Ichlosigkeit
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Re: Ichlosigkeit
Gut, das ist das Prinzip der direkten Erfahrung. Der Schleier der Gedanken kann transparent werden, wenn man sich auf die tatsächliche Sinneserfahrung vollständig konzentriert. Und unsere weitere Untersuchung wollen wir in der direkten Erfahrung vornehmen, d. h. im Sehen, Hören, Spüren/Tasten/Fühlen, Riechen, Schmecken aber nicht in virtuellen Sinneserfahrungen. Was in virtuellen Sinneserfahrungen auftaucht bezeichnen wir als ausgedacht, virtuell, eingebildet und wenn darin Spuren eines Ichs auftauchen, dann wären diese Illusion oder modellhafte gedankliche Vorstellung. Uns interessiert im Weiteren, ob in der direkten Erfahrung ein Ich dingfest gemacht werden kann.
Beginnen wir mit dem Sehen. Kannst Du darin ein Ich finden, d. h. einen Beobachter, Handelnden oder Erleider? Wie sieht er aus?
Beginnen wir mit dem Sehen. Kannst Du darin ein Ich finden, d. h. einen Beobachter, Handelnden oder Erleider? Wie sieht er aus?
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Nein, es gibt kein Ich im Sehen, da ist nur sehen. Manchmal habe ich jedoch die Vorstellung, als ob dieses Ich sozusagen im Körper drin sitzt und aus den Augen herausschaut. Wenn Du mich jedoch frägst, wie es aussieht, dann kann ich nichts finden.
- Truthcounts
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Re: Ichlosigkeit
Schau Dir das ruhig auch nochmal genauer an. Ist da in direkter Erfahrung des Sehens eine Grenze, Trennlinie oder ein Abstand auszumachen zwischen Sehen und etwas, was davor steht. Und wie ist es mit einem scheinbar gesehenen Objekt. Ist das Sehen vor dem gesehenen Objekt oder ist da nur Objektsehen ohne Trennung?Manchmal habe ich jedoch die Vorstellung, als ob dieses Ich sozusagen im Körper drin sitzt und aus den Augen herausschaut.
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Ich bin ziemlich durcheinander.
Wenn da kein Ich ist, das aus den Augen herausschaut, dann stimmt vielleicht auch die Annahme nicht, dass es einen Abstand gibt, zwischen dem sehen und dem Sehobjekt.
Ich habe es mit dem Sonnenschirm ausprobiert. Wenn ich 5 Meter davon entfernt stehe und ihn anschaue und wenn ich 3 Meter davon entfernt stehe und ihn ansehe, dann ist der Abstand unterschiedlich dachte ich, aber das stimmt ja nur, wenn ich von der Annahme ausgehe, dass da ein Ich hinter den Augen sitzt.
Vielleicht ist dieses sehen ja gar nicht in meinem Körper drinnen lokalisiert? Vielleicht ist SEHEN einfach so freischwebend im
Raum???? Dann würde, das was Du schreibst Sinn machen, dass das Sehen und Sinnesobjekt miteinander verschmelzen.
Wofür sind dann aber die Augen da? Die kleben ja fest am Körper dran. Und ist das mit dem hören vielleicht auch so?
Dass hören quasi frei im Raum schwebend stattfindet und nicht in diesem Körper mit den Ohren drinnen sitzt?
Sind dann die Augen und die Ohren an diesem Körper nur so eine Art Empfänger, wie bei einem Radio?
Ich kann auch keine Trennnlinie finden, zwischen dem Sehen und dem Sehobjekt.
Wenn da kein Ich ist, das aus den Augen herausschaut, dann stimmt vielleicht auch die Annahme nicht, dass es einen Abstand gibt, zwischen dem sehen und dem Sehobjekt.
Ich habe es mit dem Sonnenschirm ausprobiert. Wenn ich 5 Meter davon entfernt stehe und ihn anschaue und wenn ich 3 Meter davon entfernt stehe und ihn ansehe, dann ist der Abstand unterschiedlich dachte ich, aber das stimmt ja nur, wenn ich von der Annahme ausgehe, dass da ein Ich hinter den Augen sitzt.
