich oft den Eindruck, dass es Gedanken gibt, die ich weder bewusst hören noch sehen kann, wo mir aber trotzdem bewusst ist, was ihr Inhalt ist. Als wär einfach nur ein Konzept von etwas vorhanden. Aber auch hier werde ich versuchen noch genauer hinzugucken!
Fein, dass du das identifiziert hast! Wenn wieder sowas kommt: direkt anschauen!Ach und, zu der Frustration fällt mir noch ein, dass sie auf jeden Fall aufgrund der Erwartung entstanden ist, dass irgendeine Einsicht geschehen müsste, oder sowas. Ich glaube ohne die Erwartung wär die nicht entstanden.
Es ist garnicht plump, es ist nur so einfach, dass es der Verstand es nicht glauben will. Deshalb müssen wir immer wieder nachschauen, wir können uns da nicht hindurch denken :)Es kommt mir wieder plump vor, aber: in Gedanken.Wo gibt es dieses „Ich“ das das „ich“ nicht findet?
Ganz genau!Irgendwie hab ich immer die Befürchtung, dass ich diese Interpretationen auf irgendeine Art und Weise noch glaube – ist mir grad aufgefallen. Aber das ändert ja nichts daran sich zu fragen, ob sie irgendetwas mit der direkten Erfahrung zu tun haben. :)
Schau wieder nach: Wo und was ist Befürchtung?
Da ist ein Widerspruch: zum einen siehst du, dass die Tiefe hinzugedacht wird, zum anderen "glaubst" du, dass du die Zweidimensionalität nicht "wahrnehmen" kannst.. Könnte es sein dass du "wahrnehmen" und "glauben" gleichsetzt?Aber als Fazit würde ich sagen, dass ich sehe, dass die dritte Dimension, die Tiefe, hinzugedacht wird, aber dass ich es noch nicht vollkommen zweidimensional wahrnehmen konnte.
Mach das nochmal ein wenig abgewandelt mit einem Apfel und beantworte bitte jede Frage einzeln:
Stell einen Apfel auf eine weiße Oberfläche und schaue den Apfel an.
Untersuche, was tatsächlich in dem Prozess des "Sehens" geschieht.
Wo findet Sehen statt? Außen oder innen? Wo ist die Grenze zwischen außen und innen?
Erscheint das Sehen eher 2D oder 3D, wenn Du nur tatsächlich siehst und nichts dazudenkst?
Schau genau hin: siehst Du tatsächlich einen "Apfel" abgesehen von einer Farbe?
Woher weißt Du den Namen der Farbe?
Sieh wie Gedanken das Gesehene benennen.
Hat das, was Du siehst einen Namen, wenn Du es siehst oder ist da nur Sehen von "etwas"?
Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?
Welche Aufgabe kommt in diesem ganzen Wahrnehmungsprozess den Gedanken zu?
Denkst Du die Erfahrung oder erfährst Du die Erfahrung?
Es ist eine Freude, dass du so gut und genau schaust!Pouh .. lange Antwort. Hoffe, dass dir das nicht zu ausufernd ist, haha :

