Dieses Gefühl kommt oft auf, einfach weil in dieser Gegend vier von fünf Sinnesorganen angesiedelt sind, womit entsprechend verstärkt Spannungen stattfinden (beobachte mal die feinen Augen- und Gesichtsmuskeln wenn Gedanken da sind: Bei visuellen arbeiten die Augen, bei auditiven die feine Gehörmuskeln, bei gedachten Dialogen die Kiefermuskel usw..)Nun bemerke ich dass, wenn ich auf Körpergefühle achte, diese Mitte der Kopf ist.
Lege die Finger auf die Tastatur (falls du keine Tastatur benutzt, den Tisch) und schließe die Augen.
Was ist zu fühlen?
Haben die Empfindungen ursprünglich einen Namen?
Wo kommt der Name für die Empfindungen her und wann kommt er dazu?
Gibt es eine Grenze zwischen den Tasten und den Fingern?
Gibt es wen, der fühlt, und das Gefühlte oder ist da einfach fühlen?
Was, wenn es für diese Frage keine Antwort gibt? Was wenn es überhaupt keine Antworten gibt? Was ist das einzige was sicher gewusst werden kann?was ist Realität überhaupt, …
Wow, sehr gut gesehen :)Eine Stunde ist vergangen, die physische Entität steht auf und setzt sich auf die Couch. Zurück zu etwas mehr Ruhe. Der Versuch Erfahrung zu beschreiben alleine Erzeugt ein Gedankliches Modell. Momentan tauchen Buchstaben auf einem Laptop auf. "Ich" (aus Mangel an einem besseren Wort), kann nicht wahrnehmen woher diese Worte kommen. Dinge passieren, soetwas wie einen Ort an dem sie passieren gibt es nicht.
Was ja auch ganz praktisch ist für den Alltag.... ;)Wenn zwei Dinge passieren ist da aber eine Relation zwischen ihnen und eine räumliche Verortung kann passieren.
Zwei Fragen sind noch offen geblieben (bitte beantworte immer alle Fragen, auch wenn sie dir unwichtig erscheinen, eine davon könnte der Schlüssel sein, wir wissen nicht welche... :))
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt eine "Kiwi" oder nur Farbe?
Woher kennst du den Namen der Farbe?
(Du kannst jedes beliebige Objekt für diese Untersuchung nehmen)
Versuche es so einfach wie möglich zu halten ohne viele Geschichten: Spüre die Kontraktion, Druck, Spannung oder was auch immer in der Gegend die wir als Kopf bezeichnen und frage dich: Weiß dieses reine Spüren etwas von „Kopf“? Ist im Spüren ein Kopf oder einfach nur Kontraktion oder ähnliches? Gehört dieses Gefühl „dir“? Bist „du“ irgendwo außerhalb und besitzt diese Empfindung?Hmm, Worte sind schwer, sie beinhalten Konzepte die wir hier zu überwinden versuchen. Und ich finde nicht die richtigen Worte für das was ich erfahre, wenn es die überhaupt gibt. Ich... ARGH....Was nimmt die Kontraktion wahr? Nur die reine Spürerfahrung betrachtend: Weiß die etwas von „Kopf“? Was macht den Kopf zu „deinem“ Kopf?
Zuerst ist da ein Geräusch, ganz für sich alleine. Dann ist da der Versuch mehr Details von diesem Geräusch wahrzunehmen. Woher diese Intention kommt ist ungewiss. Dann ist da die Erfahrung einer körperlichen Kontraktion je länger die Konzentration auf einen einzelnen, kleinen Sinneseindruck anhält. Körperliche Sinneseindrücke scheinen nur in einem sehr limitierten Raum aufzutreten. Dieser Raum hat keine sehr klar definierten Grenzen, aber ist doch recht klein im Verlgeich zu anderen Sinneseindrücken. Das verursacht vllt die Illusion einer zusammenhängenden Einheit.
Hört sich doch gut an :) Es geht weniger darum diese Triebe oder irgendetwas zu überwinden, sondern vielmehr darum zu sehen, dass das genauso Erscheinungen sind und durch immer wieder nachschauen und nachfragen zu erkennen, dass es einfach nicht auf alles Antworten gibt... :) Der Verstand (das Denken) ist ein wunderbares Werkzeug, jedoch kann er über sich selbst nicht hinaus, er ist selbst ein kleiner Teil der Realität die unfassbar ist für ihn, die jedoch in jedem Augenblick erlebt wird, ganz einfach als das was jetzt hier ist... :)In den Momenten in denen alle Konzepte wegfallen ist da ein Gefühl von Freiheit. Verstehen und Kategorisieren scheinen jedoch so unglaublich starke Triebe zu sein, dass diese Momente nicht von allzu langer Dauer sind und der Verstand zurückkehrt. Interessanter Weise funktioniere "ich" in diesem Momenten immer noch tadellos. Kann sprechen, gehen, etc. Aber ich denke diesen Trieb zu überkommen ist eine der Kernaufgaben dieser Reise
Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.
Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne und dann öffne die Augen:
Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.
Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.
Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist... :)

