Re: Frei von mir
Posted: Wed Dec 21, 2016 6:04 pm
Sehr gut! :)okay, verstehe jetzt den Unterschied. Da das Ich selbst nur ein Gedanke ist, kann es selbst keine Gedanken bilden.
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Sehr gut! :)okay, verstehe jetzt den Unterschied. Da das Ich selbst nur ein Gedanke ist, kann es selbst keine Gedanken bilden.
Wenn etwas wahrgenommen wird, ist es kein erkennen, sondern nur Wahrnehmung dessen, was sich ohne Geschichte zeigt. Wenn "ich" erkenne, dann ist es Wieder-erkennen. Also Erinnerung.Kannst Du was von einem "erkennenden" wahrnehmen? Ohne Schlussfolgern, Annahmen oder gehörtem und angelerntem. In der unmittelbaren Erfahrung.
Nö, geht nicht. Die Gedanken kommen wie sie wollen. Wie Wellen oder Wolken.Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als Nächstes kommt?
Auch das klappt nicht. Er geht, wenn ein neuer Gedanke kommt. Wohin er geht? Keine Ahnung.Kannst du einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist?
Die Absicht, etwas zu denken, ist schon ein Gedanke, an den die Vorstellung anknüpft. Wenn also z.B. an einen schönen Urlaub gedacht werden will, dann ist der Gedanke schon da, doch die Wahrnehmung dieses Gedanken lässt viele andere Gedanken folgen, so dass es schwierig ist, zu unterscheiden, was Erinnerungsgedanken sind, was Vorstellung und was "Wunschgedanken" sind. Aber wenn es auch nur Erinnerungsgedanken sind, die hervorgerufen werden, unterliegen sie nicht irgend einer Kontrolle. Es kommen unweigerlich andere Gedanken dazwischen.Nimm dir vor, einen besonderen Gedanken zu denken....irgendein Ereignis, ein schöner Urlaub zB.
Was geschieht dabei, wenn du genau hinschaust?
Gibt es einen Steuermann? Gibt es einen, der sich konzentriert? Einer der regelt, wann Konzentration stattfindet und wann sie zu Ende ist? Wenn ja, wo? Er müsste doch irgendwie wahrnehmbar sein!?! In der direkten Erfahrung...schau hin.Wie oder was steuert diesen Prozess? z.B. auch die Konzentration. Was konzentriert sich auf die inneren Bilder. Es ist ja mal möglich und mal nicht. Muss man hier unterscheiden?
Ja, das macht die Sache einfacher. Alles ist in irgendeiner Form Gedanke aus dem riesigen Pool von Konditionierung, Erinnerungen usw.n Erster Linie ist da ein Gedankenstrom in Form von Worten und geistigen Bildern
Ja, das ist wohl hilfreich. Bei mir ist sehr stark das Verlangen zu finden. Das hast du gut gesehen. Spielerische Entdeckungsreise - das klingt gut. Zumal das Verlangen ja ebenso Gedanke ist. Das Ego will das Ego enttarnen. Aussichtslos.Zweitens, nimm die Intention des "Suchen und findens" etwas heraus. Wir wollen untersuchen, was ohnehin schon immer der Fall war. Es gibt nix zu finden, loszuwerden oder das ICH - welches schon jetzt nicht da ist - in den Ruhestand zu schicken. Seh unseren Dialog als Entdeckungsreise an. Entdecken, Erkennen...einverstanden?
Einen Steuermann habe ich noch nicht gefunden und meine Unsicherheit bezüglich der Konzentration konnte nicht bestätigt werden. Konzentration findet statt wenn sie stattfindet und hört auf wenn sie aufhört. Auch dies alles Bewegung innerhalb des Gedankenstroms. Es ist wie mit Bewegungen des Körpers. Sie geschehen ohne Zutun von einem Ich.Gibt es einen Steuermann? Gibt es einen, der sich konzentriert? Einer der regelt, wann Konzentration stattfindet und wann sie zu Ende ist? Wenn ja, wo? Er müsste doch irgendwie wahrnehmbar sein!?! In der direkten Erfahrung...schau hin.
So ist es.Konzentration findet statt wenn sie stattfindet und hört auf wenn sie aufhört.
Gut.Alles ist in irgendeiner Form Gedanke aus dem riesigen Pool von Konditionierung, Erinnerungen usw.
Ja, der Körper macht tatsächlich was er will. :)Es ist wie mit Bewegungen des Körpers. Sie geschehen ohne Zutun von einem Ich.
Unmittelbare, direkte Erfahrung macht es klar. Kein Analysieren, kein darüber nachdenken. Schauen, einfaches, unvoreingenommenes wahrnehmen - mit allen Sinnen - was tatsächlich da ist, und was Vorstellung, Interpretation der Gedanken ist. Ok? Frag ruhig, wenn etwas unklar ist.Wie kann ich also weniger vom Verstand her die Entdeckungsreise fortführen?
