sein meets sein

gewahrsein
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Re: sein meets sein

Postby gewahrsein » Wed Jan 11, 2017 3:07 pm

hallo astrid

ja dann mach ich gerne weiter
Setze dich hin und höre die Geräusche, die gerade vorhanden sind. Du kannst auch Musik auflegen, wenn du möchtest.
ich höre den lüfter des laptops und den bohrer der handwerker in der nebenwohnung, das war dann schon die benennung ;-)
Höre die Geräusche selbst. Was wird eigentlich gehört? Hörst Du tatsächlich einen "Hund", ein "Auto" oder ist da nur "Geräusch"? Haben die Geräusche also bereits einen Namen, wenn sie gehört werden?
das geräusch des lüfters erscheint mir deutlich im aussen, das des bohrers auch.sie haben auch schon den namen, da ich sie nicht zum erstenmal höre und es da quasi die querverbindung zum letzten hören gibt.

je intensiver und länger ich mich auf das konstante geräusch des lüfters einlasse, also wirklich nur höre erscheint das geräusch im innen und im aussen.
Wo ist die Grenze zwischen innen und außen?
wenn der kopf nicht vorhersagt das ist aussen, dann ist da keine grenze, es ist innen und aussen, es gibt nur das geräusch
es wird ein bisjen verwirrend wenn andere geräusche hinzukommen, jetzt auch ein piepsen im ohr, das scheint nur innen zu sein, dann kommt der bohrer dazu, erst auch wieder mal aussen, wenn der bohrer fertig ist erscheint der lüfter auch wieder im aussen, das piepsen im ohr hingegen wird als inneres geräusch wahrgenommen, es ist auch schon oft in letzter zeit als mein piepsen tituliert worden. aber es ist ein piepsen, wenn der gedanke wegbleibt bleibt nur das piepsen
Gibt es eine "Instanz", die hört UND das Gehörte, oder ist da einfach hören?
wenn der kopf nicht eingreift und das geräusch zuweist, zb pc oder bohrer oder piepsen im ohr, dann ist da nur das geräusch als wahrnehmung

und du hast recht es ist eigentlich weniger anstrengend wenn der kopf aussenvor bleibt, aussenvor ist gut ;-) also er geröhrt gar nicht dazu :-)

was mir dann wohl anstrengend erschien und auch noch anstrengend erscheint, ist mich auf das einfache einzulasssen und nicht den herkömmlichen weg zu wählen

der sinn des hörens ist auch der, der mich in den letzten jahren am intensivsten triggert, es ist teilweise mit schmerzen verbunden bei bestimmten geräuschen und da erscheint sofort ein wiederstand und das macht die sache dann noch "unerträglicher"
Aber gibt es da tatsächlich eine "Instanz" die etwas machen kann - z.B. in der direkten Erfahrung von einfach nur SEHEN?
Schau da noch einmal genauer hin.
in der tat hilft es entspannter an die sache ranzugehen, nichts tun, einfach wahrnehmen

vielen dank dass du mich in diesem prozess begleitest astrid <3

lg p

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Ichbin01
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Re: sein meets sein

Postby Ichbin01 » Thu Jan 12, 2017 2:16 pm

Hallo Peter,

ja sehr gerne begleite ich Dich hier in diesem Prozess. Es ist sehr schön mit zu erleben, was Du schon in dieser kurzen Zeit gesehen hast.
der sinn des hörens ist auch der, der mich in den letzten jahren am intensivsten triggert, es ist teilweise mit schmerzen verbunden bei bestimmten geräuschen und da erscheint sofort ein wiederstand und das macht die sache dann noch "unerträglicher"
Ja, das ist normal, dass manche "Kanäle" einfacher in der Untersuchung sind und manche schwieriger.
Das ist bei jedem anders :-)

Ich möchte gerne noch einmal bei der Übung bleiben und auf eine Sache genauer schauen. Wenn es zu unangenehm für Dich ist, dann gib mir gerne Bescheid.

Kannst Du sehen, dass "Wiederstand" und "unerträglich" auch ein Etikett ist?
Was ist, wenn Du diese Etikette auch weg lässt? Was ist dann mit dem Schmerz? Wie verändert sich die Wahrnehmung des Schmerzes oder besser gesagt Deine "Beziehung" zum Schmerz? Darf er dann da sein?
Was macht den Schmerz zum "unerträglichen" Schmerz?

Und bitte untersuche noch einmal die Frage:
Wenn einfach "nur" Hören passiert, kannst Du eine "Instanz" finden, die hört?

