Freies Sein

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eichhorn44
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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Thu Jan 05, 2017 2:44 pm

Liebe Karin,
Musst du dieser "Ich"(-Idee) denn glauben schenken?
Eigentlich versuche ich mich immer mehr auf den "weiten Raum" einzulassen, und hoffe damit der Ich-Idee die Energie endgültig abzugraben.
Oder kannst du dir erlauben, die Erscheinungen, die für diese Idee stehen, weiter einfach zu beobachten, ... der weite Raum zu sein, in dem diese Erscheinungen stattfinden dürfen?
Das Beobachten dieses Phänomens werde ich jedenfalls weiterhin fördern, bis zur völligen "Durchsichtigkeit".

Lieber Gruß
Anke

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Thu Jan 05, 2017 3:59 pm

Musst du dieser "Ich"(-Idee) denn glauben schenken?
Eigentlich versuche ich mich immer mehr auf den "weiten Raum" einzulassen, und hoffe damit der Ich-Idee die Energie endgültig abzugraben.
Das ist gut, dass du den Focus so gut es geht auf die Präsenz richtest, dadurch kann sich die Gewohnheit des Schauens entwickeln.
Aus meiner Erfahrung lösen sich die Ich-Erscheinungen nach dem Durchschauen der Ich-Illusion nicht mal eben von Zauberhand auf, das sind tiefsitzende Konditionierungen, über Jahrzehnte antrainiert ... Unser Widerstand gegen sie macht sie nur stärker.

Ganz etwas anderes... Spür mal bitte in dich rein, ob deine Angst vor der Freiheit möglicherweise größer ist als die Sehnsucht nach Freiheit? Stell dir vor, du wärst vollkommen frei. Wie würde sich das anfühlen? Geh einmal völlig in diese Als-Ob-Situation rein, so als wenn du bereits "da" wärst.
Steigt bei dieser Übung möglicherweise ein beklemmendes Gefühl in dir auf? Dann müssten wir das zuerst anschauen. Die Angst ist ein großer Verhinderer ...

Liebe Grüße. Karin

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Fri Jan 06, 2017 9:04 am

Liebe Karin,
Aus meiner Erfahrung lösen sich die Ich-Erscheinungen nach dem Durchschauen der Ich-Illusion nicht mal eben von Zauberhand auf, das sind tiefsitzende Konditionierungen, über Jahrzehnte antrainiert ... Unser Widerstand gegen sie macht sie nur stärker.
Ja, das kenne ich auch. Daher habe ich auch gleich von "Anfang" (des Erwachens) an erst einmal ein paar Jahre lang intensiv Psychologie, Psychoanalyse etc. studiert, Therapien gemacht, Heiler aufgesucht etc. Was natürlich noch nicht abgeschlossen ist.
Ganz etwas anderes... Spür mal bitte in dich rein, ob deine Angst vor der Freiheit möglicherweise größer ist als die Sehnsucht nach Freiheit? Stell dir vor, du wärst vollkommen frei. Wie würde sich das anfühlen? Geh einmal völlig in diese Als-Ob-Situation rein, so als wenn du bereits "da" wärst.
Steigt bei dieser Übung möglicherweise ein beklemmendes Gefühl in dir auf? Dann müssten wir das zuerst anschauen.
Ja, da gibt es ein paar Dinge, die ich immer mal wieder anschaue, wie z.B. Angst vor Kontrollverlust, Angst vor Tod... Habe auch schon mindestens 2 Mal Todesangst durchlebt (das 2. Mal war kurz bevor hier gesehen wurde, wie das Ego ins Nichts geschleudert wird).
Es gibt da aber auch Ängste in Richtung "Wenn Aufwachen geschieht, dann ist keine Beziehung mehr möglich, kein Urlaub, kein Ausschlafen, dann habe ich nicht mehr "meine Ruhe" ─ was natürlich irgendwie ein Witz ist, und auch wieder nicht.
Die Angst ist ein großer Verhinderer ...
Ja, das scheint öfter der Fall zu sein. Aber mglw. kann Angst auch genutzt werden. Jedenfalls gilt doch auch dafür das Gesetz der Anziehung, oder? Wenn ich mich viel mit Angst beschäftige, gebe ich Angst-Mustern mehr Gewicht/Energie.
Was meinst du, wie könnte Angst noch angeschaut werden ohne sie zu nähren? (abgesehen davon, dass ich versuche sie beim Auftauchen immer weniger zu bekämpfen und immer mehr einfach da sein zu lassen, bis sie von selbst wieder verschwindet)