Vielleicht ist dieses sehen ja gar nicht in meinem Körper drinnen lokalisiert? Vielleicht ist SEHEN einfach so freischwebend im
Raum???? Dann würde, das was Du schreibst Sinn machen, dass das Sehen und Sinnesobjekt miteinander verschmelzen.
Wofür sind dann aber die Augen da? Die kleben ja fest am Körper dran. Und ist das mit dem hören vielleicht auch so?
Dass hören quasi frei im Raum schwebend stattfindet und nicht in diesem Körper mit den Ohren drinnen sitzt?
Sind dann die Augen und die Ohren an diesem Körper nur so eine Art Empfänger, wie bei einem Radio?
Ich kann auch keine Trennnlinie finden, zwischen dem Sehen und dem Sehobjekt.
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Re: Ichlosigkeit
Nun mach noch die Gegenprobe und lass Dich ganz auf die Vorstellung ein, dass da ein wahrnehmenden Wesen hinter Deinen Augen ist. Woran genau bemerkst Du, dass diese Vorstellung tatsächlich aktiv ist. Wie gestaltet sich diese Vorstellung konkret?
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Mir wird klar, dass es nicht nur manchmal ist,wenn dieses wahrnehmende Wesen hinter den Augen zu sein scheint, sondern immer! Das ist die Normalität für mich. Es fühlt sich so vertraut an, ich kenne es nicht anders. Ich bemerke es daran, dass diese Vorstellung aktiv ist, wenn ich "ich" sage oder denke. Die Vorstellung gestaltet sich so, dass dieses ich davon überzeugt ist, selbst entscheiden und wählen zu können und einen freien Willen zu haben. Dieses ich ist überzeugt davon, die Handelnde zu sein.
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Re: Ichlosigkeit
Das Ich ist überzeugt? Aber woran bemerkst Du, dass da ein Ich anwesend ist hinter den Augen, das eine Überzeugung haben könnte? Gehe ein Stück spazieren. Wie entsteht der Eindruck, dass da ein Jemand ist, der geht. Woran wird die Existenz dieses Jemand festgemacht? Ist sie in der direkten Erfahrung zu sehen, zu hören, zu spüren, zu riechen, zu schmecken? Oder wird etwas hinzugedichtet? Beschreibe die Erfahrung.Die Vorstellung gestaltet sich so, dass dieses ich davon überzeugt ist, selbst entscheiden und wählen zu können und einen freien Willen zu haben. Dieses ich ist überzeugt davon, die Handelnde zu sein.
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Egal, wieviel ich auch in den direkten Sinneswahrnehmungen suche, da ist kein ich zu finden.
Es ist eher so, dass es eine Denkgewohnheit ist, dass da ein ich sei. Aber bei der Überprüfung durch die Sinne erscheint nichts. Vielleicht ist dieses scheinbare ICH ja unsichtbar und ist nur in den Gedanken zu finden?
Der Eindruck, dass da jemand ist, der geht, entsteht durch das Denken.
Diese Ich Illusion entsteht durch das Denken. Es ist allein das Denken, dass es ein ich gibt, was die Ich Illusion aufrechterhält.
Es ist eher so, dass es eine Denkgewohnheit ist, dass da ein ich sei. Aber bei der Überprüfung durch die Sinne erscheint nichts. Vielleicht ist dieses scheinbare ICH ja unsichtbar und ist nur in den Gedanken zu finden?
Der Eindruck, dass da jemand ist, der geht, entsteht durch das Denken.
Diese Ich Illusion entsteht durch das Denken. Es ist allein das Denken, dass es ein ich gibt, was die Ich Illusion aufrechterhält.
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Re: Ichlosigkeit
Aber wie genau spielt sich das Denken ab, das die Ich-Illusion bewirkt? Sag Dir "Ich" immer wieder wie ein Mantra vor. Was erscheint dabei, was die Illusion unterstützt? Innere Bilder, Stimmen, Empfindungen, Gefühle - was läuft ab?
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Das was als allererstes und ganz schnell kommt ist ein inneres Bild von meinem Körper, sozusagen, wie ein Foto von mir. Und nicht nur eines, sondern ein ganzes Fotoalbum voll davon :)
Später kommt auch noch der Name: Silvia, aber das ist schwächer. Dieses Körper, der für mich gehalten wird, das ist es, was die Ich Illusion am meisten bestärkt.
