Ja genau :)Ok, das habe ich jetzt mehrmals beobachtet. Einer Handlung gehen nicht immer Gedanken voraus. Viele Handlungen geschehen automatisch, ohne dass ihnen Gedanken vorausgehen.
Auch das ist ganz normal. Versuche den Widerstand – wenn er aktuell fühlbar ist – genauso zu untersuchen wie die anderen Emotionen. Also ins Spüren kommen, die Gedankengeschichten ignorieren und einfach schauen was wirklich davon übrig bleibt ohne Geschichte.Ja, immer wieder, wenn ich diesen Satz lese (Das ich ist ein Gedanke wie jeder andere) spüre ich Widerstand. Es ist nach wie vor ein mulmiges Gefühl.. So richtig starke Gefühle sind (noch) nicht da.
Das war ja eine ganz aktuelle Beobachtung der Gefühle vom Feinsten :) Wunderbar...Gerade hatte ich einen Anruf in Abwesenheit, ich rief meine Ärztin zurück. Schon während ich die Nummer eintippte, spürte ich ganz deutlich Herzklopfen, ein Kloß im Hals.
Es ging um ein Untersuchungsergebnis und es war alles ok.
Das veränderte körperliche Unwohlsein begann mit der Information ,Oh die Ärztin hat angerufen, es geht um dies und das.. also viele Gedanken und Gedankengeschichten, die plötzlich da waren, vieles auch aus der Vergangenheit, schlechte Nachrichten von Ärzten damals bei meinem Vater, der schwer krank war und verstarb.
Als die Ärztin am Telefon sagte, es sei alles in Ordnung, war ‚ich‘ erleichtert und die körperlichen Symptome waren sofort weg. Es war ein Gefühl von Leichtigkeit in der Brust zu spüren, ein Aufatmen.
Und ja, nichts davon muss/sollte oder wird verschwinden. Es gilt einfach nur zu untersuchen und immer wieder hinzuschauen, und vielleicht mal zu erkennen dass Gedanken und Gefühle/Stimmungen auch nicht mehr sind wie Wetterphänomene die einfach erscheinen und niemandem gehören...
Lass es uns noch weiter runterdampfen:Übrig bleiben Empfindungen, zB Druck im Brustbereich, Druck im Hals, Herzrasen, leichtes Zittern in den Händen. Anspannung im Nacken.
Weiß das reine Spüren etwas von "Brust/Hals/Herz/Händen/Nacken"?
:)(Ganz spontan würde ich diese Empfindungen als negativ bezeichnen. Wahrscheinlich weil ich es nicht anders gelernt habe.) Ich hab es in Klammern gesetzt, weil ich gerade merke, dass es eine Gedankengeschichte ist.
Unterdrücken oder zur Seite legen - sofern man das kann - ist nie die Option erster Wahl. Aber untersuchen, beobachten, da sein lassen, umarmen, sie als Freund der beschützen will sehen, zulassen, ist das Beste was man mit Emotionen machen kann. Einige Emotionen werden durch Erinnerungen bzw. Zukunftsängste ausgelöst und da geht es dann darum – wie du schon ganz genau erkannt hast - dass ohne Gedankengeschichten nur die Empfindungen übrig bleiben (wenn überhaupt)Barb, eine Frage, die sich mir gerade stellt: Sollte ich jetzt unangenehme Erfahrungen aus der Vergangenheit, die ja Erinnerungen sind und offensichtlich noch was bewirken im Körper, einfach zur Seite legen?
Weil Du ja sagtest, Emotionen nur aus der direkten Erfahrung heraus untersuchen.
Denn diese Emotionen sind ohne diese Bewertungen (Erinnerungen) einfach nur Empfindungen.
Beobachte das mal im Laufe des Tages bei unterschiedlichen Gefühlen und untersuche. Versuche so oft wie möglich die Aufmerksamkeit auf das Spüren, auf die körperlichen Empfindungen zu lenken. Untersuche die Sensationen.
Schau mal ob es manchmal so ist, dass da ein Gedanke ist gefolgt von einer Emotion/Stimmung, ob es manchmal umgekehrt ist, und schau auch, ob hin und wieder vielleicht die gleichen körperlichen Empfindungen mit anderen Stimmungen assoziiert werden.
Könnte es sein, dass manche "Gefühle" einfach nur verkleidete Gedanken sind? Dass einfach manchmal nur Gedanken da sind ohne körperliche Empfindung und die auch als Gefühl bezeichnet werden?
Haha :) Ja das könnte immer lustiger werden je mehr das Beobachten in den Vordergrund rückt. Es kann auch geschehen, dass sich ein immer größeres Amüsement beim Anschauen der Gedankengeschichten einstellt... :))Bei den gewohnten Vorgängen, zB morgens aufstehen, ins Bad gehen, Anziehen, das geschieht alles einfach so. Ich kann niemanden finden, der eine Entscheidung trifft, ich kann auch keinen Moment der Entscheidung festmachen. Die Dinge geschehen einfach.
Ein typisches Beispiel ist das Einkaufen, meistens kaufe ich andere ( oder zusätzliche) Dinge ein als geplant. Oder ein kleiner Hunger wird verspürt, beim Öffnen des Kühlschrankes wird nach etwas gegriffen woran ich garnicht gedacht hatte. Irgendwie witzig ;)

