Es ist wirklich wichtig das zu sehen. Sonst wird aus den Verben ein Substantiv, das "Eine", dem Substantiv wird Substanz verliehen und aus dem Substantiv wird ein Ding, an das geglaubt wird.
Ja. Das leuchtet ein, liebe Ghata!
Tatsächlich waren da bei mir leichte Anhaftungen an diesen Begriff vorhanden.
Diese Begriffe im Buddhismus Tathata, Anatta, Sunnata (oder auch Neti-Neti.... Nicht-dies, nicht-das) weisen ja auch eigentlich darauf hin, sich nicht ein neues Konzept zu bauen mit etwas Festem als Inhalt, in welches sich dann wieder der Glaube an ein Ich etablieren kann.
Ich kann mich damit begnügen, im Gesehenen nur das Gesehene zu sehen :)
Danke!
Wie sieht es mit Entscheidungen aus? Wie werden sie gefällt? Was ist mit dem freien Willen und wofür bist du verantwortlich?
Entscheidungen, freier Wille, Verantwortung sind Illusion.
Entscheidungen passieren einfach. Wie alles Andere.
Wenn "ich hier sitze und nachdenke, was ich schreiben will und dann die Entscheidung treffe, loszutippen" und das so glaube, befinde ich mich mitten in der Ich-Illusion.
Da ist: Sitzen, Denken, Entscheiden, Tippen. Ohne Einen, der das tut.
Der freie Wille impliziert ein Ich, das einen Willen hat und entscheidet. Tatsächlich ist ein Impuls, dies oder das zu tun, nichts anderes als Denken oder Fühlen oder eine Mischung davon.
Mit der Verantwortung ist es ähnlich. Natürlich übernimmt auf der alltäglichen Ebene die Action-Figur, die hier "flowings" genannt wird, Verantwortung für "ihr" Geschehen, handelt moralisch usw. Dennoch ist das Empfinden von Verantwortung auch nur ein Prozess, der erfahren wird.
Beispiel: Wenn es einem Freund schlecht geht, "übernehme ich Verantwortung" und tue oder sage Dinge, die helfen oder unterstützen sollen. Das heisst, Zuhören geschieht, die Empfindung von Verantwortung wird wahrgenommen und entsprechendes Handeln passiert.
Das Leben läuft ab ohne Zutun eines "Machers" und ohne Widerstände.