Ich forsche weiter nach, vielleicht kommt noch mehr...
Später kommt auch noch der Name: Silvia, aber das ist schwächer. Dieses Körper, der für mich gehalten wird, das ist es, was die Ich Illusion am meisten bestärkt.
Ich forsche weiter nach, vielleicht kommt noch mehr...
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Re: Ichlosigkeit
Du meinst das Bild von Deinem Körper, wie man Du es von Fotos oder vom Spiegel her kennst?Dieses Körper, der für mich gehalten wird, das ist es, was die Ich Illusion am meisten bestärkt.
Trete vor einen Spiegel. Ist das erscheinende Bild ein Ich?
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Ja, genau, ich meine das Bild meines Körpers im Spiegel oder von Fotos, das kommt bei dem Ich Mantra als erstes.
Ich habe in den Spiegel geschaut und sofort kommt bei dem erscheinenden Bild der ich Gedanke.
Ich möchte Dir gerne noch erzählen, was durch diese Übung mit dem ich Mantra ausgelöst wurde: Ganz viel, das hat richtig eingeschlagen! Es sind Schichten um Schichten von ich Überzeugungen aufgetaucht. Ich fand diese Übung richtig toll, vor allem weil in spirituellen Kreisen dieses so verbotene Ego oder ich Denken so verbreitet ist und ich mir mal richtig erlauben durfte ich zu sagen und zu denken soviel ich wollte. Das war schon eine Riesen Erleichterung, sonst musste ich es immer unterdrücken, aber es war ja trotzdem da.
Die meisten Erfahrungen waren so eine Art innerer Stimme. Die oberste Schicht war nach dem bildhaften Körper, die Beschreibungen dieses Körpers, also 1,67 groß, braune Augen, usw., damit einhergehend kamen sofort Bewertungen, (auch alles als innere Stimmen: zu dick, etc...
Es kamen eine ganze Menge an Bewertungen, immer in Abgrenzung mit anderen, besser oder schlechter als,...
auch Bewertungen von geistigen Leistungen,....
Im Bereich subtiler Körperempfindungen:
Am Nachmittag bin ich dann in einen Park gegangen und habe das ich Mantra wieder und wieder aufgesagt, und dort
ist etwas ganz überraschendes passiert: Diese Bhanhga (schreibt man das so?) Erfahhrung, (also das Auflösen des Körpers und und nur noch fließen spüren), die ich während des meditierens über Jahre regelmäßig immer wieder hatte, aber meistens nur, nachdem ich zuvor intensiv meditiert hatte, kam plötzlich ganz mühelos. Jedesmal sobald ich wieder mit dem ich Mantra anfing, war das fließen sofort sehr stark da. Das ist auch jetzt so. Ich kann es allerdings nicht recht einordnen. Aber auffallend war es schon, dass es damit einen Zusammenhang gibt....
Heute Nacht um zwei Uhr bin ich aufgewacht und musste weinen vor tiefer Dankbarkeit darüber, dass Du diese Arbeit hier mit mir machst. Worte reichen nicht aus dafür, um diese tiefe Dankbarkeit zu beschreiben.
Es ist nämlich bei dem ich Mantra nochmal was erfahrbar geworden, was vorher versteckt war: vielleicht etwas vom wichtigsten von allem: eine innere Stimme, die behauptete ich bin diejenige, die all die spirituellen Erfahrungen und peinlicher noch, vor allem die spirituellen "Erfolge" erzielt hat!!!!!!!! Von allen ich Überzeugungen und ich Gedanken,die es gibt, ist der Gedanke einer spirituell erfolgreichen Silvia, derjenige der die Ich Überzeugung aufrechterhält, der massivste. Das gesamte Ich Gebilde baut sich sozusagen um diesen Gedanken herum. Und es ist etwas passiert, dass ich schwer beschreiben kann, es war wie das zerbrechen der Ei Schale, wenn ein Küken schlüpft oder so ähnlich, dieser Gedanke ist durchschaut worden, als das war er eben ist, ein Gedanke und nicht mehr und nicht weniger. Es ist einfach nur ein Gedanke,... das ist alles,....
