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Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Mon Sep 03, 2018 6:51 pm
by Stillness
Hallo Carolina,
Da ist keine Trennungslinie zwischen "innen" und "außen".
Sie tauchen alle im selben "Bewusstseinsfeld" auf..
Ja, da ist keine Innen/Außen Trennung. Und ist da ein "Bewusstseinsfeld" hörbar oder sonst irgendwie erfahrbar? Ist da eine Art "Container" erfahrbar "in dem" Hören geschieht? Oder ist da einfach nur 'Hören'?
Aber Hören ist hier, nicht dort. Ob leise, laut, von rechts oder links.. Es ist immer im selben "Hier".
Manchmal scheinen "Richtung" und "Distanz" auf eine Art zu "verschwimmen".
Kannst du mit geschlossenen Augen und nur im Hören "rechts" oder "links" definieren? Rechts und links wovon? Oder braucht es dafür Gedanken? Kannst du "Distanz" und "Richtung" wirklich wahrnehmen?
Gibt es jemanden, der hört und das Gehörte, oder ist da einfach Hören?


Nein. Da ist einfach Hören.
Gibt es eine Wahrnehmung und wahrgenommenes Objekt oder wird einfach wahrgenommen?
Es wird einfach wahrgenommen.
Wunderbar! Du hast also herausgefunden, dass es keine Subjekt/Objekt Trennung gibt - sondern nur 'Erfahren'? Wo im 'Erfahren' ist dann die Person? Wo scheint sie noch zu sein? Kannst du versuchen, das zu beschreiben?
Je mehr Aufgaben ich zu erledigen habe, umso schneller kommt der alte gewohnte Blickwinkel zurück....
Den "alten gewohnten Blickwinkel" - oder das Gefühl, eine Person, zu sein - schauen wir uns als nächstes an :-)

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Mon Sep 03, 2018 11:45 pm
by CarolinaS
Hallo Stillness,

gerade hatte ich ein Erlebnis mit einem Lied.
Wundervoll.
Unbeschreiblich.. aber ich versuche es trotzdem:
Es war EINS-SEIN mit Klang-Hören.. zum Klang werden. Der Körper spielte keine Rolle. Da war nur Klang. Oder Hören. Ich weiß nicht. Keine Trennung. Wie ein Hologramm aus Klang, mit dem ich verschmolzen war...
Aber doch irgendwie verbunden mit einer Art Raumgefühl.
Oder mit dem Gefühl, dass da eine Quelle existiert, der der Klang entspringt. Oder doch nicht. Nein. Keine Quelle. Der Klang war einfach.
Aber wenn der Hund neben mir geschnarcht hat, war es glaube ich nicht genau am selben Platz, an dem das Lied war...
Es scheint, als klingt das, was klingt, unabhängig von "meinem Körpergefühl", aber doch irgendwie räumlich.
Und ist da ein "Bewusstseinsfeld" hörbar oder sonst irgendwie erfahrbar?
Ein "Bewusstseinsfeld" ist nicht hörbar..
Erfahrbar....
Wenn draußen ein Auto vorbeifährt, habe ich sofort das Bild von der Straße im Kopf und wie weit sie weg ist - und damit wie weit der Klang des Autos entfernt sein muss.
Wenn ich das Bild von der Straße und der Entfernung fallen lasse, verändert sich die Erfahrung sofort. Hören. Einfach Hören.
"Aber da ist rechts und links von mir Klang!" (Protest) "Das ist das Feld!"
Egal... Weiter:
Ist da eine Art "Container" erfahrbar "in dem" Hören geschieht? Oder ist da einfach nur 'Hören'?
Ein Container an sich ist nicht erfahrbar! Da ist einfach Hören.
Kannst du mit geschlossenen Augen und nur im Hören "rechts" oder "links" definieren?
Ich weiß nicht. Hören hat kein "rechts" oder "links". Aber die Geräusche tauchen im Raum auf und verschwinden wieder.. und das an unterschiedlichen Stellen.
Rechts und links wovon? Oder braucht es dafür Gedanken?

