Liebe Donna, jetzt bin ich wieder da :))
Kontrolle... das Kernthema---
Vorgestern nach dem intensiveren Üben der Moment- und Noting Praktiken geschah es, dass am späten Abend, als das ICH auf der Couch lag, dieses angenehme Körpergefühl auftauchte, welches vor Jahren intensiver geübt wurde.
Es ist die erste von den 8 buddhistischen Vertiefungen (Jhanas) wie sie von Ayya Khema gelehrt wurden. Das Rieseln und Rinnseln.. das Vibrieren und Pulsieren.. war sehr intensiv und durchzog den gesamten Körper. Es kam aus dem Nichts und ebbte nach einer ganzen Weile (ca. 15 m.) wieder ab, als das Ich die CDs dazu suchte und nicht fand.
Eine Begleiterscheinung der Moment- Übungen ?? Überraschend... ohne ein direktes Üben - auch schon so lange her ...
Die 2. (Liebe /Freude) und 3. (Frieden) sowie die 5. (Raum) konnte damals bereits durch Übung erlebt und erfahren werden, die 4. (Stille) war kaum zu erleben.
Was solls! So war es und wie es wird ist ungewiß! Eigentlich auch egal---
Das klingt ja nach einer schönen Erfahrung ... Von diesen Jhana-Zuständen weiss ich aus eigener Erfahrung garnichts. Prinzipiell ist es aber so, dass diese Zustände unter all unserem Alltagskram (insbesondere dem Glauben an die Gedanken) verborgen sind und immer dann durchscheinen, wenn wir ihnen die Gelegenheit dazu geben.
Heute morgen große Traurigkeit und tiefe Verlassenheitsgefühle: Es gibt NIEMAND der für JEMAND / MICH etwas tun könnte !! Kurze leichte Ärgerwellen... Angstwellen bleiben aus. Dafür diese Quasi- Leere, in der es niemanden gibt. Der Gedanke schießt hoch: Damit wird alles so sinnlos... wenn niemand da ist... nur noch ein automatisiertes Reiz-Reaktionsgebilde verschiedener natürlicher Organismen aller Art... des ganzen Kosmos ...
Diese tiefe Traurigkeit ist jetzt noch da, Tränen steigen auf... Schmerz wird gespürt---
Die Erinnerung kommt hoch : Vor Jahren wurde dieses Gefühl auf das Erkennen der absoluten Kontrolllosigkeit schon einmal heftig durchlebt... Nach einem Streit und der anschließenden Reflexion ( Wir haben keine Kontrolle über unsere unbewussten ? Verhaltensmuster ... sie geschehen einfach) brachte die Nacht ruhelosen Schlaf und bei jedem kurzen Aufwachen schoß ein Schluchzen und heftiges Weinen durch den Körper... Am Morgen bei einem einsamen Waldspaziergang erschien alles so hohl...leer--- trostlos eben, wenn erlebt wird, dass es da NIEMANDEN gibt... und wieder Tränen... jetzt-
Ein weiteres vergangenes Erlebnis: Auf der Fahrt zu einem Tanztreffen - wieder das Thema Kontrlllosigkeit - erhob sich ein gruseliges Grauen, das MICH ergriff, vor dieser Leerheit... Nicht-Anwesenheit von irgendetwas... 1-2 h dauerte es damals...
alles bloße Erinnerungen /Gedankengebilde des unruhigen Geistes, der dies in die Tastatur tippen will... es einfach so geschieht... Tränen und Schmerz... Gedanke des Ausgeliefertseins ... Tränen ... Schmerz ... jetzt--
Erlaube dir, alles das zu fühlen, es sind wahrscheinlich Gefühle, die du seit langem mit dir rumträgst.
Und schau außerdem genau hin, ob es da irgendwelche Bewertungen, Abneigungen, Rechtfertigungen ( wie z.B. Hadern, nicht akzeptieren, sich davor schützen wollen) etc. auftauchen,
also Gefühle/Gedanken ÜBER die primären Gefühle. Es sind nie die Gefühle selbst, die schmerzhaft sind, sondern die Haltung, die wir ihnen gegenüber einnehmen. Nimm auch alle diese sekundären Gefühle wahr und lass sie vollkommen zu.
Möglicherweise fühlt sich das alles auch persönlich an. Dann erlaube auch diesem Gefühl da zu sein.
Dann lass alle Gedanken und Geschichten los, alle Etiketten ... und erlaube der puren Energie den Raum einzunehmen, den sie braucht, und spüre den Frieden, der unter alledem liegt.
Schau dann, ob dieser weite Erfahrungsraum nicht um ein Vielfaches größer ist, als die Tränen und der Schmerz, die Einsamkeit und der Wunsch nach Kontrolle?
Ist da wirklich jemand zu finden, der traurig sein könnte, verlassen oder ausgeliefert, ein Jemand der geschützt werden muss? Oder sind da in direkter Erfahrung einfach nur Gefühle, die aus Empfindungen und Gedanken zusammengesetzt sind, ... Erfahrungen, die präsent sind, aber niemandem gehören?
Ist da wirklich irgendwas, was verloren werden kann?
Das soll jetzt erstmal reichen. Zu den Armhebegeschichten kommen wir später ...
Liebe Grüße!