Erwacht und frei

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Daniel777
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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Mon Mar 05, 2018 11:25 am

Naiv gesagt, befinde ich mich hinter den Augen.
Ist da wirklich ein ICH, ein jemand hinter den Augen, das durch zwei Löchern in die Welt schaut?

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FreyaLuna
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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Mon Mar 05, 2018 11:26 pm

Lieber Daniel,
Danke für das Vereinfachen und Sortieren. Ich brauche Zeit zum Schauen. Ich glaube ich mache mir zuviel Druck.
Gute Nacht
Dagmar

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Daniel777
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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Tue Mar 06, 2018 9:26 am

Guten morgen Dagmar,

Ja, lass Dir ruhig Zeit. Schönen Tag.

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FreyaLuna
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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Tue Mar 06, 2018 11:19 pm

Hallo Daniel,
Habe heute im Laufe des Tages immer wieder die einzelnen Punkte erforscht.
Gibt es denn einen Denker der Gedanken? Schau nach....
Kannst Du eine Empfängerin oder Besitzerin, eine Eigentümerin von Empfindungen wahr nehmen?
[/quote]Einen Denker kann ich nicht ausmachen. Denken erscheint einfach und gleichzeitig ist da Bewusstsein davon, dass es erscheint und beobachten/wahrnehmen. Dann geschieht es auch, dass bewusstes Wahrnehmen der Gedanken nicht da ist, dass erst im Nachhinein bemerkt wird, dass Denken da ist, so wie Verlorensein im Denken. Aber nein, kein Denker da.
Genauso mit Empfinden. Kein Besitzer von empfinden. Es erscheint in der Wahrnehmung, im Bewusstsein. Alles was wahrgenommen werden kann erscheint und verschwindet. Ich mache immer wieder eine Übung, in der ich wahrnehmen kann, wie Körper erscheint. Wenn ich die Begriffe und Vorstellungen fallen lasse bleibt nur Spüren. Und dann verschwinden die Körpergrenzen und ich mache die Erfahrung, dass ich mich nicht in einem Körper befinde, Ich nirgends drin bin, sondern alles in dieser offenen Weite erscheint, Ein energetisches Erleben. Soweit so gut. Dann gibt es noch Ichgedanken. Auch die tauchen auf, scheinen aber eine größere Bedeutung zu haben.Haben sie zwar nicht, wenn man sie betrachtet, dann werden sie kraftlos. An diese Ichgedanken sind Empfindungen gekoppelt. Dem Ichgedanken ganz nah erscheinen die Gesichtsempfindungen, vor allem der Bereich hinter den Augen zu sein.
Ist da wirklich ein ICH, ein jemand hinter den Augen, das durch zwei Löchern in die Welt schaut?
Nein, ein ICH habe ich nicht gefunden. Beim Untersuchen habe ich auch keine Augen entdeckt, sondern Druckempfindungen und Anspannung. Beim Wahrnehmen dieser Empfindungen wurde klar, dass "dahinter" auch nur ein Begriff ist. Wenn ich ihn weglasse, verschwindet sowas wie Entfernung und Bezugspunkte. Ich habe dann mit Empfindungen, die "weiter weg" sind, wie Fussempfindungen experimentiert, bis klar war, dass die Augenempfindungen nicht näher sind als die Fussempfindungen. Aber der Ichgedanke, will sich an die Augenempfindungen wie andocken. Ohne den Begriff "nahe" ist da jedoch nur Empfinden, gleichwertig zum anderen Empfinden und das Lauschen geschieht wie das Denken und Empfinden im selben Wahrnehmungsraum.Alles gleich nah. Das gelingt jedoch nur, wenn ich nicht in Aktionen mit anderen verwickelt bin. Und das ergibt wohl auch keinen Sinn, wenn man über eine Straße läuft. Da muss man wohl unterscheiden, was näher und weiter weg ist. Dann kommt wieder die gewohnte Betrachtungsweise in den Vordergrund mit einem Ich im Zentrum, das spricht und agiert, auch wenn ich vorher erfahren habe, dass es nicht so ist.
Woher weisst Du, das da ein ICH ist, das denkt? Was ist dieses „Ich”, das Gedanken denkt? Wo nimmst Du es wahr? Wie groß ist es? Wie riecht es, wie hört es sich an?
Nein, da ist kein Ich das denkt, es hat keine Form, riecht nicht, aber es erklingt wie eine Stimme oder erscheint als Gedanke. Es ist eine Erscheinung. Was jedoch immer erfahrbar ist,dass ob ich die Augen offen habe und Wahrnehmungsobjekte erscheinen oder ob ich die Augen zu habe und sie verschwinden, da ein Empfinden von Dasein ist, das gleich ist. Das ist auch da ob Gedanken da sind oder nicht. Es kommt mehr in den Vordergrund, wenn keine Gedanken da sind.Es hat keine Form, kein Anfang, kein Ende, kein Alter, kein Geschlecht. Es wirkt offen, raumhaft, friedvoll und ist bewusst, wach. In der Meditation kommt es mehr in den Vordergrund.Was sagst du zu diesem offenen Gewahrsein und Empfinden von Dasein. Ist es auch nur eine Erscheinung? Mein Eindruck ist, das alles darin erscheint. Aber es kann auch sein, dass ich das nur durch die Meditationspraxis kultiviert habe.Irgendwie ist Bewusstsein/offenes Gewahrsein eine heilige Kuh für mich, die ich ungern opfern möchte. Aber Ich habe versprochen alles auf den Prüfstein zu stellen.
Diese Ichillusion ist ganz schön hartnäckig. Verdammt!
Herzliche Grüße und eine gute Nacht
Dagmar