Nicht rechts und links von etwas, aber im Verhältnis zueinander..
Kannst du "Distanz" und "Richtung" wirklich wahrnehmen?
Puhh.. Jetzt fühl ich mich gerade wie eine schlechte Schülerin..
Ich habe definitiv den Eindruck von "Richtungshören"...
Oder nicht?.....

Ich höre Geräusche der Nacht - leise - und kann nicht genau sagen, wo sie herkommen..
"Aber der schnarchende Hund bleibt rechts von mir!"
Verdammter Mind..
Verdammter!

Kopfweh.
Wo im 'Erfahren' ist dann die Person? Wo scheint sie noch zu sein? Kannst du versuchen, das zu beschreiben?
Im Erfahren ist überhaupt keine Person. Aber in meinen Gedanken taucht sie auf!
Sie hat jetzt einen Mann kennengelernt und spinnt sich allerlei Phantasie über ihn zurecht (verdammter Mind, sag ich!!).
Ohne meinen Mooji-Satsang bin ich mir untertags selbst ausgeliefert und das heißt: Gedanken, Phantasien, Wünsche, Pläne, Sorgen, das ganze verfluchte Programm halt.. (Gottseidank hat all das schon massiv an Glaubwürdigkeit verloren!)
Deine Mails sind meine Rettung in diesen Tagen! ;-)
Aber das ist Ok.
Ich vertraue dem Prozess..

Und ich danke dir für deine wunderbare Begleitung!

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Tue Sep 04, 2018 5:18 pm
by Stillness
Hallo Carolina,

:-) Ja, da ist ganz schön viel Denken im Hören, nicht wahr? Du kannst damit weiter experimentieren: Was ist die tatsächliche Erfahrung von Hören. Schau auch immer mal wieder, ob da wirklich ein "Raum" ist, in dem das Hören geschieht. All das ist Denken. Es ist teilweise so subtil und wir sind das so gewohnt, dass es gar nicht mehr auffällt. Und schau auch nochmal auf "Richtung". "Richtung" macht nur Sinn, wenn du dir einen Container oder einen Raum vorstellst. Du hast selbst erfahren, dass da kein Container erfahrbar ist.
Es war EINS-SEIN mit Klang-Hören.. zum Klang werden. Der Körper spielte keine Rolle. Da war nur Klang. Oder Hören. Ich weiß nicht. Keine Trennung.
Die direkte Erfahrung ist NUR Hören, ja! Oder anders gesagt, im Hören ist NUR Hören.
Im Erfahren ist überhaupt keine Person. Aber in meinen Gedanken taucht sie auf!
Wunderbar erkannt! Genauso ist es. Die Person taucht NUR in den Gedanken auf. Lass das schon mal auf dich wirken. Schau, ob du das bereits sehen kannst. Wir machen mit der 'Person' sehr bald weiter. Aber zunächst:
Verdammter Mind..
Gibt es wirklich so etwas wie einen "Mind"? Was soll das sein? Wessen Mind ist das? Was ist die tatsächliche Erfahrung von dem, was du mit "Mind" bezeichnest?

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Tue Sep 04, 2018 5:33 pm
by Stillness
Ich vertraue dem Prozess..
Du kannst darauf vertrauen, dass alles offen-sichtlich ist. Der Prozess hier unterstützt das zweifelsfreie Sehen.

