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Re: Going Home

Posted: Tue May 22, 2018 9:33 pm
by flowings
Beim Tai Chi folgt der Atem meist der Bewegung des Körpers.Sobald man versucht den Atem-
rythmus zu manipulieren entsteht Spannung im Körper die meist nicht erwünscht ist.
Okay, das war ein schlechtes Beispiel :D
Die Atmung war bei reinem betrachten etwas was einfach geschieht.Da war auf einmal kein Atmender mehr da.
Einfach nur der reine Fluß des Atmens ,keine Wunsch nach Kontrolle.
Und da war ein verstehen das das ich nicht der kontrollierende ist.
Wie ist das heute? Immer noch "Atmen ohne Ich"?
Wie ist das bei anderen Phänomenen, zum Beispiel beim Gehen? Ist da ein "Geher"?


Erscheint im direkten Erleben "der Apfel"?
Im direkten erleben ist da nur reines sehen.
So ist es!
Kein Apfel (externes Objekt) im direkten Erleben! Schau weiter:

Kannst du im reinen Sehen eine Grenze, ein "Innen und Außen" erleben?
Ist im direkten Erleben des Sehens ein "innerer Seher" zu finden, der irgendetwas kontrolliert?

Re: Going Home

Posted: Wed May 23, 2018 8:16 pm
by Joannes
Die Atmung war bei reinem betrachten etwas was einfach geschieht.Da war auf einmal kein Atmender mehr da.
Einfach nur der reine Fluß des Atmens ,keine Wunsch nach Kontrolle.
Und da war ein verstehen das das ich nicht der kontrollierende bin.
Wie ist das heute? Immer noch "Atmen ohne Ich"?

Wenn ich jetzt den Atem beobachte ist da nur der Rhytmus des Atems.
Als ich den Atemprozess wie beschrieben neulich beobachtete war da auch ein Loslassen,
ein Vertrauen das alles seinen natürlichen Rhytmus hat.
Diese Offenheit die ich in diesem Moment fühlte ist wieder ein Stück verloren gegangen.

Wie ist das bei anderen Phänomenen, zum Beispiel beim Gehen? Ist da ein "Geher"?


Was ich die letzten Tage immer wieder beobachtet habe ist z.B.beim gehen das ich den Gehenden nicht finden kann.

Das ganze Leben schien nur einen Hauptakteur zu kennen MICH.

Je mehr ich den Hauptakteur hinterfrage desto mehr wird klar das das Ich ein Fake ist.
Das Ich kann nicht der Besitzer dieses Körpers sein.Nicht der Atmende.Der Denkende .
All die Körperfunktionen geschehen auch wenn das Ich z.B.im Schlaf nicht aktiv ist.
Sehen geschieht ohne das ich darauf Einfluß habe.Desgleichen beim Höhren,Riechen ,
Schmecken.Das ich ist nur ein Label,Gedanke wodurch die Geschichte entsteht ich sehe,
schmecke,rieche was definitiv nicht der Fall ist.
Was ich mich heute gefragt habe ist, ob der Körper nur ein reines Sinnesorgan ist bei dem
ein Sinn (Denken)außer Kontrolle geraten ist und die Ilussion eines separaten Selbst hervor
gebracht hat.

]
Erscheint im direkten Erleben "der Apfel"?
Im direkten erleben ist da nur reines sehen.[/quote]
So ist es!
Kein Apfel (externes Objekt) im direkten Erleben! Schau weiter:

Kannst du im reinen Sehen eine Grenze, ein "Innen und Außen" erleben?
Ist im direkten Erleben des Sehens ein "innerer Seher" zu finden, der irgendetwas kontrolliert?

Im reinen Sehen,erleben verschwimmt die Grenze.In der Betrachtung der Natur eines Baumes
z.B.löst sich die Dualität auf.Oder bei der reinen Betrachtung des Atems.
Wohingegen es sehr schwer fällt dieses offene Gewahrsein beim lesen eines Textes aufrecht
zuerhalten .
Im direkten Erleben des Sehens ist kein innerer Seher zu finden.