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Daniel777
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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Wed Mar 07, 2018 11:12 am

Liebe Dagmar,

sehr schön beobachtet und beschrieben.
Aber nein, kein Denker da.
Genauso mit Empfinden. Kein Besitzer von empfinden
Genau, denken ist da, empfinden ist da.
Beim Untersuchen habe ich auch keine Augen entdeckt, sondern Druckempfindungen und Anspannung. Beim Wahrnehmen dieser Empfindungen wurde klar, dass "dahinter" auch nur ein Begriff ist. Wenn ich ihn weglasse, verschwindet sowas wie Entfernung und Bezugspunkte. Ich habe dann mit Empfindungen, die "weiter weg" sind, wie Fussempfindungen experimentiert, bis klar war, dass die Augenempfindungen nicht näher sind als die Fussempfindungen.
Prima. ein "Dahinter" und ein "weiter weg" kann so nicht erfahren werden. Es ist ein gedankliches Konstrukt. Es braucht ein mentales Bild, um dies zu behaupten. Alle mentalen Bilder sind angelernt. Sind sie in der unmittelbaren Erfahrung auch wahr? Untersuche weiter.

Und dann verschwinden die Körpergrenzen und ich mache die Erfahrung, dass ich mich nicht in einem Körper befinde, Ich nirgends drin bin, sondern alles in dieser offenen Weite erscheint, Ein energetisches Erleben.
Erfahrung ist da. Prüfe nochmal, ob Du im direkten erleben eine konkrete "Erfahrende" finden kannst, der keine Idee, keine Annahme ist.
Findest Du ein Zentrum, eine Instanz, in dem die Informationen sozusagen zusammenlaufen?
Dann gibt es noch Ichgedanken. Auch die tauchen auf, scheinen aber eine größere Bedeutung zu haben.
Ist denn der ICH Gedanken eine besondere Art Gedanke, der zb andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Denken da ist, so wie Verlorensein im Denken.
Was ist dieses „Ich”, das sich in Gedanken verliert? Ist es nicht nur ein weiterer, vorübergehender Gedanke? „Ich verliere mich in Gedanken.“ Kann ein Gedanke sich in Gedanken verlieren?
Was sagst du zu diesem offenen Gewahrsein und Empfinden von Dasein. Ist es auch nur eine Erscheinung? Mein Eindruck ist, das alles darin erscheint.
Lebendigkeit, Gewahren, Dasein, Präsenz...wie immer wir es nennen mögen, ist da. Was sagt, das ist "MEINE" Lebendigkeit, MEINE Präsenz, MEIN Dasein, das im Hier und jetzt verankert ist?
.Irgendwie ist Bewusstsein/offenes Gewahrsein eine heilige Kuh für mich, die ich ungern opfern möchte. Aber Ich habe versprochen alles auf den Prüfstein zu stellen.
Hinterfrage alles. Wofür steht der Begriff Bewusstsein eigentlich? Gibt es Bewusstsein als Ding an sich? Bist Du getrennt von Bewusstsein, "in dem" Dinge erscheinen? Bist Du ausserhalb davon?

Den Körper betrachten wir uns auch noch genauer. Nimm Dir erstmal Zeit für die obigen Fragen. Es sind einige. Gehe bis an die Wurzel "Deiner Welt". Nur Mut, es kann nichts passieren. :)

Liebe Grüße
Daniel

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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Wed Mar 07, 2018 10:59 pm

Lieber Daniel,
bin beim Nachschauen eingepennt Interessant wäre die Frage, wer da wegepennt ist. Das Ich, das nur eine Gedankenerscheinung ist, kann es ja nicht sein. Kann Bewusstsein wegpennen? :)))
Morgen geht das Forschen weiter. Für heute wünsche ich Dir eine gute Nacht. Vielen lieben Dank für Deine verlässliche Präsenz
Dagmar

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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Thu Mar 08, 2018 11:54 pm

