Und Unzufriedenheit mit der Unzufriedenheit... :) Letztendlich mit „dir“ weil du noch immer nicht in ewigem inneren Frieden bist, könnte es so sein?Also ich hab versucht nachzuvollziehen was eigentlich passiert. Wenn ich wieder "zu mir kam", versuchte ich mich zu erinnern, was da eigentlich abläuft. Ob es eine innere Diskussion oder eine Vorstellung war, wie z.B. ich stehe im Garten und die Gedanken kommen: wenn da jetzt eine richtig große Melone dran wäre ... es ist immer ein abdriften in eine Änderung der eigentlichen Situation.
Daran scheint ja erstmal nix schlimmes zu sein, sich vorzustellen wie schön es wäre eine reife Melone im Garten zu haben. Aber es geht nicht um die Melone. Es geht darum, dass mir nicht gefällt, dass da nichts dran ist an der Pflanze. Das was ist, soll anders sein. Da ist eine Unzufriedenheit mit dem was da ist. Es könnte doch anders sein.
Manchmal sind Emotionen (E-motion, energy in motion) ganz nützliche Antriebsvehikel, die was in Bewegung bringen, und letztendlich ist davon sehr sehr viel konditioniert. Am besten wahrnehmen, da sein lassen, liebevoll beobachten... Und je nachdem, wenn an der unliebsamen Situation was geändert werden kann (und auch will), was in die Wege leiten, ansonsten versuchen so gut es geht zu akzeptieren (inklusive und vor allem die Emotion...denn es sind nicht die Dinge und Situationen die tangieren, sondern nur die Emotionen die damit einhergehen, oder?)
Ist das wirklich wahr? Kann die Gegenwart tatsächlich jemals entgleiten?Oder "innere Diskussionen", ich nenn das mal so. Letztendlich bedeutet das ein sich wiederholender ... Rechtfertigungsprozess. Wenn das losgeht, entgleitet die Gegenwart.
Enge = spüren, das ist direkte Erfahrung.Dann ist da ein jemand, ein Ich das was macht, mit einem Gegenüber. Dann verengt sich etwas.
Wie ist die direkte Erfahrung des Ich das was mit einem Gegenüber macht? Sind da dann 2 Ichs?
Sehr schön gesehen... Ja, der Körper weiß... :)Die Sätze ohne Ich sind wahrheitsgetreuer!
Bei den Sätzen mit Ich, ist eine Einengung zu spüren, eine Angespanntheit. Vor allem in den Schultern spüre ich das. Das fühlt sich an wie ein unnötiger Zusatz.
Bei der Variante ohne Ich, ist sehen, ist hören usw. Da ist eine Offenheit, der Körper macht alles von selbst. Es ist auch wieder direkter und unmittelbarer. Wach.
Schauen wir uns mal die Natur der Gedanken ein wenig näher an. Mache es dir ganz gemütlich, atme ein paarmal ruhig und langsam ein und aus, und entspanne. Dann beginne auf eine liebevolle Art und Weise die Gedanken zu beobachten und frage dich:
1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.
2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt? Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
3. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
4. Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?
5. Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
6. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
7. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Mach die Übung der Gedankenbeobachtung zuerst formal, und danach kannst du einzelne Fragen immer wieder während des Alltags wenn nicht die volle Konzentration erforderlich ist betrachten.
Lass dir bitte wieder ein bisschen Zeit damit und "mariniere" ein wenig in den Fragen, vielleicht wieder mit in den Schlaf nehmen... :)