Bin gespannt :-)

P.S.
Ich werde morgen den ganzen Tag unterwegs sein und Dir sehr wahrscheinlich nicht antworten können. Am Samstag bin ich aber wieder bereit :-)
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sein meets sein

Postby gewahrsein » Fri Jan 13, 2017 5:01 am

hallo astrid

erstmal wünsche ich dir bei allem was du tust am freitag einen schönen tag
jetzt möchte ich gerne noch mal auf die genauere untersuchung eingehen:
Kannst Du sehen, dass "Wiederstand" und "unerträglich" auch ein Etikett ist?
auf der einen seite kann ich das schon sehen, es ist im prinzip ein weglaufen vor dem jetzt
vor dem was ist. doch finde ich es auch recht normal bzw natürlich dass man sich dem
nicht unbedingt stellen will, was einem schmerzen bereitet. sowas wie eine natürlich reaktion
das vermeiden zu wollen und sich dem also dann auch nicht zu stellen sondern zu flüchten.
andererseits kann es auch so sein, dass der widerstand gewählt wird um sich dem darunter
liegenden gefühl nicht stellen zu wollen, bei widerstand wohl oft das gefühl der angst.
trotzdem will ich mich diesem prozess natürlich stellen um weiter forschen zu können was wirklich ist, bzw was nicht ist ;-)
Was ist, wenn Du diese Etikette auch weg lässt?
in dem falle wo es um das hören geht, dann ist da nur das geräusch,das, wie schon erwähnt,
nicht mehr nur im aussen zu hören ist ( das gehört nicht zu mir) sondern auch in mir. manchmal ist das dann nur das geräusch, aber oft stellt sich dann auch ein genervtsein ein. da wieder der widerstand, das nicht zu wollen. vll bedarf es einer bereitschaft dann zu bleiben, wahrzunehmen was ist. mir kommt es ein wenig wie ein kampf vor. da will was weg und da will sich jetzt auch was dem stellen was ist. ein forscherdrang es genauer erfahren zu wollen.
Was macht den Schmerz zum "unerträglichen" Schmerz?
wahrscheinlich meine etikettierung: " ich kann es nicht ertragen"
Wenn einfach "nur" Hören passiert, kannst Du eine "Instanz" finden, die hört?
nein :-)
Was ist, wenn Du diese Etikette auch weg lässt? Was ist dann mit dem Schmerz? Wie verändert sich die Wahrnehmung des Schmerzes oder besser gesagt Deine "Beziehung" zum Schmerz? Darf er dann da sein?
wenn ich versuche mich in das unangenehme geräusch hineinzuentspannen, dann verschwindet der widerstand, es ist nicht mehr "ich will das geräusch nicht (mehr) sondern es ist nur noch das geräusch und das ist einfach da.

der kopf sagt jetzt gleicht, allerdings hast du die übung jetzt nur mit dem lüfter gemacht, da ist es noch einfach, aber der bohrer hört sich anders an, ist "schlimmer" und die schlagbohrmaschine von letzter woche war unerträglich. in der tat hab ich da panikanfälle bekommen, mich massiv bedroht gefühlt und auch die wohnung verlassen.
ich werde jetzt auch in nächster zeit bei sehr unangenehmen geräuschen versuchen sie zuzulassen und dann hineinspüren was dann passiert.

lieben gruss peter

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Re: sein meets sein

Postby Ichbin01 » Sat Jan 14, 2017 4:41 pm

Hallo Peter,
so da bin ich wieder.
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.

Bei dem Guiding hier in LU geht es immer wieder darum, dass Du mir aus Deiner Direkten Erfahrung berichtest. Also von dem, was Du mit Deinen Sinnen (Sehen, Hören, Reichen, Schmecken, Tasten) erfährst nicht, was du dazu oder darüber denkst oder gelesen oder gehört hast. Es geht darum hier im Augenblick zu forschen, was jetzt da ist, was Du in diesem Augenblick zu der Übung oder Frage "erfährst.

Bitte lass uns unter diesem Gesichtspunkt Deine letzte Antwort noch einmal näher betrachten.
Mich interessiert, welches von Deinen Aussagen tatsächlich erfahren wurde und welches Inhalt von Gedanken sind.

Bitte gehe gehe Deine Antworten aus dem letzten Post Satz für Satz durch und schreibe mir hinter jeden Satz, ob es eine Sinneserfahrung (S), Erfahrung (E) oder Gedanken (G) sind, von denen Du berichtest.

