Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin
Posted: Mon Dec 26, 2016 10:02 am
Frucht-Aufgabe, 2. Versuch,
diesmal mit einer heimischen, gestern aufgesammelten MANGO.
Sie liegt vor mir auf einem Teller. Die Benennung mit der Bezeichnung „Mango“ erfolgt wieder sofort. Wäre schön, wenn mir auch die spanischen Vokabeln immer so schnell einfallen würden...
Ich sehe einen Teil der Frucht, die Farben: ein kräftiges Gelb, das an manchen Stellen ins Grünliche oder in Orange übergeht, die Frucht hat auch einige braune Stellen, was innerlich zur Be-Wertung: „nicht so schön“ führt.
Ich drehe die Frucht und stelle erstaunt fest, dass sie von jeder Ansicht anders aussieht, sowohl was die Farbe als auch die Form angeht.
Ich fahre mit den Fingerspitzen über die Oberfläche. Sie fühlt sich glatt an, an den braunen Stellen eher rauh, aber alles wird als „angenehm“ wahrgenommen bzw. (schon wieder) bewertet. Der Geruch ist auch angenehm, süß, „nach Mango“ eben. Ich schneide die Frucht mit einem Messer und das erzeugt ein Geräusch, das im bisher stillen Raum auftaucht. Ich schneide eine Scheibe heraus und ziehe mit den Zähnen das Fruchtfleisch von der Schale ab, schmatzendes Geräusch. Dabei bleiben Fasern zwischen den Zähnen hängen. Der Geschmack wird mit „wohlschmeckend“ bewertet. So esse ich Scheibe für Scheibe die eine Hälfte, die andere ist mir schon zu matschig. Da freut sich nachher unser Schwein.
Den Gedankenablauf kann ich im Nachhinein nicht mehr rekonstruieren. Das finde ich schon im Verlauf äußerst schwierig, es geht unheimlich schnell. Einmal schaue ich z.B. beim Kauen auf die Vorratsdosen im Küchenschrank und sofort sind die Gedanken weg vom Essen und bei einem anderen Thema, ebenso, als ich aus dem Augenwinkel meine Tochter auf der Couch sitzen sehe. Außerdem merke ich, dass ich innerlich schon manchmal Sätze für den Bericht hier formuliere.
Frucht-Aufgabe, 2. Versuch,Lege eine Frucht vor dich auf den Tisch.
Was ist zu sehen? Was ist nicht zu sehen? Wie fühlt sich die Frucht an? Wie riecht sie? Wie schmeck sie? Was ist zu hören wenn du in die Frucht beißt?
Beziehe dich bei deiner Beobachtung ausschließlich auf deine Sinne des Sehens, Fühlens, Riechens, Schmeckens und Hörens.
diesmal mit einer heimischen, gestern aufgesammelten MANGO.
Sie liegt vor mir auf einem Teller. Die Benennung mit der Bezeichnung „Mango“ erfolgt wieder sofort. Wäre schön, wenn mir auch die spanischen Vokabeln immer so schnell einfallen würden...
Ich sehe einen Teil der Frucht, die Farben: ein kräftiges Gelb, das an manchen Stellen ins Grünliche oder in Orange übergeht, die Frucht hat auch einige braune Stellen, was innerlich zur Be-Wertung: „nicht so schön“ führt.
Ich drehe die Frucht und stelle erstaunt fest, dass sie von jeder Ansicht anders aussieht, sowohl was die Farbe als auch die Form angeht.
Ich fahre mit den Fingerspitzen über die Oberfläche. Sie fühlt sich glatt an, an den braunen Stellen eher rauh, aber alles wird als „angenehm“ wahrgenommen bzw. (schon wieder) bewertet. Der Geruch ist auch angenehm, süß, „nach Mango“ eben. Ich schneide die Frucht mit einem Messer und das erzeugt ein Geräusch, das im bisher stillen Raum auftaucht. Ich schneide eine Scheibe heraus und ziehe mit den Zähnen das Fruchtfleisch von der Schale ab, schmatzendes Geräusch. Dabei bleiben Fasern zwischen den Zähnen hängen. Der Geschmack wird mit „wohlschmeckend“ bewertet. So esse ich Scheibe für Scheibe die eine Hälfte, die andere ist mir schon zu matschig. Da freut sich nachher unser Schwein.
Von den Gedanken wird also die Einordnung/Kennzeichnung vorgenommen und - wie mir hier deutlich bewusst wird – die (fast permanente) Bewertung.Was wird in der Wahrnehmung von den Gedanken ergänzt oder hinzugefügt?
Kannst du feststellen wie der Gedankenablauf ist? Hier musst du besonders gut schauen.
Den Gedankenablauf kann ich im Nachhinein nicht mehr rekonstruieren. Das finde ich schon im Verlauf äußerst schwierig, es geht unheimlich schnell. Einmal schaue ich z.B. beim Kauen auf die Vorratsdosen im Küchenschrank und sofort sind die Gedanken weg vom Essen und bei einem anderen Thema, ebenso, als ich aus dem Augenwinkel meine Tochter auf der Couch sitzen sehe. Außerdem merke ich, dass ich innerlich schon manchmal Sätze für den Bericht hier formuliere.