Lieber Daniel,
zu später Stunde nach einem langen Arbeitstag der Versuch weiter zu beschreiben, was ich erforscht habe. Diesmal fiel es mir schwer. So als ob sich das "Forschungsobjekt" immer wieder entzieht, vor allem, wenn es um die Frage geht, was Bewusstsein ist. Wenn ich mich nicht frage, weiß ich es :)
Nun der Reihe nach:
Erfahrung ist da. Prüfe nochmal, ob Du im direkten erleben eine konkrete "Erfahrende" finden kannst, der keine Idee, keine Annahme ist.
Findest Du ein Zentrum, eine Instanz, in dem die Informationen sozusagen zusammenlaufen?
Bei genauem Hinsehen ein klares Nein. Erfahren ist da und wahrnehmen davon. Wahrnehmen und erfahren ist nicht getrennt voneinander und Ich kann keinen autonomen Erfahrenden, kein Subjekt ausfindig machen, dassich in einer Entfernung vom Wahrgenommenen befindet und getrennt ist. Aber da ist so eine Gewohnheitsenergie, die Trennung immer wieder herstellt oder ein Gewohnheitsmuster. So ein Abgleichen mit Bekanntem und Vertrauten, ein Wiedererkennen. Es gibt kein Ich, dass sich immer erzählen muss, dass es im Wohnzimmer gerade sitzt. Da ist Vertrautheit und Wiedererkennen ohne Denken übrigens. Dieses vertraute Wiedererkennen kann mit Geschichten geschmückt werden. Wenn das Spiegelbild erblickt wird, ist da auch ein vertrautes Wiedererkennen. Da wird noch nichts darüber erzählt. Kein Ich/Ego/Person. Doch die Geschichte dazu folgt auf dem Fuße.
Ist denn der ICH Gedanken eine besondere Art Gedanke, der zb andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Der Ichgedanke, ist auch nur ein Gedanke wie jeder andere auch. Er taucht gefühlt aus dem Nichts auf und verschwindet dann auch wieder. Schwierig wird es nur, wenn daran eine Emotion gekoppelt ist. Heute Morgen habe Ich Ärger verspürt über eine Parkerin in unserer Straße, die für ihr Auto drei Parkplätze okupierte. Und es ist nicht immer leicht hier als Anwohner einen Parkplatz zu ergattern. Alles Geschichten ich weiß. Und trotzdem habe ich sie angesprochen ohne die gewünschte Reaktion. Sie machte nicht, was ich wollte :)Und dann konnte ich beobachten, wie diese Ärgerenergie die Gedanken am Laufen hielt und da war dann gleichzeitig der Versuch das loszuwerden durch Analysieren und Denken.
Das Denken schafft die Probleme, die es dann lösen will und alles wird auf ein Person bezogen, auf ein Ich. Wenn ich jetzt sage, ich bin da rausgekommen, dann ist natürlich die Frage da, welches Ich kommt da von wo raus? Kein Ich das rauskommt, aber sich wiederholende Energie- und Gedankenwellen, die immer wieder heranrollen und dann irgendwann verebben oder durch andere Wahrnehmungen ersetzt werden. Aber in dem Moment wirkt das so echt und so fest.
Was ist dieses „Ich”, das sich in Gedanken verliert? Ist es nicht nur ein weiterer, vorübergehender Gedanke? „Ich verliere mich in Gedanken.“ Kann ein Gedanke sich in Gedanken verlieren?
Wenn du so fragst klar. Das ICH, dass nur ein Gedanke ist, kann sich natürlich nicht in Gedanken verlieren. Ich habe auch kein ICH gefunden, dass sich in Gedanken verliert, aber dieses Erlebenvon in Gedanken verloren sein, ist eine Veränderung des Bewusstseins. Es ist in der Wahrnehmung anders. Ungefähr so wie ein Traum der für Wahr gehalten wird, bis aufwachen geschieht und Erkennen, dass es nur ein Traum war und dann gibt es auch die Erfahrung von Bewusstheit im Traum, dass also gewusst wird, dass träumen geschieht. So ist es im Wachbewusstsein auch. Es gibt die Momente, in denen bewusst wahrgenommen wird, was vor sich geht, welche Gedanken, Empfindungen, Sinnesobjekte da sind und dann gibt es sowas wie verschmolzen sein damit und im Nachhinein kann erkannt werden, was war. Also muss Bewusstheit auch in der Verschmelzung anwesend gewesen sein und doch fühlt es sich so an, als ob diese gefehlt hat.
Was sagt, das ist "MEINE" Lebendigkeit, MEINE Präsenz, MEIN Dasein, das im Hier und jetzt verankert ist?
Im nachhinein komm der Gedanke "Mein", ein in Beziehungsetzen zu einer fiktiven Peson, ein Persönlichnehmen sozusagen. Eine Gewohnheitsenergie. Geht automatisch und ganz schnell.
Wofür steht der Begriff Bewusstsein eigentlich? Gibt es Bewusstsein als Ding an sich? Bist Du getrennt von Bewusstsein, "in dem" Dinge erscheinen? Bist Du ausserhalb davon?
Die erste Frage war schwierig. Da ich mich schon lange damit beschäftigt habe, gibt es da viel angelesenes Wissen dazu und das macht es nicht so leicht, gelerntes von Wahrnehmbaren zu unterscheiden.
Was ist Bewusstsein eigentlich?Auf jedenfall kein Substantiv und wahrzunehmendes Objekt. Es lässt sich nicht begreifen auch nicht wirklich erfahren. Bin Ich getrennt davon. Nein, ich würde sagen, dass ich das bin . Ich bin Bewusstsein.Aber es ist nicht so einfach.Wenn ich es definieren würde, würde ich sagen Bewusstsein ist wissen von Dasein und Wissen von dem, was vor sich geht. Bewusstsein ist kein Ding/Objekt. Es lösst sich nicht verdinglichen. ZB.: Denken geschieht und gleichzeitig bewusstes Wahrnehmen von Denken. Wenn keine Gedanken da sind, ist trotzdem bewusstes Sein da. Einfach nur Dasein ohne Denken. Stilles, waches Empfinden von da sein.Diese wissen von Dasein ist da ob was wahrgenommen wird oder nicht. Es scheint von den Objekten der Wahrnehmung nicht betroffen zu sein. Und ist sich seiner Selbst bewusst in dem Sinne, dass es weiss, dass es ist. Es ist jederzeit möglich die Aufmerksamkeit weg von den Objekten, hin zum Empfinden von Dasein zu lenken, aber lenken ist nicht richtig, denn es lässt sich nicht lokalisieren. Es braucht kein Nachdenken und ich muss nirgends nachschauen um zu wissen, dasss ich bin. Aber!!!! Es entsteht natürlich eine Spaltung in Subjekt und Objekt, wenn die Wahrnehmungsobjekte vom Wahrnehmen getrennt werden. Dann wird Bewusstsein zum Subjekt, zu einem art Beobachter und das Wahrgenommene, zB. Gedanken zum Objekt. Durch mein exessives Beschäftigen mit Nondualem Gedanken- und Erfahrungsgut, habe ich natürlich erfahren, dass diese Trennung illusionär ist und es nur Bewusstsein ist. Ich bin da auch experimentell herangegangen, aber so richtig klick hat es nicht gemacht.
Das Erforschen geht so. Wenn ich zum Beispiel ein Geräusch wahrnehme, kann ich keine Grenze erkennen, die von Außen nach Innen überschritten wird,sodass es kein unabhängiges Objekt gibt, das mir erscheint. Lauschen geschieht gleichzeitig mit bewusstem Wahrnehmen.Es lässt sich nicht voneinander trennen. Es gibt gleichzeitig eine Bewusstheit des Gelauschten.Es gibt also nicht Geräusch, Lauschen und Bewusstheit. Kein getrenntes Objekt also. Das Lauschobjekt ist aus Wahrnehmen gemacht und Wahrnehmen ist bewusstes Wahrnehmen. Ist Bewusstsein. Alles wunderbar, es ist aber nicht eine wirkliche Erfahrungsgewissheit für mich.Leider!!!
Soviel für heute. Geh jetz ins Bett und lasse das Wachbewusstsein in den Schlafmodus überwechseln.Hoffentlich bis morgen.
Herzlichst Dagmar