Es interessiert mich, was Du feststellst und ich möchtet Dich bitten, dass Du mir darüber berichtest.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sein meets sein

Postby gewahrsein » Sat Jan 14, 2017 6:12 pm

hallo astrid

dann will ich die sätze nochmal durchgehen
es ist im prinzip ein weglaufen vor dem jetzt
vor dem was ist
das ist erfahrung und gedanken
doch finde ich es auch recht normal bzw natürlich dass man sich dem
nicht unbedingt stellen will, was einem schmerzen bereitet.
gedanke
sowas wie eine natürlich reaktion
das vermeiden zu wollen und sich dem also dann auch nicht zu stellen sondern zu flüchten.
gedanke
andererseits kann es auch so sein, dass der widerstand gewählt wird um sich dem darunter
liegenden gefühl nicht stellen zu wollen, bei widerstand wohl oft das gefühl der angst.
gedanken und auch erfahrung (angst als gefühl)
ich hoffe ich habe dich da richtig verstanden, sinneserfahrung ist sehen, riechen, schmecken, hören, fühlen. was ist das der unteschied zwischen einem körpergefühl also zum beispiel ein kribbeln im bauch und einem gefühl wie angst. ich sag jetzt mal die emotionale erfahrung ist die zu der erfahrung zu zählen oder zur sinneswahrnehmung, ich würde sie zu ersterem zählen. dann wäre hier die angst also erfahrung. ist oft schwierig für mich die gedanken der angst von dem gefühl der angst zu unterscheiden.
trotzdem will ich mich diesem prozess natürlich stellen um weiter forschen zu können was wirklich ist, bzw was nicht ist ;-)
gedanken
in dem falle wo es um das hören geht, dann ist da nur das geräusch
sinneswahrnehmung
nicht mehr nur im aussen zu hören ist ( das gehört nicht zu mir) sondern auch in mir
sinneswahrnehmung
manchmal ist das dann nur das geräusch, aber oft stellt sich dann auch ein genervtsein ein.
sinneswahrnehmung, erfahrung und auch gedanken
da wieder der widerstand, das nicht zu wollen.
gedanke
vll bedarf es einer bereitschaft dann zu bleiben, wahrzunehmen was ist. mir kommt es ein wenig wie ein kampf vor. da will was weg und da will sich jetzt auch was dem stellen was ist. ein forscherdrang es genauer erfahren zu wollen.
gedanken
wahrscheinlich meine etikettierung: " ich kann es nicht ertragen"
gedanken
wenn ich versuche mich in das unangenehme geräusch hineinzuentspannen, dann verschwindet der widerstand, es ist nicht mehr "ich will das geräusch nicht (mehr) sondern es ist nur noch das geräusch und das ist einfach da.
sinneswahrnehmung und erfahrung
der kopf sagt jetzt gleicht, allerdings hast du die übung jetzt nur mit dem lüfter gemacht, da ist es noch einfach, aber der bohrer hört sich anders an, ist "schlimmer" und die schlagbohrmaschine von letzter woche war unerträglich. in der tat hab ich da panikanfälle bekommen, mich massiv bedroht gefühlt und auch die wohnung verlassen.
gedanken
ich werde jetzt auch in nächster zeit bei sehr unangenehmen geräuschen versuchen sie zuzulassen und dann hineinspüren was dann passiert.
gedanken

ich muss zugeben ich bin sehr durcheinander und es kommen gedanken wie, hab ich es richtig verstanden und auch die befürchtung es nicht richtig gemacht zu haben

einen schönen samstagabend noch
lg p

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Re: sein meets sein

Postby Ichbin01 » Sat Jan 14, 2017 6:31 pm

Hallo Peter,

nein alles gut :-)

Was ist Deine Beobachtung. Würdest Du sagen, dass Du mehr in den Sinneserfahrungen oder in den Gedanken bist?
was ist das der unteschied zwischen einem körpergefühl also zum beispiel ein kribbeln im bauch und einem gefühl wie angst.
Ein Körpergefühl ist etwas, was Du im Körper spürst. Angst ist nur ein Wort dafür, das Label.

ich sag jetzt mal die emotionale erfahrung ist die zu der erfahrung zu zählen oder zur sinneswahrnehmung
Demnach ist emotionale Erfahrung keine Erfahrung. Sinneswahrnehmung ist das, was Du mit den Sinnen erfähst.
ist oft schwierig für mich die gedanken der angst von dem gefühl der angst zu unterscheiden.
Prima, dass Du das aufgedeckt hast.

