Geh Deinen Weg.

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hei3p
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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Fri Apr 20, 2018 7:14 pm

Hallo Ichbin,

danke für Deine Nachricht!

Heute kann ich nicht viel berichten. Die Enge war im Herzbereich, so als ob das Herz zusammengedrückt wird. Und im Bereich des Kehlkopfs, sodass ich oft geschluckt hab. Ja, sie darf sein und hat sich aufgelöst.

In die Ruhe hineinentspannen hab ich nicht so gut geschafft. Es hat sich ab und zu angefühlt, wie eine Welle, die durch den Körper geht. Also kein Vibrieren, sondern sanfter. Eben wie eine Welle. Dann kam immer wieder ein Gedanke des "ich will in die Ruhe hineinentspannen". Mehr hab ich nicht wahrgenommen, außer Glucksen im Körper, und Müdigkeit.

Ich werde es morgen nochmals versuchen.

Liebe Grüße, hei3p

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Ichbin01
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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Fri Apr 20, 2018 8:58 pm

Guten Abend hei3p,
Prima, Du machst das ausgezeichnet!!!
Ja, praktiziere noch ein wenig damit... Das hört sich alles sehr gut an.
Ich bin morgen den ganzen Tag unterwegs... Und werde dir frühestens morgen abend antworten können.
Hab eine gute Nacht.
Herzliche Grüße - Ichbin

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hei3p
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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Sat Apr 21, 2018 7:39 am

Guten Morgen Ichbin,

danke für Deine Nachricht!

Heute hab ich wieder versucht, in die Ruhe hineinzuentspannen.
Zuerst waren da ganz viele Gedanken: wofür ist der Verstand da, wenn die Gedanken nicht vom Verstand kommen? Das, was ich wahrnehmen konnte war, dass der Verstand es ist, der die Gedanke versteht. Stimmt das?
Dann sind weniger Gedanken aufgetaucht. Ab und zu der Gedanke: ich entspanne

Es war wieder Enge da, das Atmen war schwer, so als ob mein Brustkorb zu eng ist dafür. Ich hab dann, wie Du geschrieben hast, den Mund leicht geöffnet und langsam weitergeatmet und die Enge hat sich nach und nach aufgelöst.
Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich dann angefühlt hat: irgendwie schwerelos, dann wieder ein Sog, dann wieder schwerelos, dann ob ich mit dem Kopf voran falle. Übelkeit war da. Dann wieder Ruhe.
Der Gedanke "jetzt reicht es schon" ist dann immer wieder gekommen.
Jetzt ist ein Schwindelgefühl da. Aber nicht so, als ob der Kreislauf zu schwach wäre, sondern als ob der Schwindel im Kopf wäre. Die Ruhe ist gleichzeitig mit dem Schwindel da.

Alles Liebe
und ich hoffe, Du hast einen schönen Tag heute
hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Sat Apr 21, 2018 7:08 pm

Hallo hei3p,
Du machst das sehr gut. Am besten du machst die Atemübung einfach weiter. Dieser Prozess ist intensiv und das System muss sich langsam an alles gewöhnen. Wir nehmen uns die Zeit die es braucht! Ja und Anspannung, aaSchwindel, Übelkeit... das darf alles sein.. und es kommt im Wechsel mit Ruhe und Frieden.

Wenn Du Mast, schau doch noch mal konkret nach, ob es tatsächlich sowas wie Verstand gibt, in deiner direkten Erfahrung? Wo kannst Du ihn Orten und was ist er, wie sieht er aus? Kann er tatsächlich Gedanken verstehen? Heißt das die Gedanken gehen dort hin?

Schönen Abend wünsche ich dir und bis morgen.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Sun Apr 22, 2018 1:01 pm

Hallo Ichbin,

hab heute wieder in die Ruhe entspannt mit leicht geöffnetem Mund. Heute ist es ganz ruhig und still geworden, so als ob ich unter Wasser getaucht bin. Es war eine sehr tiefe Stille da. Mein Atem ist ziemlich flach geworden. Ab und zu waren Momente der Angst da. Sie ist aber wieder verschwunden. Schwindel ist nicht aufgetaucht. Ich hab's ziemlich genossen.