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Tue Sep 04, 2018 10:54 pm
by CarolinaS
Hallo Stillens,
Was ist die tatsächliche Erfahrung von Hören.
Da ist kein Raum im Hören..
Und Hören nimmt keinen Raum ein..
So wie meine Träume in der Nacht keinen Raum beanspruchen.
Und schau auch nochmal auf "Richtung".
Hören kommt aus keiner Richtung..
Ich muss mich von "Geräuschen" lösen, wenn ich mich von "Richtung" lösen will...
(Hören ist nur hier.)
Und von der Vorstellung, dass der Körper das Hören macht.
Das Empfinden von "da-sitzt-ein-Körper" (-der-Hören-macht), ist selbst etwas, das einfach auftaucht, sowie das Hören auch.
Beides taucht einfach auf.
Wo?
In Nichts.
Gibt es wirklich so etwas wie einen "Mind"? Was soll das sein?
Es gibt definitiv keinen Mind. Nur Gedanken, die sich manchmal wie Muster in der immer gleichen Form selbst abspulen - wie ein Perpetuum Mobile. Oder wie die Schallplatte mit dem Sprung.
Also im Wesentlichen Gedanken.
Wessen Mind ist das?
Die Gedanken gehören gar niemandem... und zu niemandem.. weil da niemand ist..
und doch tauchen sie auf...
aber sie sind leer..
Was ist die tatsächliche Erfahrung von dem, was du mit "Mind" bezeichnest?
Einfach nur das Denken.. Wie du schreibst, "teilweise subtil" und "so gewohnt"..
(Und irgendwie klebrig - immer dann, wenn meine Aufmerksamkeit in alltägliche Belange abgleitet.
Immer wenn ich genau hinsehe, erkenne ich schnell, wie irrelevant diese Gedanken sind. Und doch beeinflussen sie (noch) meine Wahrnehmung!)
Aber ich sehe, dass sie "leer" sind, die Gedanken...

Wunderbar leer.

D
A
N
K
E

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Wed Sep 05, 2018 9:06 am
by Stillness
Hallo Carolina,
Im Erfahren ist überhaupt keine Person. Aber in meinen Gedanken taucht sie auf!
Aber ich sehe, dass sie "leer" sind, die Gedanken...
Wow, wie schön, was nun alles gesehen wird. Du machst das ganz wunderbar. Bleib bei dieser Klarheit und Nüchternheit der direkten Erfahrung.

Hier machen wir weiter. Nimm dir für diese umfangreiche Übung und Beantwortung ruhig Zeit bis morgen. Schau genau hin, so wie du das jetzt im Moment machst. Antworte nicht aus einer Annahme oder Wissen heraus. Schau hin (Stichwort Socken) und schau ganz neu hin.

Bitte beantworte die Fragen einzeln:

1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.
2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt? Kannst du einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist?
3. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
4. Nimm dir vor, einen besonderen Gedanken zu denken. Was geschieht dabei, wenn du genau hinschaust?

~

5. Ist der Gedanke “Ich” eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
6. Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
7. Was können Gedanken tun?
8. Können Gedanken etwas wahrnehmen oder etwas erfahren?
9. Können Gedanken "ein Leben führen"? Kann ihnen 'Gutes' oder 'Schlechtes' widerfahren?
10. Findest du jemanden, der denkt oder der Gedanken hat? Ist 'Carolina' jemand, der denkt? Ist 'Carolina' jemand, der Gedanken hat?

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Wed Sep 05, 2018 9:09 am
by Stillness
Es gibt definitiv keinen Mind. Nur Gedanken, die sich manchmal wie Muster in der immer gleichen Form selbst abspulen - wie ein Perpetuum Mobile.
Sehr schön, ja! Da ist keine Instanz o.ä. namens "Mind".

