Liebe Ichbin,
ich habe mir Deinen letzen Beitrag sehr gründlich und mehrmals durchgelesen um ihn auch richtig einwirken zu lassen.
Mit großer Freude antworte ich auf Deine Fragen mit 100% Ehrlichkeit.
Du erkennst es doch, und trotzdem hat es Dich. Warum?
Sehr gute Frage. Nach langem Hinschauen zu Deinem "warum?" habe ich wieder mein Anhaften an dem gewohnten Zweifeln finden können. Ich konnte sehen dass trotz meiner neuen Erkenntnisse, die Gewohnheit zu zweifeln mich hat. Besser gesagt dass die Gewohnheit zweiflerischen Gedanken Glauben zu schenken mir so vertraut vorkommt, dass ich eben nur mit Zweifel von diesen zweiflerischen Gedankengebilden loslasse.
Genau. Und welche sind das konkret?
Konkret sind es Vorstellungen, also Gedanken die auf die Zukunft gerichtet sind. Vorstellungen davon wie ich mich in Zukunft verhalten könnte bzw müsste. Das meinte ich mit "Schwachsinnsgedanken".
Alles schön und gut und super erklärt. Aber es ist ja da.
Was fehlt Dir noch, damit Du Dir wirklich traust, was Du erfährst?
Die wahre Einsicht, befreit von jedem Zweifel. Das mir wirklich trauen, erfahre ich durch zweifelsfreies erleben in der direkten Erfahrung im Hier und Jetzt. Ich erfahre diesen Änderungsprozess Dank dem Dialog mit Dir. Es ist wie bei jeder Unkenntnis. Durch Lernen erfährt mann Erkennen. Meine bisherigen Erkenntnisse im zwischenmenschlichen Verhalten basierten auf der Prägung die mein Körpersystem erfahren hatte. Da diese Prägung Hauptsächlich aus Selbstzweifeln bestand, fällt es mir eben aus diesem sich eingeprägten Gefühl des Misstrauens so schwer es loszulassen.
Ich erkenne dass mir eigentlich nichts fehlt. Ich erkenne auch dass es die Glaubensmuster sind die mich hindern mir zu trauen. Ich bin gespannt ob ich mit dem Erkennen eine selbstverständliche Bewegung weg von dem Zweifeln, hin zu dem Vertrauen erfahren werde. Dieser letzte Satzinhalt beschreibt vielleicht am ehesten was ich einmal mit "Click" meinte. Die Passage durch dieses imaginative Tor. Der Übergang bei dem eine Befreiung von illusionären Glaubensvorstellungen wahrgenommen wird. Dieser Übergang nachdem es auch keinen Weg zurück mehr in die irreführende Welt der Schwachsinnsgedanken geben soll. Meine Wahrnehmung verändert sich langsam. Ich erfahre immer noch grün, noch nicht blau ;-)
Ok, Dein Körper ist nicht das ICH. Der Körper wird erfahren durch die Sinnesorgane. Von wem? Also ist das kleine Körper-Ich durchschaut. Aber scheinbar ist da noch ein anderes, übergeordnetes ich? Das durch des der Körper erfahren wird, oder wie kann ich das hier verstehen?
Von niemanden. Die Sinnesorgane sind da. Sie haben durch ihr Dasein, ihre Beschaffenheit die Fähigkeit Sinnesimpulse wahrzunehmen. Der Körper (das Wort "Körper") ist ein Überbegriff für eine Gruppe von Sinnesorganen. Jede dieser Gruppen bezeichnen wir Menschen als menschlichen Organismus. Jedes menschliche Individuum ist die Summe seiner Sinnesorgane. Nur die Sinnesorgane können wahrnehmen oder direkt erfahren. Da ist niemand anderes und auch keine andere Instanz als die Sinnesorgane die das wahrnehmen das was direkt erfahren wird.
Du stellst wirklich sehr gute Fragen. Danke!
Auch dieser Körper nimmt sich wahr. Dank seiner eigenen Sinnesorgane
Durch Deine Frage nach einem übergeordneten ich konnte ich mich an Deine ältere Beobachtungsaufgabe mit der Schule/Stadt erinnern. Daher auch hier, wie gerade beschrieben: der Überbegriff "Körper" nimmt nichts wahr. Es nehmen nur die Sinnesorgane dieses Körpers etwas wahr.
Was ist wirklich da? Was wird wirklich erfahren?
Da ist was alles direkt erfahren wird. Wirklich erfahren wird alles was reell da ist.
Einen ganz lieben und herzlichen Dank für Deine beständige Begleitung.
Für Dein Zielstrebiges Lenken. Und Deiner Menschlichkeit mit der Du mich auf meine Irrglauben verweist.
Liebe Grüße, Welle