Wie fühlt sich das an? Ist da noch Hilflosigkeit und die Angst vor Kontrollverlust?wenn ich die wesentlichen Wendungen im Verlauf meines Lebens betrachte und mich als 'Mitfließende' , dann sah es immer nur so aus , als ob ich die Initiative ergreifen würde . In Wirklichkeit geschah es (mit) mir .
Du kannst loslassen, Adelindis! Hier wartet die Befreiuung.
Ich möchte dir hier mal eine Analogie skizzieren.
Lass sie einfach eine Weile einwirken und berichte dann.
Da ist der Fluss des Lebens. In stetiger Bewegung, im Wandel, ohne dass irgendetwas statisch wäre; er mäandert durch Landschaften, umfliesst Steine und Felsen.
Siehst du ein Stück Treibgut, dem "es" geschieht?
Dieses Treibgut scheint in all dieser dahinfliessenden turbulenten Bewegung doch statisch zu sein, etwas, dass - wie ein Floß - dahintreibt und steuern, kontrollieren möchte, denn es könnte vielleicht untergehen oder beschädigt werden, sollte es gegen ein Hindernis stoßen. Angst!
Das ist das illusorische, das ausgedachte 'Ich'. Das Treibgut, dem all das widerfährt, dass isoliert von diesem Strom zu sein scheint, existiert so garnicht...
... denn du bist der Fluss, nicht das Floß.

