Liebe Britta,
Die direkte Erfahrung zeigt mir eindeutig, dass es hier keine Trennung gibt. Hier greift jetzt aber der Verstand als kritische Stimme ein: Wenn Wahrnehmung passiert -- z.B. eines Tones -- muss es doch auch eine Klangquelle geben, damit dies passieren kann? Und es gibt ja auch "Britta" als Körper-Geist-System (aber ohne ICH). Ist somit, wenn es nur Wahrnehmen gibt, alles miteinander verschmolzen bzw. identisch? Hier "schwimme" ich gerade etwas...
Ein Klangquelle kann ein Radion sein, das Motorgeräusch eines Autos, das Zwitschern eines Vogels oder auch der Wind der durch die Blätter fährt. Was übrig bleibt ist immer das "Geräuschhören ohne Hörer".
Deine Frage gebe ich dir zurück mit folgender Hilfestellung: Wenn nicht alles miteinander verschmolzen wäre, dann gäbe es eine Trennung. Eine Trennung setzt ein Subjekt und ein Objekt voraus. Wenn es kein Subjekt gibt... kann es dann ein Objekt geben oder eine Trennung?
Nehmen wird die Musik als Übung zur Hilfe -hören-:
Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen oder der Msuik, die im Moment wahrzunehmen sind.
Achte auch auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der Hörende jetzt? Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren? Gibt es einen Abstand zwischen dem, der die Gedanken wahrnimmt, und den Gedanken, dem Denken an sich, oder gibt es nur diesen einen Prozess?
Ich bin gespannt auf deinen Bericht.