Kann Wahrnehmung auch ohne Interpretation stattfinden und ist es denn möglich, das Interperetation ohne Wahrnehmung stattfindet?
Grundsätzlich kann Wahrnehmung sicher ohne Interpretation stattfinden.
Ich habe den Eindruck, dass Menschen
" Wahrnehmungsinstrumente" sind.
Wir nehmen wahr, das scheint mir sehr natürlich und "egofrei" zu sein.
Ich denke, dass Interpretation durchaus ohne Wahrnehmung stattfindet. Immer dann, wenn konditionierte Muster besonders eng gestrickt sind. Man nimmt sozusagen die vorinterpretierten Muster wahr .. da bleibt dann kein Raum zum wahrnehmen dessen, was eigentlich ist.
Sozusagen: Illusion nimmt illusionäres wahr.
Tut mir leid da Verwirrung gestiftet zu haben, ich hab mich wohl zu ungenau Ausgedrückt.
Angst ist nicht etwas das von einer seperaten Entität/ einem ich, erzeugt oder genutzt wird um sich selbst zu erhalten, Angst ist der Mechanismus/ das Muster an sich welches etwas real scheinen lässt das garnicht erst existiert.
Woraus besteht ein solches Muster Mechanismus
(zB Angst), wie kann es/er diese Dichte und Wirksamkeit entwickeln?
Warum ist es so schwer zu durchschauen, dass wir kollektiv darauf hineinfallen?
Es muss ja ungeheuerlich kraftvoll sein, dass es das vermag.
Haben wir Einfluss oder geschieht alles spontan?
Woher käme der Impuls für dieses "einfache Stattfinden"?
Die direkte Wahrnehmung würde sagen, die Abwehrreaktion findet einfach statt.
Aber entsteht sie spontan oder ist es eine Reaktion meiner konditionierten Muster?
Die Muster formen das Erleben .. alles im relativen Bezugsrahmen.
Wie läuft es im reinen Sein, tauchen diese Dinge dort überhaupt auf, oder erscheinen sie wie Wolken am Himmel?
Kannst Du hierzu noch mehr sagen?
Falls das nächste mal also Angst, oder eine andere Sensation in deiner Wahrnemung auftaucht, beobachte was passiert. Gibt es in deiner Erfahrung etwas das entschieden hat, was gerade geschieht zu spüren oder gar wahrzunehmen? Berichte bitte was du beobachten kannst.
Ich habe das Gefühl, meine Konditionierungen führen eine Art Eigenleben .. sie bestimmen aus ihrer Beschaffenheit heraus, was gespürt oder wahrgenommen wird. Gleichzeitig haben sie keine eigentliche Form oder Entität, es sind verdichtete Felder. Sind diese Konditionierungen das Ego?
Ohne Konditionierung und automatisierte Muster kein Ego? Wäre das der Zustand des Erwachens?
Auch das sind Konzepte an die sich der Verstand versucht zu klammern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Nein man wird den Menschen nicht gerecht und das ist auch nicht notwendig, wenn man erstmal erkannt hat das man niemandem gerecht werden muss. Es wird immer Menschen geben die einen dafür lieben und andere die einen dafür hassen genau so wie es vorher auch schon war, aber man ist damit im Frieden.
Es ist sogar noch einfacher allen Dingen nachfühlen zu können, ohne den gedanklichen Verrenkungen von könnte/sollte/müsste/würde und co.
man ist in Frieden mit dem was ist?
Das klingt gut!
Nach- bzw Mitfühlen wird leichter?
Magst Du dazu mehr sagen?
Gute Nacht und Danke
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