Morgengruß ins All

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Fri Jan 06, 2017 4:29 pm

Liebe Anke,
Ja, da gibt es ein paar Dinge, die ich immer mal wieder anschaue, wie z.B. Angst vor Kontrollverlust, Angst vor Tod... Habe auch schon mindestens 2 Mal Todesangst durchlebt (das 2. Mal war kurz bevor hier gesehen wurde, wie das Ego ins Nichts geschleudert wird).
Interessant, dass sich die Todesangst ausgerechnet vor einem Durchbruch von dir meldete ...
Ja, das scheint öfter der Fall zu sein. Aber mglw. kann Angst auch genutzt werden. Jedenfalls gilt doch auch dafür das Gesetz der Anziehung, oder? Wenn ich mich viel mit Angst beschäftige, gebe ich Angst-Mustern mehr Gewicht/Energie.
Was meinst du, wie könnte Angst noch angeschaut werden ohne sie zu nähren? (abgesehen davon, dass ich versuche sie beim Auftauchen immer weniger zu bekämpfen und immer mehr einfach da sein zu lassen, bis sie von selbst wieder verschwindet)
Was das Gesetz der Anziehung betrifft, gibst du einem Phänomen nur Gewicht, wenn du ihm die Macht über dich gibst. Wenn du einem Gefühl vollkommen erlaubst da zu sein, verliert es alle Negativität, ... es verwandelt sich und die in ihm gebundene Energie wird frei.

Versuch dich bei der folgenden Übung ganz auf die Angst zu konzentrieren, die du vor der Auflösung des "Ichs" hast bzw. deren möglichen Folgen. Vielleicht sagst du innerlich den Satz "Wenn Aufwachen geschieht, dann ist keine Beziehung mehr möglich, kein Urlaub, kein Ausschlafen, dann habe ich nicht mehr "meine Ruhe"

Wenn der Satz ein Gefühl in dir auslöst, lass den Satz fallen und konzentrier dich ganz auf das Gefühl.
Wo im Körper spürst du es und aus welchen Bestandteilen besteht es? Dann bedanke dich bei allen Gedanken, die das Gefühl benennen oder bewerten. Das kann das Label "Angst" sein oder "Knoten". Manchmal sind es auch ganz subtile Bewertungen unterhalb der Gedankenebene, so etwas wie ein subtiles Widerstandsgefühl bzw. ein "ändern wollen". Bedanke dich bei all diesen Labels und lass sie gehen.

Nun beobachte die pure Körperempfindung und bereite ihr einen freundlichen Empfang, umarme sie wie einen guten Freund. Ist das, was du spürst, persönlich? Frag das Gefühl, was es beschützt. Was will es vor dir verbergen? Verneige dich vor ihm. Danke ihm und schau hinter die Angst, als wolltest du einen neugierigen Blick riskieren. Was befindet sich dahinter?

Das ist eine intensive Übung. Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung.