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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Thu Mar 08, 2018 11:55 pm

Lieber Daniel,
zu später Stunde nach einem langen Arbeitstag der Versuch weiter zu beschreiben, was ich erforscht habe. diesmal viel es mir schwer. So als ob sich das "Forschungsobjekt" immer wieder entzieht, vor allem, wenn es um die Frage geht, was Bewusstsein ist. Wenn ich mich nicht frage, weiß ich es :)
Nun der Reihe nach:
Erfahrung ist da. Prüfe nochmal, ob Du im direkten erleben eine konkrete "Erfahrende" finden kannst, der keine Idee, keine Annahme ist.
Findest Du ein Zentrum, eine Instanz, in dem die Informationen sozusagen zusammenlaufen?
Bei genauem hinsehen ein klares Nein. Erfahren ist da und wahrnehmen davon. Wahrnehmen und erfahren ist nicht getrennt voneinander und Erfahrender, kein Subjekt da das in einer Entfernung davon getrennt ist und wahrnimmt, aber da ist so eine Gewohnheitsenergie, die Trennung immer wieder herstellt oder ein Gewohnheitsmuster. So ein Abgleichen mit Bekanntem und Vertrauten, ein Wiedererkennen.

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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Fri Mar 09, 2018 12:02 am

Keine Ahnung, wie ich das hingekriegt hab, es doppelt zu versenden.......

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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Fri Mar 09, 2018 12:01 pm

Liebe Dagmar,

danke für den Bericht. Sehr schön. Eventuell schaffe ich es heute nicht, darauf einzugehen. Spätestens morgen machen wir weiter.

Liebe Grüße
Daniel

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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Fri Mar 09, 2018 3:10 pm

Liebe Dagmar,
Der Ichgedanke, ist auch nur ein Gedanke wie jeder andere auch. Er taucht gefühlt aus dem Nichts auf und verschwindet dann auch wieder.
Genau. Ist da die Vorstellung, dass das Gedanken-ICH verschwindet? Das wird nicht der Fall sein. Das ICH wird im Gedankenstrom weiterhin auftauchen. Wichtig zu sehen ist, auf was es sich bezieht.