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 11:12 am
by CarolinaS
Hallo Stillness,
Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin?
Mal scheinen sie in meinem Kopf aufzutauchen, mal scheint es wie ein "ortloser Ort" zu sein.
Sie kommen aus Nichts und gehen in Nichts.
Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt?
Nein.
Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt?
Nein.
Kannst du einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist?
Sobald er erschienen ist, ist er auch schon wieder verschwunden. Keine Beseitigung möglich, noch nötig..
Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
Absolut nein. (Leider.)
Nimm dir vor, einen besonderen Gedanken zu denken. Was geschieht dabei, wenn du genau hinschaust?
Es fühlt sich irgendwie "künstlich" an, im Vergleich zur vorigen "Sicht" - wenn ich einfach nur beobachte. Es scheint ein kleine Anstrengung involviert zu sein, die "die Ruhe stört", wenn ich versuche etwas bestimmtes zu denken.
Meinst du das mit "einen besonderen Gedanken denken"?
Ist der Gedanke “Ich” eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Definitiv nicht. Einfach ein weiterer Gedanke..
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Er kommt aus demselben Nichts, wie Laute, die erklingen und wieder gehen.
Was können Gedanken tun?
Ein Gedanke selber kann aus sich selbst heraus gar nichts tun.
Können Gedanken etwas wahrnehmen oder etwas erfahren?
Nein. Sie werden erfahren.
Können Gedanken "ein Leben führen"?
Nein. Gar nichts kann "ein Leben führen".
Kann ihnen 'Gutes' oder 'Schlechtes' widerfahren?
Nein.
Findest du jemanden, der denkt oder der Gedanken hat?
Nein, da ist niemand, der denkt oder das Denken macht bzw. managet.
Ist 'Carolina' jemand, der denkt?
Nein. "Carolina" ist ein weiterer Gedanke.
Ist 'Carolina' jemand, der Gedanken hat?
Nein. Da ist kein "Jemand". "Carolina" ist eine Aneinanderreihung von Lauten - ohne Inhalt.

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 11:54 am
by Stillness
Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin?
Mal scheinen sie in meinem Kopf aufzutauchen, mal scheint es wie ein "ortloser Ort" zu sein.
Mit geschlossenen Augen...tauchen Gedanken jemals 'in deinem' Kopf auf? Kannst du mit geschlossenen Augen sagen, wo dein Kopf ist und dass da ein Kopf ist? Und ist es so, dass Gedanken darin - in diesem Gefäß "Kopf" - auftauchen? Schau nochmal und sag mir, was am ehesten deiner Erfahrung im Moment entspricht.
Nimm dir vor, einen besonderen Gedanken zu denken. Was geschieht dabei, wenn du genau hinschaust?
Es fühlt sich irgendwie "künstlich" an, im Vergleich zur vorigen "Sicht" - wenn ich einfach nur beobachte. Es scheint ein kleine Anstrengung involviert zu sein, die "die Ruhe stört", wenn ich versuche etwas bestimmtes zu denken.
Kannst du einen bestimmten Gedanken denken? Wenn du zum Beispiel darüber nachdenken möchtest, was heute noch alles zu erledigen ist...was geschieht da? Werden dann entsprechende Gedanken von dir 'gemacht'?

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 1:12 pm
by CarolinaS
...
Mit geschlossenen Augen...tauchen Gedanken jemals 'in deinem' Kopf auf? Kannst du mit geschlossenen Augen sagen, wo dein Kopf ist und dass da ein Kopf ist? Und ist es so, dass Gedanken darin - in diesem Gefäß "Kopf" - auftauchen?
Mit geschlossenen Augen bezieht sich "Kopf" auf eine Art energetisches Fühlen. Ein Fühlen, das keine konkreten Grenzen aufweist. Es ist definitiv kein Gefäß. Und es hat mit Gedanken gar nichts zu tun. Es war nur in Gedanken verknüpft gewesen.
Ich weiß nicht, wo Gedanken auftauchen..
"Ortlos" trifft es am ehesten.
Kannst du einen bestimmten Gedanken denken? Wenn du zum Beispiel darüber nachdenken möchtest, was heute noch alles zu erledigen ist...was geschieht da? Werden dann entsprechende Gedanken von dir 'gemacht'?
Wenn ich über die Aufgaben des Tages nachdenken soll, passiert zuerst Warten. (Gerade längeres Warten.) Still.
Dann taucht irgendwas von meiner Liste als erstes auf. Danach etwas anderes.
Ich kann nicht bestimmen, was als erstes kommt.
Was überhaupt kommt.
Es passiert einfach.
Von mir werden keine Gedanken "gemacht".