Karin

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Fri Jan 06, 2017 5:51 pm

Liebe Karin,
Versuch dich bei der folgenden Übung ganz auf die Angst zu konzentrieren, die du vor der Auflösung des "Ichs" hast bzw. deren möglichen Folgen.
Beim Lesen deiner Aufgabe dachte ich erst, dass ich für diese Übung viel Zeit brauche.
Aber mir ist umgehend der auslösende Satz, meine Haupt-Angst, dazu eingefallen:

„Dann gehört mein Leben nicht mehr mir“
Wenn der Satz ein Gefühl in dir auslöst, lass den Satz fallen und konzentrier dich ganz auf das Gefühl.
Wo im Körper spürst du es und aus welchen Bestandteilen besteht es? Dann bedanke dich bei allen Gedanken, die das Gefühl benennen oder bewerten. Das kann das Label "Angst" sein oder "Knoten". Manchmal sind es auch ganz subtile Bewertungen unterhalb der Gedankenebene, so etwas wie ein subtiles Widerstandsgefühl bzw. ein "ändern wollen". Bedanke dich bei all diesen Labels und lass sie gehen.
Gefühl: Panik, das Gefühl war im Kopf; der Rest des Körpers war ruhig; das Herz war merkwürdig ruhig bzw. geradezu erwartungsvoll.
Nun beobachte die pure Körperempfindung und bereite ihr einen freundlichen Empfang, umarme sie wie einen guten Freund. Ist das, was du spürst, persönlich? Frag das Gefühl, was es beschützt. Was will es vor dir verbergen? Verneige dich vor ihm. Danke ihm und schau hinter die Angst, als wolltest du einen neugierigen Blick riskieren. Was befindet sich dahinter?
Der Körper: erstarrte sofort, war wie paralysiert.

Frage: Was möchtest du beschützen?
Antwort: „Meinen freien Willen“

Frage: Was will das Gefühl verbergen?
Antwort: (die „wartende“) Freude

Ach herrje! Das ist je eine schöne Ambivalenz!
Und jetzt? (Ach ja, umarmen...)

Danke für diese Anleitung!
Und wie geht weiter? :-)

Anke

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Fri Jan 06, 2017 6:35 pm

Spannender Bericht, Anke ...

... und wow, was für schöne Antworten, die dir die Angst gegeben hat :-)
Kannst du dich bei ihr für ihre guten Absichten bedanken? Ihr deine Liebe schenken? Auch dafür, dass sie die wartende Freude vor dir verbergen will, wird sie sicher einen guten Grund haben. Du könntest sie auch fragen, welcher das ist.
Schau was sich verändert, wenn du das Gefühl bedingungslos wertschätzt ... Spür rein.

Gib der Angst noch etwas mehr Zeit und Raum, ... natürlich nur, wenn sie noch da ist.
Geh ruhig einige Male öfter in das Gefühl und sorge dabei für dich, indem du bewusst atmest, ... dann wird auch die Panik ausbleiben. Mir persönlich hilft der verbundene Atem sehr dabei, bei Gefühlen zu verweilen http://www.atemglueck.de/the-presence-p ... t-1-woche/
Schau mal, ob das für dich passt. Ansonsten atme einfach ruhig und tief dabei.

Die Angst ist eine Fata Morgana, ein konditionierter Schutzmechanismus. Wenn du das nächste Mal im Gefühl bist, schau nach, ob es die Person tatsächlich gibt, die beschützt werden soll. Ist da irgendwer zu finden, der Freude erleben oder einen freien Willen haben könnte?