Das Ich heftet sich an eine Tätigkeit und vereinnahmt sie. Laufe ich die Treppe rauf und stelle fest, dass dies gerade getan wird, taucht der Ich-Gedanke auf und sagt: Ich laufe die Treppe rauf. Vorher lief ich die Treppe unbewusst hinauf, ohne mir dessen gewahr zu werden. So ist es bei allen beobachteten Tätigkeiten gewesen. Erst wenn erkannt wird, das etwas getan wird, steht das Ich auf der Matte und klammert sich dran.Wie wird aus gehen=ich gehe, aus essen=ich esse, aus hören, reden= ich höre, ich rede....etc.
Das Ich konnte nicht gefunden werden. Es erscheint als Gedanke immer erst während oder nach der Handlung.Wo ist das ICH, dass die Handlungen für sich beansprucht und wann passiert das genau?
Gut. ES= Wort ICH erscheint als Gedanke. Ist es mehr als ein Gedanke? Verweist das Wort ICH auf etwas reales, so wie das Wort Stuhl oder Tisch? Mit welchen Sinnen kann man es wahrnehmen?Das Ich konnte nicht gefunden werden. Es erscheint als Gedanke immer erst während oder nach der Handlung.
Wo ist das Ich, das sich anheftet, die Tätigkeit/die Handlung vereinnahmt, auf der Matte steht und behauptet: Das habe ICH getan? Wo empfindest du es? Wie sieht es aus? Wie hört es sich an?Das Ich heftet sich an eine Tätigkeit und vereinnahmt sie. Laufe ich die Treppe rauf und stelle fest, dass dies gerade getan wird, taucht der Ich-Gedanke auf und sagt: Ich laufe die Treppe rauf. Vorher lief ich die Treppe unbewusst hinauf, ohne mir dessen gewahr zu werden. So ist es bei allen beobachteten Tätigkeiten gewesen. Erst wenn erkannt wird, das etwas getan wird, steht das Ich auf der Matte und klammert sich dran.
Vielleicht ist Gedanke auch nicht das richtige Wort. Ein Gefühl, ein vertrautes Gefühl von "Ich". Möglicherweise ist es auch noch nicht einmal das. Eine Erinnerung? Mit welchem Sinn? Mit dem Ich-Sinn? Dieses Ich wird immer schwammiger.ICH erscheint als Gedanke. Ist es mehr als ein Gedanke? Verweist das Wort ICH auf etwas reales, so wie das Wort Stuhl oder Tisch? Mit welchen Sinnen kann man es wahrnehmen?
Das "Ich" ist nirgendwo. Je mehr ich forsche, um so mehr werde ich das Gefühl (?) nicht los, dass das Ich ein Phantom ist. Es ist nirgends zu verorten. Ich (haha) kann es nicht finden. Es geistert mehr eine Vorstellung davon in mir (hihi) herum. Vielleicht möchte ich nicht, dass etwas vertraut gewordenes plötzlich entblößt wird.Wo ist das Ich, das sich anheftet, die Tätigkeit/die Handlung vereinnahmt, auf der Matte steht und behauptet: Das habe ICH getan? Wo empfindest du es? Wie sieht es aus? Wie hört es sich an?
Gut, dass das klar ist. :) Man kann nix finden, was nicht da ist, noch nie da war. Geh und such den Weihnachtsmann. Oder bring mir Wasser aus einer Fatamorgana. :)Das meine ich deshalb, weil ich dachte, ein Ich müsste gefunden werden.
Weißt Du noch, wie es war, als Du erfahren hast, das es Weihnachtsmann gar nicht gibt? Das Durchschauen der Ich-Illusion ist wie dieses Erkennen. Und was passiert mit dem Weihnachtsmann, wenn die Wahrheit erkannt ist? Er ist noch da, kann aber nicht mehr ernst genommen werden.Das "Ich" ist nirgendwo. Je mehr ich forsche, um so mehr werde ich das Gefühl (?) nicht los, dass das Ich ein Phantom ist. Es ist nirgends zu verorten. Ich (haha) kann es nicht finden. Es geistert mehr eine Vorstellung davon in mir (hihi) herum. Vielleicht möchte ich nicht, dass etwas vertraut gewordenes plötzlich entblößt wird.
Einfach lachen, ratlos und glücklich sein…:)Ich bin ratlos und glücklich. Gibt's das denn? Hier sitzt einer, der behauptet, dass "sein" ICH nicht existent ist und er lacht noch dazu. Völlig durchgeknallt. Daniel, was kann man da machen?
Was hindert Dich?Es würde mir jetzt direkt Erleichterung verschaffen, wenn ich behaupte, das Ich ist nicht vorhanden.
Genau.Er ist noch da, kann aber nicht mehr ernst genommen werden.
Genau, ratlos und glücklich und erleichtert.Einfach lachen, ratlos und glücklich sein…:)
NICHTS.Was hindert Dich?