Kein Körper, Kein Gedanke, Keine Emotion aber auch kein Nichts, will erfahren!
Du schreibst in einem vorherigen Post dass du gern die Erfahrungen machen würdest die andere gemacht haben. Von welchen Erfahrungen genau sprechen wir hier?
Das eine sind die Gedanken, das andere ist das direkte Erfahren.
Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Die meiste Zeit bewegen wir uns in diesem Geschichtenland und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.
Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganz Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:
Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen.
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein Auto vorbeifahren hören = hören.
Gedanke an die Arbeit = denken . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Verspannung im Nacken = spüren
usw...
Es gibt 2 Arten von Gedanken:
1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘.
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein “Ich”, ein “Selbst”?
Hallo Danylela,
danke für dein Hinweis und die übung. Ich werde am wochenende es mehrfach ausprobieren und
mich dann bei dir melden.
lg Tshik
Kein Körper, Kein Gedanke, Keine Emotion aber auch kein Nichts, will erfahren!
Du schreibst in einem vorherigen Post dass du gern die Erfahrungen machen würdest die andere gemacht haben. Von welchen Erfahrungen genau sprechen wir hier?
Das eine sind die Gedanken, das andere ist das direkte Erfahren.
Alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Die meiste Zeit bewegen wir uns in diesem Geschichtenland und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.
Probiere es mal aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganz Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:
Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen.
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein Auto vorbeifahren hören = hören.
Gedanke an die Arbeit = denken . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Verspannung im Nacken = spüren
usw...
Es gibt 2 Arten von Gedanken:
1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘.
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein “Ich”, ein “Selbst”?
Hallo Da bin ich wieder,
War nicht einfach die Übung im Alltag umzusetzen. Es gab großen inneren Widerstand.
zuerst habe ich mich beim Trödeln erwischt, später wichtige Aufgaben dazwischengeschoben, gelegentlich zwischen durch
habe ich die übung gemacht. Ich musste mir einen festen rahmen geben, davon will ich berichten:
erster fester Rahmen: Spaziergang am rheinufer
Ich wohne nah am Rheinufer, mit dem Austritt aus dem Haus habe ich die übung praktiziert:
ich gehe= gehen
ich schaue auf vieles häuser, Autos, Menschen, fliegende vögeln, wolken = schauen
ich höre autoverkehr, zwitschern von Vögeln= hören
ich spüre die sonnenwärme und den Wind im Gesicht= spüren
Was mir auffällt, obwohl ich auf viele unterschiedliches schaue , gibt es nur " ein Schauen" , es kommen mir keine unterscheidene Begriffe im Sinn; dasselbe mit dem hören: obwohl die hörgeräusche wechseln, am rhein höre ich das Rasscheln der blätter, kinder-Stimmen und entfernter autolärm, es ist aber " ein hören" solange ich kein Geräusch spezifiziere. Sobald ich aber ein geräusch begrifflich einordne, z.b Rascheln der blätter an den Bäumen, zersplittert sich das "eine hören" in einer vielzahl von anderen Geräuschen, ich fange auch an Autolärm, etc gesondert begrifflich zu benennen und wahrzunehmen. Dasselbe gilt für das Schauen, fange ich an Menschen am rhein gesondert zu schauen, zersplittert das " eine schauen " in einer Vielzahl von separaten Einheiten z.B " Flug von Raben"; " Fließen des Rheins".
Eine andere intressante Erfahrung:
Solange es " ein Schauen" ; " ein hören"; " ein Spüren" gibt, gibt es nur ein Wahrnehmen ohne ein Gefühl von Ich.
Erst mit der oben beschriebenen Zersplitterung der " Schau-Einheit" bzw. " Hör-einheit" gibt es ein wahrnehmbares gefühl von ICH. Es scheint ein zusammenhang zu geben zwischen gesondertes, begriffliches schauen bzw. Hören bzwSpüren und der " Ich-Identität " zu geben.
Zweiter fester Rahmen : 1 Stunde auf einen Stuhl sitzen und in der Gegenwart bleiben
( mit dem Versuch nicht in die vergangenheit oder zukunft gedanklich zu schweifen)
Auch gegen diese Übung gab es Widerstand, Befürchtung von öde Langweile
Ich sitze auf den Stuhl= Spüren meines Sitzfleiches ( hintern auf Stuhl)
Ich höre mein Bauch grummeln, ich höre mich Pfurzen= Spüren
Ich schaue auf verschiedenes coach, Stühle, Bücherschrank, Wandbilder= nur " ein schauen"
Ich höre verschiedene Geräusche, Treppenhausgeräusche, geräusche die ich nicht identifiziere kann, Regen draussen=
alles ist ein Hören.
nach geschätzen 5 bis 10 min, kommt Schläfrigkeit auf, und der Gedanke von Müdigkeit, meine Augen fallen zu und ich muss mich etwas anstrengen, die Augen offen zu halten. Hier Stellt sich ein starkes " Ich-gefühl" her mit einer Identität " Ich-der Ich Müde bin" ab dem Moment wird Die Aufmerksamkeit bzw. wahrnehmung , auf dieses Drama gelenkt, auf kosten des Schauens, Spürens, hörens. Ich komme zwar wieder rein, in der zwischenzeit, höre ich gesondert z.b unterscheide das Geräusch von Regen draußen, in dem ich Begrifflich "Regen" denke unterscheide ich zwischen dem Geräusch drinnen und draussen. Dass gleiche geschieht beim Spüren; ich bemerke Rückenspannung und Zahnschmerzen ( verschwindet aber recht schnell). Es gibt kein " ein Spüren" sonder verschiedenheiten beim Spüren.
Immer wieder wird das " Schauen "; " Spüren" "hören" von gelegentlichen gedankenfetzen : "Sokrates" ; " "Historiker", " dass muss ich Danylela sagen" , Etc´unterbrochen, die gedankenfetzen stammen von einen telefon-Gespräch mit einem freund am nachmittag.
Nach 1 Stunde meldet sich der Timer und ich sage mir dass die Zeit schneller vergangen ist als gedacht= denken.
Lg Tshik