Oh, doch .. das wird von mir bewertet! :-) ... allerdings geschieht es auch automatisch und diese Bewertung dann versuchen nicht mehr da sein zu lassen geschieht ebenfalls aus einer Bewertung heraus. Ich muss erst mal den Trick rausfinden wenigstens diese Bewertung mal nicht zu bewerten. Aber auch da wäre wieder ein "ich", das versucht die Bewertung nicht mehr zu bewerten ... fsgzulgfodöi. Jedes Versuchen ist von einem "ich", ist ein "ich". Wo ist der Ausweg?Das wird nicht bewertet und ist dann irgendwie okay.
Nein, das nützt natürlich nichts, wenn Gedanken bewertet werden, sowie auch die Bewertung der Bewertung der Gedanken. Allerdings passt das Wort "bewerten" nicht so recht (finde ich), es sollte eher "kritisiern" heißen, da in einer Bewertung nicht unbedingt auch eine Kritik enthalten sein muss. Wenn ich meine Gedanken bewerte, dann kann dies sogar nützlich sein, denn ich überprüfe damit ihren Sinn, oder auch Unsinn.Hier und Jetzt mit Wahrnehmung und bewertenden Gedanken und Bewerten der wahrgenommenen Gedanken...
Zusätzliches Bewerten, kann das nützen oder stört das nur?
Gedanken zu kritisieren allerdings bedeutet, dass ich ihre Existenz und damit auch ihren Inhalt kritisiere, was natürlich nicht sinnvoll ist, da sie nun mal vorhanden sind.
Ich habe bei mir festgestellt, dass, sobald ein Gedanke (oder ist es die Wahrnehmung selbst?) an "denken" entstanden ist, ich in der Falle sitze. Wie genau der Mechanismus funktioniert, weiß ich nicht. Auf jeden Fall bleibt meine Aufmerksamkeit dann gnadenlos in diesem Konstrukt kleben, egal ob ich versuche es einfach so sein zu lassen, oder ich versuche gar nix zu versuchen, oder ich es zu ändern versuche.
Wenn ich still sitze, zu was ich aber meist keine Lust habe, weil ich immer so hibbelig bin ... ist es so, dass sich dieser "Kampf" in mir senkt und ich ins reine fühlen und wahrnehmen komme. Allerdings ist es dann auch so, dass ich mich dann so schrecklich weit weg von dieser Welt empfinde, so dass das "aufwachen" aus diesem eher "irrealen" Zustand (also verglichen mit der Alttags-Realität) immer eine gewisse Qual bedeutet, wie ein Kino wieder nach einem guten Film verlassen zu müssen.
Nein ... sofort geändert werden muss nichts, auch wenn ich dies mittlerweile ebenfalls als "tun" betrachte, denn nach der Bemerkung auch von Gedanken kann die Welt nicht einfach stehen bleiben. Nach jeder Wahrnehmung wird eine Entscheidung getroffen und jede Entscheidung ist ein "Tun" in meinen Augen. "Gelassen werden" klingt für mich ebenfalls nach "tun", denn auch da ist ein "ich", das etwas sein lässt ... oder sehe ich das falsch?Wenn Gedanken sagen, daß da etwas stört... muß dann sofort etwas geändert werden oder kann das im Moment, hier und jetzt, einfach so gelassen werden wie es ist?

