Hi Verananda,
Nun, du sagtest, es ist eine ernsthafte Frage. Also daher nochmal meine (ernsthafte) Frage darin: Was ist deine Befürchtung? Oder ist da überhaupt eine Befürchtung? Geht es darum was andere über dich denken? Oder machst du dir Sorgen über dein Beziehung? Es ist wirklich wichtig bei solchen Gedanken mal etwas tiefer zu schauen, was wirklich dahinter steckt. Wenn es keine Befürchtung ist, was macht es dann wichtig diesen Punkt hier aufzubringen oder zu klären?
Erforsche das mal. Is wichtig. Für dich.
Ernsthaft habe ich dazu geschrieben, weil ich vorher so gealbert hatte und die Frage nicht im selben Kontext gesehen werden sollte. Es ist so wie ich geschrieben hatte, es war (noch) keine Befürchtung, sondern ein Gedanke, der aufkam. Eine gewisse Wichtigkeit hatte er, weil sich die Stimmung verändert hatte. Der Gedanke war zur Zeit seines Auftretens interessant. Beim wiederholten anschauen im Kontext mit dem Thema Befürchtungen entsponn sich eine Geschichte wo Furcht auftrat. In der Geschichte tauchten Bilder und Szenen von eventuellen zukünftigen Ereignissen auf wo andere Menschen mein Verhalten kritisieren. Ich habe mir aber angewöhnt solche Geschichten zu beenden. Sie kosten unnütz viel Energie.
Beobachte mal, in direkter Erfahrung, was hier von wem wie manipuliert wird und:
1. Beschreibe bzw. benenne alles was du dabei findest bitte als Erfahrung (Sehen, Hören, Spüren, Riechen, Schmecken) oder als "Gedanke".
Sehen: Farben, Bild mit Tiefe - ich nenne das Relief. Hören: Geräusche. Spüren: Tastempfindungen, Temperatur. Riechen: Geruch. Schmecken: Geschmack. Gedanke: Gedanken als Gesprochenes, Bilder oder erinnerte Sinnesempfindungen..
2. Findest du dabei irgendetwas anderes als Erfahrungen (Sehen, Hören, Spüren, Riechen, Schmecken) oder Gedanken?
Nein.
3. Wie genau geschieht in direkter Erfahrung die "Manipulation der Sinneswahrnehmung"?
Gleichzeitig mit den Sinnesreizen erscheinen Gedanken, welche die Sinnesreize in eine Verbindung bringen.
Sorry wenn ich an ein paar Stellen etwas penetrant bin ;-)
Mach mal. Das führt ja meistens zu mehr Klarheit in der Wahrnehmung. Ist manchmal etwas anstrengend immer wieder klarzustellen was ich gemeint habe.
Aber das ist wohl bei schriftlicher Kommunikation unvermeidbar.
Es gibt also keine Erwartungen oder Wünsche, dass bestimmte oder irgendwelche Gedanken verschwinden oder aufhören? Auch nicht, dass die "Manipulation der Sinneswahrnehmung" aufhört?
Bezüglich dessen habe ich nur den Wunsch klar Gedanken von anderen Sinneswahrnehmungen unterscheiden zu können. Oder die Fata Morgana als solche zu erkennen.
1. Hier auch nochmal, nachdem du die Übung oben gemacht hast, beschreibe nochmal aus der direkten Erfahrung genau die "Manipulation der Tastempfindung".
Beispiel rechte Hand. Verschiedene Kribbelempfindungen im Bereich der rechten Hand bekommen eine grobe Verortung und werden anschließend verknüpft zu einem 3-dimensionalen Verbund, der noch keine präziese Kontur hat. Dann wird dieser Verbund mit einem Bild von einer Hand verknüpft. Dadurch entsteht der Eindruck einer scharf abgegrenzten Kontur. Das geht sogar so weit, dass Finger bzw. Abschnitte von Fingern "gefühlt" werden können.
2. Ist es mehr als:
Kribbeln + Gedanken
Kribbeln + Gedanken + Gedanken über die Gedanken
Kribbeln
Nein.
Also wenn du dich konzentrierst gibt es kein Innen und Außen und wenn du dich nicht konzentrierst gibt es Innen und Außen?
Ich erklär's mal an einem Beispiel. Vielleicht kennst du diese Farbsehtests, wo auf einem Bild bunte Farbkleckse zu sehen sind. Ein Teil der Farbkleckse ist so angeordnet, dass sie das Muster einer Zahl ergeben, wenn sie im Geiste verbunden werden. Da gibt's verschiedene Schwierigkeitsgrade. Bei manchen sind die Farbunterschiede so gering, dass man sich sehr konzentrieren muss, um die Zahl zu entziffern. Beispiele hinken. Im Vergleich zu Innen und Außen ist es ungefähr so, als würden die Farbkleckse dauernd leicht ihre Farbe und Größe ändern. D.h. ich kann nicht sicher sein, dass es beim nächsten Nachschauen wieder dieselbe Zahl ist. Das Einzige was passieren könnte ist, dass es mir mit Zeit leichter fällt die Zahl zu entziffern. Der Effekt, dass sich das Bild dauernd ändert bleibt. Genauso wie Gedanken bleiben. Es kann nur sein, dass es mir mit der Zeit leichter fällt Gedanken von reiner Sinneswahrnehmung zu unterscheiden. Die Konzentration ändert nicht die Sinnesinformation (Zahl), sondern ich brauche sie noch zur Unterscheidung was Sinnesinformation und was Gedanke ist. Während unseres Dialoges habe ich aber des Öfteren geglaubt die reine Sinnesinformation wahrzunehmen und musste später feststellen, dass da wieder Gedanken dazwischen waren, die ich als solche nicht bemerkt habe. Da kam dann die Frage auf, ob das irgendwann zu Ende ist, dass da immer weiter, immer subtilere Gedanken auftauchen und sich das, was ich bis dahin für die reine Sinnesinformation gehalten habe - und damit für die Realität - immer weiter verändert?
Deshalb habe ich das im letzten Post mit Frage aller Fragen bezeichnet.
Ändert sich dabei die Realität oder der Inhalt deiner Gedanken?
Es ist mir nicht gelungen bis zur absoluten Realität vorzudringen - sofern es sie denn gibt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nur sagen, dass die Konzentration weder Sinnesinformation noch Gedanken ändert. Sie ermöglicht mir nur die Frage zu beantworten.
Erinnerungen von Tastempfindungen: Ist das was anderes als Gedanken?
Nein.
Wie erlebst du "überlagern" in direkter Erfahrung?
Jetzt hab ich so viel geschaut, dass ich einiges umschreiben müsste. Überlagerung war anfangs als würde tatsächlich die Form von z.B. der Hand wahrgenommen. Dann war es so als würde eine diffusere Form entstehen. Jetzt würde ich sagen, dass der Fokus wandert von der Tastinformation, wo keine Form existiert, hin zu Gedanken, welche die Tastempfindungen irgendwie verbinden. Kurzzeitig war es so als würde alles in ein Gesamt-Erleben aller Sinnesempfindungen zusammenlaufen.
Ich lasse das mal so.
Ich empfinde gerade eine intensive Dankbarkeit.
Danke für deine Geduld und "Penetranz". ;-)
Gruß,
Brokkoli