Re: Going Home

Posted: Wed May 23, 2018 11:04 pm
by flowings
Wie ist das nun?
Ist ein Tisch immer noch ein Tisch, ein Stuhl immer noch ein Stuhl, wie du vor ein paar Tagen schriebst?

Und was ist mit dieser Grenze zwischen dem Stuhl auf dem du sitzt und deinem Hintern?
Kannst du diese Grenze erleben? Was genau wird da erlebt... und was wird hinzugedichtet?

Re: Going Home

Posted: Thu May 24, 2018 12:28 am
by Joannes
Wie ist das nun?
Ist ein Tisch immer noch ein Tisch, ein Stuhl immer noch ein Stuhl, wie du vor ein paar Tagen schriebst?
Im erleben hier und jetzt ist der Stuhl ,- Tisch nur noch der Benennung nach vorhanden.

Und was ist mit dieser Grenze zwischen dem Stuhl auf dem du sitzt und deinem Hintern?
Da ist immer noch eine Trennung vorhanden.Wenn der Tastsinn etwas berührt scheint da immer noch eine
stärkere Verbindung zum Körper zu sein als zu der Umgebung .Da ist Wahrnehmung des Körpers,
und an der Stelle an dem das Gesäß die Sitzfläche berührt ist da eine Trennung.
Im Moment taucht auch der Gedanke und Ärger auf das ich die Wirklichkeit immer noch nicht sehe.

Kannst du diese Grenze erleben? Was genau wird da erlebt... und was wird hinzugedichtet?

Wenn ich jetzt hinspüre ist da ein pulsieren im Körper das im Grenzbereich Haut,Kontaktpunkt mit
Unterlage einen Wiederstand an den Körper zurückmeldet.
Die Unterlage hat sich durch die Körperwärme der Körpertemperatur angepasst .
Was dazugedichtet wird ist das Ich der Wahrnehmende bin.
Ich bin im Moment wieder in die Eigentümerrolle geschlüpft. Die Körperwahrnehmung sendet Informationen
die ich mit dem Gedanken ich nehme wahr verknüpfe.Und sofort darauf nehme ich die Umwelt als getrennt wahr.
Im Moment taucht Frustation auf denn auf der einen Seite ist klar das das was gerade wahrgenommen wird nicht der
Wahrheit entspricht.
Auf der anderen Seite frage ich mich warum das offensichtliche,die Wahrheit sich nicht durchsetzt.

Re: Going Home

Posted: Thu May 24, 2018 2:13 am
by flowings
Schliess die Augen und leg die Fingerkuppen auf die Tischplatte.
Lass nun mal für einen Moment all dein "Wissen" darüber, dass da ein "Tisch" und ein "Körper", die voneinander getrennt sind, ausser acht. Schau nicht auf Gedanken, die von Informationen erzählen, die von A nach B wandern, sondern achte nur auf die reine taktile Wahrnehmung!

Sind da tatsächlich "ein Tisch" und "zehn Finger" im direkten Erleben erfahrbar?
Kannst du im reinen Erleben des Tastens wirklich "Trennnung zwischen Tischplatte und Körperteilen" ausmachen?

Re: Going Home

Posted: Thu May 24, 2018 9:05 pm
by Joannes
Sind da tatsächlich "ein Tisch" und "zehn Finger" im direkten Erleben erfahrbar?
Kannst du im reinen Erleben des Tastens wirklich "Trennnung zwischen Tischplatte und Körperteilen" ausmachen? [/i]
Als ich die Übung begann war zuerst die Sensorik in den Händen sehr wach.
Gleichzeitig war die Oberflächenstruktur der Holzoberfläche sehr klar wahrnehmbar.
Nach einiger Zeit hat sich die scheinbare Trennung aufgelöst.
Es war keine Trennungslinie mehr auszumachen .
Ich konnte beim reinen Tasten nicht sagen wo meine Hände aufhören und derTisch anfängt.

