Ist die, die in die Ich-Identifikation zurückfällt, „echt“?
Mein Kopf sagt: „Nein, das ist nur ein Gedanke, der mir suggeriert, dass es da ein „Ich“ gäbe, das in die Ich-Identifikation zurückfallen würde.“
Bei diesem Gedanken spüre ich, wie sich meine Bauchmuskeln in sich zusammenziehen.
Ist das Geschehen, das womit identifiziert wird, „real“/ Echt?
Nein, eine pure Einbildung.
Wut steigt auf, dass ich trotz gegenteiligem sicherem Wissen mir einbilde, dass da dennoch ein „Ich“ sei.
Ist die Stimme „Echt“?
Nein, nein, nein, nur ein Gedanke. Ich spüre immer noch die Enge im Bauchbereich. Das kann doch nicht wahr sein, diese Ambivalenz zwischen sicherem Wissen, dass da keine Ich-Instanz da ist und ich dennoch an eine scheinbare Hintertüre glaube, durch die sich das „Ich“ hineinschleichen würde.
Ich komme mir vor wie ein Elefant, der am Fuß mit einem dünnen Seil an einen Pfahl angebunden ist. Es sind nicht die realen Bedingungen, die den Elefanten in Gefangenschaft halten. Ein leichter Zug und das Seil würde reißen.
Ich weiß nicht, welche fiktive Idee mich daran hindert, dauerhaft zu erfahren, dass es definitiv keine Ich-Instanz gibt. Es gibt Momente, da bin ich mir 100% bewusst, dass niemand da ist, der sich mit irgendeinem Gedanken oder einer Erfahrung identifizieren könnte.
Es gibt kein Seil, doch irgendwie ist doch irgend etwas da, das mich festhält. Ist es vielleicht die Identifikation mit dem Erfahrungsgeschehen? Wie komme ich da raaaaaaaauuuuus?
Gestern hatte ich einen Albtraum. Ich sah ein menschenähnliches Reptil, das mir seine gespaltene Zunge wie eine Schlange herausgestreckt und mich bedrohlich ausgelacht hat. Als ich aufgewacht bin, hatte ich das Gefühl, mein Kopf explodiert. Ich führe das zurück auf die tricky Fragen, die bewirken, dass in mir gearbeitet wird.