Wenn das ICH nur ein Gedanke ist, was fühlt, schmeckt, sieht, hört, riecht?
Kann ein Gedanke etwas erkennen? Kann ein Gedanke etwas erleben? Oder können Gedanken nur Worte dafür finden, die nicht das Erleben oder Erkennen selbst sind?
Und dann konnte ich beobachten, wie diese Ärgerenergie die Gedanken am Laufen hielt und da war dann gleichzeitig der Versuch das loszuwerden durch Analysieren und Denken.
Ist da eine Vorstellung, das keine Reaktionen mehr entstehen? Das die Gefühlswelt still steht? Die gesamte Palette an Empfindungen wird weiterhin da sein.
und im Nachhinein kann erkannt werden, was war.
Wird im nachhinein erkannt? Untersuche meine erste Frage....Kann ein Gedanke etwas erkennen? Kann ein Gedanke etwas erleben? Oder können Gedanken nur Worte dafür finden, die nicht das Erleben oder Erkennen selbst sind?
Und ist sich seiner Selbst bewusst in dem Sinne, dass es weiss, dass es ist.
Was meinst Du mit "ES"? Kann in der direkten Erfahrung erlebt werden, das sich etwas seiner selbst bewusst ist?

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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Sat Mar 10, 2018 12:11 pm

Lieber Daniel,
danke für Deine Antwort. Zuerst etwas, was die Emails betrifft. Ich bekomme keine Email mehr, wenn Du schreibst, keine Benachrichtigung. Die letzte Mail habe ich am Dienstag bekommen. Ich gehe dann immer über den Link vom Dienstag, aber der wandert natürlich immer weiter weg in meinem Email Postfach. und dann habe ich den Eindruck, dass nicht immer der ganze Inhalt verschickt wird. Kannst du bitte nachschauen ob Deine letzte Mail so enden sollte, wie sie endet?
Und nun zu meinem Erforschen:
Ist da die Vorstellung, dass das Gedanken-ICH verschwindet? Das wird nicht der Fall sein. Das ICH wird im Gedankenstrom weiterhin auftauchen. Wichtig zu sehen ist, auf was es sich bezieht.
Nein, die Vorstellung habe ich nicht mehr, dass der Ich-Gedanke verschwinden soll. Es ist einfach eine Konditionierung, die automatisch abläuft. Auch ist der Ichverbesserungs- und Optimierungsversuch aufgegeben. Es gab keine Wahl bei der Entstehung und der Entwicklung dieser Ichkonditionierung. Auch wenn ich im Leben immer wieder gehört habe und es geglaubt habe, dass dieses Ich anders sein könnte, damit ein anderes Ich sich damit besser fühlen kann. Das habe ich natürlich auch immer gedacht, dass der andere sich ändern sollte, damit ich mich glücklich fühle. Es "icht" halt so vor sich hin. Und manchmal löst dieses "Vor-sich-hin-ichen" schmerzhafte Erfahrungen aus, wenn es zB. nicht kompatibel ist mit einer anderen Ich-Konditionierung und dann auf Ablehnung stösst. Denn da ist ein Wunsch nach dazugehören, geliebt werden und angenommen sein und die Angst, bei Nichtgenügen verstoßen zu werden und sich einsam zu fühlen oder wertlos zu sein. Auch gab es immer wieder Versuche andere Ich-strukturen in nahen Beziehungen zu verändern, was immer schief lief ;) und dann war da das Gefühl, dass etwas mit mir nicht in Ordnung sei. Das hat sich verändert. Und dadurch ist das friedvoller geworden. Es ist schwierig mit dem Formulieren, da eine Tendenz da ist, durch die Sprachstruktur, ein neues Ich zu konstruieren, indem Ich sage, dass Ich Frieden gefunden habe, mit diesem Ich. Nein, da hat keiner Frieden gefunden. Frieden ist da, wenn die Ichstruktur erkannt wird als pure Konditionierung und nicht geglaubt wird, dass es sowas wie eine Person gibt, die verletzt werden kann. Und trotzdem geschieht das immer wieder, dass da etwas empfunden wird, das den Namen Verletztsein, traurig sein, wütend sein bekommt. Dieses vertraute Muster lässt sich gerne aktivieren. Durch Scott Kiloby und Byron Katies "The Work", habe ich Überprüfungsmöglichkeiten gefunden und erkannt, dasss diese Emotionen, Gedanken plus Körperempfindungen sind und das beim genauen hinschauen, keiner da ist der verletzt und traurig ist und dass die Empfindungen kein Beweis für die Richtigkeit der Gedanken sind. Nein, es geschehen einfach Gedanken und Empfindungen vielleicht als energetisches Muster dieser Gedanken. Es einfach wahrzunehmen, lässt sie schneller abebben. Widerstand hält sie aufrecht, genauso das Geschichtenerzählen und diese glauben und für wahr halten.Einfach wahrnehmen gelingt auch immer wieder und das fühlt sich dann leicht und frei an. Ich kann ja schon einen Unterschied bemerken, wenn zB. Spüren mit Ich oder ohne Ich geschieht. Dieser Ichgedanke ist pure Anspannung und Enge.
Und deshalb auch ein Nein zu der folgenden Frage
Ist da eine Vorstellung, das keine Reaktionen mehr entstehen? Das die Gefühlswelt still steht? Die gesamte Palette an Empfindungen wird weiterhin da sein