Was Deine Frage zum Verstand betrifft: ja, Du hast recht. Da ist eigentlich nichts Reales, was Verstand ist...
Trotzdem noch eine Frage:
Heute Nacht ist bei mir auf einmal (im Halbschlaf, glaub ich) das Bild einer Geige aufgetaucht und wie mein Vater sie spielt. Gleichzeitig war der Gedanke da: er kann nicht mehr alleine bleiben. Er schafft es nicht mehr. Ich bin aufgewacht. Und dann war unendliche Traurigkeit da. Ich liebe meinen Vater sehr.

Für mich scheint es jetzt so, dass ein Gedanke zwar nicht ein Gefühl hervorrufen kann. Aber dass dennoch ein Zusammenhang besteht. Dass ein Gefühl einem Gedanken folgt. Es ist zwar nicht der Zusammenhang, dass eines das andere auslöst. Und trotzdem gibt es einen Zusammenhang. Verstehst Du, was ich meine?
Irgendwie beschäftigt mich das heute sehr. Also es ist immer wieder der Gedanke da: Ein Gefühl folgt einem Gedanken. Und einerseits erscheint es so, als ob das Gefühl einfach da ist. Und andererseits kommt mir vor, als ob es schon einen Zusammenhang gibt.
Kannst Du mir da weiterhelfen? Ich weiß, ich bin schon wieder beim Thema Gedanken. Aber irgendwie taucht die Frage ständig auf...

DAnke!
wünsch Dir noch einen wunderschönen Sonntag
Alles Liebe, hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Sun Apr 22, 2018 7:09 pm

Hallo Ichbin,

hab die Atemübung nochmals im Garten gemacht. Und da war ganz schnell eine Stille da. Was auch bemerkbar war, war eine besondere Wachsamkeit, ohne Enge, ohne Angst. Einfach nur Ruhe, Stille, Frieden.

Liebe Grüße, hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Mon Apr 23, 2018 2:39 pm

Liebe hei3p,
Und da war ganz schnell eine Stille da. Was auch bemerkbar war, war eine besondere Wachsamkeit, ohne Enge, ohne Angst. Einfach nur Ruhe, Stille, Frieden.
Sehr sehr schön! Genau so ist es. Hinter all den Erfahrungen und Erscheinung ist immer einfach nur Ruhe und Stille und Frieden ;-)

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Es ist zwar nicht der Zusammenhang, dass eines das andere auslöst. Und trotzdem gibt es einen Zusammenhang. Verstehst Du, was ich meine?
Ja, ich verstehe, was Du meinst :-) Im Grunde gibt es keine Zusammenhänge, aber es erscheint so. Das ist ziemlich paradox. Das wird sich aber im Laufe des Prozesses immer weiter aufdröseln.

Lass uns weiter auf die Suche nach dem ICH gehen.
Hierfür habe ich eine sehr schöne Übung für Dich.
Du brauchst 20 Minuten.

Schreibe 10 Minuten lang, was du gerade erlebst und benutze dabei "ich" und "mein".

Mein Beispiel: Ich höre das Klackern der Tastatur. Ich spüre den Druck unter meinen Fingern von den Tasten. Ich sehe, wie die Buchstaben auf dem Bildschirm erscheinen. Ich spüre einen leichten Rückenschmerz.

Spüre deinen Körper. Empfindest du so etwas wie Anspannung oder Entspannung?

Dann schreibe 10 Min. lang, was du gerade lebst ohne "ich" und mein".
Klackern der Tasten. Wechselnder Druck unter den Fingerkuppen. Buchstaben erscheinen auf dem
Bildschirm. Schwenken des Baukranes. Leichtes Ziehen in der Lendenwirbelsäule,

Spüre wieder, was im Körper geschieht.