Re: Going Home

Posted: Thu May 24, 2018 9:20 pm
by flowings
Ich konnte beim reinen Tasten nicht sagen wo meine Hände aufhören und derTisch anfängt.
Kannst du überhaupt irgendeine sichere Aussage über "einen Tisch" oder "meine Hände" treffen, wenn du nur auf das wirkliche Erleben schaust, ohne auf gedankliche Interpretationen / Spekulationen zurückzugreifen?

Re: Going Home

Posted: Fri May 25, 2018 10:34 pm
by Joannes
Kannst du überhaupt irgendeine sichere Aussage über "einen Tisch" oder "meine Hände" treffen, wenn du nur auf das wirkliche Erleben schaust, ohne auf gedankliche Interpretationen / Spekulationen zurückzugreifen?
Ohne Gedanken ist da nur reines Sein.
Als ich heute Mittag eine Runde laufen war,habe ich versucht in diesem reinen Erleben zu
verweilen.
Da war ein Gewahrsein des Körpers,Hören,Tasten usw.fand einfach statt.
Bei der auftauchenden Frage wer nimmt wahr,konnte niemand gefunden werden.
Wenn Gedanken auftauchten war klar das der Gedanke nichts mit dem erlebten zu tun hat.
Dieser Zustand der Offenheit und Verbundenheit war sehr mühelos,einfach.
Da ist eine Bereitschaft die Dinge sein zu lassen.
Zum Teil kam aber auch eine sehr starke Traurigkeit auf.
Auf der einen Seite ist da kein Handelnder,-Kontrollierender und alles geschieht einfach.
Das bedeutet aber auch das da keiner ist der Liberation anstreben könnte ,womit ein
starkes Gefühl der Trauer und Ohnmacht hochkommt.
Wobei dies auch etwas ist was einfach geschieht .
Werde weiter versuchen beim reinen erleben zu bleiben.

Re: Going Home

Posted: Sat May 26, 2018 12:46 pm
by flowings
Ohne Gedanken ist da nur reines Sein.
....und selbst das Denken ist Teil des Seins.
Einzig die Identifikation mit dem Denken erzeugt die vermeintliche Trennung.

Auf der einen Seite ist da kein Handelnder,-Kontrollierender und alles geschieht einfach.
Das bedeutet aber auch das da keiner ist der Liberation anstreben könnte ,womit ein
starkes Gefühl der Trauer und Ohnmacht hochkommt.
Hier musst du dir vielleicht einfach etwas Zeit nehmen.
Da ist ein Restwiderstand aktiv, der diese Gefühle erzeugt - ein Restegofragment, was ums Überleben kämpft (metaphorisch gesprochen natürlich, denn das Ego kann nicht sterben, so wie eine Fata Morgana nicht niedergebrannt werden kann)
Schau dir das genau an, ohne Widerstand gegen den Widerstand aufzubauen... es ist einfach ein Teil, von dem, was ist.
Gib der Erkenntnis, dass da niemand ist / war, der Liberation anstreben könnte, Zeit, sich zu setzen.

Der Glaube, da wäre jemand, den es zu befreien gilt, ist genau das, was uns davon abhält, zu erkennen dass das Sein schon befreit ist, niemals nicht frei war.
Das Konzept der 'Unfreiheit' ist genau so ein illusorischer Glaube wie der Glaube ans 'Ich' - sie ist Teil der Ich-Illusion.
Das ist das Torlose Tor: Das 'Ich' hat niemals existiert und musste deshalb auch niemals befreit werden.
Alles war schon immer ganz und gar da, vollständig, im Fluss.

Dinge geschehen aufgrund von miteinander verwobenen Bedingungen.
Wir können uns zurücklehnen und die Show geniessen.
<3

Re: Going Home

Posted: Sat May 26, 2018 11:08 pm
by Joannes
Ohne Gedanken ist da nur reines Sein.
....und selbst das Denken ist Teil des Seins.
Einzig die Identifikation mit dem Denken erzeugt die vermeintliche Trennung.

