Gottseidank! :)Nein, so war das natürlich nicht gemeint. :-)
Wenn der Gedanke auftaucht („etwas fehlt“) schaue ich nach: Gibt es eine Empfindung, die dieser Gedanke benennt und ausdrückt? Oder eine Emotion? Oder ist es „nur“ ein Gedanke? Wem gehört dieser Gedanke. Was soll anders sein? Welcher Glaubenssatz steckt dahinter … Warum soll diese Emotion, dieser Gedanke, diese Empfindung anders sein …Jetzt in diesem Moment, fehlt etwas?
Oder:
Mir ist heiß … ich ziehe mein Hemd aus. Ohne Gedanken oder während die Gedanken sind.
Es kann ja nichts anders sein. Wenn eine Erwartung da ist, versuche ich das zu bemerken und zu untersuchen (siehe oben).Sollte jetzt etwas anders sein, gibt es da eine Erwartung?
Oder: Hunger - Gedanken an Essen - Hunger vergessen - Gedanken an essen - essen.
Ich merke, wie der Kopf die ganze Zeit surrt auf der Suche nach einer Perspektive/Identität. Und es gibt einfach keine … aber es kommen immer wieder Angebote.
Ich versuche mal: Es gibt diesen ständigen Strom von Empfindungen, Sinneseindrücken, Gedanken, die alle ungesteuert fließen. Wenn dieser Strom wahrgenommen wird, ist da eine beständige Tendenz Perspektiven einnehmen zu wollen: hier bin ich - da ist die Welt, gut - schlecht, Vergangenheit - Zukunft, hier - da, dort hört das eine Objekt auf, da fängt das andere an … vielleicht kann man es so beschreiben: das ist eine beständige Kraft (im Hirn), die versucht Ordnungen zu schaffen, Muster zu bilden, Dinge zu gruppieren. Und das auf allen Ebenen: im Visuellen vor allem, aber auch in Gedanken, Begriffen, Narrativen … alles, was sich dem „was ist“ aufprägt. Der Prozess an sich ist überhaupt kein Problem. Das ist eben das, was passiert. Aber es ist spürbar: Wenn man sich an irgendetwas „dranhängt“ und es „glaubt“ ensteht sofort wieder Identität, eine Geschichte, ein Ich, Gut+Böse … halt alles was so im Kopf ist, aber mit der Perspektive eines Ichs.Magst du mir beschreiben, wie das abläuft?
… keine Ahnung, ob das verständlich ist?