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 2:03 pm
by Stillness
"Ortlos" trifft es am ehesten.
Ja! Gedanken tauchen in der direkten Erfahrung irgendwo oder nirgendwo auf. Wir haben allerdings gelernt, dass da ein Gehirn ist und dass das Gehirn im Kopf ist und dass es denkt und deshalb...Das alles sind auch nur Gedanken (Überzeugungen, Vorstellungen). UND: Es geht hier nicht drum, etwas anderes zu behaupten. Dass da kein Gehirn ist o.ä. - wir schauen nur, was die direkte Erfahrung von etwas ist.
Ich kann nicht bestimmen, was als erstes kommt.
Was überhaupt kommt.
Es passiert einfach.
Von mir werden keine Gedanken "gemacht".
Prima! Und kannst du auch sehen, dass das Initiale z.B. "Ich muss mal überlegen, was heute noch zu tun ist." ebenfalls ein Gedanke ist, der einfach da ist?

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 2:43 pm
by CarolinaS
Und kannst du auch sehen, dass das Initiale z.B. "Ich muss mal überlegen, was heute noch zu tun ist." ebenfalls ein Gedanke ist, der einfach da ist?
Ja! Kann ich! :-))
Es fühlt sich so an, als würde sich gerade die Erkenntnis anbahnen, dass tatsächlich keinerlei Wahlmöglichkeit existiert..
und sich einfach alles von alleine entfaltet..
Auf eine Art befreiend.. und auch ein bisschen seltsam.
:-)

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 3:32 pm
by Stillness
und sich einfach alles von alleine entfaltet..
Auf eine Art befreiend.. und auch ein bisschen seltsam.
Ah wunderbar :-) Ja, es wird eine 'neue Perspektive' sein. Es geht weiter...melde mich dazu später.

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 7:12 pm
by Stillness
Hallo Carolina,

lass uns nochmal einen Aspekt anschauen, dazu nehme ich eine deiner Antworten zur Untersuchung von Gedanken:
Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
Absolut nein. (Leider.)

Warum 'leider'?

Ich bin gespannt.

Re: Bis ans Ende des Weges

Posted: Thu Sep 06, 2018 9:51 pm
by CarolinaS
...Ich wusste es. ;-)
"Leider" zu schreiben, fühlte sich beim Schreiben schon komisch an, aber mega-vertraut!
Eine jahrelange Gewohnheit zu denken: "Wenn ich nur meine Gedanken anhalten könnte, dann wäre es still und dann hätte ich Frieden.." - Erlerntes Gedankengut.
Eigentlich hatte ich schon gemerkt, dass der Perspektivwechsel bewirkt, dass Gedanken keine Rolle spielen, dass sie "neutral" sind, sich auf niemanden beziehen und daher niemand von ihnen gequält sein kann.. Das macht die Gedanken so "leer", so "inhaltslos".. "bedeutungslos". Es fühlt sich gleichermaßen leicht an - ob nun ein Gedanke auftaucht oder nicht. Zudem werden im Hinschauen sowieso alle Erscheinungen irgendwie ruhiger. Auch der Gedankenfluss beruhigt sich von ganz allein.
Wenn aber die "alte Perspektive am Hebel" ist, scheint da ein Ich zu sagen: "Wenn ich nur Freiheit von Gedanken hätte, dann könnte ich die Wahrheit erkennen!". Dabei erscheint es mir jetzt genau umgekehrt zu sein. Nämlich, dass ich die Wahrheit erkennen muss, um "in die Freiheit zu gelangen".. ("gelangen" ist ein schlechtes Wort. Verzeihung ;-) )