Auf der einen Seite ist da kein Handelnder,-Kontrollierender und alles geschieht einfach.
Das bedeutet aber auch das da keiner ist der Liberation anstreben könnte ,womit ein
starkes Gefühl der Trauer und Ohnmacht hochkommt.

Da ist ein Restwiderstand aktiv, der diese Gefühle erzeugt - ein Restegofragment, was ums Überleben kämpft (metaphorisch gesprochen natürlich, denn das Ego kann nicht sterben, so wie eine Fata Morgana nicht niedergebrannt werden kann)

Ja da ist noch Wiederstand da,doch wer was leistet Wiederstand ?


Schau dir das genau an, ohne Widerstand gegen den Widerstand aufzubauen... es ist einfach ein Teil, von dem, was ist.
Es kam heute die Idee auf diesen Wiederstand loszulassen.Doch da war ein erkennen das wenn
kein Handelnder da ist wer könnte sich entscheiden loszulassen.
Loslassen geschieht oder auch nicht.

Gib der Erkenntnis, dass da niemand ist / war, der Liberation anstreben könnte, Zeit, sich zu setzen.
Der Glaube, da wäre jemand, den es zu befreien gilt, ist genau das, was uns davon abhält, zu erkennen dass das Sein schon befreit ist, niemals nicht frei war.
Das Konzept der 'Unfreiheit' ist genau so ein illusorischer Glaube wie der Glaube ans 'Ich' - sie ist Teil der Ich-Illusion.
Das ist das Torlose Tor: Das 'Ich' hat niemals existiert und musste deshalb auch niemals befreit werden.
Alles war schon immer ganz und gar da, vollständig, im Fluss.

Danke nochmals für diese klare Ausführung.Die Botschaft das wir im Grunde schon frei sind
begleitet mich schon viele Jahre.Daraus entstand die tiefe Sehnsucht endlich die Wahrheit
zu erkennen.
Im Moment tauchte der Gedanke auf was der nächste Schritt sein könnte um noch etwas klarer
zu sehen.Doch mir wurde sogleich kar das nichts getan werden kann,-muß.
Vielleicht ist es ähnlich als würde man auf den Bus warten.Wen er kommt dann kommt er.
Alles andere ist nur eine Geschichte.
Entspannen und Beobachten?!

Dinge geschehen aufgrund von miteinander verwobenen Bedingungen.
Wir können uns zurücklehnen und die Show geniessen.

Und ich habe all die Jahre geglaubt und versucht die Bedingungen zu manipulieren.
Und Ich habe all die Jahre Wiederstand gegen diese Show(mein Leben)geleistet.
Tja es ist nicht meine Show auch wenn ein Gedanke aufkommt das es anders ist.
Zurücklehnen und genießen hört sich gut an mal sehen was passiert.

Re: Going Home

Posted: Sun May 27, 2018 9:46 am
by flowings
Ja da ist noch Wiederstand da,doch wer was leistet Wiederstand ?

Was fragt?
Was lässt den Atem fließen?
Was lässt die Sonne scheinen?


Im Moment tauchte der Gedanke auf was der nächste Schritt sein könnte um noch etwas klarer zu sehen.Doch mir wurde sogleich kar das nichts getan werden kann,-muß.
So ist es - und dennoch:
Wenn hier jetzt eine weitere Übung vorgeschlagen wird, kann es sein, dass diese Übung durchgeführt wird und diese oder jene Ergebnisse produziert - so wie es immer war.
Dinge werden getan - ohne dass ein “Ich“ etwas tut.

Geh mal über den Tag verteilt immer wieder in die Achtsamkeit, während du normale Dinge tust . . . Telefonieren, am Computer sitzen , einkaufen , spazieren gehen, Zähne putzen und so weiter . Erwisch dich sozusagen bei (oder direkt im Anschluss an) diese Aktivitäten , halte inne und schau.