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Sun Jan 08, 2017 11:41 am

Liebe Karin,

habe versucht, mich in den vergangen Stunden mit deinen Anregungen auseinanderzusetzen.
Heute, seit dem Aufwachen, scheint mein Gehirn streiken zu wollen. Das passiert hin und wieder. Stattdessen zieht es mich in die Stille. Hier also, was gerade zum laufenden Thema da ist:
Kannst du dich bei ihr für ihre guten Absichten bedanken? Ihr deine Liebe schenken?
Das kommt mir irgendwie aufgesetzt vor. Ich kann allerdings eine Sympathie für die Angst erkennen; allerdings nur, wenn ich mir vorstelle, dass da jemand ist, der etwas Gutes bezwecken möchte.
Auch dafür, dass sie die wartende Freude vor dir verbergen will, wird sie sicher einen guten Grund haben. Du könntest sie auch fragen, welcher das ist.
Habe viele Gründe gefunden. Meinst du wirklich, dass es einen Grund gibt?
Schau was sich verändert, wenn du das Gefühl bedingungslos wertschätzt ... Spür rein.
Das habe ich in der Vergangenheit schon oft versucht, so auch in den vergangenen Stunden. Was passiert ist: Wertschätzung passiert, wann sie will, ohne, dass "ich" es beeinflussen könnte.
Gib der Angst noch etwas mehr Zeit und Raum, ... natürlich nur, wenn sie noch da ist.
Geh ruhig einige Male öfter in das Gefühl und sorge dabei für dich, indem du bewusst atmest, ... dann wird auch die Panik ausbleiben. Mir persönlich hilft der verbundene Atem sehr dabei, bei Gefühlen zu verweilen http://www.atemglueck.de/the-presence-p ... t-1-woche/
Schau mal, ob das für dich passt. Ansonsten atme einfach ruhig und tief dabei.
Habe noch verschiedene, "gefährlich" scheinende Gedanken ausprobiert, aber Angst ist nicht mehr aufgetaucht.
Stattdessen habe ich Angst angeschaut, wenn sie im Alltag aufflackerte. Wenn ich dann die Aufmerksamkeit auf den Atem lenke, erlischt die Angst.
Die Angst ist eine Fata Morgana, ein konditionierter Schutzmechanismus. Wenn du das nächste Mal im Gefühl bist, schau nach, ob es die Person tatsächlich gibt, die beschützt werden soll. Ist da irgendwer zu finden, der Freude erleben oder einen freien Willen haben könnte?

Ist Angst nicht ein Phänomen, wie alles andere, z-B. Freude etc. auch?
Eine Person konnte ich nicht finden. Allerdings taucht die Ich-Idee immer mal wieder auf und tut so, als wäre sie der Macher. Das wird dann gesehen.

Derzeit erscheint hier eine Aversion gegen Fragen.
Kann das Ego auch entlarvt werden ohne, dass es das mitbekommt? Ah ja, bei Jeff Foster, Mooji, Eckhart Tolle, Anssi u.a. ist es einfach passiert. Kann es sein, dass es bei jedem Aspekt einfach passiert und Fragen bzw. Methoden nur scheinbar dafür verantwortlich sind?

Anke

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Sun Jan 08, 2017 4:16 pm

Liebe Anke,

du hast intensiv gearbeitet, Hut ab! Leider kommen wir auf dem Weg zur Freiheit nicht daran vorbei, unsere Ängste und andere starke Gefühle zu fühlen und anzunehmen. Das kann manchmal sehr viel werden. Trau einfach dem Prozess und deiner Intuition und lass dich drauf ein ...
Kannst du dich bei ihr für ihre guten Absichten bedanken? Ihr deine Liebe schenken?
Das kommt mir irgendwie aufgesetzt vor. Ich kann allerdings eine Sympathie für die Angst erkennen; allerdings nur, wenn ich mir vorstelle, dass da jemand ist, der etwas Gutes bezwecken möchte.
Du hast das schon sehr gut gemacht. Es reicht, wenn wir unsere intensiven Gefühlen in irgendeiner Art positiv gegenüberstehen, je mehr wir sie annehmen können, desto besser ...
Auch dafür, dass sie die wartende Freude vor dir verbergen will, wird sie sicher einen guten Grund haben. Du könntest sie auch fragen, welcher das ist.
Habe viele Gründe gefunden. Meinst du wirklich, dass es einen Grund gibt?
Unsere inneren Anteile haben aus meiner Erfahrung heraus IMMER eine positive Intention, nur dass sie dafür häufig sehr ungeschickte Mittel wählen ... (Achtung, innere Anteile sind ein reines gedankliches Konzept)
Habe noch verschiedene, "gefährlich" scheinende Gedanken ausprobiert, aber Angst ist nicht mehr aufgetaucht.
Stattdessen habe ich Angst angeschaut, wenn sie im Alltag aufflackerte. Wenn ich dann die Aufmerksamkeit auf den Atem lenke, erlischt die Angst.
Das klingt wunderbar, wenn sie sich nochmal melden sollte, weißt du ja, was zu tun ist!
Ist Angst nicht ein Phänomen, wie alles andere, z-B. Freude etc. auch?
Eine Person konnte ich nicht finden. Allerdings taucht die Ich-Idee immer mal wieder auf und tut so, als wäre sie der Macher. Das wird dann gesehen
Ja, die Angst ist auch nur so ein Phänomen, eine Erscheinung ... Und dass du Identifikation immer wieder erkennst, klingt großartig!
Derzeit erscheint hier eine Aversion gegen Fragen.
Kann das Ego auch entlarvt werden ohne, dass es das mitbekommt? Ah ja, bei Jeff Foster, Mooji, Eckhart Tolle, Anssi u.a. ist es einfach passiert. Kann es sein, dass es bei jedem Aspekt einfach passiert und Fragen bzw. Methoden nur scheinbar dafür verantwortlich sind?
Schau mal, was mit Gedanken und Gefühlen, die sich gegen all die Fragen zu wehren scheinen, passiert, wenn du sie einen Moment lang wertschätzt und einfach hier sein lässt, Probier es aus, dem Widerstand Raum zu geben, auch er ist einfach hier, wie alle anderen Phänomene auch, je weniger Widerstand wir dem Widerstand entgegensetzen, desto weniger Energie geben wir ihm.

