Wenn man Erfahrung hat mit Meditation oder Achtsamkeit, kann das vielleicht schon etwas hilfreich sein.Ja, ich sehe es... ist das dann vglbar mit dem vorbeiziehen der gedanken wie beim meditieren?
Hier geht es aber darum, klar zu erkennen, was wirklich real ist und was nur Gedankeninhalt.......und dass das Ich nicht mehr ist, als ein durch Gedanken erschaffenes Zentrum.
Stell es dir vor wie eine Fata Morgana. Wenn du sie einmal enttarnt hast, wird sie dadurch nicht verschwinden. Du wirst sie nach wie vor sehen. Aber du wirst nicht mehr hingehen, um dort Wasser zu holen, weil du weißt, es ist keines vorhanden.
Wenn die Illusion als solche erkannt wird, werden die vielen Ich-Gedanken meist immer uninteressanter und ziehen automatisch vorbei.
Ja, das ist sie! Erinner dich an deine Frage:Die Etikettiermaschine is schon ziemlich gut geölt... mann, mann... aber manchmal gibt es zwischendrin kleine Lücken, Aussetzer....
Kann es sein, dass du mit den kleinen Lücken die Antwort gefunden hast?ab wann beginnt das "nicht etikettieren"?Das kann ich dir nicht sagen. Diese geniale Frage kannst du aber selber beantworten, indem du ganz genau hinschaust!
Schau da immer wieder hin!
Widerstand ist ein gutes Zeichen. Da beginnt jetzt einiges zu bröckeln. Das beste was du machen kannst, ist einfach, beim Widerstand zu bleiben.Wie bei den vorherigen Übungen, nehme ich umso weniger wahr, je mehr ich wahrnehme... paradox... aber es strengt mich bzw. meine gewohnheit tierisch an, das zuzulassen... ja, ich spüre da schon widerstand und trickserein....
Egal was grad hochkommt (Angst, Traurigkeit, Langeweile, etc): schau immer, was in dem Momement wirklich erfahrbar ist und was davon nur eine Geschichte ist, die Gedanken erzählen.
Etikettieren ist wohl die Aufgabe der Etikettiermaschine. Warum kann ich dir auch nicht sagen. Eines der vielen Wunder des Lebens.Etikettieren um nicht "einfach" nur wahrzunehmen... aber warum??? Manchmal ist da die täuschend echte Illusion von Erfahrung... ich weiß auch nicht und vorallem warum fällt es mir oft genug so schwer einfach nur wahrzunehmen, warum bin ich da so faul das einfache zu machen??? ...
Uff... und weiter... 🙂
Geh es ganz locker an!
Wem fällt da etwas schwer? Wer ist faul?
Kannst du jemanden finden?
Hier eine schöne Uebung zum Realitätsgehalt von Gedanken:
Nimm dir ausreichend Zeit zum Untersuchen und überlege vorher, was du gerne (an Essbarem) für den Zweck der Übung hernehmen möchtest und sei sicher, dass du es zu Hause hast.
Bevor du es dir holst und bevor du es isst, schließe die Augen und beschreibe aus der Erinnerung möglichst genau den Geschmack der Frucht (oder sonstiges) ihre Textur, Farbe, den Klang den es macht beim Hineinbeißen und beim Essen.
Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt.
Dann hol dir die Frucht, beiß genüßlich hinein und iß sie! Geh ganz in diese Erfahrung und beobachte, was du dabei wahrnimmst. Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.
Nun frag dich:
Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Viel Spaß beim Erforschen!

