Leben geschieht- ich möchte wieder sehen
Posted: Wed Oct 04, 2017 10:51 am
Lieber Daniel,
irgendwas hat sich nochmal verändert. Sitze hier vor dem Bildschirm, ein Rest "will" sich verabredeterweise melden, um zu schreiben wie es gerade ist-
aber eigentlich gibt es nichts zu schreiben.
Vielleicht am ehesten eine EntTäuschung, dass es kein andauerndes Gefühl von Einheit gibt. Dass die Momente des Erkennens kommen und gehen wie Hunger und Durst. Dass alles einfach weiter seinen Gang geht.
Das wahr zu nehmen, half, auf einmal beides getennt voneinander wahrnehmen zu können! Das war neu und ein sanftes Aha- eine Empfindung, plötzlich ohne Begriff im KOpf dazu. Ah. SO gut.
Trauer ist in meinem System nicht immer dramatisch abgespeichert. Beide können eine sehr, sehr intensive Empfindung sein. Ebenso wie Scham. Vielleicht also nicht dramatisch, aber doch so, dass es das Empfinden wie an eine Grenze bringt, manchmal eine Grenze des Aushaltbaren, so das Gefühl. Ein Schmerz. Und da wählt die Sprache, was rund um Existenz zur Verfügung steht. Sterben, kippen, fallen, auflösen.. so kann sich das aus dem Erleben hier formulieren.
( Kinder können das nicht formulieren und dissoziieren dann. Manche Erwachsene auch. Auch das ist ein Erleben. Das war für den Verstand nochmal gut zu erkennen..)
Und: ja, es ist gut, da zu verweilen und "hindurchzutauchen". Das war am Montag, unausweichlich.
Möglich, dass noch was kommt, hier ist auf jeden Fall seit gestern eine Art Neutralität eingekehrt.
Dinge geschehen, Leben findet statt.:)
MOmente von Erkennen während einer Massage, in dem es nur noch "Fühlen" gab, und keine "Geberin" oder "Empfängerin", sondern bloss eins. Was das Leben in diesem Kontakt ins Fliessen bringt, bringt es in allem ins Fliessen.
Alles ist ein Organismus, ganz gleich ob es ein Sehen des Kürbis ´auf dem Löffel gibt, Farbe und Form wahrnehmen, riechen, etwas was ich nun Freude nenne, ausgelöst wird-
oder ob das alles in den Mund wandert, nun zum Fühlen wird, zum Schmecken, Tasten, Schlucken.
alles ist gleichzeitig, es gibt das alles eigentlich nicht mehr. Gleichzeitig ist es wunderschön und schlicht.
Weiterhin gehen Telefonate ein, feiere ich mit Freunden die letzte Chemo einer Freundin, mache ich Termine,
findet Leben statt.
Weiterhin kommen manchmal Gedanken, manchmal gibt es ein Identifizieren mit ihnen,
manchmal gibt es Momente, die frei von Gedanken sind,
und es gibt nur noch die Wahrnehmug, ohne irgendeinen inneren KOmmentar dazu. Noch nicht mal mehr "süß" "lecker", "schön".
Manchmal gibt es noch so etwas eine "BeobachtungsTrance", sie bringt mehr Anspannung
weil, eben die Gedanken ihren Job machen und verstehen, kontrollieren wollen.
Das ist seit Montag kaum passiert, zu anstrengend.:)
Es gibt so etwas wie ein inneres Aufatmen, wenn die pure Wahrnehmung, Sinnesempfindung da ist.
EIn ICH ist da nicht, nein.
Gefühle von "Verantwortlich sein und etwas nicht einhalten können" oder auch "verantwortlich fühlen" im Sinne von "zum eigenen Wort stehen, wahrhaftig sein "tauchen auf, ja.
Zugegeben, es sind eher Gedanken. Eng verknüpft damit Empfindungen von Handlungsbedarf/ Bedrückung oder auch Stimmigkeit, Friedlichkeit.
Es gibt das Empfinden, sich ausrichten zu könnne, es geschieht aber quasi von allein. UNd doch gibt es das Gefühl, wählen zu können. Wer wählt, wer trifft die Entscheidung, wenn da eigentlich keiner ist?
insofern ist die ICH Illusion ein mächtiges Ding, in diesem ganzen Sein. Aber eben nicht der Wahrheit letzter Schluss.
ICH, Monika, vermag nichts, weil es sie nie gegeben hat.
Ich glaube, die wichtigsten Momente des Erkennens waren für mich
als beim Tanzen nur noch Bewegung da war, dieses Erleben von innerer Leere. Sie kommt seit dem immer mal wieder. Nicht täglich, vielleicht auch doch, ich halte das nicht nach.., aber immer wieder.
Es ist mehr die Häufigkeit von Momenten der "Purheit", die die Illusion quasi immer wieder, immer wieder lüften.
SO oft, dass es passiert
dass es einfach ein Inne-galten gibt, mitten in einer Bewegung, und alles still ist, innen/außen, egal. Stehenbleiben draußen und einfach-sein mit blau-Bäumen-Wind- FÜhlen- sehen. Ohne Begriffe.
Ich grüße Dich sehr herzlich,
<3 Monika
irgendwas hat sich nochmal verändert. Sitze hier vor dem Bildschirm, ein Rest "will" sich verabredeterweise melden, um zu schreiben wie es gerade ist-
aber eigentlich gibt es nichts zu schreiben.
Vielleicht am ehesten eine EntTäuschung, dass es kein andauerndes Gefühl von Einheit gibt. Dass die Momente des Erkennens kommen und gehen wie Hunger und Durst. Dass alles einfach weiter seinen Gang geht.
