Lieber Joram,Wie kommt es dann dazu das Angst, Ärger, Scham etc. auftauchen können, wenn es kein „Ich“ gibt?
Erkennst du den Zusammenhang?
danke für den Hinweis.
Angst, Ärger, Scham, Neid, Stolz und ähnliche Gesellen entstehen gerne, wenn es die Vorstellung (mental und gefühlt) gibt,
dass es hier ein zentrales Individuum gibt, das bedroht sein könnte und verteidigt werden muss.
Verteidigt gegen scheinbar andere Individuen und sonstige Gefahren, die außerhalb dieses "wichtigsten" Individuums
zu existieren scheinen, in der potentiell gefährlichen Welt "da draußen".
Die wackelige Existenz dieses Geheimagenten möchte andererseits gestärkt und bestätigt werden durch Beifall, materiellen/geistigen Besitz etc. etc., den man von scheinbar anderen Personen bekommen/ergattern kann.
Wenn gesehen wird, daß die Person nur eine Vorstellung ist, verlieren diese Mechanismen offensichtlich ihre Grundlage.
Wenn also diese Gefühle auftauchen, kann dies ein Hinweis sein, daß die Vorstellung von "Person" aktiv ist.