Lass uns das etwas näher untersuchen, nach den obigen Ausführungen.
bei widerstand wohl oft das gefühl der angst.
Wo in Deinem Körper nimmst Du den Widerstand wahr. Wo würdest Du mit dem Zeigefinger hindeuten, wenn Du auf das "Gefühl Angst" zeigen müsstest. Was spürst/fühlst Du im Körper? Was ist es genau? Hat das bereits einen Namen? Was ist mit dieser "Körpersensation", wenn Du es nicht benennst? Wenn Du dem kein Ettikett aufdrückst? Bleibt es gleich oder verändert sich was? Ist es starr (ein Ding) oder ein Prozess? Und was ist dann von "der Angst" und dem Widerstand noch übrig?

Bin gespannt.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sein meets sein

Postby gewahrsein » Sun Jan 15, 2017 4:43 am

hallo guten morgen astrid
Was ist Deine Beobachtung. Würdest Du sagen, dass Du mehr in den Sinneserfahrungen oder in den Gedanken bist?
mehr in den gedanken ganz klar, es gedarf ein deutlich sich einlassen auf die sinneserfahrung und ein ich würde sagen reinfallenlassen in diese sinneserfahrung, eine bereitschaft die ganz spüren zu wollen, damit der verstand in form von gedanken ruhiger wird
Ein Körpergefühl ist etwas, was Du im Körper spürst. Angst ist nur ein Wort dafür, das Label.
das verstehe ich nicht wie du das meinst, kannst du es vll ein bisjen näher erläutern
Wo in Deinem Körper nimmst Du den Widerstand wahr. Wo würdest Du mit dem Zeigefinger hindeuten, wenn Du auf das "Gefühl Angst" zeigen müsstest. Was spürst/fühlst Du im Körper? Was ist es genau? Hat das bereits einen Namen? Was ist mit dieser "Körpersensation", wenn Du es nicht benennst? Wenn Du dem kein Ettikett aufdrückst? Bleibt es gleich oder verändert sich was? Ist es starr (ein Ding) oder ein Prozess? Und was ist dann von "der Angst" und dem Widerstand noch übrig?
tja, der widerstand nehme ich im kopf wahr. im körper spüre ich ein zusammenziehen, eine verengung so würde ich es beschreiben. fühlt sich unangenehm an, nicht frei. ja, es ist eine unangenehme körperempfindung. der name dafür, hm, nee eigentlich keinen namen aber halt den widerstand. wenn ich es nicht benenne, ist jetzt schwer weil ich diesen widerstand und das damit zusammenhängende körpergefühl auch nicht. müsste ich jetzt eher aus der erfahrung raus beantworten. es ist ein zusammenziehen, ein eng werden und das hat das etikett unangenehm und es folgt die reaktion es loswerden zu wollen und somit immer ein widerstand auf den widerstand quasi. es verändert sich dann wenn ich aus der situation wieder rausgehe. es ist also nicht starr und wahrscheinlich ist es auch noch nicht mal starr wenn ich keinen widerstand hätte. was bleibt schon gleich??? aber ich habe halt nicht so die erfahrung damit weil ich meist reagiere und nicht in dieser für mich unangenehmen erfahrung bleibe. das wäre dann wohl der punkt, ein überwinden nicht zu reagieren und eine bereitschaft das körpergefühl möglichst ohne etikett zu fühlen.

einen wunderschönen sonntag dir

lieben gruss peter

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Re: sein meets sein

Postby Ichbin01 » Sun Jan 15, 2017 12:12 pm

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Offenheit.
mehr in den gedanken ganz klar, es gedarf ein deutlich sich einlassen auf die sinneserfahrung
Wie ich schon sagte, geht es hier immer wieder um die direkte Erfahrung und nicht, was Du denkst.
Und? Bist Du zu 100% bereit, Dich auf die direkte Erfahrung einzulassen?
Astrid schrieb:
Ein Körpergefühl ist etwas, was Du im Körper spürst. Angst ist nur ein Wort dafür, das Label.
Peter schieb:
das verstehe ich nicht wie du das meinst, kannst du es vll ein bisjen näher erläutern
Das "Wort" Angst, ist das Label für eine körperliche Sensation. Oder anders gesagt. Wenn Du das Phänomen unter der Lupe betrachtest. Wirst Du feststellen, dass zunächst das Körpergefühl da ist und dann das Label "Angst" dazu kommt und damit dann auch gleich eine ganze "Geschichte". Wenn Du rein auf der Körperempfindung bleibst, wird sich etwas verändern.

der widerstand nehme ich im kopf wahr. im körper spüre ich ein zusammenziehen, eine verengung so würde ich es beschreiben. fühlt sich unangenehm an, nicht frei.
Es geht darum, alles zu akzeptieren wie es ist. Der Widerstand will Dich vor "etwas" bewahren, etwas vorher "jemand" angst hast. Es geht nicht darum den Widerstand "weg zu machen". Bedanke Dich bei ihm. Er hat Dir in der Vergangenheit sicherlich gute Dienste geleistet.
Und jetzt geht es einfach nur darum, dem Körpergefühl "enge im Kopf" "Raum zu gehen". Einfach nur diese Körpersensation spüren und da sein lassen. Nichts damit tun.
Beobachte, was passiert, wenn dem dem ganzen keinen Namen und keine Bedeutung und keine Geschichte mehr gibst. Sondern nur im hier und jetzt das spürst.