Das ist das, was gestern Nacht passiert ist, wenn ich jedoch heute vor dem Spiegel stehe und meinen Körper sehe, ist sofort wieder die Überzeugung da, dass das doch ich sein muss, die im Spiegel zu sehen ist. Ich kann doch nicht einfach weg sein...
I
Ich habe in den Spiegel geschaut und sofort kommt bei dem erscheinenden Bild der ich Gedanke.
Ich möchte Dir gerne noch erzählen, was durch diese Übung mit dem ich Mantra ausgelöst wurde: Ganz viel, das hat richtig eingeschlagen! Es sind Schichten um Schichten von ich Überzeugungen aufgetaucht. Ich fand diese Übung richtig toll, vor allem weil in spirituellen Kreisen dieses so verbotene Ego oder ich Denken so verbreitet ist und ich mir mal richtig erlauben durfte ich zu sagen und zu denken soviel ich wollte. Das war schon eine Riesen Erleichterung, sonst musste ich es immer unterdrücken, aber es war ja trotzdem da.
Die meisten Erfahrungen waren so eine Art innerer Stimme. Die oberste Schicht war nach dem bildhaften Körper, die Beschreibungen dieses Körpers, also 1,67 groß, braune Augen, usw., damit einhergehend kamen sofort Bewertungen, (auch alles als innere Stimmen: zu dick, etc...
Es kamen eine ganze Menge an Bewertungen, immer in Abgrenzung mit anderen, besser oder schlechter als,...
auch Bewertungen von geistigen Leistungen,....
Im Bereich subtiler Körperempfindungen:
Am Nachmittag bin ich dann in einen Park gegangen und habe das ich Mantra wieder und wieder aufgesagt, und dort
ist etwas ganz überraschendes passiert: Diese Bhanhga (schreibt man das so?) Erfahhrung, (also das Auflösen des Körpers und und nur noch fließen spüren), die ich während des meditierens über Jahre regelmäßig immer wieder hatte, aber meistens nur, nachdem ich zuvor intensiv meditiert hatte, kam plötzlich ganz mühelos. Jedesmal sobald ich wieder mit dem ich Mantra anfing, war das fließen sofort sehr stark da. Das ist auch jetzt so. Ich kann es allerdings nicht recht einordnen. Aber auffallend war es schon, dass es damit einen Zusammenhang gibt....
Heute Nacht um zwei Uhr bin ich aufgewacht und musste weinen vor tiefer Dankbarkeit darüber, dass Du diese Arbeit hier mit mir machst. Worte reichen nicht aus dafür, um diese tiefe Dankbarkeit zu beschreiben.
Es ist nämlich bei dem ich Mantra nochmal was erfahrbar geworden, was vorher versteckt war: vielleicht etwas vom wichtigsten von allem: eine innere Stimme, die behauptete ich bin diejenige, die all die spirituellen Erfahrungen und peinlicher noch, vor allem die spirituellen "Erfolge" erzielt hat!!!!!!!! Von allen ich Überzeugungen und ich Gedanken,die es gibt, ist der Gedanke einer spirituell erfolgreichen Silvia, derjenige der die Ich Überzeugung aufrechterhält, der massivste. Das gesamte Ich Gebilde baut sich sozusagen um diesen Gedanken herum. Und es ist etwas passiert, dass ich schwer beschreiben kann, es war wie das zerbrechen der Ei Schale, wenn ein Küken schlüpft oder so ähnlich, dieser Gedanke ist durchschaut worden, als das war er eben ist, ein Gedanke und nicht mehr und nicht weniger. Es ist einfach nur ein Gedanke,... das ist alles,....
Das ist das, was gestern Nacht passiert ist, wenn ich jedoch heute vor dem Spiegel stehe und meinen Körper sehe, ist sofort wieder die Überzeugung da, dass das doch ich sein muss, die im Spiegel zu sehen ist. Ich kann doch nicht einfach weg sein...
I
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Re: Ichlosigkeit
Ja, es ist erfrischend, sich in spirituellen Kreisen einmal bewusst eine Ich-Identität zu erlauben - dabei hast Du einen tiefen Einblick in den Entstehungsmechanismus bekommen.
