hier kommen ein paar vorläufige Wahrnehmungen zur Untersuchung. Diese Untersuchungen nehmen mich ganz schön in Beschlag, eine Rund um die Uhr Aufgabe. Das Ich ist sehr ehrgeizig dran sich selbst zu "eliminieren". Es will alles gut machen auch diese unmögliche Aufgabe. Es erhofft sich wohl was davon. Anerkennung oder so ;) Ich komme gar nicht mehr dazu spirituelle Bücher zu lesen oder YouTube Videos zu gucken. Das hat sich von alleine erledigt. Auch keine Entzugserscheinungen. Das Erforschen ist spannend genug.
Es braucht immer wieder genaues Schauen, dann wird es sichtbar, dass es da niemanden braucht, sondern, dass es automatisch geschieht, weil die Bedingungen dafür da sind, aber so im alltäglichen Tun, wird es immer wieder vergessen. Es ist so gewohnt und eingeübt zu glauben, dass es da ein autonomes Ich gibt, das entscheidet, plant, kontrolliert und aus freiem Willen heraus handelt. Es ist wie eine Trance. Die Körperfunktionen sind autonom, niemand der atmet, die Zellen koordiniert, das Herz schlägt und die Gedanken denkt, aber es scheint eine große Intelligenz da am Werk zu sein. Wenn ich psychotherapeutisch arbeite, habe ich gelernt auf diese Intelligenz zu hören. Wenn Ich beiseite trete, kommt intuitiv immer das, was gebraucht wird in der Situation. Aber das istwohl auch alles Teil dieser Illusion, des Ichfilms.Ich kann bei anderen besser schauen, wie sie sich in leidvolle Icherzählungen verstricken, Erzählungen von ungeliebt und nicht genug sein.Vielleicht solltest Du überprüfen, ob es nicht nur eine Annahme (ein Gedanke) ist, dass es da ein "wer" geben muss, der das schauen/wahrnehmen tut?! Gibt es für alle Dinge, die geschehen einen "Macher"? Gib es jemanden der macht, dass das Herz schlägt, dass der Wind weht? Ist ein "wer" absolut" notwendig?
Nein, ohne ein "Wer" geht alles seinen Gang und rückt an seinen Platz. Kontrollversuche führen in die Angst.
Da ist nur bewusstes Wahrnehmen, in dem alles auftaucht auch das ICH, bis die Position eines ICHs eingenommen wird. Aber wer nimmt da eine Position ein? Da ist ja niemand. Das" Ich ist klar," kann es ja nicht sein.Was passiert denn da genau, dass dieses lebendige Sein scheinbar ein begrenztes ICH wird?Ich komme da nicht dahinter.Aber ist da auch ein "wer", die/der wahrnimmt, oder ist da einfach nur Wahrnehmung? Findest Du mehr als Empfindung, Gedanken und Sinneswahrnehmung?
Da ist die Befürchtung, dass sich klammheimlich ein neues ICH einschleicht. Das spirituelle Ich, dass super erfolgreich Ich-Untersuchungen macht. Eine Ichrückkopplung. Manchmal fühlt es sich irre an das ganze Unternehmen.Aber kein Riesen-Klick, kein Aha- Erkenntnisschub, kein kosmisches Lachen, unbändige Freude.Nichts geschieht. Weiß nicht, was ich erwarte. Mach Ich was falsch?Habe ich da was übersehen? Das müsste doch jetzt wie eine Bombe einschlagen, wenn es eine echte Erkenntnis wäre.Habe Ich mich selbst ausgetrickst?
Was ist dieses ICH, worauf Du Dich da beziehst?
Dafür brauche Ich wirklich Zeit. Es tauchen unterschiedliche Reaktionrn auf. Sie reichen von Unglauben über Zustimmung, Freude, neugierige Spannung, Trauer. Die Angst lässt sich nicht so richtig spüren. Es ist eher die Angst um den Körper, und das Wissen um seine Verletzlichkeit und seinen gewissen Zerfall. Ohne Körper gäbe es wohl keine Angst. Und die Vorstellung, dass mit dem Körper auch das Ich mit seinen Bedeutungsinhalten verloren geht. Und was bleibt dann?Verlustangst. Welche Bedeutung hat dann die Liebe zu meiner Tochter, zu meinen Eltern, zu meinen Bruder usw. Kein Ich nirgends, kein Du! Erschrecken, dass da eine große Leere und Einsamkeit sein könnte, eine Depression. Wie in den Wald hineinrufen und nur Stille kommt zurück. Und dann wurde mir bewusst, dass da auch eine große Zuneigung dieser Ichgeschichte gegenüber ist. Und wie wenn man einen Film anschaut, von dem man gefesselt ist und der geht zu Ende und da bleibt ein Vakuum, eine Verlassenheit zurück. Ich schaue weiter.......Hab Geduld mit mir und meiner Begriffsstutzigkeit!... Und DANKE für Deine liebevolle Unterstützung."DU" existierst schon jetzt nicht...und hast niemals existiert. Wie fühlt sich das an, wenn Du diesen Satz liest?
Ich schlage vor, dass Du diese Angst näher kennenlernst.
herzliche Grüße
Dagmar