Ansonsten, ruh dich gern ein wenig von der getanen Arbeit aus!

Liebe Grüße. Karin

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Mon Jan 09, 2017 9:57 am

Liebe Karin,

heute Morgen geht`s wieder.
K: Auch dafür, dass sie (die Angst) die wartende Freude vor dir verbergen will, wird sie sicher einen guten Grund haben. Du könntest sie auch fragen, welcher das ist.
A: Habe viele Gründe gefunden. Meinst du wirklich, dass es einen Grund gibt?
K: Unsere inneren Anteile haben aus meiner Erfahrung heraus IMMER eine positive Intention, nur dass sie dafür häufig sehr ungeschickte Mittel wählen ... (Achtung, innere Anteile sind ein reines gedankliches Konzept)
mgl. Gründe, vor der mich Angst bewahren möchte, sind:
Dass Freude, Glück, Liebe zu viel werden.
Dass „ich“ vor Scham vergehe, wenn erkannt wird, dass Gott, die Menschen und ich doch keine „dämlichen, lieblosen Versager“ sind (obwohl das geniale Werk der Schöpfung hier bereits gesehen wurde, ist diese Ego-Sicht immer noch vorhanden; ganz schön hartnäckig)
Schau mal, was mit Gedanken und Gefühlen, die sich gegen all die Fragen zu wehren scheinen, passiert, wenn du sie einen Moment lang wertschätzt und einfach hier sein lässt, Probier es aus, dem Widerstand Raum zu geben, auch er ist einfach hier, wie alle anderen Phänomene auch, je weniger Widerstand wir dem Widerstand entgegensetzen, desto weniger Energie geben wir ihm.
O.k., das probiere ich weiter aus. Mal sehen, was in den kommenden Tagen auftaucht. Kann sein, dass ich mich erst in 2 bis 3 Tagen wieder melde.

Lieber Gruß
und danke für Deine Geduld

Anke

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Mon Jan 09, 2017 11:28 am

Nachtrag bzw. Zwischenfrage:

Was ist, wenn Sehnsucht und Angst sich die Waage halten?

Was ist, wenn der Wunsch, die Ego-Illusion zu beenden und der Wunsch weiterspinnen zu wollen bzw. die Angst davor, dass alles zu Ende ist, sich die Waage halten?

