Kannst du diese "Es" in diner Erfahrung ausfindig machen und dabei beschreiben, ob irgendwelche Quallitäten davon wahrnehmbar sind, oder gar wo es herkommt?
Nein, ich kann "es" nicht finden.
Wenn ich die sich sofort bereithaltenden Gedankenströme, die sagen, das kann nicht sein, das ist unlogisch!, vorbeiziehen lasse, dann bleibt es dabei: ich kann "es" nicht finden.
Die Gedanken, die da sind sagen, da muss etwas greifen, eine Art Empfangsstation, das ist nicht unbedingt ein Ich. Eher so etwas wie Sender und Empfängersystem: Gedanken und Gefühle schweben frei umher, und der Mensch als "kosmische Synapse" fängt sie auf.
Entweder er lässt sie durch sich fließen oder identifiziert sich damit
Vielen Dank für deine offene und ehrliche Antwort :)
Um ehrlich zu sein, Enttäuschungen werden immer Teil dieses Prozesses sein, da die Vorstellungen (wie das Wort schon sagt, man stellt etwas, wie eine Erwartung vor dem eigentlichen Geschehen und ist somit nicht frei zu sehen wie es wirklich ist) die man hat, nach und nach durschaut werden. Das ist natürlich nicht immer leicht und äußert sich häufig in dem Gefühl von Wiederstand, kann aber natürlich auch eine leichtigkeit und Freiheit hervorbringen, wie du es ja selbst schon beides erlebt hast.
Was Du schreibst ist schön,
ich kann diesen Prozess spüren .. den möglichen Widerstand und auch die Leichtigkeit und Freude darüber, einfach zu sehen, was ist. Das hat eine große Schönheit.
Ich nehme das Thema Erwachen jetzt anders war, als sehr schlicht und normal. Kurios ist wohl eher das Leben in Illusionsblasen.
Zum Schluss habe ich noch eine kleine Übung für dich.
Setze dich einfach gemütlich hin und suche dir ein Lied aus, entweder eines dass dir besonders gut gefällt, oder eins das du einfach per Zufall wählst und anhören möchtest. Unternimm nichts anderes und lasse dich dabei voll und ganz darauf ein.
Nimm die Musik nicht nur über deine Ohren wahr, sondern mit deinem ganzen Sein. Du wirst feststellen, dass du
nicht gleichzeitig ernsthaft zuhören und denken kannst. Der leiseste Gedanke unterbricht den natürlichen Fluss der Musik.
Beobachte in der Zeit, in der du diese Untersuchung vornimmst, wie Gefühle, Gedanken und
Benennungen auftauchen. Mach dabei nicht den Fehler, das, was gerade ist, ändern zu wollen egal was auch immer auftaucht.
Genieße es einfach und berichte wie du es fandest.
Liebe Grüße und einen schönen Tag noch.
Das Schwere ist, nichts ändern zu wollen.
Wenn das gelingt ist, ist es wirklich schön.
Mal ist nur Musik da, gar nichts anderes, auch keine Hörerin. Dann fließen diese Gedanken, Gefühle und Benennungen quasi in den Raum.
Je mehr ich sie ändern möchte oder inhaltlich einsteige, desto mehr treten sie in den Vordergrund und verdrängen die Musik.
Ansonsten sind sie wirklich wie die legendären Wolken am Himmel .. und ziehen vorbei.
Ich danke Dir!
Gute Nacht
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