Was ich unumstößlich erkennen will ist, dass diese Struktur nicht "Ich" bin und damit nicht alles persönlich nehmen muss, weil diese Person auch nur als Geschichte existiert, die an einen Körper gekoppelt wird, der zwar auch ein Konzept ist, aber eins mit großer Bedeutung, da geglaubt wird, das die Existenz bei Verlust desselben, beendet ist. Die Angst nicht mehr zu sein,die Angst vor dem Tod, ist wohl die größte.
Wird im nachhinein erkannt? Untersuche meine erste Frage....Kann ein Gedanke etwas erkennen? Kann ein Gedanke etwas erleben? Oder können Gedanken nur Worte dafür finden, die nicht das Erleben oder Erkennen selbst sind?
Nein, klar es wurde klar erkannt :)) dass ein Gedanke nichts erkennen kann. Ein Gedanke ist nur eine Erscheinung und kann als solche wahrgenommen und erkannt werden. Ich bin nicht diese Gedanken, auch wenn sie ein Ich, mich oder mein beinhalten. Aber es ist erfahrbar ein Unterschied erkennbar ob Gedankenverlorenheit geschieht oder wahrnehmen von Gedanken. Dass ist so, als ob man im Kino sitzt und ganz vom Film absorbiert ist. Man weint, fühlt mit usw. Der eigene Personenfilm ist in diesem nicht vorhanden. Un das ist mit dem Ichfilm das Gleiche. Es gibt Momente, da wird er nicht als Ichfilm erkannt, wie ein Verschmolzensein damit und dann sind Momente, in denen erkannt wird, dass das ein Film ist. Ansonsten wäre ja ein Erforschen dieses Ichs und ein Erkennen, dass es lediglich ein Gedankenkonstrukt ist nicht möglich. Dann kommen wir beim bewusst-sein an. Was weiß denn da die ganze Zeit, was vor sich geht? Was schaut denn da die ganze Zeit? Ein Gedanke kann nicht schauen, Die Person auch nicht. Aber Schauen geschieht, bewusstes wahrnehmen geschieht, erkennen geschieht. Und darauf setzt sich dann der Gedanke, das hab ich gedacht. Was wahrgenommen und erkannt wird ist, dass permanente Veränderung geschieht. Das Wahrgenommene ändert sich unaufhörlich, dazu gehört auch das Ichempfinden und dann wird dem Bedeutung gegeben durch Gedanken, die auch einfach geschehen.
Nächste Frage:
Und ist sich seiner Selbst bewusst in dem Sinne, dass es weiss, dass es ist.
Was meinst Du mit "ES"? Kann in der direkten Erfahrung erlebt werden, das sich etwas seiner selbst bewusst ist?
Das war und ist eine harte Nuss!!! Dies Frage hat mich ärgerlich gemacht. Ich kriege das nicht zu fassen.Aus dem Ärger heraus kam gleich die Antwort, na klar ist da Bewusstsein und das existiert aus sich heraus und weiß dass es ist. Ich bin dieses Bewusstsein und weiß, dass ICH bin. Dass ist doch unumstößlich das "ICH bin", also existiere, sonst könnte doch nichts wahrgenommen, beobachtet oder erkannt werden. Wie könnte dieses ganze Untersuchen möglich sein, das wir hier betreiben, wenn da nichts existiert, was bewusst ist????? Ich denke, also bin Ich ist falsch, klar! Aber weil bewusstes Sein ist, kann Denken wahrgenommen werden. Achtung heilige Kühe!!!! Und hat nicht Nissargadata Maharaj empfohlen, in diesem Ich-bin zu verweilen? Dieses Ich-bin gibt es!
Und dann habe "Ich" geschaut und kein "Ich bin" gefunden. Auch das "ICH-bin" ist nur ein Gedanke und das Ich-Empfinden gibt es auch nicht. Kein Mittelpunkt, kein Zentrum. Da ist einfach nichts! Und es lässt sich auch kein "NIchts", also Objekt daraus machen. Es hat keine Dimensionen, keinen Mittelpunkt, keine Grenzen, es ist unbewegt und still. Und dann haut es was raus, wie aus einer Wundertüte.Aber da ist immer noch der Versuch dieses Nichts zu schauen, wie drauf zu schauen. Und was ich noch entdecken konnte ist, dass wahrnehmen, immer ein wahrnehmen von etwas ist, Bewusstsein von.... Gedanken, Empfindungen, Geräuschen etc. Kann Bewusstsein sich selbst wahrnehmen? Gibt es ein Bewusstsein ohne ein bewusst sein von einem Objekt?Kann das Bewusstsein sich selbst zum Objekt machen? Konnte nichts dergleichen finden. Wenn das Objekt verschwindet bleibt "nichts", friedvolle Stille. Also kommt und geht Bewusstsein auch wie jedes andere Objekt?Alles kehrt zurück in diese friedvolle Stille.Das ist schön!!! Wie beim Monthy Phython Lied: Wir kommen aus dem Nichts, wir gehen ins Nichts, was bleibt? Nichts! "So, always look on the bright side of life!" :))) Ich habe mal so einen meditativen Zustand erlebt, in dem nichts da war, wie waches Schlafen, keine Regung, absolut nichts.Und doch war da eine Art wissen drum. Nicht kognitiv, nicht wirklich bewusst. Besser als so lässt sich das nicht beschreiben Das bleb nicht so und die Bewegung ging weiter Ich hab damals gedacht, das müsste so bleiben.Ist das der Urgrund allen Seins? Nichts! Atem kommt und geht, Pause....Nichts! Geräusche kommen, gehen.... Nichts! Schauen...Stille, Frieden....Aber kein Riesen-Klick, kein Aha- Erkenntnisschub, kein kosmisches Lachen, unbändige Freude.Nichts geschieht. Weiß nicht, was ich erwarte. Mach Ich was falsch?Habe ich da was übersehen? Das müsste doch jetzt wie eine Bombe einschlagen, wenn es eine echte Erkenntnis wäre.Habe Ich mich selbst ausgetrickst?
Ich habe nochmal geschaut ohne Erwartung und habe nur friedvolles pulsierendes Dasein gefunden. Dabei belasse ich es jetzt, bevore ich ein Nichts-Konzept kreiere.
Liebe Grüße Dagmar