Beobachte , wie “du“ all diese Dinge tust, wie “du“ Entscheidungen triffst... ohne dass da ein “du“ im Spiel ist.
Beobachte, wie die Finger sich übers iPad bewegen, wie der Schlüssel ins Schloss gesteckt wird, wie sich der Mund beim Sprechen bewegt usw.

Wenn kümmert's, dass das Schiff keinen Captain hat, wenn der Autopilot perfekt läuft?

Re: Going Home

Posted: Sun May 27, 2018 7:41 pm
by Joannes
Ja da ist noch Wiederstand da,doch wer was leistet Wiederstand ?

Was fragt?
Was lässt den Atem fließen?
Was lässt die Sonne scheinen?

Es ist mehr Klarheit da das kein Handelnder zu finden ist.
Wobei da immer noch ein Zentrum vorhanden zu sein scheint.Da ist ein fester Bezugspunkt
In diesem Körper auch wenn klar ist das da kein Eigentümer dieses Körpers vorhanden ist.

Im Moment tauchte der Gedanke auf was der nächste Schritt sein könnte um noch etwas klarer zu sehen.Doch mir wurde sogleich kar das nichts getan werden kann,-muß.
So ist es - und dennoch:
Wenn hier jetzt eine weitere Übung vorgeschlagen wird, kann es sein, dass diese Übung durchgeführt wird und diese oder jene Ergebnisse produziert - so wie es immer war.
Dinge werden getan - ohne dass ein “Ich“ etwas tut.

Geh mal über den Tag verteilt immer wieder in die Achtsamkeit, während du normale Dinge tust . . . Telefonieren, am Computer sitzen , einkaufen , spazieren gehen, Zähne putzen und so weiter . Erwisch dich sozusagen bei (oder direkt im Anschluss an) diese Aktivitäten , halte inne und schau.

Beobachte , wie “du“ all diese Dinge tust, wie “du“ Entscheidungen triffst... ohne dass da ein “du“ im Spiel ist.
Beobachte, wie die Finger sich übers iPad bewegen, wie der Schlüssel ins Schloss gesteckt wird, wie sich der Mund beim Sprechen bewegt usw.

Ich habe heute als ich eine Runde laufen war bemerkt das nur noch wenige Gedanken auftauchten.Da war eine Leichtigkeit eine Bereitschaft alles sein zu lassen wie es ist.
Die Vorstellung das ich diesen Körper besitzen könnte gar kontrollieren erschien vollkommen
absurd.

Wenn kümmert's, dass das Schiff keinen Captain hat, wenn der Autopilot perfekt läuft?
Bei diesem Satz merke ich immer noch etwas Wiederstand.
Da ist noch kein vollständiges loslassen.
Da sind noch alte Muster aktiv die es scheinbar nicht erlauben dem Prozess voll zu vertrauen.

Re: Going Home

Posted: Sun May 27, 2018 9:25 pm
by flowings
Wobei da immer noch ein Zentrum vorhanden zu sein scheint. Da ist ein fester Bezugspunkt in diesem Körper auch wenn klar ist das da kein Eigentümer dieses Körpers vorhanden ist.

Was meinst du mit “zu sein scheint“?
Kannst du diesen “festen Bezugspunkt“ direkt erleben?
Wenn ja: Was ist das für ein Gefühl, und wo geschieht das?


Wenn kümmert's, dass das Schiff keinen Captain hat, wenn der Autopilot perfekt läuft?
Bei diesem Satz merke ich immer noch etwas Wiederstand.
Da ist noch kein vollständiges loslassen.
Da sind noch alte Muster aktiv die es scheinbar nicht erlauben dem Prozess voll zu vertrauen.
Schau dir den Widerstand genauer an!
Wie fühlt sich das genau an?
Stecken da Emotionen hinter?
Was sagt das, was den Widerstand erzeugt?