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Mon Jan 09, 2017 1:29 pm

Liebe Anke,
Was ist, wenn der Wunsch, die Ego-Illusion zu beenden und der Wunsch weiterspinnen zu wollen bzw. die Angst davor, dass alles zu Ende ist, sich die Waage halten?
Dann findet die Erfahrung einer ewigen Suche statt ;-)
mgl. Gründe, vor der mich Angst bewahren möchte, sind:
Dass Freude, Glück, Liebe zu viel werden.
Dass „ich“ vor Scham vergehe, wenn erkannt wird, dass Gott, die Menschen und ich doch keine „dämlichen, lieblosen Versager“ sind (obwohl das geniale Werk der Schöpfung hier bereits gesehen wurde, ist diese Ego-Sicht immer noch vorhanden; ganz schön hartnäckig)
Letztendlich sind das alles nur Gedanken, die nach Aufmerksamkeit schreien. Wenn du ihnen die Aufmerksamkeit gibst, ohne dich in die "Geschichte" reinreissen zu lassen, also in der direkten neutralen oder positiv zugewandten Erfahrung bleibst, lösen sie sich meist von allein auf.

Noch etwas anderes, wonach du bei der Gelegenheit schauen kannst: Sind all diese Phänomene wirklich als Objekte vorhanden? Ein Gedanke ist sprachtechnisch ein Objekt. Ist da ein Denker und ein Gedanke wahrnehmbar, bzw. kannst du eine Linie ziehen zwischen "Denken an sich" und Gedanke? Oder ist da ausschließlich der Prozess des Denkens als ein großes Ganzes, bzw. Spüren und Empfindung, Sehen und Bild, Hören und Geräusch?
Unsere duale Sprache macht Trennungen auf: "Ich höre ein Geräusch". Aber ist diese Trennung in direkter Erfahrung wirklich vorhanden?
O.k., das probiere ich weiter aus. Mal sehen, was in den kommenden Tagen auftaucht. Kann sein, dass ich mich erst in 2 bis 3 Tagen wieder melde. Lieber Gruß und danke für Deine Geduld
Alles kein Thema, du machst das sehr gut! Karin

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Mon Jan 09, 2017 3:41 pm

Liebe Karin,
Letztendlich sind das alles nur Gedanken, die nach Aufmerksamkeit schreien. Wenn du ihnen die Aufmerksamkeit gibst, ohne dich in die "Geschichte" reinreissen zu lassen, also in der direkten neutralen oder positiv zugewandten Erfahrung bleibst, lösen sie sich meist von allein auf.
Ah ja, diese Erinnerung ist immer wieder wichtig. Danke!
Gleichzeitig wird immer mehr erkannt, dass „Stille“ „Identifikation nach und nach frisst“ bzw. Stille durchdringt die Ich-Idee immer mehr.
Noch etwas anderes, wonach du bei der Gelegenheit schauen kannst:
Sind all diese Phänomene wirklich als Objekte vorhanden?
Da ist nichts Greifbares.
Ein Gedanke ist sprachtechnisch ein Objekt.
Ist da ein Denker und ein Gedanke wahrnehmbar, bzw. kannst du eine Linie ziehen zwischen "Denken an sich" und Gedanke?
Gedanken tauchen auf und verschwinden wieder. Manchmal scheine „ich“ zu denken, das wird jedoch immer wieder entlarvt, wenn gesehen wird, dass „ich“ Gedanken nicht unter Kontrolle hat.
Nein, eine Linie kann ich derzeit nicht ziehen.
Oder ist da ausschließlich der Prozess des Denkens als ein großes Ganzes, bzw. Spüren und Empfindung, Sehen und Bild, Hören und Geräusch?
Vor einiger Zeit wurde hier gesehen, dass ALLES nur EIN einziger(!) Gedanke ist.
Jetzt gerade passiert Denken einfach. Das ist toll: Denken sprengt hier gerade die Ich-Idee; oder ist es die Stille/Präsenz, die alles durchdringt? oder beides? Egal. Hier ist gerade nur Aufmerksamkeit.
Unsere duale Sprache macht Trennungen auf: "Ich höre ein Geräusch". Aber ist diese Trennung in direkter Erfahrung wirklich vorhanden?
Nein, Geräusche tauchen auf und verschwindet wieder.

Tausend Dank!
Nichts ist planbar (von wegen und „ich“ melde mich in 2-3 Tagen wieder :-)

Mal sehen, wie weitergeht...