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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Sat Mar 10, 2018 2:06 pm

Liebe Dagmar,

tatsächlich endete die letzte Mail nicht so, wie sie sollte. Macht aber nichts.
Gut, wie Du dran bleibst und beschreibst.
Nein, die Vorstellung habe ich nicht mehr, dass der Ich-Gedanke verschwinden soll. Es ist einfach eine Konditionierung, die automatisch abläuft. Auch ist der Ichverbesserungs- und Optimierungsversuch aufgegeben.
Prima.
Nein, da hat keiner Frieden gefunden. Frieden ist da, wenn die Ichstruktur erkannt wird als pure Konditionierung und nicht geglaubt wird, dass es sowas wie eine Person gibt, die verletzt werden kann.
Gut. Der Glaube wird sich komplett auflösen, wenn Du ganz nüchtern schaust, was hier und jetzt wirklich da ist.
Durch Scott Kiloby und Byron Katies "The Work", habe ich Überprüfungsmöglichkeiten gefunden und erkannt, dasss diese Emotionen, Gedanken plus Körperempfindungen sind und das beim genauen hinschauen, keiner da ist der verletzt und traurig ist und dass die Empfindungen kein Beweis für die Richtigkeit der Gedanken sind.
Genau so ist es.
Was schaut denn da die ganze Zeit? Ein Gedanke kann nicht schauen, Die Person auch nicht. Aber Schauen geschieht, bewusstes wahrnehmen geschieht, erkennen geschieht. Und darauf setzt sich dann der Gedanke, das hab ich gedacht. Was wahrgenommen und erkannt wird ist, dass permanente Veränderung geschieht. Das Wahrgenommene ändert sich unaufhörlich, dazu gehört auch das Ichempfinden und dann wird dem Bedeutung gegeben durch Gedanken, die auch einfach geschehen.
Klar beschrieben, wunderbar. Vielleicht solltest Du überprüfen, ob es nicht nur eine Annahme (ein Gedanke) ist, dass es da ein "wer" geben muss, der das schauen/wahrnehmen tut?! Gibt es für alle Dinge, die geschehen einen "Macher"? Gib es jemanden der macht, dass das Herz schlägt, dass der Wind weht? Ist ein "wer" absolut" notwendig?
Das war und ist eine harte Nuss!!! Dies Frage hat mich ärgerlich gemacht. Ich kriege das nicht zu fassen.Aus dem Ärger heraus kam gleich die Antwort, na klar ist da Bewusstsein und das existiert aus sich heraus und weiß dass es ist. Ich bin dieses Bewusstsein und weiß, dass ICH bin. Dass ist doch unumstößlich das "ICH bin", also existiere, sonst könnte doch nichts wahrgenommen, beobachtet oder erkannt werden. Wie könnte dieses ganze Untersuchen möglich sein, das wir hier betreiben, wenn da nichts existiert, was bewusst ist????? Ich denke, also bin Ich ist falsch, klar! Aber weil bewusstes Sein ist, kann Denken wahrgenommen werden. Achtung heilige Kühe!!!! Und hat nicht Nissargadata Maharaj empfohlen, in diesem Ich-bin zu verweilen? Dieses Ich-bin gibt es!
Genau diese hartnäckigen Überzeugungen gilt es einmal ehrlich und mutig zu hinterfragen. Das, was am meisten Widerstand leistet und unbedingt bleiben sollte, das gilt es anzuschauen. Sehr schön und mutig, wie Du auch das infrage gestellt hast.
Und dann habe "Ich" geschaut und kein "Ich bin" gefunden. Auch das "ICH-bin" ist nur ein Gedanke und das Ich-Empfinden gibt es auch nicht. Kein Mittelpunkt, kein Zentrum. Da ist einfach nichts! Und es lässt sich auch kein "NIchts", also Objekt daraus machen. Es hat keine Dimensionen, keinen Mittelpunkt, keine Grenzen, es ist unbewegt und still.
Wundervoll.
Und was ich noch entdecken konnte ist, dass wahrnehmen, immer ein wahrnehmen von etwas ist, Bewusstsein von.... Gedanken, Empfindungen, Geräuschen etc. Kann Bewusstsein sich selbst wahrnehmen?
Was kannst Du denn absolut sicher, aus eigener, direkter Erfahrung sagen? Da ist etwas, das wahrgenommen wird. Im Grunde ist egal was wahrgenommen wird. Wir können mit Sicherheit sagen, das etwas wahrgenommen wird. Aber ist da auch ein "wer", die/der wahrnimmt, oder ist da einfach nur Wahrnehmung? Findest Du mehr als Empfindung, Gedanken und Sinneswahrnehmung?
Ich habe nochmal geschaut ohne Erwartung und habe nur friedvolles pulsierendes Dasein gefunden.
Schau an...schön. Und ist da ein "wer", der gefunden hat?
Aber kein Riesen-Klick, kein Aha- Erkenntnisschub, kein kosmisches Lachen, unbändige Freude.Nichts geschieht. Weiß nicht, was ich erwarte. Mach Ich was falsch?Habe ich da was übersehen? Das müsste doch jetzt wie eine Bombe einschlagen, wenn es eine echte Erkenntnis wäre.Habe Ich mich selbst ausgetrickst?
Was ist dieses ICH, worauf Du Dich da beziehst?
Die Angst nicht mehr zu sein,die Angst vor dem Tod, ist wohl die größte.
"DU" existierst schon jetzt nicht...und hast niemals existiert. Wie fühlt sich das an, wenn Du diesen Satz liest?
Ich schlage vor, dass Du diese Angst näher kennenlernst. Erlaube Dir die Körperempfindungen zu spüren. Welche Empfindungen tauchen auf? Lass Dich hineinsinken, wie in ein warmes Bad. Während Du spürst, was würdest Du sagen, sind die Empfindungen unangenehm, angenehm oder neutral? Wissen die Empfindungen etwas über den Namen "Angst"? Kann das Wort "Angst" die Empfindungen spüren? Was geschieht, wenn der Name "Angst" zu den reinen Empfindungen hinzugefügt wird?