Re: Going Home

Posted: Mon May 28, 2018 10:13 pm
by Joannes
Wobei da immer noch ein Zentrum vorhanden zu sein scheint. Da ist ein fester Bezugspunkt in diesem Körper auch wenn klar ist das da kein Eigentümer dieses Körpers vorhanden ist.

Was meinst du mit “zu sein scheint“?

Auf der einen Seite wenn ich genau hinsehe, in einem Moment der Ruhe ist klar zu sehen das kein Selbst da ist.
Aber in einer Alltagssituation z.B. während Aufgaben an mich gestellt werden auf der Arbeit,
oder in anderen Situationen tauchen die alten Muster wieder auf und ich erlebe das von diesem
Körper,Geist scheinbar eine Handlung ausgeht.

Kannst du diesen “festen Bezugspunkt“ direkt erleben?

Da ist in einer Situation die als Streß wahrgenommen wird eine Kontraktion im Körper,
wahrnehmbar in der Muskulatur.

Wenn ja: Was ist das für ein Gefühl, und wo geschieht das?
Es taucht ein Gefühl der Traurigkeit,schwere auf.Eine Beklemmung im Solarplexus.

Schau dir den Widerstand genauer an!
Wie fühlt sich das genau an?
Im Moment fühlt es sich an wie ein Unbehagen,Befremden.
Es ist ein Gefühl der Beklemmung da.

Stecken da Emotionen hinter?
Im Moment taucht Frustation auf.

Was sagt das, was den Widerstand erzeugt?
Ich habe Angst vor dem Kontrollverlust.

Re: Going Home

Posted: Tue May 29, 2018 9:40 am
by flowings
in einer Alltagssituation z.B. während Aufgaben an mich gestellt werden auf der Arbeit, oder in anderen Situationen tauchen die alten Muster wieder auf und ich erlebe das von diesem Körper,Geist scheinbar eine Handlung ausgeht.

Selbstverständlich! Diese alten Muster sitzen tief und funktionieren gut.
Dass erlebt wird, wie scheinbar ein Ich in einem Körper aktiv ist, ist völlig normal.

Ein Vergleich: Wenn du dir einen Film anschaust, laufen da scheinbar Akteure durch dein Blickfeld die scheinbar Dinge tun. Vielleicht fieberst du mit dem Helden mit und vielleicht bist du sogar scheinbar für einige Stunden ein Hobbit aus dem Auenland, der scheinbar die Bürde des Einen Rings trägt... Völlig im Film 'gefangen'...
Aber im Grunde genommen ist dir schon klar, dass hier nur buntes Licht auf eine Leinwand projiziert wird und du mit Popcorn im Kinosessel sitzt...

Der Fokus im Direct Pointing liegt auf dem Durchschauen, nicht auf dem Auslöschen der Ich-Illusion.

Da ist ein fester Bezugspunkt in diesem Körper...
Kannst du diesen “festen Bezugspunkt“ direkt erleben?
Da ist in einer Situation die als Streß wahrgenommen wird eine Kontraktion im Körper, wahrnehmbar in der Muskulatur.
...
Es taucht ein Gefühl der Traurigkeit,schwere auf. Eine Beklemmung im Solarplexus.
Nun gut, du hast jetzt Wahrnehmungen geschildert, die die Etiketten “Kontraktion in der Muskulatur“ und “Beklemmung im Solarplexus“ bekommen haben.

Findet sich im reinen Erleben dabei tatsächlich ein fester Bezugspunkt?
Kannst du 'Muskulatur' oder 'Solarplexus' direkt erfahren?
Und findet sich in diesem Erleben ein Ich, dem das geschieht oder stecken da Gedanken hinter, die davon flüstern?

Wo ist dieser 'feste Bezugspunkt', wenn du dir mit dem Hammer auf den Finger haust?
Und wo ist dieser feste Bezugspunkt, wenn du einen Sonnenuntergang anschaust?

Ich habe Angst vor dem Kontrollverlust
... Kontrolle, die 'du' nie hattest. Trotzdem funktioniert alles wunderbar, im Alltag, auf der Arbeit...