Vergleiche jetzt die beiden Möglichkeiten, die Erfahrung zu beschreiben. Ist eine wahrer als die andere? Wenn ja, welche?
Was ist ohne die Benennung vorhanden?
Beeinflussen Benennungen die Erfahrung oder beschreiben sie sie einfach?

Freue mich auf Deine Antworten.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Mon Apr 23, 2018 5:37 pm

Hallo Ichbin,

danke, für Deine Antwort und die neue Übung!

Also bei den Sätzen, die ich mit "ich" und "mein" geschrieben hab, hat sich mein (hmmmm) Körper eng und angespannt angefühlt. Es war so ein begrenzter Fokus spürbar. Und es hat sich nicht so gut angefühlt, ich hab mehrmals auf die Uhr geschaut.

Bei den Sätzen. wo ich einfach benannt hab, was geschieht, ist auf einmal Ruhe und Stille spürbar gewesen. Es hat sich weiter angefühlt. Im Körper war Entspannung spürbar.
Vergleiche jetzt die beiden Möglichkeiten, die Erfahrung zu beschreiben. Ist eine wahrer als die andere? Wenn ja, welche?
Hm, also wenn ich mit "ich" schreib, dann klingt das so, als ob ich immer etwas tu. Ich hör die Vögel zwitschern. Dabei tu ich nichts. Die Vögel zwitschern einfach und da ist ein Wahrnehmen des Zwitscherns.
Also insofern ist die zweite Version wahrer.
Und gleichzeitig klingt es ungewohnt zu sagen: da ist ein Wischgeräusch (wenn die Hand übers Papier gleitet). Aber wahrer ist es.
Was ist ohne die Benennung vorhanden?
Du meinst, wenn ich weder mit "ich" schreibe noch ohne "ich"?
Das find ich jetzt schwierig. Ich stell fest, dass das gleiche vorhanden ist, wie mit Benennung. Und doch stell ich bei der Arbeit als Energetikerin fest, dass sich oft etwas verändert, wenn ich's wahrnehme und benenne (Druck, Spannung, ...).
Da wehrt sich jetzt irgendetwas gegen die Antwort, dass ohne Benennung das gleiche da ist wie mit.
Also ich versuch's noch einmal, klarzuwerden:
Ohne Benennung ist Zwitschern der Vögel da. Mit Benennung ist Zwitschern der Vögel da.
Was ich nicht weiß ist, was ohne Wahrnehmung da ist. Ob da auch das Zwitschern da ist. Weil wenn ich's nicht wahrnehme, weiß ich's ja nicht.
Und wie ist das mit einem Körpergefühl? Ohne Benennung ist ein Ziehen an der Seite da. Und mit Benennung ist es da. Ohne Wahrnehmung weiß ich auch das nicht, weil ich's ja nicht wahrnehme.
Beeinflussen Benennungen die Erfahrung oder beschreiben sie sie einfach?
Meinst Du wieder, wenn ich es ohne "ich" benenne?
Dann beschreiben sie einfach.

Freu mich auf Deine Anmerkungen und Fragen!

Alles Liebe, hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Tue Apr 24, 2018 4:05 pm

Hallo hei3p,
prima. Du machst das sehr gut.
Und gleichzeitig klingt es ungewohnt zu sagen: da ist ein Wischgeräusch (wenn die Hand übers Papier gleitet). Aber wahrer ist es.
Ja es klingt erst einmal ungewohnt, aber Du sagst es: es ist wahrer!
Was ich nicht weiß ist, was ohne Wahrnehmung da ist. Ob da auch das Zwitschern da ist. Weil wenn ich's nicht wahrnehme, weiß ich's ja nicht.
Braucht Wahrnehmung einen Wahrnehmenden?
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Tue Apr 24, 2018 5:46 pm

Hallo Ichbin,

danke für Deine Rückmeldung!