Schau Dir ein Smartphone, Tablet oder Computer an. Das Gerät kann mit dem Menschen kommunizieren. Es bemerkt, wenn die Tasten gedrückt werden und es spricht über sein Display oder den Lautsprecher. Bedarf es dazu eines inneren autonomen Wesens? Angenommen, das Gerät ist mit einer Kamera verknüpft, die die Bilder vom Display aufnimmt und womit das Gerät unter anderem seinen eigenen Output auch wieder als Input aufnehmen kann, so dass eine Spiegelung entsteht, so wie in Dir Bilder von Deinem Körper erscheinen. Vielleicht ist es für Dich schon plausibel, dass eine solche Rückkopplung das Potential hat, eine eigene Existenz vorzugaukeln und dass das vielleicht auch bald Maschinen können. Was macht das mit Dir, zu Lesen, dass das, was Du bisher für Dich gehalten hast, nur ein hochentwickelter Automat ist, der Teil einer viel größeren Gesamterscheinung ist?
Schau Dir ein Smartphone, Tablet oder Computer an. Das Gerät kann mit dem Menschen kommunizieren. Es bemerkt, wenn die Tasten gedrückt werden und es spricht über sein Display oder den Lautsprecher. Bedarf es dazu eines inneren autonomen Wesens? Angenommen, das Gerät ist mit einer Kamera verknüpft, die die Bilder vom Display aufnimmt und womit das Gerät unter anderem seinen eigenen Output auch wieder als Input aufnehmen kann, so dass eine Spiegelung entsteht, so wie in Dir Bilder von Deinem Körper erscheinen. Vielleicht ist es für Dich schon plausibel, dass eine solche Rückkopplung das Potential hat, eine eigene Existenz vorzugaukeln und dass das vielleicht auch bald Maschinen können. Was macht das mit Dir, zu Lesen, dass das, was Du bisher für Dich gehalten hast, nur ein hochentwickelter Automat ist, der Teil einer viel größeren Gesamterscheinung ist?
- erwachen2018
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Re: Ichlosigkeit
Morgen vormittag (bis dahin lese ich meine mails noch) fahre ich zu einem Christian Meyer Retreat (für das ich mich schon länger vorher angemeldet hatte, bevor ich wusste, dass ich hier bei liberation unleashed anfange), und komme erst nächste Woche am Freitag abend wieder zurück. D.h.,ich kann mich leider erst nächste Woche am Samstag wieder bei Dir melden. Ich finde es sehr schade, den Prozess gerade jetzt unterbrechen zu müssen, da gerade so viel in Bewegung gekommen ist...., aber ich melde mich ab Samstag ganz bestimmt wieder!
Ja, wahrscheinlich bin ich wirklich nur so eine Art Maschine, (eine Art Befehlsempfänger)... Das löst Entäuschung aus, ich dachte, ich wäre wichtiger!
Dass dieser Mensch, nur ein winzig kleiner Teil einer viel größeren Gesamterscheinung ist, habe ich bei dem baden im Urgrund erfahren. Das Problem ist, dass ich das eine nicht mit dem anderen zusammenbekomme. Mit meinem "Alltagsbewußtsein" schaue ich in den Spiegel und sehe eine Silvia die mich aus dem Spiegel heraus anschaut.
Ich habe hier in diesem Forum im deutschen Archiv einen Beitrag gelesen, mit einer Spiegelübung, da geht es darum, genau dieses Spiegelbild genauer zu untersuchen. Ich habe sie hier hereinkopiert und würde diese Übung, gerne (wenn ich wieder vom retreat zurück bin, vorher schaffe ich es nicht mehr), ein paar Mal machen und Dir danach berichten, was ich damit erfahre, ist das o.k für Dich?
Die Übung ist etwas umfangreicher, deswegen mache Dir für jeden Schritt entweder Notizen oder nimm Dein
Laptop/Handy mit.
Stelle Dich vor einen Spiegel. Bitte gehe in der beschriebenen Reihenfolge vor. Lasse keine Übung aus oder überspringe eine Übung. Gehe erst zum nächsten Schritt über, wenn ES klar ist.