Bitte probiere das mal und berichte mir, was Du tatsächlich erfährst? Also "nur" erfährst! Wie verändert sich die körperliche Sensation? Wie und was nimmst Du bzgl auf Widerstand/Angst wahr? Ist Angst/Widerstand tatsächlich real? Im hier und jetzt tatsächlich wahr? Was kannst Du tatsächlich in Deiner direkten Erfahrung erfahren, was wahr ist? Ist da eine "Instanz", die Angst/Widerstand hat? Oder ist da "nur" die körperliche Sensation?
eine bewusstseinsfreundin hat mir das forum gerade empfohlen
Und? Hat diese Freundin selber den Prozess hier "zu Ende" gemacht?
ich bin seit etwa fünf jahren durch meinen lehrer christian meyer auf dem weg des erwachens. vollständiges tiefes dauerhaftes erwachen hat sich noch nicht eingestellt.
Warum nicht? Was hat Dir gefehlt?
ich wünsche mir vertiefung, gerne auch neue ansätze um die wahrheit dauerhaft erfahren zu dürfen
Welche Erwartung, welche Vorstellungen hast Du darüber wie es sein wird, wenn Du "erwachst"? Wie wird der Augenblick sein? Was ist "erwachen" für Dich überhaupt? Und was wird sich verändern? Was bedeutet für Dich "vertiefen". Welche Vorstellungen hast Du wie es zu geschehen hat? Welche Vorstellungen hast Du über den Prozess?

Das sind jetzt einige Punkte. Bitte lass Dir Zeit, Dich ganz darauf einzulassen und in die tiefer der Erfahrung zu gehen, wenn Du das überhaupt noch möchtest? Und mir von Deinen Erwartungen und Vorstellungen zu berichten.

Bin gespannt.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sein meets sein

Postby gewahrsein » Mon Jan 16, 2017 7:37 am

hallo astrid
Das "Wort" Angst, ist das Label für eine körperliche Sensation.
meinst du das im ernst? angst ist eine körperliche sensation?
wow diese ansicht muss ich erst mal sacken lassen, das sehe ich aus meinen
bisherigen erfahrungen und meinen vielen bewusstheitsübungen ganz anders.
angst ist für mich ein gefühl und eine richtige angst hat überhaupt nicht den urspruch
in einer körperlichen sensation wie du es ausdrückst. wenn die angst nicht gefühlt wird
kommt es vll zu körperlichen reaktionen, wie verspannungen usw
Wie ich schon sagte, geht es hier immer wieder um die direkte Erfahrung und nicht, was Du denkst.
Und? Bist Du zu 100% bereit, Dich auf die direkte Erfahrung einzulassen?
da merke ich dass ich mich nicht meinen bisherigen erfahrungen widersetzen kann
leider waren diese erfahrungen so klar und auch so tief, dass ich das nicht einfach beiseite
lassen kann und auch nicht will. ich war bereit mich auf neue anschauungen einzulassen.
habe mich auch auf konkrete aufgaben von dir voll und uneingenommen hingegeben.
doch eben gekomme ich immer mehr das gefühl ein konzept übergestülpt zu bekommen.
die aufgaben kommen nicht mehr klar an.

ich habe nicht nur klare vorstellungen von erwachen
sondern ganz konkrete erfahrungen gemacht
letztlich ist das erwachen meiner meinung nach eine gnade
deshalb erübrigt sich die frage, warum es noch nicht vertieft und dauerhaft geschehen ist.

ich danke dir für deine zeit und deine mühe, habe aber das gefühl, dass sich hier unsere wege
trennen.

ich wünsche dir alles gute astrid

lieben gruss

peter

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Re: sein meets sein

Postby Ichbin01 » Mon Jan 16, 2017 12:34 pm

Hallo Peter,
vielen Dank für Deine Offenheit.
Das ist völlig in Ordnung.

Auch Dir alles Gute weiterhin und einen lieben Gruß,
Astrid
Herzliche Grüße - Ichbin


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