Nein, Wahrnehmung braucht keinen Wahrnehmenden. Da ist einfach nur Wahrnehmung da.
Und ein Gefühl des Überwältigt Seins. Ein Weiten des Brustkorbs, das Gefühl es nicht auszuhalten, ein Vibrieren, das nicht sanft, sondern kräftig und bebend ist. Dann Angst und ... ja, ich weiß, da ist schon wieder das ich. Aber es scheint so, als ob ich dann ausgestiegen bin. Kräftig geatmet hab, damit die Angst und dieses Gefühl der Überwältigung aufhört. Auch wenn es schön war, war die Angst da, gesprengt zu werden von diesem Gefühl der Überwältigung. Ich (hmmmm..., wieder ich) versteh's nicht, aber es war Angst da zu sterben wegen des Gefühls des Überwältigt Seins.

Und um es jetzt wieder richtiger auszudrücken: Es gab dann ein Atmen mit geöffnetem Mund. Jetzt ist wieder tiefe Ruhe da.

Liebe Grüße, hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Wed Apr 25, 2018 1:37 pm

Hallo Ichbin,

heute war es ganz ruhig, als ich nochmals geschaut hab, ob Wahrnehmung einen Wahrnehmenden braucht. Es ist heute zwar ein Druck da, aber wenn ich den Druck da sein lass, dann ist wieder Ruhe da. Dann wieder Druck, dann wieder Ruhe.

Freu mich auf Deine Rückmeldung
Liebe Grüße, hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Wed Apr 25, 2018 2:51 pm

Liebe hei3p,
du machst das richtig gut!
Nein, Wahrnehmung braucht keinen Wahrnehmenden. Da ist einfach nur Wahrnehmung da.
Ja genau so ist es. Ja, diese Erkenntnis ist in der Tat überwältigend.

Gab es JEMALS einen Wahrnehmenden?
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby hei3p » Wed Apr 25, 2018 5:03 pm

Hallo Ichbin,

nein, es gab nie einen Wahrnehmenden.

Diesbezüglich taucht aber immer wieder eine Frage auf:
Zuerst hatte ich das Gefühl, etwas zu tun müssen, die Zeit nutzen zu müssen. Es war völlig unproduktiv, ich bin herumgestiegen, sinnlos, nur um etwas zu tun.
Dann war die Wahrnehmung da, was da stattfindet. Und sofort hat das Tun aufgehört.

Ich weiß, Du hast geschrieben, das eine ist nur scheinbar eine Folge auf das andere.
Und doch versteh ich es nicht.
Wenn da das Gefühl von "ich" ist, ist es eng, teilweise mühsam, begrenzt.
Wenn Wahrnehmung da ist,ist es weit und leicht. Dann ist einfach.

Wie kann das sein, wenn da keiner ist, der etwas tut und ich trotzdem das Gefühl hab, ich kann entscheiden, dass einfach Wahrnehmung da sein darf (wenn es mir auffällt, dass ich am "ich" hänge)?
Wo kann ich da schauen (und da ist wieder das Gefühl, dass ich schauen KANN)...?

Danke!
Liebe Grüße, hei3p

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Thu Apr 26, 2018 2:55 pm

Hallo hei3p,
Wenn da das Gefühl von "ich" ist, ist es eng, teilweise mühsam, begrenzt.
Wenn Wahrnehmung da ist,ist es weit und leicht. Dann ist einfach.
Was ist wahr / real? Und was ist nicht wahr / Illusion?
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: Geh Deinen Weg.

Postby Ichbin01 » Fri Apr 27, 2018 10:58 am

Liebe hei3p,
ich bin ab heute Abend in Kurzurlaub über den 1. Mai-Feiertag.
Ich werde mich erst wieder am 2. Mai melden.

Ich wünsche Dir bis dahin eine schöne Zeit.
Gut wäre, wenn Du in dieser Zeit weiter das leichte und sanfte Atmen praktizierst und einfach immer wieder "nur" die Körper-Erfahrungen wahrnimmst ohne zu be-werten. Einfach immer nur in den Sinneserfahrungen bleiben :-)

Alles Gute.
Herzliche Grüße - Ichbin


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