Außerdem kannst Du die Übung gerne wiederholen. Vielleicht wirst Du überrascht sein.
1) Schließe die Augen und fühle die Empfindungen, die mit dem Etikett Körper in Verbindung stehen.
2) Öffne die Augen und schau in den Spiegel, während Du weiterhin mit der Aufmerksamkeit bei den Empfindungen bleibst.
Gibt es im direkten Erleben eine Verbindung/Beziehung/Zusammenhang
zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel?
Oder sind es lediglich Gedanken (in Worten oder geistigen Bildern), die dies erzählen bzw. behaupten?
3) Während Du weiterhin bei den Empfindungen des Körpers weilst, bewege eine Hand und beobachte die Bewegung im Spiegel.
Gibt es im direkten Erleben eine Verbindung/Beziehung/Zusammenhang zwischen der gefühlten Empfindung (bezeichnet als „Hand“), und dem Bild im Spiegel, das eine Bewegung zeigt?
4) Bewege Die Hand noch einmal, aber dieses Mal beobachte die Hand direkt. Nicht im Spiegel.
Gibt es im direkten Erleben eine Verbindung/Beziehung/Zusammenhang zwischen der gefühlten Empfindung (bezeichnet als „Hand“), und der wahrgenommenen Bewegung der Hand? Oder sind es lediglich Gedanken (in Worten oder geistigen Bildern), die dies erzählen bzw. behaupten?
5) Jetzt richte Deine Aufmerksamkeit nur auf das Bild im Spiegel.
In der direkten Erfahrung: Beinhaltet das Bild selbst die Information, dass Du das bist bzw. Dein Körper?
Trägt das Bild an sich überhaupt die Information in sich, dass dies ein Körper ist?
6) Im Spiegel kannst Du vielleicht nicht den ganzen Körper wahrnehmen. Vielleicht siehst Du gerade keine Füße oder die Beine.
Wenn Du nur bei dem Bild im Spiegel bleibst, gibt es dann eine absolute Gewissheit/Wissen, dass da Beine und Füße sein müssen? Oder sind es lediglich Gedanken (in Worten
oder geistigen Bildern), die dies erzählen bzw.behaupten?
7) Jetzt entferne Dich vom Spiegel und schau Dich im Raum um. Beachte den Körper nicht. Nur in den Raum schauen.
Ist da irgendwo ein „Körper“, wenn alle Gedanken (in Worten und geistigen Bildern) ignoriert werden? Oder sind
da nur Empfindungen, die mit dem Etikett Körper in Verbindung stehen?
8) Bewege Dich langsam.
Findest Du im direkten Erleben einen Körper, der sich bewegt? Oder sind da nur Empfindungen?
Ist da überhaupt eine tatsächliche Erfahrung von „gehen“? Oder nur Gedanken über „gehen“?
Kann das, was wir „Körper“ nennen, in der direkten Erfahrung tatsächlich gefunden werden, oder gibt es ausschließlich Gedanken über „Körper“?
9) Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert, so wie "durch den Raum gehen", ODER gibt es nur ein geistiges Bild, das als "Raum" bezeichnet wird und erscheinende Empfindungen ohne einen zu lokalisierenden Ort?
Lass Dir Zeit und schau sorgfältig. Es kann sein, das Angst oder Unwohlsein während der Übung auftaucht. Lass es zu, es ist völlig ungefährlich.
[/i
Ja, wahrscheinlich bin ich wirklich nur so eine Art Maschine, (eine Art Befehlsempfänger)... Das löst Entäuschung aus, ich dachte, ich wäre wichtiger!
Dass dieser Mensch, nur ein winzig kleiner Teil einer viel größeren Gesamterscheinung ist, habe ich bei dem baden im Urgrund erfahren. Das Problem ist, dass ich das eine nicht mit dem anderen zusammenbekomme. Mit meinem "Alltagsbewußtsein" schaue ich in den Spiegel und sehe eine Silvia die mich aus dem Spiegel heraus anschaut.