Lass Dir Zeit. Nur Mut, es kann nichts passieren. :)

Liebe Grüße
Daniel

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Re: Erwacht und frei

Postby FreyaLuna » Sat Mar 10, 2018 11:48 pm

Lieber Daniel,
Bevor ich mich mutig in die Erforschung meiner Nichtexistenz stürze, muss ich den Begriff "DU" klären. Ist damit die Person, das Ich/Ego gemeint, das nie existiert hat? Denn wenn ich das erforschen soll, muss "ich" ja existieren. Das was die fehlende Existenz des Ich erforscht muss ja existieren, sonst ergibt das ja keinen Sinn oder? Ich mach mich trotzdem schon mal dran mit meinem Verständnis. So spontan würde ich sagen, wenn es mich jetzt schon nicht gibt, dann muss ich mir wohl auch keine Gedanke über mein Ableben machen. Dann wurde ich nie geboren und werde auch nie sterben. Das klingt natürlich super. Aber so einfache ist es wohl nicht. Davon habe ich natürlich in all den nondualistischen Lehren zu genüge gehört. Jetzt werde ich es mal neu anschauen.Hoffe, die Angst zeigt ihr Haupt:) Ist eher ein Gefühl auch von Trauer. Ich melde mich sobald ich was rausgefunden habe oder/ und wenn ich Deine Hilfe brauche.
LG und gute Nacht
Dagmar

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Daniel777
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Re: Erwacht und frei

Postby Daniel777 » Sun Mar 11, 2018 6:54 am

Guten morgen Dagmar,
Bevor ich mich mutig in die Erforschung meiner Nichtexistenz stürze, muss ich den Begriff "DU" klären
Mit „DU’ ist ein getrenntes, separates ICH gemeint, das im Zentrum des Erlebens steht, eine kleine Dagmar sozusagen.
Diese Dagmar wird vor dem Durchschauen der Ich-Illusion als die Einheit erlebt, die denkt, plant, handelt, entscheidet, kontrolliert oder forscht, also die Fäden in der Hand. Ist das verständlich?
Ist eher ein Gefühl auch von Trauer.
Wir schauen nur darauf, wie die Dinge sind und schon immer waren. Was geht ist eine Illusion. Und sie darf doch gehen, oder?

Liebe Grüße <3


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