Das war ein super hilfreicher link zur Aufmerksamkeit. Beide haben Ahnung voneinander, aber null Wissen oder Verbindung.Wissen Gedanken tatsächlich etwas über die Empfindungen? Oder wissen Empfindungen etwas über Gedanken?
Das wahr zu nehmen, half, auf einmal beides getennt voneinander wahrnehmen zu können! Das war neu und ein sanftes Aha- eine Empfindung, plötzlich ohne Begriff im KOpf dazu. Ah. SO gut.
Wenn wir durch die Namen Trauer oder Angst hindurchtauchen und einfach mal in die Körperempfindungen hinein spüren, die mit dem Etikett Trauer oder Angst gerade vorhanden sind, was ist da?Sind Sie wirklich so dramatisch, wie Gedanken es umschmücken
Trauer ist in meinem System nicht immer dramatisch abgespeichert. Beide können eine sehr, sehr intensive Empfindung sein. Ebenso wie Scham. Vielleicht also nicht dramatisch, aber doch so, dass es das Empfinden wie an eine Grenze bringt, manchmal eine Grenze des Aushaltbaren, so das Gefühl. Ein Schmerz. Und da wählt die Sprache, was rund um Existenz zur Verfügung steht. Sterben, kippen, fallen, auflösen.. so kann sich das aus dem Erleben hier formulieren.
( Kinder können das nicht formulieren und dissoziieren dann. Manche Erwachsene auch. Auch das ist ein Erleben. Das war für den Verstand nochmal gut zu erkennen..)
Wie gesagt, eine Schwellenerfahrung, Grenzerfahrung, gefühlt. Auch wenn es keine Schwelle oder Grenze gibt. Wo ist der Übergang vom Kern zum Keim, vom Keim zur Blüte, von der Blüte zur Frucht, zum Blütenstand, zum Keim...? Jedes hat seine Zeit und Form und doch ist alles bereits in allem da, keine Schwelle.? Woher sollen wir zb wissen, wie sich sterben anfühlt? Können wir das tatsächlich wissen?
Und: ja, es ist gut, da zu verweilen und "hindurchzutauchen". Das war am Montag, unausweichlich.
Möglich, dass noch was kommt, hier ist auf jeden Fall seit gestern eine Art Neutralität eingekehrt.
Dinge geschehen, Leben findet statt.:)
MOmente von Erkennen während einer Massage, in dem es nur noch "Fühlen" gab, und keine "Geberin" oder "Empfängerin", sondern bloss eins. Was das Leben in diesem Kontakt ins Fliessen bringt, bringt es in allem ins Fliessen.
Alles ist ein Organismus, ganz gleich ob es ein Sehen des Kürbis ´auf dem Löffel gibt, Farbe und Form wahrnehmen, riechen, etwas was ich nun Freude nenne, ausgelöst wird-
oder ob das alles in den Mund wandert, nun zum Fühlen wird, zum Schmecken, Tasten, Schlucken.
alles ist gleichzeitig, es gibt das alles eigentlich nicht mehr. Gleichzeitig ist es wunderschön und schlicht.
Weiterhin gehen Telefonate ein, feiere ich mit Freunden die letzte Chemo einer Freundin, mache ich Termine,
findet Leben statt.
Weiterhin kommen manchmal Gedanken, manchmal gibt es ein Identifizieren mit ihnen,
manchmal gibt es Momente, die frei von Gedanken sind,
und es gibt nur noch die Wahrnehmug, ohne irgendeinen inneren KOmmentar dazu. Noch nicht mal mehr "süß" "lecker", "schön".
Manchmal gibt es noch so etwas eine "BeobachtungsTrance", sie bringt mehr Anspannung
weil, eben die Gedanken ihren Job machen und verstehen, kontrollieren wollen.
Das ist seit Montag kaum passiert, zu anstrengend.:)
Es gibt so etwas wie ein inneres Aufatmen, wenn die pure Wahrnehmung, Sinnesempfindung da ist.
EIn ICH ist da nicht, nein.
Gefühle von "Verantwortlich sein und etwas nicht einhalten können" oder auch "verantwortlich fühlen" im Sinne von "zum eigenen Wort stehen, wahrhaftig sein "tauchen auf, ja.
Zugegeben, es sind eher Gedanken. Eng verknüpft damit Empfindungen von Handlungsbedarf/ Bedrückung oder auch Stimmigkeit, Friedlichkeit.
Es gibt das Empfinden, sich ausrichten zu könnne, es geschieht aber quasi von allein. UNd doch gibt es das Gefühl, wählen zu können. Wer wählt, wer trifft die Entscheidung, wenn da eigentlich keiner ist?
insofern ist die ICH Illusion ein mächtiges Ding, in diesem ganzen Sein. Aber eben nicht der Wahrheit letzter Schluss.
ICH, Monika, vermag nichts, weil es sie nie gegeben hat.
Ich glaube, die wichtigsten Momente des Erkennens waren für mich
als beim Tanzen nur noch Bewegung da war, dieses Erleben von innerer Leere. Sie kommt seit dem immer mal wieder. Nicht täglich, vielleicht auch doch, ich halte das nicht nach.., aber immer wieder.
Es ist mehr die Häufigkeit von Momenten der "Purheit", die die Illusion quasi immer wieder, immer wieder lüften.
SO oft, dass es passiert
dass es einfach ein Inne-galten gibt, mitten in einer Bewegung, und alles still ist, innen/außen, egal. Stehenbleiben draußen und einfach-sein mit blau-Bäumen-Wind- FÜhlen- sehen. Ohne Begriffe.
Ich grüße Dich sehr herzlich,
<3 Monika