Ich habe hier in diesem Forum im deutschen Archiv einen Beitrag gelesen, mit einer Spiegelübung, da geht es darum, genau dieses Spiegelbild genauer zu untersuchen. Ich habe sie hier hereinkopiert und würde diese Übung, gerne (wenn ich wieder vom retreat zurück bin, vorher schaffe ich es nicht mehr), ein paar Mal machen und Dir danach berichten, was ich damit erfahre, ist das o.k für Dich?
Die Übung ist etwas umfangreicher, deswegen mache Dir für jeden Schritt entweder Notizen oder nimm Dein
Laptop/Handy mit.
Stelle Dich vor einen Spiegel. Bitte gehe in der beschriebenen Reihenfolge vor. Lasse keine Übung aus oder überspringe eine Übung. Gehe erst zum nächsten Schritt über, wenn ES klar ist.
Außerdem kannst Du die Übung gerne wiederholen. Vielleicht wirst Du überrascht sein.
1) Schließe die Augen und fühle die Empfindungen, die mit dem Etikett Körper in Verbindung stehen.
2) Öffne die Augen und schau in den Spiegel, während Du weiterhin mit der Aufmerksamkeit bei den Empfindungen bleibst.
Gibt es im direkten Erleben eine Verbindung/Beziehung/Zusammenhang
zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel?
Oder sind es lediglich Gedanken (in Worten oder geistigen Bildern), die dies erzählen bzw. behaupten?
3) Während Du weiterhin bei den Empfindungen des Körpers weilst, bewege eine Hand und beobachte die Bewegung im Spiegel.
Gibt es im direkten Erleben eine Verbindung/Beziehung/Zusammenhang zwischen der gefühlten Empfindung (bezeichnet als „Hand“), und dem Bild im Spiegel, das eine Bewegung zeigt?
4) Bewege Die Hand noch einmal, aber dieses Mal beobachte die Hand direkt. Nicht im Spiegel.
Gibt es im direkten Erleben eine Verbindung/Beziehung/Zusammenhang zwischen der gefühlten Empfindung (bezeichnet als „Hand“), und der wahrgenommenen Bewegung der Hand? Oder sind es lediglich Gedanken (in Worten oder geistigen Bildern), die dies erzählen bzw. behaupten?
5) Jetzt richte Deine Aufmerksamkeit nur auf das Bild im Spiegel.
In der direkten Erfahrung: Beinhaltet das Bild selbst die Information, dass Du das bist bzw. Dein Körper?
Trägt das Bild an sich überhaupt die Information in sich, dass dies ein Körper ist?
6) Im Spiegel kannst Du vielleicht nicht den ganzen Körper wahrnehmen. Vielleicht siehst Du gerade keine Füße oder die Beine.
Wenn Du nur bei dem Bild im Spiegel bleibst, gibt es dann eine absolute Gewissheit/Wissen, dass da Beine und Füße sein müssen? Oder sind es lediglich Gedanken (in Worten
oder geistigen Bildern), die dies erzählen bzw.behaupten?
7) Jetzt entferne Dich vom Spiegel und schau Dich im Raum um. Beachte den Körper nicht. Nur in den Raum schauen.
Ist da irgendwo ein „Körper“, wenn alle Gedanken (in Worten und geistigen Bildern) ignoriert werden? Oder sind
da nur Empfindungen, die mit dem Etikett Körper in Verbindung stehen?
8) Bewege Dich langsam.
Findest Du im direkten Erleben einen Körper, der sich bewegt? Oder sind da nur Empfindungen?
Ist da überhaupt eine tatsächliche Erfahrung von „gehen“? Oder nur Gedanken über „gehen“?
Kann das, was wir „Körper“ nennen, in der direkten Erfahrung tatsächlich gefunden werden, oder gibt es ausschließlich Gedanken über „Körper“?
9) Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert, so wie "durch den Raum gehen", ODER gibt es nur ein geistiges Bild, das als "Raum" bezeichnet wird und erscheinende Empfindungen ohne einen zu lokalisierenden Ort?
Lass Dir Zeit und schau sorgfältig. Es kann sein, das Angst oder Unwohlsein während der Übung auftaucht. Lass es zu, es ist völlig ungefährlich.
[/i
- Truthcounts
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Re: Ichlosigkeit
Ja, die Spiegelübung passt. Eine gute Zeit bei Christian. Melde Dich dann einfach wieder.
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