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Mon Jan 09, 2017 6:48 pm

Das was du berichtest, klingt alles sehr gut, ... auch dass du wahrnehmen kannst, dass es keine Trennung gibt.

Hier noch eine sehr schöne Übung, die sich Noting, d.h. Bemerken nennt:
Der Verstand ist ja eine automatische Etikettiermaschine, er benennt ganz automatisch alles, was in seinen Fokus gerät,
wenn du einen Raum betrittst, ist es z.B. unmöglich, die Dinge nur zu sehen, ohne eine spontane Benennung und ggf. Interpretation.

Während du irgendeine Handlung ausführst, mach dir mal ein Spiel daraus, in aller Ruhe alles zu benennen, was dir auffällt, es stehen dir jedoch dafür nur 6 Wörter zu Verfügung:
sehen, hören, spüren, schmecken, riechen, denken
So etwas wie Gehen ist z.B. eine Erfahrung von Spüren plus evtl. Hören.
Mach das ruhig mehrmals am Tag für wenige Minuten. Und probiere auch aus, was passiert, wenn du das machst, wenn intensive Gefühle auftauchen.

Was ist das für eine Welt, wenn sie in dieser Form wahrgenommen wird? Erscheint die Erfahrung weniger "wahr" als die alltägliche Betrachtungsweise oder gar "wahrer"?

Ich bin gespannt! LG. Karin

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Re: Freies Sein

Postby eichhorn44 » Tue Jan 10, 2017 9:40 pm

Liebe Karin,
Hier noch eine sehr schöne Übung, die sich Noting, d.h. Bemerken nennt:
… Während du irgendeine Handlung ausführst, mach dir mal ein Spiel daraus, in aller Ruhe alles zu benennen, was dir auffällt, es stehen dir jedoch dafür nur 6 Wörter zu Verfügung:
sehen, hören, spüren, schmecken, riechen, denken
So etwas wie Gehen ist z.B. eine Erfahrung von Spüren plus evtl. Hören.
Mach das ruhig mehrmals am Tag für wenige Minuten. Und probiere auch aus, was passiert, wenn du das machst, wenn intensive Gefühle auftauchen.
Das ist eine tolle Übung.
Was ist das für eine Welt, wenn sie in dieser Form wahrgenommen wird?
Eine Welt der Reduktion auf`s Wesentliche.
Erscheint die Erfahrung weniger "wahr" als die alltägliche Betrachtungsweise oder gar "wahrer"?
Alles wird/ist viel einfacher und wahrer :-))
Was für eine Erleichterung.

Danke!

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Re: Freies Sein

Postby pregunta » Wed Jan 11, 2017 11:03 am

Liebe Anke,
Alles wird/ist viel einfacher und wahrer :-))
Was für eine Erleichterung.
genau so ist es :-)

Dann lass uns mal weitermachen mit dem Thema Kontrolle, Entscheidung, Freier Wille und "die Wahl haben".

Mach bitte eine Liste, du kannst dir "aussuchen", welche. Etwas Praktisches, wie eine Einkaufsliste, eine Auflistung von Werkzeugen, die in eine Werkzeugkiste gehören oder eine beliebige andere ... Bitte beobachte dabei genau, wie es zu dieser Auswahl kommt. In direkter Erfahrung.

Dann gibt es noch die "Entscheidung", wann du das tun willst, die Wahl des Mediums und letztendlich die "Entscheidung" aufzustehen und loszulegen. Beobachte jeweils detailgenau, wie es zu diesen Handlungen kommt.

Während du dann die Liste zusammenschreibst, achte darauf, wie das genau passiert, woher die Begriffe kommen, ob und wie eine "Wahl" getroffen wird. Gibt es in allen diesen Situationen tatsächlich eine Entscheidung zu beobachten? Wie passiert die Aneignung von Entscheidung? An welcher Stelle gibt es Kontrolle über den Prozess bzw. das Endergebnis?

Viel Vergnügen!


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